CH205550A - Verfahren zum Metallisieren von Gegenständen mittels Kathodenzerstäubung. - Google Patents
Verfahren zum Metallisieren von Gegenständen mittels Kathodenzerstäubung.Info
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Description
Verfahren zum Metallisieren von Gegenständen mittels Kathodenzerstäubung. Die Erfindung betrifft ein Verfahren, zum Metallisieren von Gegenständen mittels Ka.thodenzerstäubung, welches sich da.dureh auszeichnet, dass die gesamte Entladungs,- leistung, die an :
die zu zerstäubende Kathode gelegt wird, mindestens,5 Kilowatt bei einem Mindeststrom von 5 Amp. beträgt. Die Vor richtung ,gemäss der Erfindung zur Durch führung :des Verfahrens zeichnet sich ihrer seits dadurch aus, :
daB die Kathode, um die hohe Leistung aufzunehmen, kühlbar ausge bildet ist. Vorteilhaft bildet die Kathode die Gefässwand der Zerstäubungskammer, die von einem kühlbaren Mantel umgeben ist. durch den ein Kühlmittel wie Wasser, Öl oder Luft geleitet werden kann.
Die Zerstäubung er folgt dabei zum Beispiel bei einem Druck von 40 bis 0,01 mm, vorzugsweise 5 bis 0,1 mm IHg.
Bei :der Zerstäubung von kleinen Elek troden kann :die Zerstäubungsintensität in der Hauptsache nur durch Spannungssteige- rung gesteigert werden.
Dabei sind bisher Entladungsstromstärken über 2 bis :3 Amp, nicht :erzielt worden, :da infolge :des: grossen Kathodenfalles und des dadurch grossen Zwanges an der Kathode eine Lichtbogenbil- dung, also ein Überschlag in .den sogenann- t:
en Glimmbogen erfolgte. Versuche haben nun gezeigt, dass auch an grossflächigen Ka- thod-en dieselbe Menge pro: em4 abgestäubt wird, wenn die angelegte Intensität pro Flächeneinheit entsprechend hoch gewählt wird. Um grossflächige Kathoden verwenden zu können bei einer entsprechenden Ent ladungsintensität,
wie sie bei .drinnen Dräh ten angewendet wird, werden insgesamt grosse Stromstärken erforderlich. Bei entsprechen der Ausbildung,der Stromzuführung (Anode) lassen, sich Stromstärken bis zu 50 und l:00 Amp. auf einer grossflächigen Kathode unterbringen, wobei sogar die Entladungs intensität pro cm2 Oberfläche :der Kathode bis zu 20 Watt betragen kann.
Wenn durch Kühlung .der Kathode sich,die Verlustwärme nicht als schädliche Temperaturerhöhung an derselben äussern kann, kann die Entladungs- intensität pro cm' Oberfläche beliebig hoch gesteigert werden.
Die gesamte Stromstärke kann also Werte annehmen, die auch über 100 Amp. liegen können, ohne dass die Be triebssicherheit der Entladung beeinträchtigt würde. Die dabei abgestäubten Mengen sind proportional denjenigen Mengen, die dünne Drähte bei der Zerstäubung als günstigste Werte erreicht haben.
Die Stromzuführung der Anode, die bei Wechselstrombetrieb kurzzeitig Kathode sein kann, wird zweck mässig durch Einschaltung eines Vakuum spaltes zwischen der Gefässwand und ihr ge schützt.
Hinter diesem Vakuumspalt, der einen Abstand von 5 bis 0,1 mm haben kann, befindet sich das eigentliche elektrische Isola tionsmaterial. Der dem Isolationsmaterial vorgeschaltete Vakuumspalt verhindert die Metallisierung desselben und somit die ge- fürchtete Lichtbogenbildung bei hohen ge samten Entladungsströmen.
Bei der Ausbil dung der zu zerstäubenden Kathode als Ge fäss, ergaben sich bei hohen Stromdichten an der Kathode verhältnismässig kleine Span nungen. .So konnte man bereits mit einer an gelegten Spannung von 1000 Volt eine spez. Belastung von 3.0 Watt pro cm' auf der ge kühlten Kathode erreichen. Die gesamte Stromstärke an der Entladung betrug dabei 50 Amp. Die Oberfläche der zu zerstäuben den Kathode betrug 1700 em2.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel schematisch näher erläutert, und zwar zeigt,die Abbildung einen Schnitt durch eine Vorrichtung zur Metalli- sierung von Gegenständen mittels Kathoden zerstäubung.
Die Vorrichtung besteht aus einem Unter teil 1 und einem abnehmbaren Oberteil 2, die mittels der Dichtungen 3 und 4 vakuumdicht verbunden sind. und die einzeln oder gemein sam die Kathode bilden.
Die gesamte Ent ladungsleistung an der Kathodenzerstäu- bungskammer beträgt mindestens 5 Kilowatt und d ie Stromstärke mindestens 5 Amp. Die Belastung pro cm' der Kathodenoberfläche beträgt mindestens 1 Watt, vorzugsweise 3 bis 60 Watt pro cm'. Der zum Beispiel Haubenförmig ausgebildete Oberteil 2 ist mit einem Kühlmantel 5 versehen, dem durch die Leitung 6 ein Kühlmittel zugeführt und durch den Stutzen 7 abgeleitet erden kann.
In dem Oberteil ist ferner eine üffnung vor gesehen, die durch ein Schauglas 6 verschlos sen ist. An dem Stutzen 9, der in dem Unter teil isoliert angeordnet ist, ist eine nicht dar gestellte Vakuumpumpe angeschlossen, mit der vorzugsweise ein Druck von<B>10,0</B> bis 0,05 mm Hg. eingestellt werden kann. Der Unterteil 1 besitzt ferner einen ,gleichfalls gegen die Kathode isolierten Stutzen 10.
Die Teile 11 und 12 sind Isolierringe und die 'feile 1;3 und 14 sind Isolier- und Anpress- ringe. An dem Stutzen 10 kann ein Druck anzeigegerät angeschlossen werden und durch den Stutzen 10 kann ferner auch über ein nichtdargestellte, Ziegelventil ein Füllgas in geregelter Menge zugeführt werden.
Als Füll gas kann ;je nach dem zu zerstäubenden Gut ein inertes Gas wie Argon, Krypton, Yenon, Helium oder' ein reduzierendes- Gas wie Wasserstoff, Kohlenwasserstoff oder dergl. stationär oder strömend verwendet werden. Auch Stickstoff, Ammoniak oder ähnliche Gase können zur Anwendung kommen, wenn eine Einwirkung auf das zum Beispiel metal lische Glühgut vor, während oder nach der Kathodenzerstäubung beabsichtigt ist.
Es können überhaupt Gase oder Dämpfe zuge leitet werden, die chemische Einwirkungen auf dem Gut hervorrufen. In dem Unterteil 1 ist ferner die Anode 15 isoliert und abIr e- schirmt angeordnet, desgleichen die Durch führung<B>116,</B> die hohl ausgebildet ist und der durch -die Leitung 17 ein Kühlmittel zuge führt und durch den Stutzen 18 abgeleitet werden kann.
Zwischen der Anode 15 und dem Gefässunterteil 1 befindet sich ein enger labyrinthförmiger Spalt, der so eng ist, dass keine Glimmentladung in dem Spalt möglich ist. Auch zwischen der Anode 15 und der Durchführung<B>16</B> befindet sich ein ähnlicher enger labyrinthförmiger Spalt.
Die Durch führung 16 trägt mittels eines isolierenden Absohirmstiftes 19 zum Beispiel einen Quarz- teuer 20, auf dem das Gut 2-1 isoliert ge lagert ist. Die Teile 22 und 2,
3 sind Isolier- ringe und .24 ist ein Isolier- und Anpressring. der mittels einer nicht dargestellten Ver- sehraubung angepresst wird. Der Teil 25 istj ein Kühlkanal, dem ein Kühlmittel zuge führt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Metallisieren von Gegen- ständen mittels 'Kathodenzerstäubung, dadurch gekennzeichnet"dass die gesamte Entladungsleistung, die an die zu zer stäubende Kathode gelegt wird, minde- stens 5 Kilowatt bei einem Mindeststrom von 5 Ampere beträgt.II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, @dass die Kathode kühl bar ausgebildet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanaspruch' I, da durch gekennzeichnet, dass die Kathoden zerstäubung bei einem Druck von 5 bis 0,1 mm Hg. vorgenommen wird. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Kathode ,die Gefässwand der 7erstäubungskammer bildet, die von einem kühlbaren Mantel umgeben ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH205550D CH205550A (de) | 1938-07-01 | 1938-11-14 | Verfahren zum Metallisieren von Gegenständen mittels Kathodenzerstäubung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH205550A (de) |
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1938
- 1938-11-14 CH CH205550D patent/CH205550A/de unknown
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