CH206356A - Verfahren zur Reinigung des Elektrolyten bei der Chloralkalielektrolyse. - Google Patents

Verfahren zur Reinigung des Elektrolyten bei der Chloralkalielektrolyse.

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CH206356A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/14Purification

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Description


  Verfahren zur Reinigung des Elektrolyten bei der Chloralkalielektrolyse.    Gegenstand des Hauptpatentes 203689 ist  ein Verfahren zur Reinigung des Elektro  lyten hei der Chloralkalielektrolyse durch       Entfernung    gelösten Chlors und Zerstörung  von Chlorsauerstoff-Verbindungen ausserhalb  der Zelle und anschliessende Aufsättigung,  das dadurch gekennzeichnet ist, sass die Ent  fernung des nach Zusatz von Säure vorhan  denen freien Chlors durch Anwendung von.  Minderdruck, gegebenenfalls unter gleichzei  tigem Ausblasen, vor der Wiederaufsätti  gung und der darauf erfolgenden Entfer  nung von Verunreinigungen vorgenommen  wird.  



  Mit Hilfe dieser Arbeitsweise ist es mög  lich, die Alkalielektrolyse nach dem Amal  gamverfahren unter kontinuierlicher Reini  gung und Wiederaufsättigung des Elektro  lyten     mit    technischen Rohsalzen durchzu  führen.  



  Es wurde nun gefunden, sass man das  nach Zusatz von Säure im Elektrolyten vor-    handene freie Chlor nicht nur durch An  wendung von Minderdruck, gegebenenfalls  unter gleichzeitigem Ausblasen. sondern  auch durch Ausblasen allein vor der Wieder  aufsättigung und der darauf erfolgenden  Entfernung von Verunreinigungen entfernen  kann. Man muss jedoch auch hier berück  sichtigen, dass das Chlor zum Teil in ge  löster Form vorliegt. Es lässt sich daher  durch Behandlung des Elektrolyten mit Luft  auch nur teilweise entfernen.

   Der Rest des  aktiven Chlors     ist    in Form von     Hypochlorit     und.     unterehloriger    Säure vorhanden.     Wenn     man der     Hypochlori.tlösung    nun     mindestens     soviel Säure zusetzt, sass alles     AlkaJihypo-          chlorit    in     unterchlorige    Säure umgewandelt  wird, und     dann    erst mit Luft ausbläst,

   so  lässt sich     das        gesamte    Chlor in kurzer Zeit       vollständig    aus dem     Elektrolyten        entfernen.       Als Säure setzt man     zweckmässig    Salz  säure zu, weil hierdurch     wieder    Alkalichlo-      rid gebildet wird, das im Elektrolyt nicht  stört.  



  Das Ansäuern und Ausblasen lässt sich  auch in der Weise vereinigen, dass zum Aus  blasen anstatt Luft ein Gas verwendet wird,  das sich zu einem Teil in dem Elektrolyten  unter Säurebildung löst, z. B. Kohlensäure.  Hierbei tritt z. B. folgende U msetzung auf  NaOCl + CO2 + H2O = H0Cl + NaHCO3.  



  Falls nach den oben beschriebenen Be  handlungsweisen noch geringe Mengen von  Chlor     zurückbleiben,    kann man diese durch  Zugabe von Reduktionsmitteln, z. B. schwef  lige Säure, deren Salze, Schwefelwasserstoff  oder dessen Verbindungen u. a., beseitigen.       Ebenso    ist durch diese Zusätze eine Reini  gung des Elektrolyten von Chlorat möglich.  Zu diesem Zweck leitet     man    beispielsweise  auf einer Kolonne schweflige Säure in die  neutrale oder schwaeh saure     Elelztrolytlö-          sung.    Diese Behandlung wird zweckmässig  bei Temperaturen über 50  vorgenommen.

    weil bei dieser Temperatur einerseits die Ge  schwindigkeit der Reaktion genügend gross  ist, um in kurzer Zeit praktisch vollständig  zu verlaufen, und weil anderseits das     Lö-          sungsrvermögen    der Sole für schweflige  Säure bei dieser Temperatur noch hinreicht,  um die gesamte zur Reduktion des Chlorats  erforderliche SO2-Menge in der Sole in     Lö-          sug    zu bringen. Durch Einhaltung dieser       Arbeitsweise    gelingt es, die     Reduktion    des  im     Elektrolyten    gelösten Chlorats mit der  stöchiometrischen SO2-Menge in kurzer Zeit  praktisch vollständig durchzuführen.  



  Die auf diese Weise von aktivem Chlor  befreite Lösung kann man in normaler Weise  mit Chloralkali aufsättigen und von Verun  reinigungen, wie Eisen-, Magnesium- und  Kalziumsalzen sowie Sulfaten, befreien, z. B.  durch Fällung mit Hydroxyden, Karbonaten  und Bariumverbindungen (Bariumkarbonat).  Hierbei ist es möglich, ohne Verluste an  Chlor und Alkalisalz mit der theoretisch er  forderlichen Menge von Fällungsmitteln aus  zukommen und eine Sole zu erhalten, deren  Elektrolyse ohne Störung gelingt. Ein wei  terer Vorteil dieses     Verfahrens    liegt darin,    dass infolge der Chlorfreiheit der Salzlösung  die Aufsättigungs- und Reinigungsapparate  wesentlich weniger angegriffen werden und  deshalb auch aus weniger widerstandsfähigen  Baustoffen hergetellt werden können.  



       Gegenstand    der Erfindung ist also ein  Verfahren zur Reinigung     des        Elektrolyten     bei der Chloralkalielektrolyse durch Entfer  nung     gelösten    Chlors und     Zerstörung    von  Chlorsauerstoffverbindungen ausserhalb der  Zelle und anschliessende Aufsättigung, das  dadurch gekennzeichnet ist, dass die Ent  fernung des nach Zusatz von Säure vorhan  denen     freien    Chlors durch Ausblasen vor der  Wiederaufsättigung und vor der darauf er  folgenden Entfernung von Verunreinigungen  vorgenommen wird.  



  Besonders     wirtschaftlich    lässt sich das  neue Verfahren gestalten in Verbindung mit  einer andern Arbeitsphase der Amalgam  elektrolyse:  Das aus der Amalgamzelle stammende  Chlor enthält bekanntlich steh eine gewisse  Menge Wasserstoff, der durch vorzeitige  Zersetzung das Amalgams in der Zelle neben  einer entsprechenden Menge Hypochlorit ent  steht. Diesen Wrasserstoff pflegt man da  durch zu beseitigen, dass man ihn mit einem       entsprechenden    Anteil Chlor in Salzsäure  umwandelt und diese aus dem Chlor aus  wäscht. In Verbindung mit der vorliegenden  Erfindung verfährt man zweckmässig so, dass  man das Chlorgas mit der aufzusättigenden  Salzlösung wäscht, so dass die Salzlösung  unmittelbar für die Ansäuerung der Sole  und die Zerstörung des Hypochlorits nutz  bar gemacht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung des Elektro lyten bei der Chloralkalielektrolyse, durch Entfernung b lösten Chlors und Zerstörung von Chlorsanerstoff-Verbindungen ausserhalb der Zelle und anschliessende Anfsättiggung, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Entfernung des nach Zusatz von Säure vorhandenen freien Chlors durch Ausblasen vor der Wie- deraufsättibaung und vor der darauf erfol- g enden Entfernung von Verunreinigungen vorgenommen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Zugabe von Reduktions mitteln zur Entfernung etwa noch vor handener Reste von Chlor oder von Chlo- raten. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu reinigende Sole zum Waschen des bei der Elektrolyse erhaltenen chlor-. wasserstoffhaltigen Chlorgases dient, wo bei die Ansäuerung der Sole durch Auf nahme des Chlorwasserstoffes aus dem zu waschenden Chlorgas erfolgt.
CH206356D 1936-12-31 1937-12-31 Verfahren zur Reinigung des Elektrolyten bei der Chloralkalielektrolyse. CH206356A (de)

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