CH205545A - Verfahren zur Gewinnung von Schmierölen neben druckfesten Koksbriketts aus ölhaltigen Pechen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Schmierölen neben druckfesten Koksbriketts aus ölhaltigen Pechen.

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CH205545A
CH205545A CH205545DA CH205545A CH 205545 A CH205545 A CH 205545A CH 205545D A CH205545D A CH 205545DA CH 205545 A CH205545 A CH 205545A
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oil
briquetting
briquettes
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carrier substance
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Fritz Dipl Ing Seidenschnur
Komm-Ges Chemieprodukte
Original Assignee
Fritz Dipl Ing Seidenschnur
Chemieprodukte Komm Ges
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B55/00Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material
    • C10B55/02Coking mineral oils, bitumen, tar, and the like or mixtures thereof with solid carbonaceous material with solid materials

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Description


  Verfahren zur Gewinnung von Schmierölen neben druckfesten     Koksbriketts     ans ölhaltigen Pechen.    Die Erfindung     betrifft        ein    Verfahren zur  Gewinnung von Schmierölen neben druck  festen     Koksbriketts    aus ölhaltigen Pechen.  



  Bei der Gewinnung von Schmieröl aus  Erdölen oder Teeren durch Destillation muss  man die Destillation mit Rücksicht auf die  Apparatur noch vor dem restlosen Übergang  der     gesamten        Schmierölanteile    unterbrechen.  Es fällt dabei als unvermeidlicher     Rückstand     Asphalt oder Pech an. Diese     Asphalte    oder  Peche werden häufig in besonderen Blasen in  diskontinuierlicher Arbeitsweise weiter     bis     auf Koks destilliert.

   Trotz Anwendung scho  nendster     Destillationsbedingungen,        wie    An  wendung von Hochvakuum und grosser Men  gen von überhitztem Wasserdampf, gelingt es  hierbei nur, ein verhältnismässig wenig vis  koses Destillat aus den genannten     Materialien     zu gewinnen.

   Dabei ist der     Apparaturver-          schleiss    infolge der notwendigen Erhitzung  der Blase bis auf Rotglut sehr gross und die    Entfernung des Kokses aus der     Blase,    .der in  ungleichmässig entgaster und in verschieden       fester        Form    anfällt,     ist        teuer    und .gesund  heitsschädigend, da Handarbeit nicht zu um  gehen ist.  



  Nach vorliegendem Verfahren, .das sich  einer     kontinuierlichen        Arbeitsweise    bedient,  werden die     erwähnten    Übelstände restlos ver  mieden.  



  Das Verfahren geht von Pechen aus, die  noch Schmieröle enthalten, z. B. Erdölasphalt  oder Erdölpech,     Braunkohlenteerpech,.Stein-          kohlenteerpech,        Holzteerpech    oder     .dergl.     



  Es hat sich auch gezeigt, dass die in       Mineralölraffinerien    bei der     Behandlung    von       Mineralöldestillaten        zeit        konzentrierter    Schwe  felsäure anfallenden ölhaltigen Säurepeche,  welche man gewöhnlich auch als Säureharze  bezeichnet, sich ebenfalls entweder für sich  oder in Mischung mit Mineralölen oder     Erd-          Wasplhalten    mit Vorteil verarbeiten lassen.

   Es      genügt hierbei,     dass    der     grösste    'feil der in  den Säureharzen noch enthaltenen freien       Schwefelsäure    zuvor durch     Aushneten    mit  geringen     U'assermengen    entfernt wird.  



       Erfindungsgemäss    werden     diese    ölhaltigen  Peche mit organischen, vegetabilischen     f        räger-          subatanzen        vermischt,    brikettiert, und     diese          Briketts    werden dann einer     sogenannten          Spülgasbehandlung    unterworfen. Die genann  ten Ausgangsmaterialien     können    jedes für  sich oder gemischt miteinander     verarbeitet     werden.  



  Nacheiner     Ausführungsform    des     Verfali-          rens    werden diese Ausgangsmaterialien mit  im Verfahren gewonnenen     Destillaten    ver  mischt     und        weiterverarbeitet.     



       Als    Trägersubstanzen kommen in Be  tracht organische, vegetabilische     Substanzen,     wie     geeignete    Stein- und     Braunkohlen,    Faul  schlammkohlen     etc.    oder deren     Destillations-          rüakstände,    Holz oder Holzkohle, Torf oder       Torfkoks,        fossiles    Holz (Kohlenholz, das in  Kohlenflözen vielfach in grossen Mengen an  getroffen wird) oder daraus hergestellte  Holzkohle,

   bei der     Destillation    von     Erd-          pechen        und    andern Pechen gewonnene Pech  kokse,     Asphaltkolzse,    Abfallstoffe, wie Samen  schalen,     Ölkerne        ete.    Es empfiehlt sich, durch  eine geeignete Trocknung einen etwa vorhan  denen grösseren Feuchtigkeitsgehalt auf  wenige Prozente zu vermindern.

   Für die  Wahl der einzelnen     Trägersubstanzeu    sind  mit in     erster    Linie der     Aschegehalt    und die  Anforderungen massgebend, die man an  Menge und     Zusammensetzung        des        Asche-          geha.ltes    des zu gewinnenden     Koksbriketts     stellt. Verwendet man z. B.

   Holz oder Kohlen  holz als     Trägersubstanz    mit     beispielsweise     Erdölasphalt oder     Braunkohlenteerpech,    so       stören    die aus der     Trägersulastaiiz        stammen-          den    hochsiedenden Destillate nicht die Ge  winnung der aus ,dem Asphalt oder dem Pech  sich ergebenden Destillate.

   Erstere, die pech  artige Beschaffenheit haben, sind in letzteren  unlöslich und können leicht durch Absetzen  getrennt     werden.    Diese Holz- oder Kohlen  holzpeche lassen sich mit Vorteil wieder zur  Herstellung neuer Brikettmengen verwenden,    Sofern für sie keine andere     @\erwcrtungsmög-          lichheit        besteht.     



  Durch die     Aufteilung    der zu destillieren  den ölhaltigen Peche auf dem     Wege    der     Bri-          kettierung    mit     geeigneten    Trägersubstanzen  in eine Unzahl von kleinen Aggregaten und  die     Behandlung    dieser im     Spülgasverfahren     vollziehen sich nebeneinander sehr .schonend       verlaufende    Destillationen.

   Dabei werden die  entbundenen     Destillate.    durch den Spülgas  strom sofort dem Einfluss     der        Destillations-          temperatur    entzogen und fast momentan aua       denn    Spülgasofen abgeführt.  



  Die     Spülgasbehandlung    gemäss der Erfin  dung     ist    einer unter den schonendsten Be  dingungen     verlaufenden11ochvakuum-Wasser-          da.mpfdestillation    gleich zu achten. Somit ge  lingt es tatsächlich, die in den Ausgangs  stoffen noch enthaltenen     Schmieröle    fast voll  ständig in nahezu     umersetzter    Form zu ge  winnen.  



  Für die gleichzeitige Erzielung druck  fester     Briketts        ist    es notwendig, ein Optimum  an ölhaltigen     Pechen    zu     verwenden.    Die zur  Erreichung dieses Optimums notwendigen  Mengen sind     erlieblieli    grösser als man .sie bis  her zum Einbinden von Kohle oder     Koks    ver  wandte. Allgemein gültige Angaben     über     diese Mengen     lassen    sieh nicht machen. Sie  müssen für die     verschiedenen    Rohstoffe von  Fall zu Fall durch entsprechende Vor  vcrsuche festgestellt      -erden.     



       Wesentlieh    für den Enderfolg, insbeson  dEre für die     Besehaffenheit    der     hoksbrihetts,     ist es, dass die Briketts beim Einschleusen in  den     Spiilgasofen        möglielist    rasch auf eine       Temperatur    von zirka     2t)0    bis 350   gebracht.   erden.

   Hierbei bildet sieh sofort ein das       Auseinanderfallen    der Briketts verhindern  der     Koksmantel,    ohne dass dadurch die     Be-          sehaffenheit    der     Öldestillate    und der     Briketts          leidet.     



  <I>Beispiele:</I>  I.     5(10    bis     5511    kg     Holzkohlepulver    wer  den mit     500    bis 450 kg Erdölpech innig ver  mischt und diese     Masse    zu Briketts     verpresst.          Die        Briketl.s    unterwirft man hierauf einem  mit     überhitztem    Wasserdampf oder andern           inerten    Gasen als     Spülgas        arbeitenden    Spül  gasverfahren,

   wobei die Spülgase in d en un  tern Teil     des    Spülgasofens mit einer Tempe  ratur von 950     bis    5.50       eintreten,    und ihn im       obern    Teil mit einer solchen von 2:00     bis    350         verlassen.     



       1I.    700     bis    800 kg trockenes     fossiles    Holz  werden, gegebenenfalls nach     entsprechender,     weiterer Zerkleinerung, mit 2100 bis 300<B>kg</B>       Braunkohlenteerpech    in     .der    Wärme mittels  einer     geeigneten    Vorrichtung, gegebenenfalls  unter Zuhilfenahme von Vakuum und Druck,  innig vermischt. Das erhaltene Gemisch wird  zu Briketts geformt. Diese     Briketts    werden,  wie nach Beispiel I, in einem Spülgasofen be  handelt.  



       Gegebenenfalls        kann    ein Teil des zum  Einbinden zu verwendenden Braunkohlen  teerpechs durch im Verfahren erhaltene     Holz-          oder        Kohlenholzpeche    ersetzt werden.  



       III.        Trockenes        frisches    Holz in entspre  chender Zerkleinerung wird der gleichen Be  handlung unterworfen wie das fossile Holz  gemäss Beispiel     II.     



       IV.    Die     Materialien    der     Beispiele    I,     II     und     III    werden mit     Steinkohlenteerpech    oder  mit einem Gemisch von     .Steinkohlenteerpeah     und dem .aus einer früheren Behandlung  stammenden Destillat, wie beschrieben, ver  mischt,     brikettiert    und im     .Spülgasverfahren     behandelt.  



  V. Die Materialien nach     Beispiel    I,     II     ,und     III    werden mit entsäuerten Säurepechen       (siehe    oben S. 2, 3. Absatz), entweder für  sich, oder in Mischung mit     Destillaten    einer  vorhergehenden Behandlung, oder in Mi  schung mit     Erdölaephalt,    oder     in    Mi  schung mit beiden, wie beschrieben, ver  mischt, brikettiert und im     Spülgasverfahren     behandelt.  



  Die aus den     Arbeitsweisen    der verschie  denen     Beispiele    resultierenden Spülgase wer  den, wie folgt, weiterbehandelt:  Aus dem     Spülgasstrom    wird zunächst  durch fraktionierte Kühlung .die Hauptmenge  der     gebildeten        Öldestillate    abgeschieden, der  Rest wird in einem     elektrisch    oder mecha  nisch betriebenen     Teerwäscher    abgefangen und    die im     Gasstrom    eventuell     gelösten    .geringen  Mengen     Leichtöle    -durch eine Ölwäsche oder  durch     Adsorptionsmittel,    wie Aktivkohle.

         Silica-Gel    oder     dergl.    entfernt.     Die    entspre  chend abgekühlten Spülgase .dienen     teilweise     durch Rückführung zur     Einstellung    neuer  Mengen     von,Spülgasen    auf die für erforder  lich gehaltene     Schweltemperatur,    zum andern  Teil zum Abkühlen der im .Spülgasofen an  fallenden     Koksbriketts.    Der Rest geht zwecks  völliger Ausnutzung der     in        ihnen    noch enthal  tenen brennbaren     Bestandteile    in eine Feue  rung,

       beispielsweise    in .die Feuerung der  Trockenanlage für die als Trägersubstanz in  Frage     kommenden    Stoffe. Bei .der Verwen  dung von frischem Holz oder     Kohlenhalz     als     Trägersubstanz    lassen sich aus dem ent  teerten Gasstrom auch     Essigsäure    und die  bekannten leichten     Holzdestillationsprodukte     gewinnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Schmier ölen neben druckfesten Koksbriketts aus öl haltigen Pechen, dadurch gekennzeichnet, .dass man .diese Ausgangsmaterialien mit organi schen, vegetabilischen Trägersubstanzen ver mischt, brikettiert und .diese Briketts einer Spülgasbehandlung unterwirft. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ausgangs materialien mit im Verfahren gewonne nen Destillaten vermischt und weiterver arbeitet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass man als Trägersub stanz für die Brikettierung Asphaltkoks verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, -dadurch gekennzeichnet, .dass man als Trägersub stanz für die Brikettierung Pechkoks ver wendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass man als Trägersub stanz für die Brikettierung getrocknetes Holz verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Trägersub stanz für die Brikettierung fossiles lioh- lenholz verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man a.ls Trägersub stanz für die Brikettierung Torf ver wendet.
    i. Verfahren nach Patenlansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man als Trägersub stanz für die Brikettierung Koks aus vege tabilischen Stoffen verwendet.
CH205545D 1936-12-11 1937-12-06 Verfahren zur Gewinnung von Schmierölen neben druckfesten Koksbriketts aus ölhaltigen Pechen. CH205545A (de)

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