Verfahren und Einrichtung zum Trennen von Gemischen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung, die dazu dienen, Ge mische von Stoffen von verschiedenem spe zifischem Gewicht, welche Gemische minde stens einen gasförmigen Gemischanteil ent halten, in ihre verschiedenen Gemischanteile zutrennen.
Das Verfahren nach der Erfindung be steht darin, dass in dem Gemisch durch einen mit regelbarer Drehzahl umlaufenden Hohl zylinder, der sowohl aussen wie innen eine glatte Oberfläche aufweist, in dessen Dreh sinn sich drehende laminare Kreisströmungen erzeugt werden, durch welche die Gemisch teile der Fliehkraft unterworfen und nach ihren spezifischen Gewichten getrennt wer den, wobei mindestens der leichteste Ge mischanteil durch Öffnungen in der zylindri schen Wand durch Erzeugen eines Unter druckes im Hohlraum in das Innere des Hohlzylinders abgesaugt wird.
Das Verfahren kann ferner auch so aus geführt werden, dass das den Hohlzylinder umgebende Gemisch, das wenigstens einen gasförmigen Bestandteil (Gemischanteil) und feste staubförmige Bestandteile enthält, einem gegenüber dem gasförmigen Bestand teil aktiven Stoff ausgesetzt wird. Hierbei kann der aktive Stoff auf der Innenfläche eines das Gemisch umgebenden Behälters an gebracht werden.
Um das Wesen des erfindungsgemässen Verfahrens klar zu machen, sei an folgende allgemein bekannte Erscheinung angeknüpft: Taucht man einen Stab in ein strömungs fähiges Mittel, z. B. Wasser, und dreht ihn um seine Achse, so entstellt eine kreisförmige Strömung um ihn herum Je schneller und länger man dreht, um so schneller und gleich mässiger bildet sich diese Strömung aus, die man als Mitwind bezeichnet. Würde die Oberfläche des Stabes rauh sein, dann würde die Strömung turbulent werden.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren kommt es aber darauf an, keine turbulente, sondern lami- nare Kreisströmungen zu erzeugen. Es ist also erforderlich, dass man zu der Erzeugung dieser laminaren Kreisströmungen zylindri sche Körper mit glatter Oberflüche benutzt.
Steigert man die Umdrehungsgeschwin- digkeit eines solchen in einer Gasatmosphäre drehenden Körpers immer mehr unter Ver meidung von Erschütterungen, also indem man dafür sorgt, dass der Körper ganz gleich mässig rund läuft, so wird die Wandung des mitlaufenden, aus Gas bestehenden Hohl zylinders nach und nach dicker. Ferner lässt sich dann beobachten (und dies ist eine sehr wichtige, aus den Kant-Laplace'schen Grund versuchen bekannte Beobachtung). dass sieh die Schwerkraft und die Fliehkraft innerhalb der in Kreisströmung befindlieben Gas gemischteile auswirken. In ihnen entstehen Schichten in Gestalt hohler Zylinder.
Der spezifisch leichteste Bestandteil des Ge misches strömt am nächsten an der Aussen wand des Körpers entlang, der spezifische schwerste Bestandteil des Gemisches am wei testen entfernt von der Wand.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren benutzt man diese beiden Erscheinungen, nämlich die Kreisströmung und die Schich tungen nach den Bestandteilen des Gemisches dazu, die Bestandteile strömungsfähiger Ge mische voneinander zu trennen. Dies gelingt, wenn man zum Beispiel eine Hohlwelle ver wendet, bei welcher ein Teil ihrer Wand so mit Durchbrechungen versehen ist. dass die ihr zunächst strömenden, spezifisch leich testen Teile des Gemisches in den Hohlraum der Welle eintreten können. Und zwar er zeugt man, damit dies geschieht. einen Un terdruck in dem Hohlraum. Der mit Durch brechungen versehene Teil der Hohlwelle soll im folgenden "Hohlzylinder" genannt wer den. Er ähnelt einem Pumpenkorb, wirkt aber ganz anders als dieser.
Die Geschwin digkeit, mit welcher man die abgetrennten, spezifisch leichtesten Gemischteile in den Innenraum des Hohlzylinders infolge des lässt, muss bedeutend kleiner sein als die Geschwindigkeit des um den Hohlzylinder schwindigkeit des um den Hohlzylinder herum erzeugten Mitwindes. Dieses Verhält- nis zwischen den genannten Gesehwindig- keiten muss deshalb bestehen. weil zwecks Erzeugung einer klaren Schichtung im Mit wind eine verhältnismässig hohe Geschwin digkeit desselben erzielt werden muss und weil anderseits die direkt um den Hohl zylinder kreisenden, spezifisch leichtesten Teile des Gemisches eine verhältnismässig dünne Zone bilden, aus der nur so viel Teile entnommen werden können, als frische Be standteile dieser Zone sieh bilden.
Je ähn licher die spezifischen Gewichte der zu tren nenden Gemischbestandteile einander sind, desto höher muss die anzuwendende Umlauf- gesehwindigkeit und um so geringer die Ab sauggeschwindigkeit sein. Allgemein gültige Masszahlen lassen sich für diese Geschwin digkeiten nicht angeben. sondern der Her steller und der Benutzer der zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens dienen den Einrichtung müssen von Fall zu Fall für die Art des zu trennenden Gemisches in der jedem Fachmann bekannten Weise durch Versuche und Probeentnahmen ermitteln, wie gross die Geschwindigkeiten sein müssen, da mit der gewünschte Zweck erreicht wird.
Zur Aufrechterhaltung des erforderlichen Unterdruckes in dem Innenraum des Hohl zylinders können die in den Innenraum ein getretenen Gemischanteile aus diesem in Richtung der Drehachse des Hohlzylinders durch Absaugung herausgeführt werden.
Aber nicht nur ausserhalb des Hohlzylin ders, sondern auch innerhalb desselben bil det sich infolge von dessen Umlauf ein Mit wind aus, der zu einer Schichtung der Ge mischteile im Innenraum des Hohlzylinders führt, sofern diese Gemischanteile verschie dene spezifische Gewichte besitzen. Ist das letztere der Fall, dann werden die spezifisch schwersten Teile an der Wand des Hohl raumes entlangkreisen. Wenn man nun nur die in der Nähe der Längsachse des Ilohl- rauines strömenden Gemischanteile absaugt:
, dann erreicht man mittels eines einzigen Hohlzylinders also eine doppelte Trennung der Geinischbestandleile. Die erste Trennung erfolgt durch das Hineinsaugen von Ge- mischteilen durch die Durchlasskanäle in den Wandungen des Hohlzylinders. Die zweite Trennung erfolgt durch das Heraussaugen von Gemischteilen in der Zone, die die Längs achse des Hohlzylinders umgibt.
Zusammengefasst besteht also das erfin dungsgemässe Verfahren darin, dass man in das zu trennende Gemisch einen regelbar umlaufenden Läufer eintaucht, der als Hohl zylinder ausgebildet ist, und dadurch in sei nem Innern und in seiner Umgebung ein re gelbares Fliehkraftfeld erzeugt, sowie min destens den aus diesem Gemisch sich abson dernden leichtesten Gemischanteil, der in mittelbarer Umgebung des Hohlzylinders kreist, entgegen der Fliehkraft durch Durch lasskanäle in den Wandungen des Hohlzylin ders absaugt.
Der umlaufende Hohlzylinder soll hier bei nur als Erzeuger des Fliehkraftfeldes wirken und nicht als Staubfänger, welcher aus dem Gemisch Staubteilchen herausgrei fen und abschleudern würde, wie das bei den bisher bekanntgegebenen Gasentstaubungs einrichtungen geschieht. Ein umlaufender Körper, der als Staubfänger wirkt, würde aus einem Staub enthaltenden Gemisch Teil chen jeder beliebigen Grösse herausgreifen und wegschleudern. Derartige Körper kön nen also mithin nicht so sichtend wirken, wie die zum Ausführen des erfindungs gemässen Verfahrens bestimmten Einrichtun gen mit aussen und innen glatten Oberflächen.
Erfindungsgemäss sind Einrichtungen zur Durchführung des Verfahrens nach der Er findung so beschaffen, dass der mit einer An triebseinrichtung gekuppelte Hohlzylinder mit Durchlasskanälen versehene, glatte Wan dungen besitzt und sein Innenraum an eine Absaugevorrichtung angeschlossen ist.
Dem Fachmann muss - es überlassen blei ben, in der Praxis für die verschiedenen An wendungsfälle in der üblichen Weise durch Versuche und Probeentnahmen die Grösse des Innen- und Aussendurchmessers des Hohlzylinders zu ermitteln und welcher Art und Zahl seine Durchbrechungen sowie die Grössen der Umlauf- und Absaugegeschwin- digkeit sein müssen, damit der gewünschte Reinheitsgrad der Gemischteile erreicht wird.
Der umlaufende Hohlzylinder, welcher bei den zum Ausführen des erfindungs gemässen Verfahrens bestimmten Einrichtun gen verwendet wird, ist deshalb mit glatten Wandungen versehen, damit die Erzeugung des 11Zitwindes in der Hauptsache durch Rei bung erfolgt. Dadurch ist unmittelbar an der Wand des Hohlzylinders die Umlauf geschwindigkeit des Gemisches am grössten. Hierin unterscheidet sich die vorliegende Er findung grundsätzlich von den bekannten Zyklonen, bei denen die Strömung um so turbulenter wird, je mehr sie sich der Um drehungsachse der Zyklone nähert. Bei der Erfindung hingegen wird gerade der Ge mischkern infolge der auftretenden Reibung an den glatten Wandungen am besten ge führt.
Durch das Gegenspiel der Fliehkraft und der Absaugung wird der Abwanderungsweg des Gemisches beeinflusst und deshalb ist die Trennwirkung, welche durch das erfin dungsgemässe Verfahren auf das Gemisch ausgeübt wird, erheblich besser als die Trenn wirkung der Zentrifugalkraft bei dem bisher bekannt gewordenen Ga.sentstaubungsver- fahren.
An Hand der Fig. 1 und 2 in der beilie genden Zeichnung sei die zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete Trenneinrichtung erklärt: Die Fig. 1 stellt eine solche Vorrichtung im Längsschnitt in einer allgemeinen Grund form dar. Der aussen und innen mit glatten Wandungen und mit Öffnungen versehene Hohlzylinder a ist an einem Ende geschlossen und geht am andern Ende in eine Hohlwelle b von kleinerem Durchmesser über, die von einem an eine Absaugevorrichtung f ange schlossenen Behälter h umgeben ist.
Aus Fig. 1 ist zu ersehen, dass der Hohlzylinder an die Hohlwelle b eines Motors c angeschlos sen ist. d ist eine Abdichtung zwischen die ser Hohlwelle b und dem Saugstutzen e einer Gasfördervorichtung f. Der Austrittskanal g dieser Vorrichtung führt in einen Behälter h, der zur Sammlung der leichtesten Bestand teile des zu trennenden Gemisches dient. Der Hohlzylinder a taucht in das zu trennende Gemisch ein, gleichgültig, ob sich dieses in einem Behälter oder im Freien befindet.
Fig. 2 zeigt im Längsschnitt eine Aus führungsform der Einrichtung, welche Aus führungsform zum Ausführen des erfin dungsgemässen Verfahrens mit Hilfe einer einzigen Gasleitung dient.
Der in das zu trennende Gemisch einzu tauchende Hohlzylinder ist, mit dem Bezugs zeichen la versehen; seine Durchbreehungen sind mit dem Bezugszeichen 2a bezeichnet.
Der Hohlzylinder ja ist an seinem einen Ende geschlossen; an seinem andern Ende geht er in eine Hohlwelle 6 über, die von einem Behälter 3a umgeben ist. Der Behäl ter 3a ist sowohl oben wie unten durch Stopf büchsen 3b und 3e abgedichtet. Die Hohl welle ist im Innern des Behälters 3a als Hohlzylinder mit glatten, mit Durchlasskanä len versehenen Wandungen ausgebildet und wird mit dem Hohlzylinder la in Umdrehung versetzt. Die Teile des zu trennenden Ge misches sollen im Richtungssinn der einge zeichneten Pfeile strömen. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, strömen die Gemisch teile in den Hohlzylinder ein, um durch die Öffnungen in der Hohlwelle 6 auszuströmen. Zum Absaugen dieser austretenden Gemisch teile ist der Behälter 3a an die Saugleitung 5a eine Gasabsaugevorrichtung 5b angeschlos sen.
Oberhalb des Behälters 3a endet die Hohlwelle in einer Kupplung 4a, durch wel che sie mit einem Motor 4b verbunden ist. Die Saugwirkung der Gasabsaugevorrichtung 5b kann man durch bekannte Mittel regeln. Desgleichen ist die Leistung und Umlauf geschwindigkeit des Motors 4b in weiten Grenzen regelbar.
Die Umdrehung des Hohlzylinders la be wirkt, dass die in seiner Nähe befindlichen Gemischteilchen die Umdrehung um seine Längsachse herum mitmachen müssen. Sie werden daher einem Fliehkraftfelde ausge setzt, das sie von dem Hohlzylinder nach aussen hin wegtreibt, also entgegengesetzt der Saugströmung, die sie nach der Umdre hungsachse des Hohlzylinders hin zu fördern strebt. Das Fliehkraftfeld herrscht dabei nicht nur im Innern des Hohlzylinders ja und in den Durchlasskanälen 2a seiner Wan dungen, sondern reicht über die äussere Flä che so weit hinaus, wie die Umdrehung des Hohlzylindern noch merklichen Mitwind er zeugt.
Es muss bemerkt werden, dass der Hohlzylinder keine Vorsprünge nach aussen hin haben soll, also keine Vorsprünge, die ähnlich wirken würden wie ein Propeller- oder Ventilatorflügel, der die Luft weg schiebt. Der Hohlzylinder la soll vielmehr im wesentlichen durch Reibung seine Dre hung auf das ihn umgebende Gas so übertra gen. dass in diesem eine rein laminare um laufende Strömung entsteht, also ein um den Hohlzylinder herum umlaufender Gasmantel, der gemäss seiner Natur als Mitwind sehr stabilen Charakter hat.
Die Dauer der Einwirkung des Flieh kraftfeldes auf die Teile des Gemisches regelt man durch Regelung der von der Gas absaugevorrichtung 5h verursachten Strö mungsgeschwindigkeit der Gemischteile in der Einrichtung.
Bei einem zweiten, durch die Fig. 3 und 4 veranschaulichten Beispiel einer Vorrich tung zum Ansführen des erfindungsgemässen Verfahrens läuft der Hohlzylinder in zwei durch eine Wand getrennte Kammern eines Behälters um. Von diesen Kammern besitzt die untere Kammer eine Einlassöffnung für das eintretende Gemisch und eine Auslass- öffnung für die schwere Phase desselben, während die obere Kammer an eine Absauge vorri.chtung angeschlossen ist, wobei der in der obern Kammer umlaufende Teil des Hohlzylindern eine Besehaufelung aufweist.
Durch die Beschaufelung wirkt der Hohl zylinder zum Teil wie das Schleuderrad einer Trennschleuder. In der Fig. 3 ist der mit 1 bezeichnete Teil der Behälter mit dem Gemischeintrittskanal ? und der Auslassöff- niing 3 für die schwere Phase des getrennten Gemisches. Der Behälter 1 der Trennschleu der ist teils zylindrisch, teils kegelförmig ausgebildet. In seinem obern Teil ist der Hohlzylinder 4 angeordnet, der auf der Welle 5 befestigt ist und mit Hilfe des Mo tors 6 in Umdrehung versetzt wird. Die Wandungen 7 des Hohlzylinders sind in dem vorliegenden Falle siebförmig ausgebildet und besitzen eine glatte Oberfläche.
Vor der Wandung des Hohlzylinders ist noch ein Schutzsieb angebracht, das in der Zeichnung durch Wellenlinien schematisch angedeutet ist. Auf dem auf diese Weise entstehenden Siebmantel soll das Gemisch, insbesondere die leichten Gemischteile, so verdichtet wer den, dass in diese verdichtete Zone auch die feinsten Staubteilchen nicht eindringen kön nen, sondern schon vorher durch Schleuder kraft abgetrieben werden, bevor sie in den nach dem Trommelinnern tretenden Luft strom geraten. Im obern Teil ist die Wan dung mit einer Beschaufelung 8 versehen, die in dem Auslassraum 9 des Gemisches hineinragt. Mit 10 ist eine Abdichtung übli cher Form zwischen dem Raum des Behäl ters 1 und dem Auslassraum 9 bezeichnet.
Durch die Richtung der Pfeile in den Fi guren ist angedeutet, dass das zu trennende Gemisch durch die Öffnung 2 hindurch in den Behälter 1 hineinströmt. Durch die Um drehung des Siebzylinders 4 und dadurch, dass die Beschaufelung 8 einen Unterdruck in seinem Innern herstellt, wird bewirkt, dass diejenigen Gemischteile, deren spezifisches Gewicht kleiner ist als das arithmetische Mittel der spezifischen Gewichte aller Teile des Gemisches durch die Sieböffnungen 7 in das Innere des Siebzylinders 4 hineinströ men, aber dann von dort aus durch die Be- schaufelung 8 in den Raum 9 hineingeför- dert werden.
Die mit 11 bezeichnete Trenn wand in dem Siebzylinder 4 sorgt mit dafür, dass die durch die Öffnungen 7 in den Sieb zylinder hineingeströmten Gemischteile nach der zu dem Raume 9 hineinführenden Ver bindungsöffnung strömen.
Es ist auch eine Ausführungsform der Einrichtung nach den Fig. 3 und 4 möglich, bei welcher die Siebwand 7 und die Schau feln 8 auf getrennten, vom Motor 6 ange- triebenen Achsen sitzen, so dass durch ent sprechende Wahl der Übersetzung die Dreh geschwindigkeit beider Teile verschieden sein kann.
Ein drittes Beispiel einer Einrichtung zum Ausführen des erfindungsgemässen Ver fahrens lässt sich an Hand der Fig. 5, wel che einen Längsschnitt durch die Einrich tung darstellt, wie folgt erklären: Bei dieser Einrichtung ist ein mehrstufig ausgearbeiteter Hohlzylinder in einem Be hälter mit mehreren Kammern angeordnet, die über Öffnungen in den Wandungen des Hohlzylinders miteinander in Verbindung stehen. In diese Einrichtung leitet man das zu trennende Gemisch durch die Öffnung 2 hindurch in den Behälter 1 ein, in dessen Längsachse die Welle 5 mit dem Siebzylin der 4 gelagert ist (der Antrieb ist in der Fig. 5 nicht mit dargestellt).
Die Siebe sind mit den Ziffern 7 und 7' bezeichnet, und 7" ist eine hohlzylindrische Wand mit röhrenför migen Durchbrechungen. Die mit 11 bezeich neten Teile sind hohlzylindrische Trenn wände, die mit 9' und 9" bezeichneten Räume sind die Aufnahmekammern, in wel che die leichte Phase nach ihrem Hindurch strömen durch die Durchbrechungen der zwi schen den Räumen 8, 7', 8', 7" und 9" be findlichen Wände gelangt. 15 ist eine An triebskupplung auf der Welle 5, 17 ein Dek- kel des Behälters 1.
Ebenso wie der in der Fig. 3 dargestellte Hohlzylinder 4 wirkt der in der Fig. 5 mit derselben Zahl bezeichnete Teil. Man lässt das durch die Öffnung 2 hindurch in den Behälter eintretende Gemisch durch die Dre hung des Teils 4 in eine leichte und eine schwere Phase trennen. Die durch die zy lindrische Wand 7, die siebförmig ausgebil det ist, und entsprechend der Fig. 3 eben falls noch ein Schutzsieb besitzt, hindurch geströmten Gemischteile werden durch die Beschaufelung 8 von der ersten Behandlungs stufe in die zweite überführt. In dem Raum 9 wiederholt sich die Behandlung.
Jedoch wird hier die in der Nähe der Aussenwand des Raumes 9 befindliche schwere Phase durch den Stutzen 3 hindurch abgezogen. Die in der Nähe der Wand 7' befindliche leichte Phase tritt durch die Öffnungen in dieser Wand hindurch, so wie es durch einen Pfeil angezeigt ist, und gelangt schliesslich in den nächsten Raum des Hohlzylinders 4.
Hier wird sie ebenfalls durch die Beschau- felung 8' in den nächsten Raum 9' befördert. Aus diesem Raum wird die schwere Phase wiederum durch einen Stutzen 3' abgezogen, während die leichte Phase durch die Öffnun gen in der Wand 7" hindurch gelangt und so schliesslich, wie der Pfeil andeutet, zu dem Raum 9" geführt wird. Von dem Raum 9" wird die leichte Phase ihrer weiteren Be handlung zugeführt.
Ein viertes Beispiel einer Vorrichtung zum Ausführen des erfindungsgemässen Ver fahrens unterscheidet sich von denn dritten Beispiel nur dadurch, dass diese Ausfüh rungsform mit einem Schlagkreuz und einem Schlagkorb versehen ist. Eine solche Ein richtung veranschaulichen die Fig. G und 7 der beiliegenden Zeichnung.
Das Schlagkreuz ist mit 12 bezeichnet und gemeinsam mit einem mehrstufigen Hohlzylinder 7, 7', 7" auf einer Welle 5 befestigt. Die Ausbildung der Einrichtung ist ähnlich wie die Ausbildung nach Fig. 5. Das unzerkleinerte Arbeitsgut wird in den Einlasstrichter 2 eingeschüttet und im Schlagkorb 13, der das Schlagkreuz 12 um gibt, durch dieses so lange zerschlagen, bis es als feiner Staub fortgetragen wird und sei nen üblichen Weg durch die einzelnen Stu fen der Einrichtung antritt. Die Kammer 9 stellt die erste Stufe der Abscheidung dar und in dieser Kammer fällt demgemäss an dem Trichter 3 der gröbere Staub ab. Der feinere Staub hingegen gelangt durch die Öffnungen in der Wand 7' in die nächste Kammer 9' und fällt in dieser Kammer durch den zweiten Trichter 3' ab.
Der an der Kam mer 9' angeschlossene Auslassstutzen 9" dient dazu, bei Vorhandensein von zwei Gasen mit verschiedenem spezifischen Gewicht das Gas mit dem grösseren spezifischen Gewicht, das sich infolge der grösseren Schwerkraft aussen ansammelt, getrennt oder annähernd getrennt von dem Gas mit geringem spezifischen Ge wicht abzuführen. Sind in dem Gemisch die Gase Sauerstoff und Stickstoff enthalten, so wird durch den Stutzen 9" der spezifisch schwerere Teil, also der Sauerstoff, abgeführt, während der Stickstoff in die Endkammer 18 und von dort durch den Auslassstutzen 9"' nach aussen gelangt.
Durch Verschliessen des Auslassstutzens 9" kann aber auch die ent staubte Luft, die nun sowohl Sauerstoff wie Stickstoff enthält, in die Endkammer 18 be fördert werden, um von dort in die Atmo sphäre zu gelangen. Da die Schlagmühle, bestehend aus Schlagkreuz und Schlagkorb, Luft zum Forttragen des Staubes benötigt, muss entweder durch den Einfüllstutzen 2 Frischluft eingelassen werden oder die aus der Endkammer 18 austretende gereinigte Luft muss teilweise oder vollständig in die Schlagmühle zurückgeführt werden.
Hierbei tritt das zu zerkleinernde Gut durch eine dichte Fördereinrichtung ein, wobei, falls keine Frischluft eingelassen werden soll, die entstaubte Luft. wieder im Kreislauf zurück geführt werden kann.
Die geschilderte Vorrichtung kann zum Beispiel zum Aufgreifen von feinem Koh lenstaub benutzt werden, der sich abgelagert und zu grösseren Stiicken zusammengesetzt hat. Diese Stücke werden nach dem Hinein schütten in die Einlassöffnung 2 zerschlagen. Das Aufgreifen derart gelagerten Kohlen staubes ist von grosser Wichtigkeit für Koh- lenstaubfeuerungen. Die Vorrichtung kann ausserdem für Kohlenstaubmotoren benutzt werden. In diesem Falle nimmt die Einrich tung die Stellung eines Vergasers ein. Sie wirkt in diesem Falle dadurch als Vergaser, dass sie imstande ist, feinen Kohlenstaub gleichmässig in der Luft zu verteilen und so ein entzündbares Gemisch herzustellen.
Bei einer andern Ausführungsform dieser Einrichtung ist der Siebzylinder mit einer Tuchbespannung versehen, auf der sich Reste von Staubabscheidungen, die durch Flieh kraft nicht ausgeschieden sind, absetzen und zu grösseren Klumpen vereinigen können. Er langen diese Klumpen infolge ihrer dauernd zunehmenden Grösse schliesslich ein Gewicht von bestimmter Grösse, dann werden sie gegen die Wand abgeschleudert.
Statt der Stutzen 2, 3 usw. können auch die in der Entstaubungstechnik eingeführten Eintrittsschlitze angebracht werden, die sich auf die ganze Länge des Behälters erstrecken. Schliesslich kann der Austrittsstutzen als ge lochter Zylinder ausgebildet werden. Dieser Zylinder kann auch aus irgendeinem porösen Stoff bestehen.
Schliesslich ist noch eine Ausführungs form der Einrichtung nach den Fig. 6 und 7 möglich, wenn es sich darum handelt, Ge mische, die zwei oder mehrere gasförmige Gemischteile enthalten, in ihre verschiedenen Gemischteile zu trennen. In diesem Falle besteht die Innenseite des Behälters 1 aus einem Stoff, der sich einem oder mehreren gasförmigen Bestandteilen des Gemisches gegenüber aktiv verhält. In diesem Falle kann durch Adsorptionsvorgänge die Tren nung zwischen den einzelnen Gasen begün stigt werden. Der Vorgang hat stets so zu erfolgen, dass aber noch ein einzelner oder mehrere gasförmige Bestandteile in dem Ge misch verbleiben und weiter durch den in Umdrehung befindlichen Hohlzylinder in Bewegung gehalten werden.
Liegt ein Gas gemisch vor, das aus Kohlenoxyd und Was serstoff besteht, dann kann die Innenseite des Behälters einen Platinüberzug erhalten, wodurch der Wasserstoff leichter von dem Kohlenoxyd getrennt werden könnte. Ebenso kann auch die Oberfläche des Hohlzylinders einen Überzug von bestimmter Beschaffen heit erhalten, um die Trennung zwischen zwei oder mehreren gasförmigen Gemisch anteilen zu begünstigen.