CH207011A - Schaltverfahren zum Verringern der Zahl der Betriebsunterbrüche als Folge von Lichtbogenkurzschlüssen in Leitungsanlagen. - Google Patents

Schaltverfahren zum Verringern der Zahl der Betriebsunterbrüche als Folge von Lichtbogenkurzschlüssen in Leitungsanlagen.

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CH207011A
CH207011A CH207011DA CH207011A CH 207011 A CH207011 A CH 207011A CH 207011D A CH207011D A CH 207011DA CH 207011 A CH207011 A CH 207011A
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CH
Switzerland
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sep
switching
point
relay
fault
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English (en)
Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/06Details with automatic reconnection
    • H02H3/07Details with automatic reconnection and with permanent disconnection after a predetermined number of reconnection cycles

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Description


  Schaltverfahren zum     Verringern    der Zahl der     Betriebsunterbrüche    als Folge 'Von       Liehtbo & enhurzsehlfissen    in Leitungsanlagen.    Es ist vorgeschlagen worden, Betriebs  unterbrüche in Leitungsanlagen; welche als  Folge von     Lichtbogenkurzschlüssen    entstehen,  durch rasches Unterbrechen und sofortiges       Wiedereinschalten    zu     bekämpfen,    und so ihre  Häufigkeit herabzusetzen.

   Dieser Vorgang  des Unterbrechens und     Wiedereinschaltens     muss dabei in so kurzer     ZeiL        -%,or    sich gehen,  dass die mit der Leitung verbundenen Kraft  netze nicht ausser     Tritt    fallen; deshalb darf  die     Leitung    nur Bruchteile einer Sekunde  spannungslos bleiben.

   Um diesen Schaltvor  gang mit den bisher bekannten Schaltverfah  ren und,     Schalterkonstruktionen    durchführen  zu können, müssen die bewegten Schalter  massen     stark    vermindert werden und ausser  dem müssen ausserordentlich kräftige und  grosse     Kraftspeicherantriebe    zum Aus- und       Wiedereinschalten    verwendet werden, welche  die Schalteinrichtung     komplizieren    und ver  teuern.

   Verwendet man für die Durchführung  des Schaltvorganges Schalter mit einer Lei-         stungsschaltstelle    und einer damit in Reihe  liegenden Trennstelle, und werden nicht nur  für die normale, sondern auch für die Lei  tungstrennung mit Wiedereinschaltung beide  Schaltstellen in Abhängigkeit voneinander  nacheinander geöffnet, so ergibt sich der  Nachteil, dass die Betätigung beider Schalt  stellen eine für den Vorgang des Unterbre  chens und     Wiedereinschaltens    zu lange Zeit       beanspruchen    würde, insbesondere bei höhe  ren     Spannungen.     



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein  Schaltverfahren zum Verringern der Zahl der       Betriebsunterbrüche    als Folge von     Lichtbo-          genkurzschlüssen    in Leitungsanlagen durch  rasches Unterbrechen und sofortiges Wieder  einschalten, unter Verwendung einer Schalt  einrichtung mit einer Leistungsschaltstelle  und einer damit in Reihe liegenden Trenn  stelle, wobei     erfindungsgemäss    bei Fortbe  stehen des     Kurzschlusses    nach mindestens  einmaliger Unterbrechung und Wiederein-           Schaltung    durch die     Leistungssclialt:st;

  elle    die  endgültige Abschaltung der Leitung selbst  tätig durch     Betätigung    beider Schaltstellen  herbeigeführt wird.  



  In der Zeichnung ist eine     Schalteinrich-          tung    zur Durchführung des Schaltverfahrens       c,emä    ss der Erfindung als     Ausführungsbei-          spiel    schematisch     dargestellt.     



  Die Schalteinrichtung zum Schutz der  Leitung     a    besitzt eine Leistungsschaltstelle<I>l></I>  und eine damit in Reihe liegende Trennstelle       ^,    die beide     gegebenenfalls    in einem Schalter  vereinigt sein können. Mit     d    ist das Schalt  -chutzrelais, zum     Beispiel    Distanzrelais     be-          7,eichnet,    das aus dem Stromwandler     e        ge-          -peist    wird, und die Schalterbetätigung in  einem Störungsfalle auslöst.

   Die     Schaltein-          richtun(r    besitzt zwei     Betätigungseinricht:un-          ryen    in Form von Magneten f und g, von     wel-          2.hen    der     111ag-net    f lediglich dazu dient, die       Leistungsschaltstelle    allein zu betätigen,       @vä.hrend    der     lfIagnet    g so ausgebildet ist, dass       2r    sowohl die Leistungsschaltstelle als auch       lie    Trennstelle betätigt.

   Zu diesem     Zweck     sind die von den Magneten f und g     betä-          ligten        Auslösemechanismen    der Schaltstellen       l),    c derart miteinander gekuppelt oder ver  riegelt, dass entweder nur b oder aber b und       gleichzeitig    betätigt werden können.

   Die       Druckknopfauslösung    k dient der Auslösung       unabhängig    von einer Störung, sie wirkt       3benfal1s    auf beide Schaltstellen     b,        c.    Die  Steuerstromkreise der     Magnetspulen    f, g sind  über das Umschaltrelais lt     geführt.    Dieses  Relais     lr,    hält die vom Schutzrelais<I>d</I>     kom-          nende    Steuerleitung i normalerweise mit der       Betätigungseinrichtung    f für die     Leistungs-          >chaltstelle    b verbunden,

   legt nach dem Off  zen derselben diese     Leitun(Y        i.    auf die     Be-          \äti-unbseinriehtung    g für ,beide     Schaltstel-          Len    b, c um und stellt nach einiger Zeit die       formale        Leitungsverbindung        selbsttätig    vie  ler her.  



  Der mit der beschriebenen     Schalteinrich-          ung        durcli-efiihrto        Schaltvorgang    ist folgen  ler:    In der     Ruhestellung    hält das     Umscha,lt-          #elais        h    den     Stromkreis    der Betätigungsein-         riclitung   <I>f</I> für die Leistungsschaltstelle<I>b</I> vor  bereitet.

   Tritt nun zum Beispiel infolge Blitz  ein     Iiurzschluss    auf der Leitung     a    ein, so  spricht das ans dem     Wandler    e gespeiste  Schutzrelais     d    an, der     Magnet   <I>f</I> wird erregt  und die     Leistungsschaltstelle    b sofort     ge-          öffnet.    Der     Iiurzschluss        wird    abgeschaltet  und das Schutzrelais d füllt in seine Ruhe  lage zurück.

   Sodann wird durch das Um  schaltrelais     Ir,    die vom Schutzrelais kommende       Steuerleitung        -i    auf den     1@Ia,gnet    g umgeschal  tet, wozu     cler    Innpuls vom Schutzrelais oder  vom Leistungsschalter     (,e    ;eben werden kann.

    Die Leistungsschaltstelle b ist so ausgebildet,  dass sie nach Löschen des Unterbrechungs  lichtbogens,     beispielsweise    nach 0,1 Sek.,  selbsttätig wieder geschlossen wird.     Lö-          suril--en    dieser Art sind bekannt und in. der       Zeichnung    der     lrlbersichilichkeit    wegen nicht       dargestellt.    Damit erhält die Leitung     a    wie  der Spannung, und der Betrieb kann.

   unge  stört     weitergehen.    Ist jedoch die     Störungs-          ursaehe    noch vorhanden, dann entsteht ein  zweiter     Iiurzsehluss    und das     Schutzrelais          spricht    noch einmal an.

   Da das Relais     )a    auf  den     Magneten    g umgeschaltet ist, wird letzte  rer erregt, so dass beide Schaltstellen b und c       betätigt     erden und so durch Öffnen der  Trennstelle c die Leitung a     dauernd    abge  schaltet     .wird.    Nun wird das Umschaltrelais       h,        selbsttätig-    in seine Ruhelage     zuriichbeführt          und    der Steuerkreis für den Magneten f und  die Leistungsschaltstelle allein wieder vor  bereitet.

   Das Umschaltrelais lt muss dabei  so     gebaut    sein, dass es seine     Umschaltstellung          (iGlagnet    g) erst     dann    erreicht, wenn das       Sclriitzrelais    d nach dem Ansprechen seine       Anfangsstellung    wieder erreicht hat.

   Ander  seits muss das Umschaltrelais in der Um  stehen bleiben bis nach dem  eventuellen zweiten Ansprechen des Schutz  relais, bevor es in die Ruhelage     zurück-          -eht.    Dabei besteht ohne weiteres auch  die     Möglichkeit,    die, Zeiten am     Umschalt-          reia.is    so     einzustellen,    dass vor der endgültigen       Abschaltung    durch     öffnung    bei den Schalt  stellen ein mehr als     zweimaliges    Unterbre  chen und     Wiedereingehalten    durch die Lei-           stungsschaltstelle    allein herbeigeführt wird.

    Die Schalteinrichtung     h,    c ist so ausgebildet,  dass die Einschaltung, solange die Störung  besteht, durch die     Leistungsschaltstelle        b    er  folgt, während nach der endgültigen Ab  schaltung im     Störungsfalle    und nach einer  normalen Abschaltung das Einschalten durch  Einlegen des Trennmessers der Trennstelle c  erfolgt.  



  Da die     Spannungsisolation    von der Serie  trennstelle übernommen wird, kann der Lei  stungsschalter kleiner und leichter und mit  kleinerem Bewegungsweg ausgeführt werden.  Deshalb lassen sich mit dem neuen Schaltver  fahren viel leichter kurze Funktionszeiten  erreichen als beim     bekannten.     



  Die     Leistungsschaltstel_lo    kann beliebiger  Konstruktion sein, mit oder ohne leitende  oder isolierende Flüssigkeit, mit oder ohne       Druckmittelzufuhr    zur Löschstelle     etc.    Vor  teilhaft wird man aber für die Leistungsab  schaltung eine Schalterkonstruktion verwen  den, welche sich zum raschen Arbeiten be  sonders eignet,     beispielsweise    einen Druck  gas- oder     Ölströmungsschalter        bezw.    ölarmen  Schalter.  



       'TTm    die Schalteinrichtung auch unabhän  gig von einer     Störung    betätigen zu können,  ist, wie bereits angegeben, der Druckknopf     1c     vorgesehen. Bei Drücken von     1e    erhält die       Magnetspule        g    aus dem     Hilfsnetz        m    Strom,  und ihr Anker entriegelt die Betätigungsein  richtung<I>f,</I>     g        für,die    Leistungsschaltstelle     b     und die     Trennstelle    c.  



  Die beschriebene Schalteinrichtung kann  ohne weiteres dahin abgeändert werden, dass  für die     Betätigung    der beiden Schaltstellen  je ein unabhängiger     Steuerkreis    vorgesehen  ist und dass der Steuerkreis der Trennstelle  durch ein in Abhängigkeit vom Störungsfalle  betätigtes Relais erst     zugeschaltet    wird,  wenn die vorgesehene Höchstzahl der Wieder  einschaltungen erreicht ist.     In    Reihe mit der  Schalteinrichtung     b,    c kann gegebenenfalls  noch ein weiterer Trennschalter angeordnet       sein,  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Schaltverfahren zum Verringern der Zahl der Betriebsunterbrücho als Folge von Lichtbogenkurzschlüssen in Leitungsan lagen durch rasches Unterbrechen und sofortiges Wiedereinschalten, unter Ver wendung einer Schalteinrichtung mit einer Leistungsschaltstelle und einer da mit in Reihe liegenden Trennstelle, da durch gekennzeichnet, dass bei Fortbeste hen des Kurzschlusses nach mindestens einmaliger Unterbrechung und Wieder einschaltung durch die Leistungsschalt stelle die endgültige Abschaltung der Leitung selbsttätig durch Betätigung bei der Schaltstellen herbeigeführt wird. Il.
    Einrichtung zur Durchführung des Schaltverfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch Verwendung einer Schalteinrichtung mit Leistungsschalt stelle und Trennstelle in Reihe, bei wel cher die Einschaltung, solange die Stö rung besteht, durch die Leistungsschalt stelle erfolgt, während nach der endgül tigen Abschaltung im Störungsfalle und nach einer normalen Abschaltung das Einschalten durch Einlegen des Trenn messers der Trennstelle erfolgen muss. UNTERANSPRÜUCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass für die Betäti- g@1ng der beiden Schaltstellen der Schalt einrichtung getrennte Steuerkreise vor gesehen sind, und dass der Steuerkreis der Trennstelle durch ein in Abhängig keit vom Störungsfalle betätigtes Relais erst zugeschaltet wird, wenn die vorge sehene Höchstzahl der Wiedereinschal- tungen erreicht ist. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Schalt einrichtung mit zwei Detätigungseinrich- tungen ausgerüstet ist, von welchen die eine nur die Leistungsschaltstelle und die andere beide Schaltstellen betätigt.
    3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Betäti- gungseinrichtung für die Leistungsschalt stelle allein nur in Abhängigkeit von der Störung, diejenige für beide Sehaltstellen aber auch unabhängig davon betätigt werden bann. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch .3, ge kennzeichnet durch ein Umschaltrelais, welches die vom Schutzrelais kommende Steuerleitung normalerweise mit der Be tätigungseinrichtung für die Leistungs schaltstelle verbunden hält, im Störungs falle diese Leitung auf die Betätigungs einrichtung für beide Schaltstellen um legt und nach Beheben der Störung die erstere Leitungsverbindung selbsttttig wieder herstellt. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die ZVieder- EMI0004.0007 berstellung <SEP> der <SEP> Leitungsverbindung <SEP> im <tb> Steuerkreis <SEP> für <SEP> die <SEP> Leistungssehaltstelle <tb> durch <SEP> das <SEP> Umscbalirelais <SEP> zeitverzögert <tb> erfolgt. <tb> 6.
    <SEP> Einricbtiing <SEP> nach <SEP> Unteranspruch <SEP> 5i, <SEP> da durch <SEP> gekennzeicllnet, <SEP> dass <SEP> das <SEP> Umsebalt rehii.s <SEP> so <SEP> gebaut <SEP> ist, <SEP> dass <SEP> es <SEP> einerseits <SEP> seine <tb> Umscbaltstellung <SEP> erst <SEP> dann <SEP> erreicht, <tb> wenn <SEP> das <SEP> Schutzrelais <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Anspre chen <SEP> seine <SEP> Anfangsstellung <SEP> wieder <SEP> er reicht <SEP> bat <SEP> und <SEP> anderseits <SEP> in <SEP> der <SEP> Um scbaltstellung <SEP> für <SEP> einige <SEP> Zeit <SEP> stehen <tb> bleibt, <SEP> um <SEP> ein <SEP> wiederholtes <SEP> Ansprechen <tb> des <SEP> Schntzrelais <SEP> bei <SEP> Fortbestehen <SEP> des <tb> Kurzschlusses <SEP> zu <SEP> ermöglichen.
CH207011D 1937-07-31 1938-07-26 Schaltverfahren zum Verringern der Zahl der Betriebsunterbrüche als Folge von Lichtbogenkurzschlüssen in Leitungsanlagen. CH207011A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1852950A3 (de) * 2006-05-05 2008-01-02 F.lli Franchini S.R.L. Schutzschaltung für elektrische Netzwerke und für elektrische Verbraucher welche mit einem elektrischen Netzwerk verbunden sind

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1852950A3 (de) * 2006-05-05 2008-01-02 F.lli Franchini S.R.L. Schutzschaltung für elektrische Netzwerke und für elektrische Verbraucher welche mit einem elektrischen Netzwerk verbunden sind

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