CH206127A - Verfahren zur Behandlung von Samen. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Samen.

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CH206127A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Behandlung von Samen.    Zum Aufbringen von Wachstumsstoffen  auf Samen hat man bisher letztere etwa 24  bis 48     Stunden    in wässerigen Lösungen der       Wuchsstoffe    quellen lassen.     Hierbei    dringt  nicht nur der     Wuchsstoff    in das Samenkorn  ein, sondern aus dem Samen diffundieren  auch wertvolle, für das spätere Keimen des  Samens wichtige Stoffe, zum Beispiel Biotip  und Schleimstoffe aus dem     Samen    heraus, so  dass die Keimfähigkeit des     Samens    ge  schädigt wird.

   Es kommt hinzu, dass die ab  diffundierten Schleimstoffe die     Wuchsstoff-          lösung    stark verunreinigen und die Wuchs  stofflösungen sich mit Bakterien     bezw.    Pilzen  bevölkern.     Eine    weitere Benutzung der Lö  sung bringt somit die Gefahr einer Infektion  des Saatgutes mit sich. Da bei dem     Quell-          verfahren    der     Wirkstoffgehalt    sich ständig  verringert, ist es bei mehrmaligem Gebrauch  der Lösung nicht möglich; gleichbleibende       Wuchsstoffmengen    dem Samen einzuverlei  ben.

   Durch diese Verluste ist der Wuchsstoff-    verbrauch bei dem     Quellverfahren    ausser  ordentlich hoch. Man hat auch bereits. vorge  schlagen,     Wuchsstoffe,    zum Beispiel mit  Wollfett zu Pasten zu verarbeiten, die man  zur     Bewurzelung    von Stecklingen verwendet.  Auf Samen lässt sich dieses Verfahren nicht  anwenden, da durch das Aufbringen der Pa  sten die Atmung des     Samens    verhindert     wird.     



  Es wurde gefunden, dass man die bei der  bisher üblichen     Aufbringung    von     Wuchsstof-          fen    auf Samen auftretenden Nachteile da  durch verhindern kann, dass man die     Kei-          mung    und das Wachstum höherer Pflanzen  fördernde Stoffe in     praktisch    fettfreier Form  unter Vermeidung einer     Quellung    der     Samen     auf deren Oberfläche aufbringt.  



  Als die Keimung oder das Wachstum  höherer Pflanzen fördernde Stoffe kommen       beispielsweise    in Frage:     ss-Indolessigsäure     oder     -propionssäure,    Biotip,     N-Pyrimidyl-          thiazoliumverbindungen    wie Vitamin     B1.          Isoallogazine    insbesondere     Lactoflavin.         Zur Ausführung des Verfahrens nach der  Erfindung hat es sich am     zweckmässigsten          erwiesen,

      auf die Samen eine Lösung der       Wuchsstoffe    aufzusprühen und die Lösung  auf der Samenoberfläche     anzutrocknen.    -Man  geht hierbei vorteilhaft von     wässerigen    Lö  sungen aus; doch hängt die \Wahl des     Löse-          niittels    von dem zu     verwendenden    Fuchs  stoff ab. So können zum Beispiel auch     wäs-          serig-alkoholische    oder     Petrolä.therlösungen     der     Wuchsstoffe        Verwendung    finden.

   Das  Antrocknen der     Wuchsstofflösung    kann  gleichzeitig oder anschliessend an das Auf  sprühen, zum Beispiel durch vorsichtiges Er  wärmen oder mittels eines Luftstromes er  folgen. Bei dieser Ausführungsform des Ver  fahrens kann man zum Beispiel das Saatgut  in eine Drehtrommel einbringen und hierauf  die     Wuchsstofflösung,    zum Beispiel     finit     Hilfe einer Spritzpistole aufsprühen.  



  Man kann auch so vorgehen, dass man die  Samen mit Mischungen der     MTuchsstoffe    mit  festen Trägerstoffen nach Art der Trocken  beizung     einstäubt.    Zu diesem     Zweck.        verteilt     man zunächst zweckmässig die     Wuehsstoffe     in dem Trägerstoff, zum Beispiel     Kaolin,     Irreide, Gips,     Kieselgur,

          Bolus    oder     naphthol-          pechsulfosaures        Calcium    und behandelt     aii--          schliessend    den Samen mit der     Mischunb    in  den üblichen     Trockenbeizapparaturen.    Hier  bei kann gleichzeitig eine     Beizung    mit, den       üblichen    Beizmitteln, zum Beispiel organi  schen     Quecksilberverbindungen    stattfinden.

         LTm    die Haftung der     Wuchsstoffe    auf der  Samenoberfläche zu erhöhen, kann     inan    noch  Klebstoffe, zum Beispiel Harze     mitverwen-          den.     



  Eine weitere     Ausführungsform    der Er  findung besteht darin,     da.ss    man die Samen in  eine Lösung der     Wuchsstoffe    für kurze Zeit  eintaucht und die Lösung an der Samenober  fläche anschliessend antrocknet. Hierzu kann  man der Lösung ein Netzmittel, zum Beispiel       Kondensationsprodukte    von höher moleku  laren Alkoholen mit     Xthylenoxyd    oder     iso-          alkylierte        Naphthalinsulfosäuren    zusetzen.  



  Wird das so vorbehandelte Saatgut in den  Boden gebracht, so saugt der Samen mit dem    zur     Quellung    erforderlichen Nasser zugleich  den     WLichsstoff    auf.  



       Beispiel   <I>1:</I>  10 kg Siegeshafer wird in einer oben  offenen. sich drehenden Mischbirne bei dauern  dem     Einblasen    von vorgewärmter Luft mit  Hilfe einer     Spritzpistolf,    mit einer wässerigen  Lösung von     '/1"        .'#j-Indolessigsäure    be  sprüht. Ist das Saatgut mit 500 cm' der  Lösung benetzt, so     lässt    man die Trommel       unter    weiterem dauernden Einblasen von  Luft noch so lange laufen, bis das     1Taterial     vollständig getrocknet. ist.  



       Re        is        p        i.el   <I>2:</I>  10 kg     trockner    Weizenkörner werden in  einer     Misclitroinmel    mit einer     Verreibung    von  500 mg Vitamin     Dl    in     ?00    g feingemahlenem       hieselgur    eine Stunde lang bei niederer Dreh  zahl     gründlich        durchgemischt,    bis das     Beiz-          wateria.l    vollkommen     gleiclimä.ssig    auf der  Oberfläche der     Körner    verteilt ist.

    



       Beis        p;el   <I>3:</I>  Man taucht einen Sack mit 10 kg Ger  stenkörner 15 Minuten     lang    in 10 Liter einer       ,x-ässerigen        '/1"        ö        igen    Lösung von     Lactofla.-          vin    ein. Dann nimmt man     das    Saatgut her  aus, lässt die     Flüssigkeit    gründlich abtropfen  und     troeknet    das     -Material    im warmen Luft  strom.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Behandlung von Samen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kei- P.rung und das Waelistum höherer Pflanzen fördernde Stoffe ;u praktisch fettfreier Form unter Vermeidung einer Quellung der Samen auf deren Oberfläche aufbringt. UNTERAN SPRt\CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeielmet, dass man auf die Samen eine Lösung der Z\'uehsstoffe aufsprüht und die Lösung an der Samenoberfläche antrocknet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gel#.ennzeiclinet, dass man die Samen mit Mischungen der Wuchsstoffe und festen Trägerstoffen trocken einstäubt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Samen in eine Lösung der Wuchsstoffe eintaucht und die Lösung auf der Samenoberfläche antrocknet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wuchsstofflösung noch ein Netz mittel enthält.
CH206127D 1937-05-14 1938-04-12 Verfahren zur Behandlung von Samen. CH206127A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE878356C (de) * 1940-09-22 1953-06-01 Wilhelm Holzweissig Verfahren zur Steigerung der Ertraege von Kulturpflanzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE878356C (de) * 1940-09-22 1953-06-01 Wilhelm Holzweissig Verfahren zur Steigerung der Ertraege von Kulturpflanzen

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