CH206017A - Elektronenröhre. - Google Patents

Elektronenröhre.

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CH206017A
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    • H03F1/16Modifications of amplifiers to reduce detrimental influences of internal impedances of amplifying elements by use of neutralising means in discharge-tube amplifiers

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Description


  Elektronenröhre.    Die Erfindung geht von dem Gedanken  aus, dass es nicht nötig ist, zur Verbesserung  der Wirkungsweise einer     Verstärkerröhre    zu  sätzliche Zwischengitter zu verwenden, son  dern dass es vielmehr auch mit andern und  einfacheren Mitteln gelingt, hohe Verstärkung  ohne störende Nebenerscheinung zu erreichen.

    Schutz- und Schirmgitter     -.sind    eingeführt  worden, um die die Verstärkung vermindernde  Anodenrückwirkung     bezw.    die     kapazitive    Be  einflussung des Steuergitters zu verhindern;  derartige Gitter sind mit positiven Gleich  spannungen zu betreiben und verbrauchen  im Verhältnis zum     Anodennutzstrom    einen  erheblichen     Verluststrom.    Es zeigte sich ferner  bei der Weiterentwicklung derartiger Röhren  die Notwendigkeit zur Einführung eines  weiteren Gitters (Fanggitters) zwecks     Ver.          meidung    des Überganges von Sekundärelek  tronen zwischen der Anode und dem Schirm  gitter.  



  Zur Vermeidung der Nachteile der     hilfs-          gitterfreien    Röhre, in erster Linie also der         Dreielektrodenröhre,    sind auch noch andere  Mittel vorgeschlagen und angewendet wor  den. Die     kapazitive    Rückwirkung der Anode  wurde durch     Neutralisations-        bezw.        Neutro-          dyneschaltungen    ausgeglichen, die im wesent  lichen darin bestanden, dass das Steuergitter  über eine zweite, der     Anodensteuergitterka-          pazität    gleiche Kapazität auch gegenphasig  aufgeladen wurde und somit insgesamt un  geladen blieb.

   Die Anodenrückwirkung infolge  des Einflusses des     Aussenwiderstandes    hat  man vielfach durch Rückkopplung auf das  Steuergitter selbst aufgehoben.  



  Es hat aber bisher an Vorschriften ge  fehlt, diese Schaltungsmassnahmen durch ge  schickte bauliche Anordnungen in der Röhre  zu ersetzen und von vornherein bei der Kon  struktion der Röhre Bedacht auf eine be  triebt- und     schaltungstechnisch    einfache Ver  wendung der hochverstärkenden Elektronen  röhre zu nehmen.  



  Die Erfindung besteht in einer Elektronen  röhre. mit-     mindestens    folgenden Elektroden      einer Kathode, einem Steuergitter und einer  Zusatzelektrode und trägt das besondere  Kennzeichen, dass die Zusatzelektrode mit  einer nicht geheizten Elektrode eine Dipol  elektrode bildet, die eine nach aussen ein  heitlich wirkende Potentialfläche darstellt.  



  In einem Ausführungsbeispiel der Erfin  dung enthält eine Elektronenröhre ausser einer  Kathode     K        (Fig.    1), einem Steuergitter G  und einer Anode A1 noch eine Zusatzelek  trode     Az    in solcher Anordnung, dass der  Durchgriff     ai    der Anode     -1i    durch das Steuer  gitter G zum Durchgriff a2 der Zusatzelek  trode     A2    durch das Steuergitter G auf jeden  aktiven Punkt der Kathode     K    sich annähernd  verhält, wie die     Steuergitteranodenkapazität          CA,

  G    zur     Steuergitterzusatzelektrodenkapazität          CAIG    (wobei als Kapazitätsbelegungen die  Elektroden samt ihrer) Zuleitungen in Rech  nung gestellt werden). Dadurch wird ein  gleichzeitiger Ausgleich der Anodenrückwir  kung und der     kapazitiven        Beeinflussung    des  Steuergitters durch die Anodenwechselspan  nung ermöglicht, während im Falle, dass diese  Verhältniszahlen ungleich sind, sich     mir    eine  dieser beiden Störwirkungen ausgleichen lässt.  Im einfachsten, aber auch wohl üblichsten  Sonderfall werden diese Verhältnisse den  Wert 1 haben, d. h. die Durchgriffe, Kapa  zitäten und Wechselspannungen von Anode  und Zusatzelektrode werden untereinander  gleich sein.

   In der folgenden Erklärung ist  dieser Sonderfall in den Vordergrund gestellt;  der allgemeinere Fall ergibt sich dann ohne  weiteres.  



  Es sollen also folgende Bedingungen er  füllt sein:     ai   <I>=</I>     a2    und     CA,G    =     CA,G    für  jeden aktiven Punkt der Kathode.  



  Es sind Röhren bekannt, die wegen einer  äusserlichen Ähnlichkeit mit dem Erfindungs  gegenstand nicht verwechselt werden dürfen.  Beispielsweise hat man die Anoden von einer  als     Mehrphasengleiehrichter    für technischen  Wechselstrom arbeitenden Röhre in aus ein  zelnen Drähten bestehende Gruppen zerlegt  und diese so angeordnet, dass die Teile der  einen Gruppe zwischen denen der andern  stehen; bei diesen wäre es sogar unerwünscht,    wenn die beiden     Anodengruppen    zusammen  eine nach aussen einheitlich wirkende Poten  tialfläche erzeugen     würden,    da in diesem  Falle eine Gleichrichtung überhaupt nicht  zustande käme.  



  Ferner sind aus dem Schrifttum Röhren  bekannt mit zwei Anoden, die spiralförmig ge  wunden und ineinander gelegt sind.     DerZweck     dieser Anordnung ist eine bestimmte Strom  verteilung auf die beiden Anoden, die ledig  lich von den geometrischen Verhältnissen des  elektrischen Feldes im Entladungsraum und  der Elektronenbahnen bestimmt wird.  



  Schliesslich sei noch     erwähnt,    dass Röhren  mit zwei ineinander gewundenen Gittern be  kannt sind; an diese wurde jedoch nicht die  Forderung gestellt, ein einheitliches Feld an  den steuerfähigen Teilen der Röhre entstehen  zu lassen.  



  Der Vollständigkeit halber sei auch noch  erwähnt, dass auch     Neutrodyneschaltungen     mit     Doppelgitterröhren    bekannt sind, bei  denen die Kapazität zwischen dem Steuer  gitter und der Anode durch die natürliche  Kapazität zwischen dem Steuergitter und  denn zweiten Gitter ausgeglichen wird. Dabei  wird jedoch nicht von den     Möglichkeiten    Ge  brauch gemacht, die sich gemäss der Erfin  dung aus der innigen Vermischung der Fel  der zweier zusammenarbeitender Elektroden  ergeben.  



  Eine Anordnung, die den vorhin aufge  stellten Bedingungen genügt, ist in     Fig.    1  schematisch wiedergegeben. Über der Kathode       K    und dem Steuergitter G sind die Anode  A, und die Zusatzelektrode     A2    angeordnet,  die aus untereinander gleichen Elementen  bestehen. Die mit einem Kreisring angedeu  teten Elemente der Anode A, und die als  schwarz angelegte Kreisflächen dargestellten  Elemente der Zusatzelektrode     A2    sind je  untereinander leitend verbunden.

   Es ist ferner  gestrichelt angedeutet, zwischen welchen       Punkten    die Kapazitäten     CA,G   <B>und</B>     CAIG   <B>zu</B>  messen sind; durch die von benachbarten  Elementen der Anode     bezw.    Zusatzelektrode  zu je einem Punkt der Kathode führenden  und mit     ai,        a2    bezeichneten Feldlinien ist      der Sinn der     Durchgriffsangabe    verdeutlicht  worden.  



  Eine Anordnung, wie sie zum Beispiel       Fig.    2 a oder     Fig.    2 b zeigen, würde zwar  auch die Bedingung     CA,o    =     CA,(;    und die  Bedingung     ai    =     a2    für die Gesamtkathode,  nicht aber die Bedingung     ai   <I>=</I>     a2    für jeden  einzelnen aktiven Punkt der Kathode erfüllen  und damit, wie gleich gezeigt wird, die Lö  sung der gestellten Aufgabe nicht geben.  Anordnungen, wie sie die     Fig.    2a und 2b  zeigen, sind in einer Röhre vereinigte, aber  schliesslich auch in zwei getrennten Röhren  ausführbare und darum dem Wesen der Er  findung nicht gerecht werdende Konstruk  tionen.

   Legt man nämlich an     Ai    eine positive  Gleichspannung     EA"    der eine kleinere Wech  selspannung<B>JE</B>     sin        wt,    wie sie etwa der  Wechselspannung am äussern Widerstand  entspricht, überlagert wird, und an     A2    eine  negative Gleichspannung vom Absolutbetrag       Ein,    der etwas grösser ist als der Absolut  betrag von<I>d E</I> und überlagert dieser<B>-JE</B>       sin        mt,    so wird im Falle der     Fig.    1 sich  über die ganze Kathode, d. h. für jeden ihrer  Punkte, annähernd gleichmässig ein Feld ver  teilen, das sich zusammensetzt aus:

    <I>a</I>     (EA,        -f        --        d        E        si    n     co   <I>t) - a</I>     (EA2        +        d   <I>E</I>     si    n     co   <I>t)</I>  <I>= a</I>     (EA,   <I>-</I>     Ena)     Es bleibt also hier lediglich die     Gleichapan-          nungskomponente    des Anodeneinflusses be  stehen;

   die Röhre hat einen unendlich     hoher)          Wechselstrominnenwideratand    und ist wegen       CA,o    =     C@o    auch     kapazitiv        rückwirkungs-          frei.    Im Falle der     Fig.    2 aber ist das Feld  an der linken Kathodenhälfte proportional  <I>a'</I>     (EA,        -f-        d   <I>E</I>     sin        mt),

      an der rechten pro  portional -a'     (EA2        -i-        d    E     sin        m   <I>t).</I> Rechts  flösse wegen des rein negativen Feldes über  haupt kein Strom, links bliebe eine normal  arbeitende Triode mit endlich grossem Innen  widerstand. Es ist also ein Auslöschen der  von     _A,    und     ..2    ausgehenden Feldwirkung in  der Nachbarschaft der Kathode, nämlich an  der der Kathode vorgelagerten Umkehrstelle  der Elektronen für jeden ihrer Punkte not  wendig, um eine Abhängigkeit des Stromes    von den Wechselspannungen an     tli    und     .A.2    zu  vermeiden.

   An diesem Zusammenhang wird  nichts geändert durch das Anlegen von Span  nungen an das Steuergitter. Dieses ist viel  mehr dann die allein wirksame Steuerelek  trode des Systems.  



  Ist somit bewiesen, dass nur eine solche  Anordnung von     .Al    und     A2    die     ausreichenden     Bedingungen erfüllen kann, bei der die von       I1i    und     A2    ausgehenden Felder sich sehr  innig vermischen, insbesondere also die     Durch-          griffabestimmung    für jeden Kathodenpunkt  gilt, so hat eine solche Anordnung auch  gleichzeitig den Vorteil, dass die Bedingungen       ai   <I>=</I>     a2    und     CA,o    =     Cg2q    auch dann noch  hinreichend erfüllt sind, wenn durch die       zwangläufig    in Fabrikation,

   durch Versand  und Betrieb auftretenden Fehler oder     me-          chanisch-thermische    Beanspruchungen eine  Verschiebung der Elektroden zueinander auf  tritt. Denn die Bedingung     ai   <I>=</I>     a2    für jeden  Punkt der Kathode setzt eine innige Ver  flechtung der Elektroden     A.i    und     Az    unter  einander voraus, die zweckmässig auch kon  struktiv in der Ausbildung dieses Elektroden  paares zu einem konstruktiven Bauelement  ihren Ausdruck findet.     Fig.    3a und 3b geben  schematische Beispiele für eine derartige  Vereinigung.  



  In     Fig.    3 a ist angenommen, dass die  Anode     Al    und die     Zusatzelektrode        A2    aus  je einer Drahtwendel bestehen und derart       ineinandergelegt    sind, dass sie zusammen eine  zweigängige Schraube bilden. Die beiden  Elektroden werden von je einer Haltestrebe  getragen, wobei die Windungen von     Al    an  die obere Strebe     Ui    und die Windungen von       9.2    an die untere     Strebe.H2    punktförmig an  geschweisst     sind.     



  Gemäss     Fig.    3 b bestehen die Elektroden       Al    und     A.2    aus zueinander parallelen Drähten,  von denen jeder mit dem übernächsten ver  bunden ist. Die Drähte werden durch beider  seits angeordnete Isolierringe Es gehalten.  



  Die Erfüllung der Bedingung     ai        =        a2    für  jeden Punkt der Kathode ist besonders wich  tig bei Röhren, in denen der Durchgriff, zum  Beispiel längs der Kathodenachse, ungleich      ist. Hierbei ist es zweckmässig, dass die Rich  tung, in der sich der Durchgriff ändert (zurr  Beispiel also der Kathodenachse) sich kreuzt  mit der Richtung, in der die Elemente der  Anode     bezw.    der Zusatzelektrode geschichtet  sind.  



  Der allgemeinere Fall     ai   <I>=</I>     as    usw. be  darf nach Vorstehendem keiner weiteren Er  örterung. Er kann eine Rolle spielen, zum  Beispiel im Falle der Zwischenfrequenz- oder       Niederfrequenzverstärkung,    bei dem es mehr  auf die Verstärkung einer Stufe als auf die  Vermeidung der Anodenrückwirkung mit  saubersten Mitteln ankommt.  



  Es lassen sich ferner noch zusätzliche       Bemessungs-,        Ausführungs-    und Schaltungs  vorschriften angeben, die sich aus dem prak  tischen Gebrauch ergeben. Den Durchgriff a  wird man möglichst gross wählen, um bei  kleiner Anodenspannung     FAl    und kleinem  Anodenverlust dennoch den nötigen Träger  strom zu erhalten. Je grösser     ai    und damit  auch     a2    ist, umso mehr wird aber auch die  in der Röhre ebenso wie in der Schaltung  praktisch auftretende     Unsymmetrie    von Be  deutung sein und einen völligen Ausgleich  verhindern.

   Für die Fälle, in denen es  Schwierigkeiten macht, von     vornherein    den  Unterschied der Kapazitäten unterhalb eines  bestimmten Wertes zu halten, wird man  durch eine Zusatzkapazität den endgültigen  Ausgleich schaffen können. Um die Rück  wirkungsfreiheit in ausreichendem Masse zu  gewährleisten, empfiehlt es sich, den Durch  griffsunterschied
EMI0004.0012  
   zu     nra-          eben,    wobei S die     Kennliniensteilheit    im  Arbeitspunkt bedeutet und in     mA/V    zu  messen ist.

   Auf Grund ähnlicher Überlegun  gen soll der Kapazitätsunterschied       (CAw    -     CAZG)         <     1<B>'</B> 10     ,@,uF     sein.  



  Um die geforderten     Kapazitäts-    und       Durchgriffsverhältnisse    leicht einhalten     znn     können, empfiehlt es sich, die Anode     Ai    und  die Zusatzelektrode As auf der einen Seite  der Kathode und das Steuergitter auf der    andern Seite der Kathode anzuordnen, wobei  das Steuergitter die Kathode teilweise um  fassen     kann.    Es ist ferner zweckmässig, die  Anode     Ai    und die     Zusatzelektrode        @i2    ge  trennt von den übrigen     Elektrodenanschlüssen     aus dem     Vakuumgefäss    herauszuführen, je  doch symmetrisch zu letzteren anzuordnen.  



  Schliesslich sei noch erwähnt, dass unter  dem     Begriff    der Kathode in erster Linie an  eine Elektronen emittierende Glühkathode  gedacht ist, was aber die sinngemässe An  wendung auf     Glühkathoden    ersetzende Ele  mente, wie virtuelle Kathoden, Austrittsstellen  an Blenden oder Gittern, an denen die Elek  tronen annähernd     Nullgeschwindigkeit    haben,  und kathodenähnliche Plasmen in gasgefüllten  Röhren nicht ausschliesst.  



  Bei den vorhin beschriebenen Anordnun  gen ist der Anode eine Zusatzelektrode zu  geordnet und mit ihr derart innig vereinigt       bezw.    isoliert     ineinandergeschachtelt,    dass  diese beiden Elektroden eine nach     aussen     einheitlich wirkende Potentialfläche bilden.  Ein Paar so     beschaffener    Elektroden soll im  Anklang an die Eigenschaften eines Dipols  als     Dipolelektrode    bezeichnet werden.

   Das  elektrische Feld     Ls-gyz    in der Umgebung einer  solchen     Dipolelektrode    kann in Entfernungen,  die grösser sind als die Abstände der Einzel  elektroden oder ihrer Teile, aber kleiner als  die Abstände vorn irgend welchen Nachbar  elektroden oder steuerfähigen Teilen der  Elektronenbahn (zum Beispiel virtuelle Ka  thode), überall, insbesondere auch zu beiden  Seiten der     Dipolelektrode,    annähernd darge  stellt werden durch den Ausdruck:

         ezyz    =     Cxya        (r1        E1        -I-        r2        E2)     Hierin bedeuten Ei und     E2    die an die beiden       Elemente    der     Dipolelektrode    angelegten Span  nungen,     Cgy,    eine Ortsfunktion und     ri,        r2     Konstanten, die den Anteil der betreffenden  Elektrode an dem elektrischen Gesamtfeld  kennzeichnen     (Elektrodeneinflusskonstante).     



  Eine     Dipolelektrode    ist nicht nur als  Anode, sondern auch an Stelle eines Gitters  verwendbar. Das Aussehen einer solchen       Dipolelektrode    D zeigt die     Fig.    4a. Es sind           ewei    hammartig     ineinandergreifende        Teilelek-          troden        Di,        Dz    vorhanden, die sich     zumindest     über die Kathodenlänge q überlappen. Die       Fig.4b    lässt die Lage der     Dipolelektrode     innerhalb eines     Blektrodensystems    erkennen.

    Es bezeichnen :     K    die Kathode,     9,    die Anode  und     pi,        p2    gewöhnliche Gitter.  



  Zwei kammartig     ineinandergreifende    Git  ter sind bisher nur für einen ganz andern  Zweck vorgeschlagen worden, nämlich zur  Querablenkung des Entladungsstromes (von  oder zu der Anode). Im vorliegenden Fall  ist dies jedoch nicht nur nicht beabsichtigt,  sondern soll sogar durch eine hinreichend  grosse Ausdehnung der nachfolgenden Elek  troden oder durch geschlossene Bauweise  gerade vermieden werden.

   Es empfiehlt sich  insbesondere, die zur Entladungsrichtung  senkrecht stehenden Flächen der Elektroden       bezw.        Dipolelektroden    mit ihrer von der Ka  thode aus gerechneten Ordnungszahl grösser  werden zu lassen, so dass jede Elektrode mit  Bestimmtheit den von der vorhergehenden  Elektrode durchgelassenen Elektronenstrom       erfasst.    Ferner ist es zweckmässig, einige  oder alle Elektroden     bezw.        Dipolelektroden     so, zum Beispiel     zylindrich,    auszubilden, dass  sie die Kathode umschliessen.  



  Verhalten sich insbesondere       1-Ei    1 :<B>1</B>     E21    = r2:     ri     und ist Ei positiv,     E2    negativ, so wird     C9g9Z     in hinreichend grossen Entfernungen von der       Dipolelektrode    überall,     insbesondere    auch zu  beiden Seiten, Null; die     Dipolelektrode    wirkt  also, abgesehen von den ihr unmittelbar be  nachbarten Stellen,:

   in weiterer Umgebung  elektrisch neutral, sie wirkt weder steuernd  auf den Strom, abgesehen von der     Strom-          entriahme    selbst, noch     kapazitiv    auf die  Nachbarelektroden, und zwar nach ihren  beiden Seiten gleichmässig.  



  Werden solche     Dipolelektroden    zwischen  arideren Elektroden der Röhre angeordnet,  so kann man sie sowohl zur Trennung der  einzelnen Entladungsabschnitte als auch als  Träger anderer Funktionen, zum Beispiel als  leistungsabführende Anoden,- heranziehen,         Benn        obgleich    die     einzelner?        Teilelektroden     der     Dipolelektrode    Wechselspannung führen,  wirkt sie doch ihrer Nachbarschaft gegenüber  als statischer Schirm.

   Macht man im Sonder  fall die Teilelektroden der     Dipolelektrode     gleichartig und in der räumlichen Anordnung  gleichberechtigt, also     ri    =     r2,    und legt die  Spannungen<I>Ei =</I>     Eio        +,ä   <I>E</I>     sin        um        t        bezw.          E2    _     -.E2o   <I>- d E</I>     sin        m        t    an, wobei     Eio     eine relativ hohe Anodengleichspannung (zum  Beispiel 200- Volt),

       dE    eine kleinere Span  nung (zum Beispiel 5 Volt) und     lE2oi    etwas  grösser als     IAEI    ist, so wirkt die     Dipolelek-          trode    mit einem Feld proportional     (Eio        -E2o),     das also gar keine     Wechelspannungskompo-          nente    mehr enthält. Dennoch ist die Dipol  elektrode befähigt, Wechselleistung abzu  führen, da ja Elektronen auf der Teilelektrode  mit der positiven Spannung     Eio        +        d    E     sin        m   <I>t</I>  landen.

   Im Falle der unsymmetrischen     Di-          polelektrode        ri        t        r2    müssten sich     d        .Ei    und       d        Ea    umgekehrt wie     ri   <I>:</I>     r2    verhalten, um  die Wechselspannung nach aussen- zu neutra  lisieren.  



  Die beiden Anwendungsfälle von Dipol  elektroden,     Dipolschirme    und     Dipolanoden,     sollen sich nur durch die mehr oder weniger       grosseElektronendurchlässigkeitunterscheiden.     Die Verwendungsmöglichkeit der     Dipolelek-          trode    ist nach dem oben gesagten sehr  mannigfach.     Fig.    5 und 7 zeigen beispiels  mässige Röhrenschemata:

    In     Fig..    5 ist eine Röhre schematisch dar  gestellt, die eine Kathode     K,    eine Anode     -A     und eine aus zwei     ineinandergreifenden    Elek  troden bestehende     Dipolelektrode        Ds,    die an  der Stelle eines     Schirmgitters    liegt, enthält.  Zu beiden Seiten der     Dipalelektrode        Ds    sind  gewöhnliche Gitter (Steuergitter)     Gi,        G2   <I>an-</I>  geordnet.

     In der Röhre nach     Fig.    6 ist statt der  einfachen Anode eine     Dipolelektrode    DA vor  gesehen; die übrigen- Elektroden sind die  selben wie in     Fig.    5:

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCE: Elektronenröhre mit mindestens einer Kathode, einem Steuergitter, einer Anode und einer Zusatzelektrode, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zusatzelektrode mit einer nichtgeheizten Elektrode eine Dipolelektrode bildet, die eine nach aussen einheitlich wir kende Potentialfläche darstellt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Elektronenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Durch griff ai der Anode durch das Steuergitter sich zum Durchgriff a2 der Zusatzelektrode durch das Steuergitter auf jeden aktiven Punkt der Kathode annähernd verhält wie die Kapazität CA,G zwischen Anode und Steuergitter zur Kapazität CA,G zwischen der Zusatzelektrode und dem Steuergitter. 2. Elekronenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgriffe ai und a2 annähernd ein.
    ander gleich und auch die Kapazitäten CA,G und CA,G annähernd einander gleich sind. 3. Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die AnodeAi und die Zusatz elektrode A2 gleichartig ausgebildet und gleichwertig gegenüber allen wirksamen Teilen der Röhre, einschliesslich der Ka thode, angeordnet sind. 4.
    Elektronenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode .Al und die zusätzliche Elektrode A2 ein in sich abgeschlossenes Bauelement der Röhre darstellen, das vor dem Einbau in die Röhre bereits zusammengebaut ist. 5. Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode und die Zusatzelektrode die Form kammartig ineinander greifender Gitter besitzen, die an ihren Enden iso liert voneinander befestigt sind. 6.
    Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz der Durchgriffe EMI0006.0026 ist. (S = Steilheit der Röhre in 10--3 Amp./Volt.) 7. Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass die Differenz der Kapazitäten CA,G -- CA2G - < 1 - 10-2 ,uu <I>F</I> ist. B.
    Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Angleichung des Kapazitätsver hältnisses an das Durchgriffsverhältnis ein Zusatzkondensator vorgesehen ist. 9. Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch Massnahmen, die eine in bezug auf beide Elektroden<B>Al</B> und A2 gleichwertige Ver änderung des Durchgriffes durch das Steuergitter längs der Kathode bewirken. 10. Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuergitter mit veränderlicher Ganghöhe ausgeführt ist. 11.
    Elektronenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuer gitter auf der einen Seite der Kathode, die Anode Ar und die Zusatzelektrode As auf der andern Seite der Kathode ange ordnet sind. 12. Elektronenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heraus führungen der Ariode Ai und der Zusatz elektrode A2 getrennt von den übrigen Elektroden, aber symmetrisch zu diesen angeordnet sind. 13. Elektronenröhre nach Patentanspruch mit einer Kathode und mindestens zwei wei teren Elektroden in der gleichen Ent ladungsbahn, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen diesen Elektroden Dipol elektroden angeordnet sind. 14.
    Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass die Normalfläche der Elektroden mit ihrer Ordnungszahl (von der Kathode aus gerechnet) wächst. 15. Elektronenröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass einige oder alle Elektroden die Ka thode in geschlossenen Flächen umgeben.
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