Anordnung zur Veränderung der Selbstinduktion von Spulen. Die Erfindung bezieht sich auf eine An ordnung zur Veränderung der Selbstinduk tion von Spulen, bei welcher mindestens je eine Spule und ein elektrisch leitender Kör per gegeneinander bewegt werden; .die An ordnung ist besonders zur Abstimmung von Hochfrequenzkreisen geeignet.
Zur Abstimmung von Kopphnmgs- und Selektionskreisen, die über einen besonders grossen Frequenzbereich abstimmbar sein sollen, z. B. für Fernsehempfänger mit einem Abstimmbereich von 40 bis 90 Mega hertz, verwendet man Systeme mit fester kapazitiver Reaktanz und einer einstellbaren Induktivitätseinheit, da solche Anordnungen die grösstmögliche Gleichmässigkeit der Re sonanzleistung auf dem gesamten Abstimm- bereich aufweisen und für die Übertragung eines breiten Frequenzbandes besonders ge eignet sind.
Die bekannten Anordnungen zur Ver änderung der Selbstinduktion einer Spule lassen sich nach zwei Haupttypen unter scheiden: 1. Anordnungen, die aus einer Spule und einem zugeordneten einstellbaren Schirm bestehen, 2. Variometer-Kanstruktionen, das heisst zwei gegeneinander verstellbare Spulen.
Die bisher benutzten Induktivitäts-Ab- stimmungseinheiten des ersten Typs gestat teten meist nur eine ziemlich geringe Induk- tivitätsvariation und wiesen konstruktive Mängel auf, die ein bequemes Adjustieren ihres Einstellbereiches und die Verwendung dieser Einheiten für mehrere mechanisch gekuppelte, gleichzeitig abzustimmende Kreise sehr erschwerten. Die Induktivitäts- Abstimmungseinheiten des zweiten Typs zeigen ebenfalls erhebliche Mängel, die durch ihre konstruktive Ausführung bedingt sind.
Sie besitzen entweder spiralförmige Verbindungen zu dem beweglichen Teil der Einheit oder Gleitkontakte zwischen dem beweglichen Teil und den zugehörigen Klem men. Durch die spiralförmigen Verbindun gen erhält die Abstimmungseinheit zusätz liche Variable und unbestimmbare @Streu- induktivitäten und Kapazitäten. Der Kon taktwiderstand eines Gleitkontaktes ist ebenfalls eine unbestimmbare Grösse und bildet ausserdem eine Störungsquelle.
Die Erfindung erstrebt nun eine bedeu tend vervollkommnete abstimmbare Induk- tivitätseinheit. die ohne Schwierigkeiten mit einer oder mehreren weiteren genau gleie:li veränderlichen abstimmbaren Induktivitits- einheiten zu einem gemeinsamen Abstim mungsmechanismus gekuppelt werden kann.
Zu diesem Zweck wird eine Anordn.inig mit mindestens je einer Spule und einem beweglich leitenden Schirm verwendet. bei welcher erfindungsgemäss die Spule und der Schirm auf einem bogenförmigen Wege, des sen Mittelpunkt ausserhalb der Spule liegt, gegeneinander derartig beweglich angeord net sind, da.ss sie in der einen Grenzlage voneinander entfernt und in der < Indern Grenzlage übereinander geschoben sind;
fer ner sind zur Einhaltung eines möglichst ge ringen wirksamen Abstandes der beiden Teile voneinander in der zuletzt genannten Grenzlage die Gestalten der einander gegen überliegenden Oberflächenteile der Spule und des Schirmes mit Rücksicht auf die Kriimmung des Bewegungsbogens einander so angepasst, dass sie mindestens an einem Ende der Spule einen möglichst kleinen Abstand voneinander haben.
Wenn man eine veränderliche Induk- t-ivität als Abstimmelement in einem Hoch frequenzschwingungskreis verwendet und dabei einen möglichst grossen Frequenz bereich durch die Veränderung dieses Ab stimmelementes überdecken will, so ist es besonders wichtig, den Variationsbereich der veränderlichen Induktivität in der Richtung kleiner Induktivitätswerte möglichst Reit auszudehnen.
Das Problem der Induk- tivitätsabstimmung über einen sehr weiten Frequenzbereich spezialisiert sich also zu dem Spulenproblem, die Anfangsinduktivi- tät sehr klein zu halten. Auf den beson deren Fall der Induktivitätsänderung durch einen leitenden Hilfsschirm bezogen, bedeutet dies, dass in, der einen Grenzlage des Schir- mes, welche der kleinsten Induktivität ent spricht.
eine möglichst enge Kopplung zwi schen der Spulenwicklung und dem Schirm vorhanden sein muss, um die Spuleninduk- t.ivität bis zu der praktisch erreichbaren Grenze herabzusetzen. In der andern Grenz- lage sollen Schirm und Spulenwieklung möglichst weitgehend entkoppelt sein, so dal3 die natiirliche Induktivität der Spule als Maximalinduktivität vorhanden ist.
Ausser der. soeben besprochenen Bedin gung einer möglichst kleinen Anfangsindul,:- tivität und damit einer mi5gliehst engen Kopplung in der zugehörigen Grenzlage zwischen Spule und Schirm, welche ge wisse konstruktive Folgerungen nach sich zieht, ist auch noch eine andere konstruk tive Bedingung für eine praktisch anwend bare Anordnung einzuhalten, welebe von der Anordnung nach der Erfindung erfüllt wird;
es hat sich bei praktischen Versuchen näm lich herausgestellt, dass - besonders im Ge biet sehr kurzer Wellen - nur eine Kon struktion verwendbar ist, bei welcher die Induktivitätsveränderung durch eine Dreh eines Bedienungsgriffes bewirkt wird.
Dabei sollen zwischen dem Drehknopf und den beweglichen elektrisch wirkenden Teilen keine Glieder zur Uniformung der Bewegung -etwa. in eine Parallelverschie bung - vorgesehen sein, um toten Gang oder ähnliche Störungen, welche derartige Ge triebe mit sich bringen, auszuschalten. Ent sprechend der Erfindung wird daher das be- w egliche Element auf einem Bogen geführt, dessen Achse ausserhalb der Spule liegt, wo demnach eine feste Drehachse angebracht sein kann.
Bei den besonderen Ausführungsformen der Erfindung ist, um einen Minimalabstand zwischen dem im Bogen beweglichen Schirm und der Spule zu erreichen, die Innenfläche des Schirmes oder die Oberfläche der Spule konisch ausgebildet. Es können aber auch beide genannten Flächen konisch ausgebildet sein; in diesem Fall ist es möglich, die beiden einander gegeniiberliegenden Kegelflächen im wesentlichen kongruent zu machen, so dass in der Lage, welche der engsten gegenseitigen Kopplung entspricht,- der innere Teil den äussern Teil passend ausfüllt. Es können aber auch die Kegelflächen des innen lie genden und des aussen liegenden Teils un gleiche Steigungswinkel haben.
Auch kön nen Anschläge und Stellschrauben vorgesehen sein, durch welche es bei einer besonderen Konstruktion möglich ist, die Minimalinduk-. tivität der Einheit zu verändern, ohne dabei die Maximalinduktivität wesentlich zu beein flussen.
Eine Verbesserung ergibt sich durch die Anwendung eines inerhalb der Spule ange ordneten magnetischen Kernes, der die Maxi malinduktivität der Einheit erheblich ver grössert, ohne ihre minimale Induktivität we sentlich zu beeinflussen, die bei fester Kopp lung des Schirmes mit der Spule vorhanden ist.
Eine solche Spulenkonstruktion wurde gleichzeitig an anderer Stelle vorgeschlagen. Wenn verschiedene solche Induktivitäten abstimmbaren Kreisen mit einer Einknopf- bedienung zugeordnet sind, kann der magne tische Kern einstellbar gemacht werden, um die Adjustierung der abstimmbaren Kreise am niederen Frequenzende zu ermöglichen;
während anderseits die Adjustierung am Hochfrequenzende - ohne Beeinflussung der Maximalinduktivität - mit Hilfe der schon vorher erwähnten Stellschrauben vorgenom men werden kann.
In Fig. 1 ist ein Superheterodyne-Emp- fänger dargestellt, in dem mehrere abstimm- bare Systeme vorhanden sind, die als Aus führungsbeispiele vorliegender Erfindung konstruiert wurden. Obgleich der dargestellte Empfänger im besonderen für die Verwen dung beim Empfang von tonmodulierten Trä gerwellen geeignet ist, ist es klar, dass er auch für den Empfang von mit Fernseh zeichen modulierten Trägerwellen nach Ver änderung der entsprechenden Elemente ge braucht werden kann. Der Empfänger ent hält Eingangsklemmen 10, welche über den Transformator 11 mit dem Antennenkreis 12 gekoppelt sind.
In der Figur ist eine Dop pelantenne dargestellt, die für den Empfang eines breiten Hochfrequenzbandes besonders geeignet ist. Die Eingangsklemmen 10 sind durch das Induktivitätselement 13 mit einem Induktivitätselement gekoppelt, das im abstimmbaren Eingangskreis 14 liegt; dieser Kreis ist mit den Eingangselektroden der abgeschirmten Pentodenröhre 15 ver bunden. An die Ausgangselektroden dieser Röhre ist der Eingangskreis eines Modula- tors 16 mittels des abstimmbaren Siebsystems 17 angeschlossen.
Mit dem Eingangskreis des Modulators 16 ist über die Konden satoren 18 und 18\ auch der Ausgangskreis eines örtlichen Oszillators gekoppelt. Dieser Oszillator enthält eine abgeschirmte Pen- todenröhre 20, deren Eingangs- und Aus gangselektrode mit einem abstimmbaren Kreis 21 gekoppelt sind. Die Einstellung der Resonanzfrequenz des Kreises 21 über dem gewünschten Abstimmungsbereich wird allein durch Veränderung der Induktivität des Kreises vorgenommen.
Um einen schäd lichen Einfluss der Veränderung der Haupt- a.bstimmungs-In.duktivität auf die Grösse der Rückkopplung innerhalb der Röhre 20 zu verhindern, ist in den Kreis 21 ein festes In duktivitätselement 22 eingefügt worden, wel ches mit den Eingangselektroden der Röhre durch einen Kreis gekoppelt ist, der das Induktivitätselement 23 und den Gitter- ableitungswiderstand 24 mit dem neben geschlossenen Kondensator 25 enthält.
Diese Anordnung des Oszillatorkreises sichert eine hinreichende Ausgangsspannung für alle Einstellungen des Hauptinduktivitäts- elementes auf dem gesamten Abstimmbereich.
An den Modulator 16 schliessen sich nach einander an: der Zwischenfrequenzverstärker 26, der Detektor 27 und der Niederfrequenz- verstärker 28 mit dem Lautsprecher 29. Alle Hochfrequenzkreise einschliesslich des Oszil- lators sind vollständig abgeschirmt, wie es durch die strichpunktierten Linien 30 ange deutet ist.
Arbeitsspannungen von geeig netem Wert werden den Schirmgittern und Anoden der Röhren von den Klemmen -r- B über Spannungsabfallwiderstände zugeführt. Die Abstimmungseinheiten der verschie- denen Kreise 14, 17 und 21 werden für Ein knopfeinstellung miteinander gekoppelt, wie es durch die gestrichelte Linie LT angedeutet ist.
Für die automatische Verstärkungssteue rung wird über die Verbindung 31 eine Vor spannung vom Detektor 27 leergeleitet, die variabel mit der Zeichenträgeramplitude ist, und die an die Eingangselektroden der Röhre 15 und einer oder mehrerer der Röhren des Zwischenfrequenzverstärkers 26 angelegt wird, um die Ausgangsamplitude für einen weiten Bereich der Eingangsamplitude kon stant zu halten.
Wie oben auseinandergesetzt, ist es not wendig, um einen Empfänger der obigen Type über einen besonders breiten Frequenz bereich ohne wesentliche Verluste an Re sonanzleistung auf dem grössten Teil dieses Bereiches abzustimmen, variable Inditktivi- tätseinheiten als Abstimmungselemente der verschiedenen abstimmbaren Kreise des Empfängers zu verwenden. Dementsprechend enthalten die abstimmbaren Kreise 14, 17 und 21 feste Kapazitäten 32, 33 und 34, zu denen jeweils Induktivitäten in der Form der Abstimmungseinheiten 35, 36 und 37 parallel liegen.
Es ist natürlich wünschens wert, die mit der Abstimmungsinduktivität jedes dieser Systeme parallel wirksame Ka pazität so klein wie möglich zu halten, um eine möglichst hohe Kopplungsimpedanz in allen Teilen des Arbeitsbereiches zu erhalten. Daher sind in der oben beschriebenen Anord nung nur die Röhrenkapazitäten, die Lei- tungsstreukapazitä.ten und kleine Ausgleich kondensatoren vorhanden, die zueinander pa rallel und zusammen in Serie mit den Block kondensatoren 38, 39 und 40 in den ent sprechenden Kreisen liegen.
Die Röhren 1.5 und 20 haben eine sehr kleine Eigenkapazi tät, so dass in jedem der aufgezählten Kreise die gesamte mit der Abstimmungsinduktivi- tät parallel liegende wirksame Kapazität ausserordentlich niedrig, und zwar etwa von der Grössenordnung von 1.0 ein ist.
In Fig. 2 ist die mechanische Anordnung und Kupplung der Abstimmungseinheiten 35, 36 und 37 gezeigt. Jede der Einheiten besitzt eine Spule 41, die auf dem einen Ende eines aus Isoliermaterial bestehenden Spulenkörpers 42 montiert ist. Das andere Ende des Spulenkörpers ist mit einem Panel 43 fest verbunden, welches eine Wand eines Abschirmungsbehälters darstellen kann.
Uni den Induktivitätswert jeder der Wicklungen 41 zu variieren, sind nichtmagnetische Schirme 44 aus gut leitendem Material, z.13. Aluminium, Messing oder Kupfer, vor gesehen, die bis über die. Wicklungen 41 be wegt werden können, und zwar mittels einer Achse 46, die in den Haltern 47 drehbar an geordnet ist; die Schirme 44 werden an der Achse 46 durch Hebel 48 und verstellbare Körper 45 befestigt. Die Halter 47 müssen sehr fest mit dem Panel 43 verbunden sein, damit die genaue Einstellbarken der Anord nung gesichert ist.
In Fig. 2 sind die Schirme in ihren Stellungen für maximale Induktivi- tät durch voll ausgezogene Linien und durch gestrichelte Linien in ihren Stellungen für 31inimalinduktivität dargestellt.
Die drei in Fig. 2 gezeigten Einheiten sind von gleicher Konstruktion; ihre Einzel heiten sind in Fig. 3 dargestellt. In Fig. 3 ist gezeigt, dass das Ende des Spulenkörpers 42, das das Formstück der Spule 41 bildet, zeit einer Bohrung versehen ist, in der sich ein magnetischer Kern 50 befindet. Das Ende der Bohrung ist durch eine Platte 51 verschlossen, um den Kern 50 in der Ver tiefung zu halten. Die Enden der Spule 41 führen zu den Klemmen 52 und 53.
Der Hebel 48 ist mit dem Körper 45 durch Schrauben 54 verbunden und besitzt Boh- iungen von grösserem Durchmesser als die Schraubenschafte, damit eine Einstellung des Schirmes 44 radial und achsial in bezug auf die Achse 46 möglich ist und dadurch die Lage des Schirmes gegenüber der Spule ein reguliert werden kann. Eine dritte Einstel lung erfolgt durch Lösen der Schrauben 55, wodurch die Körper 45 an der Achse 46 ge dreht werden können und damit auch eine Veränderung der einstellbaren Minimalinduk- tivität möglich ist.
Weiterhin kann der Ei senkern 50 durch eine Schraube 50a, einge- schraubt in eine Zwischenlage 50b, achsial verstellt werden. Durch eine Verstellung des Kernes 50 lässt sich die . maximale In- duktivität der Einheit erhöhen, ohne ihre minimale Induktivität merklich zu verän dern, so dass also der Bereich der Induktivi- tätsvariation vergrössert wird.
Diese verschie denen Einstellungen sind wichtig, wenn zwei oder mehr Einheiten für Einknopfbedienung zusammengefasst sind, um die korrekte Fre- quenzbegrenzung der einzelnen abstimmbaren Systeme, wie zum Beispiel der Kreise 14, 17 und 21 in der Schaltung der Fig. 1, vorzu nehmen. Ein Vorsprung 57 am Ende des Spulenhalters 42 dient als Anschlag für den engeren Teil der Schirminnenfläche, um die Lage des Schirmes zu der Spule genau ziz begrenzen.
Das Hochpotentialende der Spule ist vorzugsweise so angeordnet, dass es den grössten Abstand vom Schirm in der Stel lung der Maximalkopplung hat, wodurch die wirksame Kapazität zwischen dem Schirm und der Wicklung und deren Variation bei Bewegung des Schirmes vermindert vtrird.
Die Vorteile einer einstellbaren Induk- tivitätseinheit, in welcher eine enge Anpas sung zwischen einem Schirm und einer Spule ohne irgend eine merkbare Friktion zwischen ihnen vorhanden ist, wurden bereits erläu tert. In der oben beschriebenen Einheit wer den diese Bedingungen durch geeignete An passung der Form der Innenfläche des Schir mes 44 an die Form der zugeordneten Spule 41, durch die Grösse des Radius d des durch den Mittelpunkt des Schirmes 44 beschrie benen Bogenweges, wenn der Schirm in bezug auf die Spule 41 bewegt wird, und durch die Stellung der Achse 46 erfüllt.
Zum Beispiel wird in der in Fig. 3 gezeig ten Anordnung maximale Kopplung zwi schen dem Schirm und der Spule bei voll ständig über die Spule geschobenem Schirm ohne irgend welche merkbare Friktion zwi schen diesen Elementen während jedes Teils ihrer relativen Bewegung durch Einstellung der Achse 46 in einer zur Achse der Spule 41 senkrechten Ebene und durch Hindurch- gehen durch ihre Längsschnittmitte erreicht und indem. der Radius <RTI
ID="0005.0045"> d annähernd viermal so gross gewählt wird, wie der Durchmesser der Spule 41. jedoch sollte der Zwischen- raum zwischen der Spule 41 und dem Schirm nicht zu einem so kleinen Wert reduziert werden, dass die Kapazität zwischen der Spule und dem Schirm die Gesamtkapazität des greises, von welchem die Induktivitä+,s- einheit ein Teil ist, wesentlich erhöht.
Zum Einregulieren einer konstanten Fre- quenzdifferenz zwischen dem Oszillatorkreis und dem Hochfrequenzverstärkerkreis wird in der dargestellten Anordnung (Fix. 1) die Induktivität 22 benutzt, die zu diesem Zweck in genügend grossem Ausmass ver stellt werden kann.
In Fig. 4 ist die Anordnung der Fig. 3 schematisch dargestellt. Es kann gezeigt werden, dass der kleinste erzeugende Winkel x der konischen Innenfläche 56, der noch angewendet werden kann, ohne dass eine Berührung zwischen der Spule und dem Schirm während irgend eines Teils der Be wegung stattfindet, festgelegt ist durch die Tangente an der obern rechten Ecke der Spule zum Bogen c, der als Mittelpunkt o die Mitte der Drehachse des Schirmes hat, dessen mittlerer Bewegungsradius durch r bezeichnet ist.
Der erzeugende Winkel x ist gleich dem Winkel y zwischen dem Ra dius, der durch die Längsschnittmitte der Spule hindurchgeht und dem Radius e, der sich von der obern rechten Ecke der Spule erstreckt. Wenn man einige Ausdehnungen der Form über das Ende der Spule hinaus vernachlässigt und annimmt, dass die Dreh achse des Schirmes in einer zur Spulenachse senkrechten Ebene liegt und durch ihre Längsscbnittmitte hindurchgeht, kann dieser Winkel durch die Gleichung bestimmt wer den:
EMI0005.0081
wobei a = Radius der Spule und b = halbe Länge der Spule.
Die folgenden Grössenangaben für die a'o- stim.mbaren Kreise 14, 17 und 21 der Fig. 1 und die in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellten Abstimmungseinheiten dieser Kreise sind einem bestimmten Ausführungsbeispiel ent nommen
EMI0006.0005
Hochfrequenzabstimmungsbereich <SEP> = <SEP> 42-84 <SEP> Megahertz
<tb> Zwischenfrequenz <SEP> = <SEP> 16 <SEP> Megahertz
<tb> Kondensatoren <SEP> 38,
<SEP> 39 <SEP> und <SEP> 40 <SEP> einzeln <SEP> = <SEP> .002 <SEP> Microfarad
<tb> Gesamtnebenschluss-Kapazität <SEP> jedes
<tb> der <SEP> Kreise <SEP> 14 <SEP> und <SEP> 17 <SEP> = <SEP> 10 <SEP> Micromierofarad
<tb> Gesamtnebensehluss <SEP> - <SEP> Kapazität <SEP> des
<tb> Kreises <SEP> 21 <SEP> = <SEP> 7 <SEP> "
<tb> )Viehlungen <SEP> 41 <SEP> einzeln <SEP> = <SEP> 7 <SEP> Doppelwindungen <SEP> Nr. <SEP> 26 <SEP> DSC <SEP> in
<tb> einer <SEP> bifilaren <SEP> Einzellage, <SEP> eng <SEP> gewik kelt <SEP> auf <SEP> einer <SEP> zylindrischen <SEP> Form <SEP> mit
<tb> 12 <SEP> mm <SEP> Durchmesser <SEP> über <SEP> pulverisier ten <SEP> Eisenkern. <SEP> Maximum-Induktivität
<tb> 1,4 <SEP> Microhenry.
<tb> Induktivitätselement <SEP> 22 <SEP> = <SEP> 16 <SEP> Windungen <SEP> Nr.
<SEP> 26 <SEP> DSC <SEP> Einzellage,
<tb> eng <SEP> gewickelt <SEP> auf <SEP> 12,7 <SEP> mm <SEP> Durch messer <SEP> Bakelit <SEP> - <SEP> Stab. <SEP> Induktivität
<tb> = <SEP> 3,8 <SEP> Microhenry.
<tb> Induktivitätselement <SEP> 23 <SEP> = <SEP> 23/4 <SEP> Windungen <SEP> Nr. <SEP> 26 <SEP> DSC <SEP> Einzel lage, <SEP> eng <SEP> gewickelt <SEP> auf <SEP> dem <SEP> gleichen
<tb> Bakelitstab, <SEP> wie <SEP> Induktivitätselement
<tb> 22; <SEP> die <SEP> benachbarten <SEP> Niederpotential enden <SEP> der <SEP> zwei <SEP> Elemente <SEP> haben <SEP> eine
<tb> Windung <SEP> Abstand.
<tb> r <SEP> =. <SEP> 42 <SEP> mm
<tb> b <SEP> _--" <SEP> 4,8 <SEP> "
<tb> a <SEP> = <SEP> 6,0 <SEP> "
<tb> x <SEP> = <SEP> <B>5,7-</B> Im Betrieb verursacht das primäre mag netische Feld, das durch den Strom in der Spule 41 erzeugt wird, Wirbelströme im Schirm 44;
diese Ströme erzeugen ein zwei tes magnetisches Feld. Dieses zweite mag netische Feld befindet sich in entgegengesetz ter Phase gegenüber dem ersten Feld und reduziert daher die Induktivität der Spule. Durch Veränderung der relativen Lage des Schirmes zu der Spule wird die relative Stärke der beiden magnetischen Felder und damit auch die Induktivität der Spule 41 verändert.
Die Bedeutung der Anwendung eines Ei senkernes in dieser Anordnung liegt darin, dass zum Zwecke der Anpassung an andere Abstimmungskreise durch achsiale Einstel- Jung des Kernes 50 die Maximalinduktivität der Einheit eingestellt werden kann, ohne merklich auf die Minimalinduktivität der Einheit einzuwirken. Ausserdem wird durch Einführen eines magnetischen Kernes das Verhältnis der maximalen zur minimalen In duktivität bedeutend erhöht, wobei die Mi- tiimalinduktivität nur unwesentlich vergrö ssert wird.
Obgleich die besondere in Fig. 2 und 3 gezeigte Form der Abstimmungseinheit beschrieben worden ist, ist es klar, dass ver- sehiedene Formänderungen vorgenommen werden können, um die oben auseinander- gesetzten gewünschten Eigenschaften zu er zielen. Daher ist in Fig. 5 eine Modifikation verschiedener Elemente, die in der Einheit der Fig. 3 enthalten sind, dargestellt, deren Ünterschied hauptsächlich in der Form der Spule 41 liegt.
Die Spule der Fig. 5 ist einlagig und von konischer Form, damit sie mit der konischen Innenfläche des Schirmes 44 übereinstimmt. Bei dieser Konstruktion ist der Kern 50 ebenfalls konisch, und der Spulenkörper 42 ist unterteilt, und zwar ist er mit einer Kappe 42a versehen, die an den Hauptteil angesetzt ist und den Kern 50 in seiner Lage hält.
Bei dieser besonderen Bau art der Spule und der Innenfläche des Schir mes kann ausserordentlich enge Kopplung zwischen den beiden erhalten werden, so dass eine besonders schnelle Variation der Induk- tivität der Spule zufolge relativer Bewegung zwischen den zwei Elementen eintritt, vor allem während des Teils der Bewegung, wo die Kopplung annähernd maximal ist. Die Form der Fig. 5 kann besonders in Fällen verwendet werden, wenn ein besonders klei ner Abstand zwischen der konischen Spule und dem Schirm eingehalten werden soll.
Wegen der besonders engen Kopplung zwi schen dem Schirm und der Spule wird die Minimalinduktivität wesentlich geringer wie bei der Anordnung der Fig. <B>3</B>, ohne dabei die Maximalinduktivität herabzusetzen; der Abstimmungsbereich des Systems wird also grösser.
In Fig. 6 ist eine zweite Modifikation der Bauart der Fig. 3 gezeigt, in welcher die Spule 41 eine konische Oberfläche hat und mit einem Schirm 44 zusammenwirkt, der eine zylindrische Innenfläche hat. Bei dieser Konstruktion ist der Spulenkörper 42 eben falls mit einem Anschlag 57 versehen, der durch eine Schraube 58 achsial eingestellt werden kann und die Bewegung des Schirmes in Richtung auf die Stellung der maximalen Kopplung begrenzt.
Diese Vorrichtung er laubt eine Einstellung der Minimalinduktivi- tät der Abstimmungseinheit, ohne auf ihre Maximalinduktiv ität erheblich einzuwirken und dient ebenfalls zur Anpassung des Fre- quenzganges dieser Induktivitätseinheit an den Frequenzgang anderer variabler Induk- tivitäten, die durch einen gemeinsamen An triebsmechanismus bedient werden sollen.