CH206706A - Verfahren und Einrichtung zum Trennen von Gemischen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Trennen von Gemischen.

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CH206706A
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Rudolf Dr Maier
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Rudolf Dr Maier
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B5/00Other centrifuges
    • B04B5/08Centrifuges for separating predominantly gaseous mixtures

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  • Centrifugal Separators (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zum Trennen von Gemischen.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren  und eine     Einrichtung,    die dazu dienen, Ge  mische von Stoffen von verschiedenem spe  zifischem Gewicht, welche Gemische minde  stens einen gasförmigen Gemischanteil ent  halten, in ihre verschiedenen Gemischanteile  zutrennen.  



  Das Verfahren nach der Erfindung be  steht darin, dass in dem Gemisch durch einen  mit regelbarer Drehzahl umlaufenden Hohl  zylinder, der sowohl aussen wie innen eine  glatte     Oberfläche    aufweist, in dessen Dreh  sinn sich drehende laminare Kreisströmungen  erzeugt werden, durch welche die Gemisch  teile der Fliehkraft unterworfen und nach  ihren spezifischen Gewichten     getrennt    wer  den, wobei mindestens der leichteste Ge  mischanteil durch Öffnungen in der zylindri  schen Wand durch Erzeugen eines Unter  druckes im Hohlraum in das     Innere    des  Hohlzylinders abgesaugt wird.  



  Das Verfahren kann ferner auch so aus  geführt werden, dass das den Hohlzylinder         umgebende    Gemisch, das wenigstens einen  gasförmigen Bestandteil (Gemischanteil) und  feste staubförmige Bestandteile enthält,  einem gegenüber dem gasförmigen Bestand  teil aktiven Stoff ausgesetzt     wird.    Hierbei  kann der     aktive    Stoff auf der Innenfläche  eines das Gemisch     umgebenden    Behälters an  gebracht werden.  



  Um das Wesen des     erfindungsgemässen     Verfahrens klar zu machen, sei an folgende  allgemein     bekannte    Erscheinung angeknüpft:  Taucht man einen     Stab    in ein strömungs  fähiges Mittel, z. B. Wasser, und dreht ihn  um seine Achse, so     entstellt    eine     kreisförmige     Strömung um ihn herum Je schneller und  länger man dreht,     um    so schneller und gleich  mässiger bildet sich diese Strömung aus, die  man als     Mitwind        bezeichnet.    Würde die  Oberfläche des Stabes rauh sein, dann würde  die Strömung     turbulent    werden.

   Bei dem  erfindungsgemässen Verfahren kommt es aber  darauf an, keine turbulente, sondern     lami-          nare        Kreisströmungen    zu     erzeugen.    Es ist      also erforderlich, dass man zu der Erzeugung  dieser laminaren Kreisströmungen zylindri  sche Körper mit glatter Oberflüche benutzt.  



  Steigert man die     Umdrehungsgeschwin-          digkeit    eines solchen in einer     Gasatmosphäre     drehenden Körpers immer mehr unter Ver  meidung von Erschütterungen, also indem  man dafür sorgt, dass der Körper ganz gleich  mässig rund läuft, so wird die Wandung des  mitlaufenden, aus Gas bestehenden Hohl  zylinders nach und nach dicker. Ferner lässt  sich dann beobachten (und dies ist eine sehr  wichtige, aus den Kant-Laplace'schen Grund  versuchen bekannte Beobachtung). dass sieh  die Schwerkraft und die Fliehkraft innerhalb  der in Kreisströmung befindlieben Gas  gemischteile auswirken. In ihnen entstehen  Schichten in Gestalt hohler Zylinder.

   Der  spezifisch leichteste Bestandteil des Ge  misches strömt am nächsten an der Aussen  wand des Körpers entlang, der spezifische  schwerste Bestandteil des Gemisches am wei  testen entfernt von der Wand.  



  Bei dem erfindungsgemässen Verfahren  benutzt man diese beiden Erscheinungen,  nämlich die Kreisströmung und die Schich  tungen nach den Bestandteilen des     Gemisches     dazu, die Bestandteile strömungsfähiger Ge  mische voneinander zu trennen. Dies gelingt,  wenn man zum Beispiel eine Hohlwelle ver  wendet, bei welcher ein Teil ihrer Wand so  mit Durchbrechungen versehen ist. dass die  ihr zunächst strömenden, spezifisch leich  testen Teile des Gemisches in den Hohlraum  der Welle eintreten können. Und zwar er  zeugt man, damit dies geschieht. einen Un  terdruck in dem Hohlraum. Der mit Durch  brechungen versehene Teil der Hohlwelle soll  im folgenden "Hohlzylinder" genannt wer  den. Er ähnelt einem Pumpenkorb, wirkt  aber ganz anders als dieser.

   Die Geschwin  digkeit, mit welcher man die abgetrennten,  spezifisch leichtesten Gemischteile in den  Innenraum des Hohlzylinders infolge des  lässt, muss bedeutend kleiner sein als die  Geschwindigkeit des um den Hohlzylinder  schwindigkeit des um den Hohlzylinder  herum erzeugten Mitwindes. Dieses Verhält-    nis zwischen den genannten     Gesehwindig-          keiten    muss deshalb bestehen. weil zwecks  Erzeugung einer klaren Schichtung im Mit  wind eine verhältnismässig hohe Geschwin  digkeit desselben erzielt werden muss und  weil anderseits die direkt um den Hohl  zylinder kreisenden, spezifisch leichtesten  Teile des Gemisches eine verhältnismässig  dünne Zone bilden, aus der nur so viel Teile  entnommen werden können, als frische Be  standteile dieser Zone sieh bilden.

   Je ähn  licher die spezifischen Gewichte der zu tren  nenden Gemischbestandteile einander sind,  desto höher muss die anzuwendende     Umlauf-          gesehwindigkeit    und um so geringer die Ab  sauggeschwindigkeit sein. Allgemein gültige  Masszahlen lassen sich für diese Geschwin  digkeiten nicht angeben. sondern der Her  steller und der Benutzer der zur Ausführung  des erfindungsgemässen Verfahrens dienen  den Einrichtung müssen von Fall zu Fall  für die Art des zu trennenden Gemisches in  der jedem Fachmann bekannten Weise durch  Versuche und Probeentnahmen ermitteln, wie  gross die Geschwindigkeiten sein müssen, da  mit der gewünschte Zweck erreicht wird.  



  Zur Aufrechterhaltung des erforderlichen  Unterdruckes in dem Innenraum des Hohl  zylinders können die in den Innenraum ein  getretenen     Gemischanteile    aus diesem in  Richtung der     Drehachse    des Hohlzylinders  durch     Absaugung    herausgeführt werden.  



  Aber nicht nur ausserhalb des Hohlzylin  ders, sondern auch innerhalb desselben bil  det sich infolge von dessen Umlauf ein Mit  wind aus, der zu einer Schichtung der Ge  mischteile im Innenraum des Hohlzylinders  führt, sofern diese Gemischanteile verschie  dene spezifische Gewichte besitzen. Ist das  letztere der Fall, dann werden die spezifisch  schwersten Teile an der Wand des Hohl  raumes     entlangkreisen.    Wenn man nun nur  die in der Nähe der Längsachse des     Ilohl-          rauines    strömenden Gemischanteile absaugt:

  ,  dann erreicht man mittels eines     einzigen     Hohlzylinders also eine doppelte Trennung  der     Geinischbestandleile.    Die erste Trennung  erfolgt durch das     Hineinsaugen    von Ge-      mischteilen durch die Durchlasskanäle in den  Wandungen des Hohlzylinders. Die zweite  Trennung erfolgt durch das Heraussaugen  von Gemischteilen in der Zone, die die Längs  achse des Hohlzylinders umgibt.  



  Zusammengefasst besteht also das erfin  dungsgemässe Verfahren darin, dass man in  das zu trennende Gemisch einen regelbar  umlaufenden Läufer eintaucht, der als Hohl  zylinder ausgebildet ist, und dadurch in sei  nem Innern und in seiner Umgebung ein re  gelbares Fliehkraftfeld erzeugt, sowie min  destens den aus diesem Gemisch sich abson  dernden leichtesten Gemischanteil, der in  mittelbarer Umgebung des Hohlzylinders  kreist, entgegen der Fliehkraft durch Durch  lasskanäle in den Wandungen des Hohlzylin  ders     absaugt.     



  Der umlaufende Hohlzylinder soll hier  bei nur als Erzeuger des Fliehkraftfeldes  wirken und nicht als Staubfänger, welcher  aus dem Gemisch     Staubteilchen    herausgrei  fen und abschleudern würde, wie das bei den  bisher bekanntgegebenen Gasentstaubungs  einrichtungen geschieht. Ein umlaufender       Körper,    der als Staubfänger wirkt, würde  aus einem Staub enthaltenden     Gemisch    Teil  chen jeder beliebigen Grösse herausgreifen  und wegschleudern. Derartige Körper kön  nen also mithin nicht so sichtend wirken,  wie die zum Ausführen des erfindungs  gemässen Verfahrens bestimmten Einrichtun  gen mit aussen und innen glatten Oberflächen.  



  Erfindungsgemäss sind Einrichtungen zur  Durchführung des Verfahrens nach der Er  findung so beschaffen, dass der mit einer An  triebseinrichtung gekuppelte Hohlzylinder  mit     Durchlasskanälen    versehene, glatte Wan  dungen besitzt und sein Innenraum an     eine          Absaugevorrichtung    angeschlossen ist.  



  Dem Fachmann muss - es überlassen blei  ben, in der Praxis für die verschiedenen An  wendungsfälle in der üblichen Weise durch  Versuche und     Probeentnahmen    die Grösse  des Innen- und Aussendurchmessers des  Hohlzylinders zu ermitteln und welcher Art  und Zahl seine     Durchbrechungen    sowie die  Grössen der Umlauf- und Absaugegeschwin-         digkeit    sein müssen, damit der gewünschte  Reinheitsgrad der Gemischteile erreicht wird.  



  Der umlaufende Hohlzylinder, welcher  bei den zum Ausführen des erfindungs  gemässen Verfahrens bestimmten Einrichtun  gen verwendet wird, ist deshalb mit glatten  Wandungen versehen, damit die Erzeugung  des     11Zitwindes        in    der Hauptsache durch Rei  bung erfolgt. Dadurch ist unmittelbar an  der Wand des Hohlzylinders die Umlauf  geschwindigkeit des Gemisches am grössten.  Hierin unterscheidet sich die vorliegende Er  findung grundsätzlich von den bekannten  Zyklonen, bei     denen    die Strömung um so  turbulenter wird, je mehr sie sich der Um  drehungsachse der Zyklone     nähert.    Bei der  Erfindung hingegen wird gerade der Ge  mischkern infolge der auftretenden Reibung  an den glatten Wandungen am besten ge  führt.  



  Durch das Gegenspiel der Fliehkraft und  der     Absaugung    wird der     Abwanderungsweg     des Gemisches     beeinflusst    und deshalb ist  die Trennwirkung, welche durch das erfin  dungsgemässe Verfahren auf das Gemisch  ausgeübt wird, erheblich besser als die Trenn  wirkung der Zentrifugalkraft bei dem bisher  bekannt gewordenen     Ga.sentstaubungsver-          fahren.     



  An Hand der     Fig.    1 und 2 in der beilie  genden     Zeichnung    sei die zur     Ausführung     des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete  Trenneinrichtung erklärt:  Die     Fig.    1 stellt eine solche Vorrichtung  im Längsschnitt in einer     allgemeinen    Grund  form dar. Der aussen und innen mit glatten  Wandungen und mit     Öffnungen    versehene  Hohlzylinder a ist an einem Ende geschlossen       und    geht am andern Ende     in        eine    Hohlwelle b  von kleinerem Durchmesser über, die von  einem an eine     Absaugevorrichtung    f ange  schlossenen Behälter h umgeben ist.

   Aus       Fig.    1 ist zu ersehen, dass der Hohlzylinder  an die Hohlwelle b eines Motors c angeschlos  sen ist. d ist eine Abdichtung zwischen die  ser Hohlwelle b und dem     Saugstutzen    e einer       Gasfördervorichtung    f. Der     Austrittskanal    g  dieser     Vorrichtung    führt in einen Behälter h,      der zur Sammlung der leichtesten Bestand  teile des zu trennenden Gemisches dient. Der  Hohlzylinder     a    taucht in das zu trennende  Gemisch ein, gleichgültig, ob sich dieses in  einem Behälter oder im Freien befindet.  



  Fig. 2 zeigt im Längsschnitt eine Aus  führungsform der Einrichtung, welche Aus  führungsform zum Ausführen des erfin  dungsgemässen Verfahrens mit Hilfe einer  einzigen Gasleitung dient.  



  Der in das zu trennende Gemisch einzu  tauchende Hohlzylinder ist, mit dem Bezugs  zeichen la versehen; seine Durchbreehungen  sind mit dem Bezugszeichen 2a bezeichnet.  



  Der Hohlzylinder ja ist an seinem einen  Ende geschlossen; an seinem andern Ende  geht er in eine Hohlwelle 6 über, die von  einem Behälter 3a umgeben ist. Der Behäl  ter 3a ist sowohl oben wie unten durch Stopf  büchsen 3b und 3e abgedichtet. Die Hohl  welle ist im Innern des Behälters 3a als  Hohlzylinder mit glatten, mit Durchlasskanä  len versehenen Wandungen ausgebildet und  wird mit dem Hohlzylinder la in Umdrehung  versetzt. Die Teile des zu trennenden Ge  misches sollen im Richtungssinn der einge  zeichneten Pfeile strömen. Wie aus der  Zeichnung hervorgeht, strömen die Gemisch  teile in den Hohlzylinder ein, um durch die  Öffnungen in der Hohlwelle 6 auszuströmen.  Zum Absaugen dieser austretenden Gemisch  teile ist der Behälter 3a an die Saugleitung  5a eine Gasabsaugevorrichtung 5b angeschlos  sen.

   Oberhalb des Behälters 3a endet die  Hohlwelle in einer Kupplung 4a, durch wel  che sie mit einem Motor 4b verbunden ist.  Die Saugwirkung der Gasabsaugevorrichtung  5b kann man durch bekannte Mittel regeln.  Desgleichen ist die Leistung und Umlauf  geschwindigkeit des Motors 4b in weiten  Grenzen regelbar.  



  Die Umdrehung des Hohlzylinders la be  wirkt, dass die in seiner Nähe     befindlichen     Gemischteilchen die Umdrehung um     seine     Längsachse herum mitmachen müssen. Sie  werden daher einem Fliehkraftfelde ausge  setzt, das sie von dem Hohlzylinder nach  aussen hin wegtreibt, also entgegengesetzt    der Saugströmung, die sie nach der Umdre  hungsachse des Hohlzylinders hin zu fördern  strebt. Das Fliehkraftfeld herrscht dabei  nicht nur im Innern des Hohlzylinders ja  und in den Durchlasskanälen 2a seiner Wan  dungen, sondern reicht über die äussere Flä  che so weit hinaus, wie die Umdrehung des  Hohlzylindern noch merklichen Mitwind er  zeugt.

   Es muss bemerkt werden, dass der  Hohlzylinder keine Vorsprünge nach aussen  hin haben soll, also keine Vorsprünge, die  ähnlich wirken würden wie ein     Propeller-          oder    Ventilatorflügel, der die Luft weg  schiebt. Der Hohlzylinder la soll vielmehr  im wesentlichen durch Reibung seine Dre  hung auf das ihn umgebende Gas so übertra  gen. dass in diesem eine rein laminare um  laufende Strömung entsteht, also ein um den  Hohlzylinder herum umlaufender Gasmantel,  der gemäss seiner Natur als     Mitwind    sehr  stabilen Charakter hat.  



  Die Dauer der Einwirkung des Flieh  kraftfeldes auf die Teile des Gemisches  regelt man durch Regelung der von der Gas  absaugevorrichtung     5h    verursachten Strö  mungsgeschwindigkeit der Gemischteile in  der Einrichtung.  



  Bei einem zweiten, durch die     Fig.    3 und  4 veranschaulichten     Beispiel    einer Vorrich  tung zum     Ansführen    des erfindungsgemässen  Verfahrens läuft der Hohlzylinder in zwei  durch eine Wand getrennte Kammern eines       Behälters    um. Von diesen Kammern besitzt  die untere Kammer eine     Einlassöffnung    für  das eintretende Gemisch und eine     Auslass-          öffnung    für die schwere Phase desselben,  während die     obere    Kammer an eine Absauge  vorri.chtung angeschlossen ist, wobei der in  der obern Kammer umlaufende Teil des  Hohlzylindern eine     Besehaufelung    aufweist.

    Durch die     Beschaufelung    wirkt der Hohl  zylinder zum Teil wie das Schleuderrad  einer Trennschleuder. In der     Fig.    3 ist der  mit 1 bezeichnete Teil der Behälter mit dem       Gemischeintrittskanal    ? und der     Auslassöff-          niing    3 für die schwere Phase des getrennten  Gemisches. Der Behälter 1 der Trennschleu  der ist teils zylindrisch, teils kegelförmig      ausgebildet. In seinem obern Teil ist der  Hohlzylinder 4 angeordnet, der auf der  Welle 5 befestigt ist und mit Hilfe des Mo  tors 6 in Umdrehung versetzt wird. Die  Wandungen 7 des Hohlzylinders sind in dem  vorliegenden Falle siebförmig ausgebildet  und besitzen eine glatte Oberfläche.

   Vor der  Wandung des Hohlzylinders ist noch ein  Schutzsieb angebracht, das in der Zeichnung  durch Wellenlinien schematisch angedeutet  ist. Auf dem auf diese Weise entstehenden  Siebmantel soll das Gemisch, insbesondere  die leichten Gemischteile, so verdichtet wer  den, dass     in    diese verdichtete Zone auch die  feinsten Staubteilchen nicht eindringen kön  nen, sondern schon vorher durch Schleuder  kraft abgetrieben werden, bevor sie in den  nach dem Trommelinnern tretenden Luft  strom geraten. Im obern Teil ist die Wan  dung mit einer Beschaufelung 8 versehen,  die in dem     Auslassraum    9 des Gemisches  hineinragt. Mit 10 ist eine Abdichtung übli  cher Form zwischen dem Raum des Behäl  ters 1 und dem Auslassraum 9 bezeichnet.

    Durch die Richtung der Pfeile in den Fi  guren ist angedeutet, dass das zu     trennende     Gemisch durch die Öffnung 2 hindurch in  den Behälter 1 hineinströmt. Durch die Um  drehung des Siebzylinders 4 und dadurch,  dass die Beschaufelung 8 einen Unterdruck  in seinem Innern herstellt, wird bewirkt, dass  diejenigen Gemischteile, deren     spezifisches     Gewicht kleiner ist als das arithmetische  Mittel der spezifischen Gewichte aller Teile  des Gemisches durch die     Sieböffnungen    7 in  das Innere des Siebzylinders 4 hineinströ  men, aber dann von dort aus durch die     Be-          schaufelung    8 in den Raum 9     hineingeför-          dert    werden.

   Die mit 11 bezeichnete Trenn  wand in dem Siebzylinder 4 sorgt mit dafür,  dass die durch die Öffnungen 7 in den Sieb  zylinder hineingeströmten Gemischteile nach  der zu dem Raume 9 hineinführenden Ver  bindungsöffnung strömen.  



  Es ist auch eine Ausführungsform der  Einrichtung nach den     Fig.    3 und 4 möglich,  bei welcher die Siebwand 7 und die Schau  feln 8 auf getrennten, vom Motor 6 ange-         triebenen    Achsen sitzen, so dass durch ent  sprechende Wahl der Übersetzung die Dreh  geschwindigkeit beider Teile verschieden sein  kann.  



  Ein drittes Beispiel einer Einrichtung  zum Ausführen des erfindungsgemässen Ver  fahrens lässt sich an Hand der     Fig.    5, wel  che einen Längsschnitt durch die Einrich  tung darstellt, wie folgt erklären:  Bei dieser     Einrichtung    ist ein mehrstufig  ausgearbeiteter Hohlzylinder in einem Be  hälter mit mehreren Kammern angeordnet,  die über Öffnungen in den Wandungen des  Hohlzylinders     miteinander    in Verbindung  stehen. In diese Einrichtung leitet man das  zu trennende Gemisch durch die Öffnung 2  hindurch in den Behälter 1 ein, in dessen  Längsachse die Welle 5 mit dem Siebzylin  der 4 gelagert ist (der Antrieb ist in der       Fig.    5 nicht mit dargestellt).

   Die Siebe sind  mit den Ziffern 7 und 7' bezeichnet, und 7"  ist eine hohlzylindrische Wand mit röhrenför  migen     Durchbrechungen.    Die mit 11 bezeich  neten Teile sind hohlzylindrische Trenn  wände, die mit 9' und 9" bezeichneten  Räume sind die Aufnahmekammern, in wel  che die leichte Phase nach ihrem Hindurch  strömen durch die     Durchbrechungen    der zwi  schen den Räumen 8, 7', 8', 7" und 9" be  findlichen Wände gelangt. 15 ist eine An  triebskupplung auf der Welle 5, 17 ein     Dek-          kel    des Behälters 1.  



  Ebenso wie der in der     Fig.    3 dargestellte  Hohlzylinder 4 wirkt der in der     Fig.    5 mit  derselben Zahl bezeichnete Teil. Man lässt  das durch die     Öffnung    2 hindurch in den  Behälter eintretende Gemisch durch die Dre  hung des Teils 4 in eine leichte und     eine     schwere Phase trennen. Die durch die zy  lindrische Wand 7, die siebförmig ausgebil  det ist, und entsprechend der     Fig.    3 eben  falls noch ein     Schutzsieb    besitzt, hindurch  geströmten Gemischteile werden durch die       Beschaufelung    8 von der ersten Behandlungs  stufe in die zweite überführt. In dem Raum  9 wiederholt sich die Behandlung.

   Jedoch  wird hier die in der Nähe der Aussenwand      des Raumes 9 befindliche schwere Phase  durch den Stutzen 3 hindurch abgezogen.  Die in der Nähe der Wand 7' befindliche  leichte Phase tritt durch die Öffnungen in  dieser Wand hindurch, so wie es durch     einen     Pfeil angezeigt ist, und gelangt schliesslich  in den nächsten Raum des Hohlzylinders 4.  



  Hier wird sie ebenfalls durch die     Beschau-          felung    8' in den nächsten Raum 9' befördert.  Aus diesem Raum wird die schwere Phase  wiederum durch einen Stutzen 3' abgezogen,  während die leichte Phase durch die Öffnun  gen in der Wand 7" hindurch gelangt und  so schliesslich, wie der Pfeil andeutet, zu dem  Raum 9" geführt wird. Von dem Raum 9"  wird die leichte Phase ihrer weiteren Be  handlung zugeführt.  



  Ein viertes Beispiel einer Vorrichtung  zum Ausführen des erfindungsgemässen Ver  fahrens unterscheidet sich von denn dritten  Beispiel nur dadurch, dass diese Ausfüh  rungsform mit einem Schlagkreuz und einem  Schlagkorb versehen ist. Eine solche Ein  richtung veranschaulichen die Fig. G und 7  der beiliegenden Zeichnung.  



  Das Schlagkreuz ist mit 12 bezeichnet  und gemeinsam mit einem mehrstufigen  Hohlzylinder 7, 7', 7" auf einer Welle 5  befestigt. Die Ausbildung der Einrichtung  ist ähnlich wie die Ausbildung nach Fig. 5.  Das unzerkleinerte Arbeitsgut wird in den  Einlasstrichter 2 eingeschüttet und im  Schlagkorb 13, der das Schlagkreuz 12 um  gibt, durch dieses so lange zerschlagen, bis es  als feiner Staub fortgetragen wird und sei  nen üblichen Weg durch die einzelnen Stu  fen der Einrichtung antritt. Die Kammer 9  stellt die erste Stufe der Abscheidung dar  und in dieser Kammer fällt demgemäss an  dem Trichter 3 der gröbere Staub ab. Der  feinere Staub hingegen gelangt durch die  Öffnungen in der Wand 7' in die nächste  Kammer 9' und fällt in dieser Kammer durch  den zweiten Trichter 3' ab.

   Der an der Kam  mer 9' angeschlossene Auslassstutzen 9" dient  dazu, bei     Vorhandensein    von zwei Gasen mit  verschiedenem spezifischen Gewicht das Gas  mit dem grösseren spezifischen Gewicht, das    sich infolge der grösseren Schwerkraft aussen  ansammelt, getrennt oder annähernd getrennt  von dem Gas mit geringem spezifischen Ge  wicht abzuführen. Sind in dem Gemisch die  Gase Sauerstoff und Stickstoff enthalten, so  wird durch den Stutzen 9" der spezifisch  schwerere Teil, also der Sauerstoff, abgeführt,  während der Stickstoff in die Endkammer 18  und von dort durch den     Auslassstutzen    9"'  nach aussen gelangt.

   Durch Verschliessen des       Auslassstutzens    9" kann aber auch die ent  staubte Luft, die nun sowohl Sauerstoff wie  Stickstoff enthält, in die     Endkammer    18 be  fördert werden, um von dort in die Atmo  sphäre zu gelangen. Da die Schlagmühle,  bestehend aus Schlagkreuz und Schlagkorb,  Luft zum Forttragen des Staubes benötigt,  muss     entweder    durch den     Einfüllstutzen    2  Frischluft eingelassen werden oder die aus  der     Endkammer    18 austretende gereinigte  Luft muss teilweise oder vollständig in die  Schlagmühle zurückgeführt werden.

   Hierbei  tritt das zu zerkleinernde Gut durch eine       dichte    Fördereinrichtung ein, wobei, falls  keine Frischluft eingelassen werden soll, die  entstaubte Luft. wieder im Kreislauf zurück  geführt werden kann.  



  Die geschilderte Vorrichtung kann zum  Beispiel zum Aufgreifen von feinem Koh  lenstaub benutzt werden, der sich abgelagert  und zu grösseren     Stiicken    zusammengesetzt  hat. Diese Stücke werden nach dem Hinein  schütten in die     Einlassöffnung    2 zerschlagen.  Das Aufgreifen derart gelagerten Kohlen  staubes ist von grosser Wichtigkeit für     Koh-          lenstaubfeuerungen.    Die Vorrichtung kann  ausserdem für     Kohlenstaubmotoren    benutzt  werden. In diesem Falle nimmt die Einrich  tung die Stellung eines Vergasers ein. Sie  wirkt in diesem Falle dadurch als Vergaser,  dass sie imstande ist, feinen Kohlenstaub  gleichmässig in der Luft zu verteilen und so  ein entzündbares Gemisch herzustellen.  



  Bei einer andern Ausführungsform dieser  Einrichtung ist der Siebzylinder mit einer  Tuchbespannung versehen, auf der sich Reste  von     Staubabscheidungen,    die durch Flieh  kraft nicht ausgeschieden sind, absetzen und      zu grösseren Klumpen vereinigen können. Er  langen diese Klumpen infolge ihrer dauernd  zunehmenden Grösse schliesslich ein Gewicht  von bestimmter Grösse, dann werden sie  gegen die Wand abgeschleudert.  



  Statt der Stutzen 2, 3 usw. können auch  die in der Entstaubungstechnik eingeführten  Eintrittsschlitze angebracht werden, die sich  auf     die    ganze Länge des Behälters erstrecken.  Schliesslich kann der Austrittsstutzen als ge  lochter Zylinder ausgebildet werden. Dieser  Zylinder kann auch aus irgendeinem porösen  Stoff bestehen.  



  Schliesslich ist noch eine Ausführungs  form der Einrichtung nach den Fig. 6 und 7  möglich, wenn es sich darum handelt, Ge  mische, die zwei oder mehrere gasförmige  Gemischteile enthalten, in ihre verschiedenen  Gemischteile zu trennen. In diesem Falle  besteht die Innenseite des Behälters 1 aus  einem Stoff, der sich einem oder mehreren  gasförmigen Bestandteilen des Gemisches  gegenüber aktiv verhält. In diesem Falle  kann durch Adsorptionsvorgänge die Tren  nung zwischen den einzelnen Gasen begün  stigt werden. Der Vorgang hat stets so zu  erfolgen, dass aber noch ein einzelner oder  mehrere gasförmige Bestandteile in dem Ge  misch verbleiben und weiter durch den in  Umdrehung befindlichen Hohlzylinder in  Bewegung gehalten werden.

   Liegt ein Gas  gemisch vor, das aus Kohlenoxyd und Was  serstoff besteht, dann kann die Innenseite  des Behälters einen Platinüberzug erhalten,  wodurch der Wasserstoff leichter von dem  Kohlenoxyd getrennt werden könnte. Ebenso  kann auch die Oberfläche des Hohlzylinders  einen Überzug von bestimmter Beschaffen  heit erhalten, um die     Trennung    zwischen  zwei oder mehreren gasförmigen Gemisch  anteilen zu begünstigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Trennen von strömungs fähigen Gemischen in ihre Anteile von ver schiedenem spezifischen Gewicht, wobei min destens ein Gemischanteil gasförmig ist, da durch gekennzeichnet, dass in dem Gemisch durch einen sowohl aussen, als auch innen eine glatte Oberfläche aufweisenden, mit regelbarer Drehzahl umlaufenden Hohlzylin der in dessen Drehsinn sich drehende lami nare Kreisströmungen erzeugt werden, durch welche die Gemischteile der Fliehkraft un terworfen und nach ihren spezifischen Ge wichten getrennt werden, und dass minde stens der leichteste Gemischanteil durch Öff nungen in der zylindrischen Wand durch Erzeugen eines Unterdruckes im Hohlraum entgegen der Fliehkraft in das Innere des Hohlzylinders abgesaugt wird.
    UIVTTERANSPRUCH 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein den Hohl zylinder umgebendes, einen gasförmigen Bestandteil und feste staubförmige Be standteile enthaltendes Gemisch einem gegenüber dem gasförmigen Bestandteil des Gemisches aktiven Stoff ausgesetzt wird, der auf der Innenfläche eines das Gemisch umgebenden Behälters ange bracht ist.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zum Ausführen des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen mit einer Antriebseinrichtung gekuppelten Hohlzylinder, der mit Durchlass- kanälen versehene, glatte Wandungen be sitzt und dessen Innenraum an eine Absauge vorrichtung angeschlossen ist.
    UNTERANSPRü CHE 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der mit aussen und innen glatten Wandungen versehene Hohlzylinder an einem Ende geschlossen und am andern Ende in eine mit Öff nungen versehene Hohlwelle von kleine rem Durchmesser übergeht, die von einem an eine Absaugevorrichtung angeschlosse nen Behälter umgeben ist.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Hohlzylin der in zwei durch eine Wand getrennten Kammern eines Behälters umläuft. von denen die in der Betriebsstellung der Ein richtung untere Kammer eine Einlassöff nung für das Gemisch und eine Auslass öffnung für die schwere Phase des Ge misches besitzt und die obere Kammer an eine Absaugevorrichtung angeschlossen ist. und dass ferner der in der obern Kammer umlaufende Teil des Hohlzylinders eine Beschaufelung aufweist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein mehrstufig ausgebildeter Hohlzylinder in einem Be- Kälter mit mehreren Kammern angeordnet ist, die über Offnungen in den Wandun gen des Hohlzylinders miteinander in Ver bindung stehen.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zwischen der Einlassöffnung des Gemisches und einem mehrstufig ausgebildeten Hohlzylinder ein Schlagkreuz mit einem Schlagkorb zur Zerkleinerung des ?arbeitsgutes angeord net ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2753010A (en) * 1950-06-15 1956-07-03 American Enka Corp Process and apparatus for deaerating viscous liquids
US4654059A (en) * 1984-10-31 1987-03-31 Rotoclean Industrial Corporation Multistage rotary dust collector

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