Einrichtung zur Rollschuhsportausübung. Die Einrichtung zur Rollschuhsportaus- übung gemäss der Erfindung besitzt eine metallene Rollbahn von geringerer Härte als die metallenen Laufrollen der zum Befahren der Rollfläche vorgesehenen, zur Einrichtung gehörenden, einspurigen Rollschuhe, so dass diese mittels der Umfangskanten der Lauf rollen wirksam an der Rollbahn angreifen können.
Infolgedessen lässt sich seitliches Rutschen der Rollschuhe auf der Rollbahn vermeiden und somit ähnlich wie für sicheres Schlitt schuhfahren auf Eis Kantensicherheit, bezie hungsweise das sogenannte Kantengefühl er reichen, so dass in ähnlicher Weise wie mit Schlittschuhen auf Eisbahnen die Ausübung der verschiedensten Schlittschuhsportarten, wie z. B. Langlauf, Kunstlauf bezw. Kür lauf und Hockeyspiel auf der Rollbahn mit tels Rollschuhen möglich ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes veran schaulicht. Es zeigt: Fig. 1 in Oberansicht einen Teil der Roll bahn, welche aneinander gefügte Metallplatten aufweist, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt zu Fig. 1, Fig. 3 in grösserem Massstab einen senk rechten Teilschnitt der Rollbahn, Fig.4 einen der Rollschuhe in Längs ansicht mit teilweisem Schnitt und Fig. 5 in grösserem Massstab einen senk rechten Querschnitt nach der Linie V-V der Fig. 4.
Die Rollfläche der gezeichneten Einrich tung ist durch quadratische, fugenlos anein ander gesetzte Metallplatten 1 von geringerer Härte als Stahl gebildet, welche zum Bei spiel aus einer Aluminiumlegierung bestehen, und deren Oberseite poliert ist, so dass eine entsprechend glatte Rollfläche geschaffen ist. Mit ihren Rändern sitzen die Metallplatten 1 auf zwei Gruppen rechtwinklig zueinander stehender Tragschienen 2 bezw. 3 auf, wäh rend sie zwischen diesen Schienengruppen auf dem Unterbau 4 aufliegen, welcher zur Aufnahme der Schienen 2, 3 dienende Ver- tiefengen 5 aufweist und bei im Freien an geordneter Rollbahn zweckmässig aus Beton besteht, bei Anordnung der Rollbahn in einem Saal zum Beispiel aus Holz bestehen kann.
Je zwei zueinander parallele Schienen 2 sind in ihrer Längsmitte durch eine Schiene 3 miteinander verbunden. Zwischen je zwei in der gleichen Reihe liegenden Schienen 2 ist aus thermischen Gründen ein Zwischenraum belassen, und es sind solche Zwischenräume auch zwischen Teilen der andern Gruppe von Schienen vorgesehen, so dass die Rollbahn nicht wellig wird. In Fig. 1 ist in dem einen (untern, linksseitigen) Feld des mittels der Schienen 2, 3 gebildeten Traggerippes die Metallplatte weggelassen.
Die I-förmigen Schienen 2 und 3 sind im Sinne der Fig. 3 am Unterbau 4 festgelegt, und zwar dienen hierzu im Abstand zueinander angeordnete Querstücke 6, welche je ein im Steg der be treffenden Schiene vorhandenes Loch 7 durch setzen und an den Enden mittels Schrauben 8 an einer flachen Unterlage 9 befestigt sind, die am Unterbau 4 fest verankert ist.
Die Schienen 2 und 3 ruhen mit ihrem untern Flansch auf der Unterlage 9 auf, gegen wel che sie durch die Querstücke 6 gepresst wer den, immerhin nur so fest, dass sie sich in folge thermischen Einflusses in der Längs richtung strecken bezw. zusammenziehen und auch quer verschieben können; die Schienen z, 3 bestehen zweckmässig aus dem gleichen Metall wie die Platten 1, um gleiche therriri- sche Eigenschaften wie diese zu haben. Auf dem obern Flansch der Schienen 2, 3 sitzen unmittelbar die Platten 1 auf und sind dar auf mittels aus dem gleichen Metall wie sie hergestellter Schrauben 10 befestigt.
Wie in Fig. 3 an der einen Schraube 10 gezeigt, be sitzen diese mit Senkkopf versehenen Schrau ben ursprünglich einen Hilfskopf 10', uni mit tels eines Schlüsselur in der erforderlichen Weise angezogen werden zu können; nach her wird der über die Platte 1 vorstehende Teil der einzelnen Schraube abgeschnitten und die betreffende Stelle geebnet, beziehungs weise mit der Plattenebene bündig gemacht, so dass die Verbindungsstellen der Schrauben keinerlei Unebenheiten in der Plattenebene zeigen. Die Platter 1 bilden ,somit mit ihren Befestigungsschrauben zusamnpen eine gleich mässige Rollfläche.
Zur Sportausübung auf derselben eignen sich insbesondere Rollschuhe nachstehend er läuterter Art. Der in Fig. 4 und 5 gezeich nete Rollschuh, welcher in der Form im wesentlichen einem Schlittschuh gleicht und zur Befestigung an einem gewöhnlichen Schuh eingerichtet ist (letzteres nicht gezeichnet), besitzt zwei zum Beispiel aus Stahl bestehende längliche Seitenplatten 11 und ein dazwischen angeordnetes Füllstück 12 aus Leichtmetall, wie z. B. Aluminium. Diese drei Teile sind durch Nieten 13 fest miteinander verbunden. Zwischen den beiden Seitenplatten 11 sind fünf Laufrollen 14 in einer Reihe hinterein ander angeordnet, so dass der Rollschuh ein spurig ist.
Die Laufrollen 14 liegen in ent sprechenden Aussparungen des Füllstückes 12 und sitzen mittels Kugeln 15 auf Achsen 16, welche in den Seitenplatten 11 befestigt sind. Die aus hartem Werkstoff, zum Beispiel aus Stahl, bestehenden Laufrollen 14 haben eine zylindrische, aber nur schmale Umfangsfläche 14', die allenfalls schwach konkav gewölbt sein könnte.
An diese Umfangsfläche schlie ssen sich Schrägflächen 14" an, so dass an den Laufrollen 14 schmale, durch Kanten be grenzte Umfangsflächen gebildet sind, welche beim Gebrauch des Rollschuhes einen wirk samen Angriff der harten Laufrollen an der aus weniger hartem Werkstoff als diese be stehenden Roll- oder Laufbahn gewährleisten Am gebogenen, vordern Ende des Rollschuhes, im Bereiche einer Zahnung des Rollschuhes, weist dieser zwischen den beiden Seitenplatten einen zum Beispiel aus Gummi bestehenden, unten über die Seitenplattenränder mit Zäh nen vorstehenden Reibeinsatz 17 auf, um in der Fahrt rasch anhalten zu können.
Der Reibeinsatz 17 liegt in einer seiner Schwalben schwanzform entsprechendem Ausnehmung des Füllstückes 12; uni diesen Reibeinsatz nach Verbrauch rasch ersetzen zu können, ist am vordern Ende des Rollschuhes dessen eine Seitenplatte durch ein mittels Schrauben an der zweiten Seitenplatte lösbar befestigtes Plattenstück ,ersetzt.
Nach der,Zeichnung bilden die am Roll schuh insgesamt vorhandenen fünf Laufrollen zusammen mit ihren untern Scheiteln eine Bogenlinie.
An Stelle genannter Bogenlinie kann durch entsprechende Anordnung der Laufrollen auch eine zum Teil oder vollständig gerade Linie treten, hauptsächlich wenn der Rollschuh für Hockeyspiel verwendet werden soll. Selbst verständlich kann auch die Anzahl der Lauf rollen verschieden sein, indem je nach der Länge des Rollschuhes z. B. vier bis neun Stück solcher vorgesehen sein können. Der erläuterte Rollschuh bat verhältnismässig ge ringes Gewicht, so dass er bei der Sport ausübung nur ungefähr einen Kraftaufwand erfordert wie bei der Ausübung des Schlitt schuhsportes. Mit dem in Fig. 5 und 6 ge zeigten Rollschuh können beim Gebrauch auch verhältnismässig kleine Kurven beschrieben bezw. ausgeführt werden.
Bei der Sportausübung kommen die Lauf rollen des Rollschuhes durch ihre schmale Umfangsfläche mit der Rollbahn in Berüh rung, die glatt ist. Es ergeben sich somit verhältnismässig kleine Berührungsstellen zwi schen den glatten Flächen des Rollschuhes und der Rollbahn, so dass nur wenig Ge räusch entsteht, das zudem durch entspre chende Wahl des Materials für die Rollbahn so vermindert werden kann, dass das Fahren bezw. Gleiten der Rollschuhe auf der Roll bahn sozusagen geräuschlos ist, während bei der Sportausübung mit bekannten Rollschuhen mit vergleichsweise breiten Laufrollen auf Parkett-, Asphalt- oder Zementböden starker Lärm verursacht wird.