CH206458A - Verfahren zur Herstellung von Geschosshülsen aus Aluminiumlegierungen und nach diesem Verfahren hergestellte Geschosshülse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Geschosshülsen aus Aluminiumlegierungen und nach diesem Verfahren hergestellte Geschosshülse.

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CH206458A
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Aluminium-Industrie-Aktien-Ges
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Aluminium Ind Ag
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/26Cartridge cases
    • F42B5/28Cartridge cases of metal, i.e. the cartridge-case tube is of metal
    • F42B5/295Cartridge cases of metal, i.e. the cartridge-case tube is of metal coated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Geschosshülsen    aus Aluminiumlegierungen  und nach diesem Verfahren hergestellte     Geschosshülse.       Bei der Herstellung von     Geschosshülsen,     zum Beispiel Patronenhülsen, kann es vor  kommen, dass die Wandung fehlerhaft aus  fällt, indem schwache Stellen entstehen, die  unter dem Explosionsdruck zu Rissen     Anlass     geben. Da die Beanspruchung auf Zug bei  Patronenhülsen besonders in der Nähe des  Bodenteils am grössten ist, treten solche Risse  hauptsächlich an diesen Teilen auf. Entsteht  nun unter dem Explosionsdruck ein Riss, so  kann ein Teil der Explosionsgase durch diesen  entweichen.

   Dies kann nur dort geschehen,  wo die Hülse nicht fest am Lager liegt und  daher zwischen Hülse und Lager Spiel be  steht. Die Gase entweichen mit ausserordent  lich hoher Geschwindigkeit. An denjenigen  Stellen, an welchen die Pulvergase entlang  streichen, kann das Leichtmetall zum Schmel  zen kommen, wobei meistens auch das Lager  beschädigt wird.  



  Diese Erscheinungen werden     "Ausbren-          ner"    genannt.         Erfindungsgemäss    werden nun bei der Her  stellung von     Geschosshülsen    aus Aluminium  legierungen die Hülsen dadurch gegen die       Ausbrenngefahr        gescbützt,    dass man minde  stens einen Teil der Aussenseite mit einem  festhaftenden, mindestens 40     ss    starken Über  zug versieht, der aus einer     unverbrennbaren,     hochschmelzenden, anorganischen, auf Kosten  des     Grundmetalles    erzeugten Aluminiumver  bindung besteht.

   Dieser Überzug kann zum  Beispiel mit einer brennbaren, organischen  Verbindung, wie Lanolin; imprägniert sein,  ohne dass die Schutzwirkung darunter leidet.  Wesentlich ist das Vorhandensein eines  Schutzüberzuges mit den angeführten Eigen  schaften.  



  Es ist schon bekannt, Patronenhülsen aus  Aluminiumlegierungen mit einem festhaften  den Oxyd-,     Fluorid-    oder     Phosphatüberzug     zu versehen. Der Zweck dieser Überzüge ist,  Störungen zu vermeiden, die dadurch ent  stehen, dass sich die Patronenhülsen mehr      oder weniger fest im Lager einklemmen. Für  diesen Zweck genügen zum Beispiel bei Le  gierungen der Gattung     Al-Cu-Ilg    Überzugs  dicken von 5-15     ,u.     



  Wie nichtüberzogene Patronenhülsen aus  Aluminiumlegierungen, sind auch Patronen  hülsen aus Aluminiumlegierungen, die zwecks  Vermeidung des     Einklemmens    reit einer  Oxyd-,     Fluorid-    oder     Phosphatschicht    über  zogen sind, der     Ausbrenngefahr    ausgesetzt.  



  Es wurde nun gefunden, dass ein Ausbren  nen vermieden wird, wenn man die Schutz  überzüge viel dicker ausführt. So wurde zum  Beispiel festgestellt, dass eine     Oxydschicht     von 40     ss    und darüber die     Ausbrenngefahr     unterbindet. Je dicker die Schutzschicht,  desto sicherer der Schutz unter sonst gleichen  Bedingungen. Sehr empfehlenswert ist bei  spielsweise eine     Oxydschicht    von 60     ,u;    auch  mit 80     ,u    dicken Schichten sind sehr erfolg  reiche Versuche durchgeführt worden.  



  Die erfindungsgemässe Schutzschicht wird  vorteilhaft durch elektrische, z. B.     anodische     Behandlung erzeugt; vor allem kommt die  elektrische Oxydation (auch     Eloxierung    ge  nannt) in Betracht. Bekanntlich können auf  Aluminiumlegierungen auch andere Schutz  schichten durch     anodische    Behandlung aufge  bracht werden, so zum Beispiel     Fluorid-    und       Silikatschichten.     



  Es ist nicht unbedingt notwendig, dass  sich der Schutzüberzug auf die ganze Patro  nenhülse erstreckt; es genügt zum Beispiel,  wenn er diejenigen Teile der Hülse bedeckt,  welche in bezug auf Ausbrennen gefährdet  sind.  



  Patronenhülsen zum Beispiel können mit  einem Schutzüberzug versehen werden, der  nur die untere Hälfte (dem Boden zu) be  deckt.  



  Wichtig ist, dass der Schutzüberzug aussen  aufgebracht wird; er kann aber auch aussen  und innen angebracht werden.  



       Kartuschenhülsen    können auf gleiche  Weise auch am Hals geschützt werden.  Solange es schwierig ist, auf Aluminium  legierungen, zum Beispiel der Gattung     Al-          Cu-Mg,    dicke Schutzschichten, zum Beispiel    durch     anodische    Oxydation, zu erzeugen,  empfiehlt es sieh, mit     Reinaluminium    oder  mit einer gut     eloxierbaren    Aluminiumlegie  rung plattierte     Geschosshülsen    herzustellen  und diese mit dem genannten Überzug     zir          versehen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Geschoss- hülsen aus Aluminiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsen dadurch ge gen die Ausbrenngefahr geschützt werden, da,ss man mindestens einen Teil der Aussen seite mit einem festhaftenden, mindestens 40 ,a starken Überzug versieht, der aus einer unverbrennbaren, hochschmelzenden, anorga nischen, auf Kosten des Grundmetalles er zeugten Aluminiumverbindung besteht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug durch anodische Behandlung aufgebracht wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug durch Eloxierung aufgebracht wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mit Reinaluminium plattierte Hülsen mit dem Überzug ver sehen werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer gut eloxier- baren Aluminiumlegierung plattierte Hülsen mit dem Überzug versehen werden.
    PATENTANSPRUCH 1I: Nach dein Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellte Geschosshülse aus Alu miniumlegierung, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Aussenseite reit einem festhaftenden, mindestens 40,u starken Überzug versehen ist, der aus einer unver brennbaren, hochschmelzenden, anorganischen, auf Kosten des Grundmetalles erzeugten Alu miniumverbindung besteht.
CH206458D 1939-11-28 1938-04-13 Verfahren zur Herstellung von Geschosshülsen aus Aluminiumlegierungen und nach diesem Verfahren hergestellte Geschosshülse. CH206458A (de)

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