<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 193600. N'eichelastischei Rundhohlbund aus Maschenware. Im Hauptpatent sind als Ausführungs formen elastische, schlauchförmige Bunde aus Maschenware, in denen Gummifäden schrau benförmig eingearbeitet sind, dargestellt und erläutert worden, bei denen die beiden Kanten des gefalteten Scblauchstückes zusammen mit den beiden Enden des Gummifadens in einer Ebene liegen und in dieser Ebene durch eine Naht verbunden sind, welche auch die beiden Enden des Gummifadens festlegt.
Diese weich elastischen Rundbunde bilden je einen rund geschlossenen Schlauch und können als solche in der Hauptsache nur bei überall rundge schlossenen aber beispielsweise nicht bei sol chen Bekleidungsstücken Verwendung finden, deren Verbindungsstelle mit diesem Bund unterbrochen, zum Beispiel mit einem Längs schnitt versehen ist. Dies ist insbesondere bei Strand- und Schlafanzügen sowie bei Ober hosen und Trainingshosen der Fall.
Der das Wesen der Erfindung bildende Vorschlag besteht darin, dass der weichela stische Rundbund gemäss dem Patentanspruch des Hauptpatentes an einer oder mehreren Stellen unterbrochen ist, derart, dass seine Unterbrechungskanten mit Unterbrechungs kanten eines Bekleidungsstückes je eine Linie bilden.
Damit deckt sich die Beschaffenheit des weichelastischen Bundes mit der Beschaffen heit seines geschlitzten oder dort mit seiner sonstigen Unterbrechung versehenen Beklei dungsstückes, so dass der weichelastische Rundbund auch bei derartigen Bekleidungs stücken Verwendung finden kann. Die Bil dung eines solchen Rundbundes aus einem Rundbund gemäss Patentanspruch des Haupt patentes kann praktischerweise so vor sich gehen, dass die Unterbrechungsstelle durch Zerschneiden dieses Rundbundes in senkrech ter Richtung erfolgt.
Der damit entstehenden Möglichkeit, dass die an diesen Schnittstellen beim Zerschneiden des Rundbundes erzeugten Enden der im Bund vorhandenen Gummifäden sich von diesen Stellen infolge ihrer Spannung zurückziehen, und dass diese gummilosen oder gummiarmen Bundteile zur Faltenbildung neigen, das Bekleidungsstück am Körper nicht mehr sicher halten und ferner die an den Bundschnittflächen freigewordenen Maschen sich auflösen können, kann in der Weise be gegnet werden, dass die für den Schnitt be stimmte Fläche des Rundbundes vor der Schnittausführung mit einer Klebmasse be handelt und gleichzeitig oder vorher oder nachher parallel zu dieser Schnittkante, aber in unmittelbarer Nähe derselben und in deren Richtung,
der Rundbund mit je einer Naht oder mit mehreren Nähten durchgezogen wird. In manchen Fällen wird aber die Anordnung von Klebmasse, die ausserdem koch- und hitzebeständig sein kann, oder von Nähten genügen, um der ungewolltem Auflösung der durch den Schnitt freigewordenen Maschen beziehungsweise dem ungewollten Zurück ziehen der Gumrnifadenenden wirksam zu begegnen.
Wenn die bei der Erzeugung der Bundunterbrechung entstehenden Doppelkan ten der nun vorhandenen Bundenden nun ebenfalls von einer Naht durchzogen und oder in ihrer Längsrichtung (ungeschlagen und im Bedarfsfall dann noch mit einer Längs naht durchzogen werden, so muss dadurch eine erhöhte Sicherheit in bezug auf das un gewollte Zurückziehen der Gumrnifadenenden und der Maschenauflösung entstehen. Die so gesicherten Unterbrechungskanten des Rund bundes können auf leichte Weise in Verbin dung mit dem sich anschliessenden Beklei dungsstück, oder auch ohne dasselbe, mit einem Reiss-, Band-, Druck- oder sonstigen Verschluss versehen werden.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand in einigen Beispielen und zugleich ihr Herstellungsverfahren in einigen Phasen festgehalten worden. Demgemäss zeigt: Fig. 1 einen weichelastischen Rundhohl bund nach dem Patentanspruch des Haupt patentes und Fig. 2 denselben Rundhohlbund nach der Schnittbildung, fertig zur Aufnahme eines Verschlussmittels,
Fig. 3 und 4 einen derartigen Rundhohl bund an einer Schlafanzughose mit einem Reiss- bezw. Knopfverschluss als Schlussmittel der Hosenachlitzkanten. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, befindet sich rechts und links der dort im weichelasti schen Rundhohlbund a später zu erzeugenden, senkrecht verlaufenden Schnittlinie 1, je eine Maschenzone 2 bezw. 3,
die mit einem flüssi gen Klebstoff durchtränkt ist und deren äusserer und innerer Teil gegeneinandergepresst wer den und sich so gegenseitig und gleichzeitig auch die durch den später bei 1 erzeugten Schnitt freigewordenen Enden 4' des im Bund a befindlichen Gummifadens 4 festhal ten. In den verklebten Maschenzonen 2 und 3 ist je eine mehrfache Naht 5 bezw. 6 in der Maschenware vorgesehen, welche die Kleb masse beim Festhalten der Gummifadenenden 4' und der freiliegenden Maschen unterstützt.
Diesen vor der Schnittausführung liegenden Sicherungsvorkehrungen können nach der Schnittausführung und damit Bildung von zwei Schnittkantern 7 bezw. 8 noch weitere Sicherungsvorkehrungen folgen, indem un mittelbar am Rande der Schnittkanten 7 und 8 weitere Nähte 9 bezw. 10 gebildet, hierauf jede der beiden Doppelkanten 7 bezw. 8 samt Schnittflächen in ihrer Lage umgeklappt und zur Sicherung der neuen Lage später noch- nrals von Nähten durchzogen, also doppelt vernäht werden (Fig. 2),
welche Doppelnähte auch zum Befestigen eines Reissverschlusses oder dergleichen an dem Bund dienen können. In den Beispielen gemäss den Fig. 3 und 4 ist ein derartig unterbrochener und an seiner Unterbrechungsstelle 1 gesicherter Bund mit einer Schlafanzughose 6 verbunden, deren Schlitz c mit einem Reissverschluss d bezw. mit einem Knopfverschlul) e versehen ist, wo bei diese Verschluf,)rnittel auch am Rundhohl bund befestigt sind. Eine derartige Bundunter- brechung kann natürlich am Rundhohlbund auch an andern Stellen als wie dargestellt und mehrfach vorgesehen sein.