CH207712A - Anlage zum Vermahlen von Getreide und anderen Samen. - Google Patents

Anlage zum Vermahlen von Getreide und anderen Samen.

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CH207712A
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Zathureczky Elemer
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Zathureczky Elemer
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C9/00Other milling methods or mills specially adapted for grain

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Adjustment And Processing Of Grains (AREA)

Description


  Anlage zum' Vermahlen von Getreide und anderen Samen.    Die Erfindung bezieht sich auf eine An  lage zum Vermahlen von Getreide und andern  Samen mit zumindest einer Schleudervor  richtung. Es ist bekannt, mit Vorrichtungen  dieser Art Hafer zu schälen und geschältes  Getreide, also die Mehlkerne zu zerkleinern,  die Bruchteile zu sieben und die grösseren  einer weiteren     Schleuderung    zu unterwerfen.  Es ist auch nicht mehr neu, Getreide durch  Schleudern so zu     vermahlen,    dass die Schale  von dem Mehlkern     (Endosperme)    in gross  blättriger Form abgelöst und der Mehlkern  gleichzeitig in Griess und Mehl zerkleinert  wird.

   Bei letzterem Verfahren hat sich er  geben, dass die Ausbeute und Beschaffenheit  des gemahlenen Produktes von der Art und  Weise des     Anschlagens    desselben an die Auf  schlagsflächen abhängt. Die Schale bleibt im  Blatt um so grösser und die Griessausbeute ist  um so höher, je     geringer    die Anzahl der Auf  schläge ist, die das Gut, insbesondere das  schon geschleuderte Gut in     demselben    Ar  beitsgang erfährt, um die Lösung des Mehl-    keins von der Schale     und    die     Zerkleinerung     des ersteren vorzunehmen. Dies wird durch  die erfindungsgemässe Anlageerreicht.

   Diese  weist eine     Zuführvorrichtung    und     Sortiervor-          richtungen    auf, welche     letztere    das Gut in       reine        und    noch     Mehlkernteile        tragende    und in       Mehlkernteile        sondern,    wobei die Schleuder  vorrichtung mit der noch     Mehlkernteile    tra  genden Schalen aufnehmenden Abteilung  der einen     Sortiervorrichtung    verbunden ist.

    Durch diese Anlage kann das geschleuderte  Gut in reine     Mehlkernteile    (Griess, Mehl) und  Schale,     vorteilhaft    auch in reine und in noch       Mehlkernteile    tragende Schale gesondert und  zweckmässig nur die noch     Mehlkernteile    tra  gende Schale,     zumindest        einer    weiteren, der  ersten     Schleuderung    gleichartigen     Schleude-          rung    unterworfen werden, um die noch an ihr       anhaftenden        Mehlkernteile    von ihr zu lösen.

         Die    Absonderung der reinen und der noch       Mehlkernteile    tragenden Schale von den       Mehlkernteilen    kann durch     Absieben    der  freien     Mehlkernteile    (Griess, Mehl,     Dunst)         die     Sonderung    der     Mehlkernteile    tragenden  Schale von der reinen Schale unter     Ausnüt-          zung    der     verschiedenen    spezifischen     Gewichte     vorteilhaft durch Luftsichtung erfolgen.  



  Diese Arbeitsweise bewirkt,     da.ss    die von  dem spröden Mehlkern zum Grossteil befreite  und von ihm gesonderte Schale infolge der  ihr innewohnenden Elastizität beim Auf  schlagen auf die     Aufschlagsfläche    nicht mehr  bricht, sondern bis auf geringe von ihr ab  gesplitterte Teilchen ihre Grösse im wesent  lichen beibehält. Durch die beim Aufschlag  stattfindende Biegung der Schale lösen sieb  jedoch die noch anhaftenden     Mehlkernteil-          ehen    von ihr ab.

   Diese Art, das geschleu  derte Mahlgut nach Schale und Mehlkern       bezw.    reiner und     mehlkerntragender    Schale  und Mehlkern zu sondern und nur die Schale  (reine und     mehlkerntragende    gemeinsam oder  letztere allein) neuerlich einer     Schleuderung     zu unterwerfen, ermöglicht es, die Schalen  zusammen mit Frischgut zur     Vermahlung    zu  bringen. Hierdurch kann mit einer einzigen  Maschine eine     weitestgehende    Griess-     bezw.     Mehlausbeute erzielt werden.  



  Auf der Zeichnung sind beispielsweise  Ausführungsformen der erfindungsgemässen  Anlage, einer ihr zugehörigen Schleudervor  richtung, einige, obigen     Zwecken    angepasste  Führungsglieder, sowie Einrichtungen zur       Sonderung    des geschleuderten und zur     Rück-          oder    Überführung des zu schleudernden Gu  tes zu den Schleudervorrichtungen, schema  tisch dargestellt.

   Es zeigen     Fig.    1 einen lot  rechten Schnitt nach der Linie I-1 der       Fig.    2 und     Fig.    2 eine Seitenansicht: der längs  der Linie     Il-TI    geschnittenen Schleudervor  richtung.

       Fig.    3 einen     teilweisen    Längs  schnitt eines aus zwei Röhren bestehenden  Schleudergliedes,     Fig.    4 einen     Längsschnitt     eines aus zwei Röhren bestehenden Gliedes,  von welchen das innere Rohr geschlitzt, das  äussere Rohr längs einer Schraubenlinie auf  geschnitten ist,     Fig.    5 eine Ansicht eines ge  raden und     zweier    verschieden gebogener  Schleuderglieder durch verschiedene Linien  dargestellt, mit Kräftediagrammen, die die  Wirkung der verschiedenen Ausbildung     bezw.       Biegung der Rohre veranschaulichen,

       Fig.    6  einen Schnitt und     Fig.    7 eine Ansicht mit  teilweisem Schnitt eines Drehkörpers, in wei  chem die     Fühzungen    als Kanäle ausgebildet  sind,     Fig.    8 eine Anlage zur     Sonderung    des  Mahlgutes in     Mehlkernteile,

      reine Schalen  und     mehlkerntragende        Schalen    und zur Rück  führung der letzteren zu der Schleudervor  richtung und     Fig.    9 eine aus im wesentlichen  gleichen     Einricbtungen    bestehende Anlage  mit Rückführung der     mehlkerntragenden     Schalen zu einer und     Überleitung    zu weite  ren     Schleudervorrichtungen.     



  Bei der Schleudervorrichtung nach     Fig.    1  und 2 ist auf einer Welle 1 eine hohle Nabe  2 angeordnet, welche Rohre 3 als     Schle=uder-          glieder    trägt. Diese. Teile bilden zusammen  ein Schleuderrad. Die Rohre 3 sind in der  Nabe 2 z. B. auf Kugeln um ihre     eigene     Achse drehbar gelagert und reichen in den  hohlen Teil 4 der Nabe. 2 hinein. An die  Nabe ist als Einlauf ein     Zuführtrichter    5, in  welchem eine in ihrem     Purchgangsquer-          schnitt    regelbare Düse 40 angeordnet ist, an  geschlossen.  



  Um das     Schleuderrad    sind kranzförmig,  in einem     aus    einer     Umfläche        lf)a    und Seiten  wänden     10b    bestehenden Gehäuse 10 An  schlagsflächen 12 angeordnet,     welche    an  einem mit dem Gehäuse verbundenen Ring 1.1.       angebracht,    sind. Die Rohre 3 sind bis auf  einen schmalen Spalt     3a    durch Schutzflächen  14 gedeckt.  



  Die Welle 1 ruht in zwei Lagern 19 und  20 und trägt, eine Riemenscheibe 21 und       Leerscheibe    22.  



  Die     Wirkungsweise    der Vorrichtung ist  folgende: Das Gut wird, sobald die Vorrich  tung in Betrieb gesetzt ist, durch den Trich  ter 5 dem Hohlraum der Nabe 4 in der Weise  zugeführt, dass es durch den Luftstrom, wel  cher infolge der Saugwirkung des Schleuder  rades an der Düse 40     entsteht,    in die Nabe  hineingezogen wird, von wo es in die Rohre 3  gelangt. Die durch den Luftstrom geförderte  Menge ist von dem Querschnitt der Düse 40  abhängig. Das Schleuderrad wird durch eine  an der Riemenscheibe 21 angreifende Kraft      mittels der Welle 1 in drehende Bewegung  versetzt.     Hierbei    wird das in die Rohre 3 ge  langende Gut nach aussen geführt. Nach dem  Austreten aus den Rohren 3 wird es gegen  die Anprallflächen 12 anschlagen.

   Die noch       Mehlkernteile    tragenden Schalen werden sich  biegen, wodurch sich die     Mehlkernteile    von  ihnen lösen. Durch die Schutzflächen 14 wird  vermieden, dass das Gut durch die Schleuder  glieder getroffen und hierdurch in unzweck  mässiger Weise zerkleinert wird. Dies hat zur  Folge, dass die Schale im wesentlichen gross  blättrig bleibt und die     Mehlkernteile    zum  Grossteil aus     Griessen    bestehen.  



  Das erhaltene Gut wird nun einer Sonde  rung und Bearbeitung durch die zum Teil be  kannten Einrichtungen unterworfen, die aus  den je eine Anlage darstellenden     Fig.    8 und  9 erkennbar sind. Die Anlage nach     Fig.    8 be  steht aus der     Mahlgutkammer    23, der Schleu  dervorrichtung 25, einem     Plansichter    27 und  einem zwei Abteile 33 und 34 aufweisenden       Luftsichter    29     (Schrotsortierkasten),    welche       Vorrichtungen    durch Förderleitungen 24, 26,  28 und 35 in der aus der Zeichnung ersicht  lichen Weise in Verbindung stehen.

   Ferner       sind    an den     Plansichter    27     Leitungen    30, 31,  32 zum Abführen der reinen     Mehlkernteile     (Griesse,     Dunst,    Mehl) und an den     Luftsich-          ter    29 eine an dessen     Abteil    33 angeschlos  sene Leitung 331 zum Abführen der reinen  Schale vorgesehen.  



  Die Arbeitsweise bei der Anlage nach       Fig.    8 ist folgende: Das Mahlgut     fliesst    von  der Kammer 23 durch die Zuleitung 24 der  Schleudervorrichtung 25 zu, wo es, wie oben  erwähnt, in grossblättrige reine und mit Mehl  kernteilen belegte Schale, sowie in Mehlkern  teile (Griess, Dunst und Mehl) zersprengt  wird. Von hier aus gelangt es durch die     För-          derleitung    26 zum     Plansichter    27, welcher die  Schalen (reine und belegte) von den     Mehl-          kernteilen    scheidet.

   Letztere (Griesse,     Dunste     und Mehle) werden durch die Leitungen 30,  31 und 32 abgeführt, während die Schalen       (Übergang)    über die Leitung 28 dem     Luft-          sichter    29 zugehen, wo die reinen Schalen  über die     Leitung    331 abgesondert werden,    während noch Mehlkerne tragende Schalen  über die     Leitungen    35 in die     Frischgutlei-          tung    24 gelangen.

   In dieser vereinigen sie  sich     mit    dem aus der Kammer 23 kommenden  frischen Mahlgut und werden mit ihm zu  sammen einer     weiteren        Schleuderung    unter  worfen. Es werden somit alle Schrote ge  meinsam verarbeitet. Der Kreislauf kann bis  zur     vollständigen        Sonderung    von Schale und       Mehlkernteilen    fortgesetzt werden, worauf  die reine Schale abgeführt wird.  



       Zwischen        Leitung    35 und Leitung 24,  also zwischen     Luftsichter    29 und Schleuder  vorrichtung 25 kann auch eine besondere  Sammelkammer für die nochmals zu     vermah-          lenden    Schalen angeordnet werden. Auch  kann das Schalengut in den     einen    Teil einer  als     Doppelkammer    ausgebildeten Mahlgut  kammer geführt werden. Diese Einrichtun  gen     haben    den Zweck, das Vermahlen des       Gutes    im Kreislauf zu ermöglichen.

   Damit  werden die     einzelnen    Schrote immer in der  selben Schleudervorrichtung     hintereinander     verarbeitet.  



  Bei     kontinuierlichem    Betrieb erscheint es  zweckmässig, mehrere     Einrichtungen    so     an-          einanderzuschliessen,    dass das Gut in mehre  ren sich     aneinanderschliessenden        Kreisläufen          geführt    werden kann. Eine solche Mahlanlage  ist aus     Fig.    9 ersichtlich.

   Sie besteht aus  mehreren (im Ausführungsbeispiel sind nur  je drei dargestellt)     aneinandergeschlossenen     der in     Fig.    8 dargestellten Einrichtungen, bei  welchen jedoch nur die erste Schleudervor  richtung durch die     Zuführleitung    24 mit der       Mahlgutkammer    23 verbunden ist.

   Die Luft  sichter 29, 29a sind mit drei     Abteilungen    37,  38, 39     bezw.    37a, 38a, 39a versehen, von wel  chen zwei, 37, 38     bezw,        37a,    38a für ver  schieden schwere, belegte und die     dritten    39       bezw.    39a für reine Schalen     bestimmt        sind.     Von den     Abteilungen    37     bezw.    37a für die       s        o        'hwe        reren,

          belegten        Schalen        führen        Leitun-          gen    35     bezw.    35a zu den     Leitungen    24, 24a,  durch welche diese Schalen jeweils zu den  Schleudervorrichtungen, aus welchen sie ge  kommen sind; wieder zurückgeleitet werden  (Rücklauf).

   Die     Abteilungen    38     bezw.        38r         sind jedoch durch Leitungen 40     bezw.    40a  an die nächstfolgenden Schleudervorrichtun  gen 25a. usw. angeschlossen und mit den  diesen Schleudervorrichtungen zugehörigen  Rückleitungen (40 mit     35a.    usw.)     zusammen-          geschlossen.    Die Ausbildung der Planlichter  27, 27a und deren Verbindung mit den  Schleudervorrichtungen 25, 25a durch die  Förderleitungen 26, 26a mit den Luftlichtern  29, 29a durch die Leitungen 28, 28a und den  Abteilungen 30,     31.,    32     bezw.        30a,

      31a und  32a für die     Griesse,        Dunste    und das Mehl  sind gleich mit derjenigen nach     Fig.    B. An  die Einrichtungen, deren Teile mit a be  zeichnet sind, können noch     weitere    gleich  artige Einrichtungen     n    in gleicher Weise  angeschlossen sein. Der letzte Luftlichter     29a     einer solchen Mahlanlage hat jedoch nur  mehr zwei     Abteilungen,    wie der Luftlichter  bei der Anlage nach     Fig.    B. Die Luftlichter  29, 29a usw. könnten auch mehr als drei Ab  teilungen haben.  



  Die Wirkungsweise der Mahlanlage nach       Fig.    9 ist folgende: Von der Kammer 23  kommt das Gut zur ersten Schleudervorrich  tung 25, in welcher es in     bekannter    Weise  in grossblättrige, reine und belegte     Schalen     und     Mehlkernteile        (.Griesse,    Dunst, Mehl) zer  sprengt wird (1., Schrot). Das vermahlene  Gut kommt nun über die Förderleitung 26  zu dem Planlichter 27, wo die     Mehlkernteile     von den Schalen gesondert werden.

   Letztere  werden über die Leitung 28 dem Luftlichter  29 zugeführt, wo sie eine     Sonderung    in  reine, leichter und schwerer mit     Mehlkerntei-          len    belegte Schale erfahren. Die reine Schale  gelangt hierbei in die Abteilung 39, die leich  ter belegten Schalen in die Abteilung 38 und  die schwerer belegten Schalen in die Abtei  lung 37. Die reine Schale wird abgeführt,  während die     leichtere.    Schale durch die Lei  tungen 40 zu der Schleudervorrichtung 25a  gelangt und die schwerere Schale über die       Leitung    35 zur Schleudervorrichtung 25 zu  rückgeführt wird.

   Ist der Luftlichter mehr  als dreiteilig, so findet eine genauere     Sonde-          rung    nach Gewicht statt. Die so geschiedenen  Teile werden dann jeweils unmittelbar jenen    Schleudervorrichtungen 25a, 25b usw. zuge  führt, die in der Reihe das diesen Teilen ent  sprechende Mahlgut bearbeiten. Die Vertei  lung der verschieden gewichtigen Schalen auf  verschiedene     Schleudervorrichtungen    hat, da  letztere mit verschiedener der Beschaffenheit  des Schleudergutes entsprechenden An  schlagskraft arbeiten können, die Wirkung,  dass in verhältnismässig kurzer Zeit und bei  geringem Arbeitsaufwand eine hohe Aus  beute an Griessen, unter     Beibehaltung    gross  blättriger Schale, erzielt wird.

   Die Rückfüh  rung des schweren Gutes ermöglicht die ra  tionelle Ausnutzung der Schleudervorrich  tungen.  



  Das in der Schleudervorrichtung 25a ge  mahlene Gut (2. Schrot) wird dem Planlich  ter 27a zugeführt, wo wieder die Teilung in       Mehlkernteile    und Schalen stattfindet. Letz  tere gehen dann zum Luftlichter     29a,    wo sie  nach Gewicht gesondert und von wo sie, so  weit sie rein sind, abgeführt, soweit sie leicht  sind, der nächsten Schleudervorrichtung zu  geführt und soweit sie schwer sind, zur  Schleudervorrichtung 25a zurückgeführt wer  den     usf.    Im letzten Luftlichter     29n    wird das  Gut nur mehr in reine und belegte Schale ge  teilt, welche zu der letzten Schleudervorrich  tung so lange zurückgeführt wird, bis nur  mehr reine Schale verbleibt.  



  Je nach der Art des Gutes und des Mehl  kernbelages, welcher auf der Schale nach  dem ersten, ein Platzen der Schale und Lösen  des     Mehlkernteils        bewirkenden        Anschleudern     verbleibt, kann es sich als nützlich erweisen,  die     Anschlagskraft    bei den nachfolgenden,  die Bearbeitung der Schale bezweckenden Ar  beitsgängen zu ändern.

   Die Regelung der  Grösse dieser Kraft kann vorteilhaft durch  Veränderung der     Flugweglänge    und, bei       Schleuderung    des Gutes mittels Zentrifugal  kraft, nach vorheriger Führung desselben auf  einer kreisenden Vorrichtung von deren Mit  tel bis zu seiner     Abflugsstelle,    durch Ver  änderung der Form der Führungen insbeson  dere des Führungsweges oder auch der     Füh-          rungsweglänge,    d. h. des von dem Gute auf      der Vorrichtung zurückgelegten Weges er  folgen.  



  Die     Flugweglänge    kann durch Verstel  lung der Anschlagflächen 12     (Fig.    2) in ra  dialer     Richtung    verändert werden. Bei der  Ausführung nach     Fig.    3 sind an einem, an  die (nicht gezeichnete) Nabe angeschlossenen  Zuführungsrohr 46 gerade Führungsrohre 47  angebracht, auf welchen weitere, an ihnen  längsverschiebbare Rohre 48 angeordnet  sind. Die     Anschlagsfläche    der Vorrichtung  ist bei 57 angedeutet.  



       Eine    Verschiebung des Rohres 48 zwecks       Änderung    der Führungsweg- oder der Flug  weglänge von der     Austrittsstelle    an dem  Rohre 48 bis zur     Anschlagsfläche    57, kann  durch irgendein Hebelwerk erfolgen.  



  Eine andere Ausführung der Führungs  glieder für die gleichen Zwecke zeigt die       Fig.    4. An dem     Führungsrohr    46 sind die  Führungsrohre 58 in gleicher Weise wie bei  Ausführung nach     Fig.    3 zum Beispiel in  Kreuz- oder Sternanordnung angebracht. Die  Führungsrohre 58 besitzen je     einen    Längs  schnitt 59, und zwar an der der Drehrichtung  entgegengesetzten     Seito.    Auf jedem Rohr 58  ist je ein weiteres, mit einem schraubenlinien  förmig ansteigenden Ausschnitt 60     versehe-          nes    Rohr 61 angebracht.

   Die Stelle 64, wo  die Schraubenlinie 65 des Ausschnittes 60  den Schlitz 59 überdeckt oder schneidet, ist  die Austrittsstelle der Körner und bestimmt  somit die     Führungslänge,    welche von der  Mitte des Schleudergliedes bis zu dieser     Stelle     oder auch die     Flugweglänge,    welche von der  Stelle 64 bis zur     Anschlagsfläche    57 reicht.  Um die Lage dieser     Stelle    und damit die       Führungsweg-    oder     Flugweglänge    verändern  zu     können,    ist das     ausgeschnittene    Rohr 61  um das Rohr 58 drehbar.

   Werden die Rohre  61 im Sinne des Pfeils Y gedreht, so wird  eine von der     Mitte    des Führungsgliedes wei  ter und zum äussern Ende des Rohres 58       bezw.    der     Anschlagsfläche    57 näherliegende       Stelle    des     Ausschnittrandes    64 den Schlitz  59 überdecken.     Hierdurch    wird die     Füh-          rungsweglänge    vergrössert werden. Bei ent-         gegengesetzter    Drehung der -Rohre tritt das  Umgekehrte ein.  



  Die     Anschlagskraft    des Gutes kann aber       ue        lureli    eine bogenförmige Ausbildung  a     'h        c     der     Führungen    beeinflusst werden. Die     Fig.    5  zeigt die Verhältnisse bei Verwendung eines  in der     Drehrichtung        gebogenen    Rohres: (voll  ausgezogen) eines geraden Rohres     (strich-          liert)    und eines gegen die Drehrichtung ge  bogenen Rohres (strichpunktiert).

   Die an den       Austrittsstellen    78 der Rohre dargestellten  Kräftediagramme lassen die Fluggeschwin  digkeiten     bezw.    die     Anschlagskräfte    erken  nen, welche dem geschleuderten Gut beim  Verlassen des Rohres bei dessen verschiede  nen Gestaltungen innewohnen und mit wel  chen es somit auf die     Anschlagsflächen    an  prallen muss. Die Fluggeschwindigkeit an der  Austrittsstelle ergibt sich als Resultierende Y  aus der     tangentialen    Geschwindigkeit     Vt    in  der Drehrichtung und der Bewegungsge  schwindigkeit     Yr    in der Führungswegrich  tung. Die Resultierende und die Tangente an  den Drehkreis schliessen den Austrittswinkel  a ein.

   Da die Fliehkraft in der Tangente zum  Kreisbogen der Rohrkrümmung an der Aus  trittsstelle wirkt, so wird die resultierende       Anschlagskraft    innerhalb bestimmter von der       Krümmung    abhängiger Grenzen um so grösser  sein, je kleiner der-     Winkel    a ist und desto  kleiner, je grösser der Winkel a wird. Das  Gut wird daher, gleiche Umdrehungsge  schwindigkeit vorausgesetzt, bei der Gestal  tung des Rohres wie bei .A die grösste, bei der  Gestaltung des Rohres wie bei B,     eine    mitt  lere, und bei der Gestaltung des Rohres wie  bei C die kleinste     Anschlagskraft    haben.  



  Statt gebogener Rohre können die Füh  rungen,     wie    aus den     Fig.    6 und 7 ersichtlich,  auch aus in einem vollen Drehkörper 41 an  geordneten Kanälen 42 bestehen, welchen das  Gut durch einen gemeinsamen Zuführungs  kanal 43 zugeleitet     wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anlage zum Vermahlen von Getreide und andern Samen mit zumindest einer Schleuder vorTichtung, gekennzeichnet durch eine Zu- führvorrichtung (23, 24) und das Cut in reine und noch Mehlkernteile tragende Scha len und in Mehlkernteile sondernde Sortier- vorrichtungen (27, 29). wobei die Schleuder vorrichtung mit der noch Mehlkernteile tra genden Schalen aufnehmenden Abteilung (34 bezw. 37) der einen Sortiervorrichtung ver bunden ist. UNTERANSPRüCHE.: 1.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, da.ss sie eine Mehrzahl von Schleuder- und Sortiervorrichtungen auf weist, wobei die gleichartiges Gut auf nehmenden Abteile (38, 38c) der Sortier- vorrichtungen an die gleiche Schleuder vorrichtung (25a) angeschlossen sind. 2. Anlage nach Patentanspruch, bei welcher die Schleudervorrichtung als Führungen für das Mahlgut ausgebildete Schleuder glieder und Anschlagsflächen besitzt, da durch gekennzeichnet, dass die Führungs flächen der Schleuderglieder hinsichtlich des vom Schleudergut auf ihnen genom menen Weges in ihrer Lage veränderbar sind.
    3_ Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleuderglieder aus Röhren (3) bestehen, die in ihrer La gerung um ihre Achse drehbar sind (Fig. 1 und 5). 4. Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen aus längs aneinander verschiebbaren Gliedern (47, 48) bestehen. 5. Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen je weils aus einer geschlitzten Röhre (58) und einer gegen sie verdrehbaren, längs einer Schraubenlinie (65) ausgeschnitte nen Röhre (61) bestehen, von welchen die eine in der andern gelagert ist. (.
    Anlage nach Patentanspruch mit im Kreise drehbaren Schleudergliedern, da durch gekennzeichnet, dass die Schleuder glieder (36) gebogen sind (Fig. 5). 7. Anlage nach Unteranspruch 2, mit dreh baren Schleudergliedern, dadurch gekenn zeichnet, dass die in einem Schleuderkör per (41) angeordneten Führungen (42) gebogen sind (Fig. 6 und 7). B. Anlage nach Patentanspruch, bei welcher die Schleuderglieder der Schleudervorrich tungen an eine gemeinsame Gutzuführung angeschlossen sind, dadurch gekennzeich net, dass den Schleudergliedern (3, 36, 42) neben der Gutzuführung (6, 43) eine düsenartige Luftzuführung (44) vorge schaltet ist. 9.
    Anlage nach Patentanspruch, mit einer Schleudervorrichtung, deren Schleuder glieder drehbar sind, dadurch gekenn zeichnet, dass die Rohre durch mitein ander einen Spalt (13) bildende Schutz flächen (14) überdeckt sind.
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