CH206640A - Verfahren zur Förderung des Pflanzenwachstums. - Google Patents

Verfahren zur Förderung des Pflanzenwachstums.

Info

Publication number
CH206640A
CH206640A CH206640DA CH206640A CH 206640 A CH206640 A CH 206640A CH 206640D A CH206640D A CH 206640DA CH 206640 A CH206640 A CH 206640A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
isoalloxazine
substituent
radical
sub
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH206640A publication Critical patent/CH206640A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/90Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having two or more relevant hetero rings, condensed among themselves or with a common carbocyclic ring system

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  Verfahren zur Förderung des Pflanzenwachstums.    Die Verwendung von Hefe in Düngemit  teln ist     bekannt.    Ferner hat man zur Anre  gung des Pflanzenwachstums zum Beispiel       Hormone    pflanzlicher und     tierischer    Her  kunft, wie     -Sexual-,        Hypophysen-    und     Thy-          reoidaIhormone    oder anorganische Salze vor  geschlagen.  



       Es    wurde nun gefunden,     .dass    auch prak  tisch reine     Isoalloxazine,    die in     9-Stellung     als     Substituent    einen organischen Rest tra  gen, der mit einem     Kohlenstoffatom    an das       9-ständige        ,Stickstoffatom    gebunden ist, zur  Förderung des     Wachstums    höherer Pflanzen,  verwendet werden können.  



  Der genannte     organi.s,che,Substituent    kann  zum Beispiel eine     Alkyl-,        Oxyalkyl-,        Poly-          oxyalkyl-,        Cycloalkyl-    oder     Arylgruppe    sein,  während in      & Stellung    des     Isoalloxazins    ent  weder Wasserstoff oder eine     Alkylgruppe     stehen kann. Auch das aromatische Ring  system des     Isoalloxazins    kann     Substituenten,     wie     Alkylgruppen    tragen.

      Ausser dem     Lactoflavin    seien als Vertre  ter dieser Verbindungsklasse     beispielsweise     noch genannt das     9-d-Araboflavin,    das     9-          Phenylisöalloxazin,    das     6,7-Dimethyl-9-me-          thyl    -     isoalloxazin,    .das 9     -1VIethylisoalloxazin     und das     ä,9-Dimethylisoalloxazin.    Im beson  deren haben sich aus dieser     Gruppe    das Vita  min     BZ        (Laotoflavin)    und ähnlich aufgebaute       Polyoxyalkylisoalloxazine,

          vorzugsweise    sol  che, die in     9-Stellung    einen     Ribityl-    oder       Arabitylrest    besitzen, als     geeignet    erwiesen.  



  Die wachstumsfördernde Wirkung dieser  Substanzen ist bei den einzelnen Pflanzen  arten verschieden. Günstige     Ergebnisse    wur  den vor allem bei Hafer erzielt. Die Wirkung  ist auch zum Beispiel von den klimatischen  Bedingungen und den Bodenverhältnissen ab  hängig.  



  Die obengenannten Stoffe können gelöst  im Giesswasser oder gemischt mit     bezw.    ad  sorbiert an an sich     bekannte        Pflänzennähr-,     -reiz- oder     -beizstoffe    und/oder     anorganisohe         oder     organische    Trägersubstanzen Verwen  dung finden.

   Man kann zum Beispiel die auf  geführten     Stoffe    in     1Vlischung    mit den üb  lichen Düngesalzen, im besonderen     Stiek-          stoffdüngemitteln    wie     Ammonnitrat,        Ammon-          sulfat,    Harnstoff und seinen Salzen, z. B.       Harnstoffphosphat,        Kalkstickstoff    oder Kali  salzen     wie        Carnallit    und     Kaliumnitra.t    oder  Phosphaten wie     Ammonphosphat    oder Super  phosphat anwenden.

   Man kann die     fragliehen          Isoalloxazine    auch in     Misehung    mit Kalk,  Torf, Braunkohle oder in Form von     salben-          förmigen    Pasten, beispielsweise in Mischung  mit wasserhaltigem Wollfett oder gummi  artigen,     wasseraufsaugenden    Stoffen, z. B.       Agar-Agar    zur Anwendung bringen.  



  Die     Isoalloxazine    können auch in Saatgut  beizmitteln, z. B. in üblichen Nass- und     Trok-          kenbeizen;    angewendet werden. Erwähnt sei       beispielsweise    ihre     Verwendung    zusammen  mit     Alkyl-,        Alkoxyalkyl-    oder     Arylqueck-          silbersalzen,    den Acetaten, Nitraten,     Oxala-          ten    oder Arsenverbindungen, z.

   B.     Methyl-          arsinoxyd    oder     Chinonen,        Chinhydron    oder       Oxyphenylhydrazinen.     



  Als     z-#veckmässig    hat es sich auch erwie  sen, Keimlinge     bezw.    Saatgut in ein     Isoallo-          xazin    enthaltenden Lösungen quellen zu las  sen oder ein     Isoalloxazin    enthaltende Pasten    auf die Rinde von Pflanzen oder ihrer     Steck-          linge    aufzubringen,     bezw.    die Pflanzen<I>oder</I>  ihre     Stecklinge    in Lösungen der fraglichen       Isoalloxazine    zu     stecken.     



  <I>Beispiel, 1:</I>  20 g Haferkörner lässt man in einer     wäss-          rigen,        'jlo,%igen        Laetoflavinlösung    48 Stun  den lang im Dunkeln bei<B>20'</B> quellen. Dann  werden die Körner     aus    der     Lösung    heraus  genommen,     ,'3    Stunden lang auf Fliesspapier  an der Luft;

   im Dunkeln     etwas    getrocknet  und dann in mit Erde     gefiillten    Tonschalen  ausgesät. 7u gleicher     "Zeit    werden Kontrollen  von unbehandeltem Hafer und solchem, der  48 Stunden lang in     destilliertem        Wasser   <I>ge-</I>  quollen war.     au:.besät    und     unter    den bleichen       Bedingungen    behalten wie der     Versuchshafer.     



  Nach     7-wöcliigeni    Stehen im Treibhaus  unter     tä.gliehem        Begiessen    mit Wasser wird  in der Weise. abgeerntet, dass die Halme  unmittelbar     über    dem Boden     abgeschnitten     werden, und dann befreit in-,in die Wurzeln  restlos durch     Schlämmen    mit Wasser von der       anhaftenden    Erde. Halme und Wurzeln wer  den bei 105   bis zur     Gewichtskonstanz    ge  trocknet und gewogen.

      Die     Wägungen    ergeben:  
EMI0002.0074     
  
    Halme <SEP> Wurzeln <SEP> Zunahme <SEP> gegenüber
<tb>  Versuch <SEP> getrocknet <SEP> getrocknet <SEP> Summe <SEP> Kontrollen
<tb>  Halme <SEP> Wurzeln
<tb>  Kontrolle <SEP> 235 <SEP> g <SEP> 6,25g <SEP> 8,50g <SEP> 0 <SEP> % <SEP> 0
<tb>  (trocken)
<tb>  Kontrolle <SEP> _
<tb>  <B>2,70 <SEP> g <SEP> 6,15 <SEP> g <SEP> 8,85 <SEP> g <SEP> (+ <SEP> 20</B> <SEP> % <SEP> ) <SEP> ( <SEP> <B>7</B> <SEP> % <SEP> )
<tb>  (Wasser)
<tb>  gebeizt <SEP> mit <SEP> 4175 <SEP> g <SEP> 8,90 <SEP> g <SEP> 13,60g <SEP> 4-11.1% <SEP> -f- <SEP> 34%
<tb>  Vitamin <SEP> B,            Beispiel       10 g Hafer     bezw.    Weizen lässt man, wie  in     Beispiel    1 beschrieben,

   in einer     1'1""    % (gen       Lösung    von     d-Araboflavin    quellen. Nach dem  Trocknen wird das Saatgut in Erde ausgesät.  Als Vergleich dient in üblicher     Weise    aus-    gesätes     Saatgut    und     solches,    das 48 Stunden  unter gleichen     Bedingungen    in     wuchsstoff-          freiem    Wasser gequollen hat.

   Es ergaben  sich nach Abernten und Trocknen der Halme       folgende    Werte:    
EMI0003.0001     
  
    <I>Hafer:</I>
<tb>  Halme <SEP> Wurzeln <SEP> Zunahme <SEP> gegenüber
<tb>  Versuch <SEP> Summe <SEP> Kontrollen
<tb>  getrocknet <SEP> getrocknet <SEP> Halme <SEP> Wurzeln
<tb>  Kontrolle <SEP> 2,60 <SEP> g <SEP> 4,05 <SEP> g <SEP> 6,65 <SEP> g <SEP> 0% <SEP> 0%
<tb>  (trocken)
<tb>  Kontrolle
<tb>  ) <SEP> (-I- <SEP> 32 <SEP> % <SEP> )
<tb>  (Wasser) <SEP> 4'50 <SEP> g <SEP> 5,34 <SEP> .g <SEP> 9'84 <SEP> g <SEP> . <SEP> (<B>+</B> <SEP> 73
<tb>  gebeizt <SEP> mit <SEP> 503 <SEP> g <SEP> 7,26 <SEP> .g <SEP> 12,29 <SEP> g <SEP> + <SEP> <B>93% <SEP> +80%</B>
<tb>  d-Araboflavin     
EMI0003.0002     
  
    <I>Weizen:

  </I>
<tb>  Halme <SEP> Wurzeln <SEP> Zunahme <SEP> gegenüber
<tb>  Versuch <SEP> getrocknet <SEP> getrocknet <SEP> Summe <SEP> Kontrollen
<tb>  Halme <SEP> Wurzeln
<tb>  ]Kontrolle <SEP> 27.0 <SEP> .g <SEP> 4,95 <SEP> g <SEP> 7,65 <SEP> .g <SEP> <B>070</B> <SEP> 0
<tb>  (trocken)
<tb>  Kontrolle
<tb>  (Wasser) <SEP> 3,65 <SEP> g <SEP> 5,71 <SEP> g <SEP> 9,3.6 <SEP> g <SEP> <B>(+36%)</B> <SEP> (-f- <SEP> 15,4%)
<tb>  gebeizt <SEP> mit <SEP> <B>3,62</B> <SEP> 6,44 <SEP> . <SEP> <B>10,06</B> <SEP> d-Araboflavin <SEP> g <SEP> g <SEP> g <SEP> -I- <SEP> 34% <SEP> <B>+30,1%</B>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Förderung des Pflanzen wachstums, .gekennzeichnet durch die Ver wendung von praktisch reinen Ieoalloxazinen, die in 9-Stellung als Substituent einen orga nischen Rest tragen, der mit einem Kohlen stoffatom an das 9,-ständige Stickstoffatom gebunden ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in 9--Stellung des Isoalloxazins stehende organieohe ,Substituent ein Alkylrest ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, dass der in 9-Stellung des Isoalloxazins stehende @Substituent ein hydroxylierter Alkylrest ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass der in 9-Stellung des Iso- alloxazins stehende @Substituent ein. Ribi- tylrest ist. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der in 9--Stellung des Iso- alloxazins stehende Substituent ein Ara- bitylrest ist. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprueh 1, dadurch ,gekennzeichnet, dass der in 9-Stellung des Isoalloxazins stehende Substituent ein Cycloalkylrest ist. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in 9!Stellung des Isoalloxazins stehende Substituent ein Arylrest ist. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in 3-,Stellung des Isoalloxazins eine Alkylgruppe steht. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Isoalloxazin Lactoflavin ist.
    9. Nerfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflanzen mit einer wässrigen Lösung des Isoalloxazii>; behandelt werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch und U n- teranspruch 9, dadurch gekennzeichnet. d-ass die Pflanzen in eine w ässrige Lösung des Isoallosazins eingestellt werden. 11.
    Verfahren naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Saatgut in einer wässrigen Lösung des Iaoalloxazins quel len lässt. <B>12.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch cel@eiinzeiclinet, dass man ein Isoallogazin auf Stengel von Pflanzen in Pastenform aufbringt.
CH206640D 1937-04-28 1938-02-25 Verfahren zur Förderung des Pflanzenwachstums. CH206640A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE206640X 1937-04-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH206640A true CH206640A (de) 1939-08-31

Family

ID=5793255

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH206640D CH206640A (de) 1937-04-28 1938-02-25 Verfahren zur Förderung des Pflanzenwachstums.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH206640A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
Viets Jr et al. The effect of nitrogen and types of nitrogen carrier on plant uptake of indigenous and applied zinc
Ellis Jr et al. Rock phosphate availability as influenced by soil pH
Starke et al. Dry matter and sugar content as parameters to assess the quality of sugar beet varieties for anaerobic digestion.
Gericke The beneficial effect to wheat growth due to depletion of available phosphorus in the culture media
Rogler et al. Fertilization of Mid‐Continent Range Plants
Atkinson et al. Trace element content of farmyard manure
Neil et al. Thiocyanate ion (SCN−) content of hypocotyl‐root region of Raphanus sativus as affected by environment
CH206640A (de) Verfahren zur Förderung des Pflanzenwachstums.
Rice Effects of CaCO3 and inoculum level on nodulation and growth of alfalfa in an acid soil
DE694549C (de) Foerderung des Pflanzenwachstums
DE202023105137U1 (de) Ein System zur Durchführung einer Bewertung von Boden, der mit verschiedenen Biodüngern behandelt wurde
AT155071B (de) Wachstumförderndes Mittel.
DE747961C (de) Foerderung des Pflanzenwachstums
DE689219C (de) Foerderung des Pflanzenwachstums
Jones The relative content of manganese in plants
Greaves et al. Influence of sodium arsenite on microflora of soil
AT82440B (de) Verfahren zur Behandlung von für die Aussaat bestimmten Samen.
Raijmakers et al. Assessment of plant-available nitrogen in processed organic wastes
Clarke Soil acidity and its relation to the production of nitrate and ammonia in woodland soils
DE705098C (de) Foerderung des Pflanzenwachstums
Dunn et al. The availability of magnesium from organic carriers in artificial substrates
DE363517C (de) Bodenverbesserungsmittel
AT155070B (de) Mittel zur Förderung des Pflanzenwachstums.
Jackobs Efficiency of fertilizer topdressings on alfalfa
GREAVES The various quantities of sodium arsenite were added from a standard solution to 100 gm. portions of the different soils. These