CH208154A - Verfahren zur Regelung von Dampfheizungen. - Google Patents
Verfahren zur Regelung von Dampfheizungen.Info
- Publication number
- CH208154A CH208154A CH208154DA CH208154A CH 208154 A CH208154 A CH 208154A CH 208154D A CH208154D A CH 208154DA CH 208154 A CH208154 A CH 208154A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- valve
- heating system
- radiators
- steam
- valves
- Prior art date
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
- F24D1/00—Steam central heating systems
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Lift Valve (AREA)
- Safety Valves (AREA)
Description
Verfahren zur Regelung von Dampfheizungen. Die übliche Niederdruckdampfheizung weist nur dann eine gleichmässige Verteilung der Wärme an alle angeschlossenen Heiz körper auf, wenn sie mit jenem Kesseldruck betrieben wird, der für die volle Leistung und für die empirische Einstellung zu Grunde gelegt wurde. Wenn man sie zum Zwecke der Leistungsregelung mit gerin gerem Kesseldruck betreibt, so stellen sich Ungleichmässigkeiten in der Wärmevertei lung ein. Um diesen Mangel abzuhelfen, wurde bereits neben andern Mitteln (z. B.
der Unterdruckdampfheizung) insbesondere die Verwendung von selbsttätigen, membran- gesteuerten, federbelasteten Heizkörperventi- len mit veränderbarer Konizität der Ventil- kegel vorgeschlagen, die sich unter- dem Dampfdruck um so mehr öffnen, je höher der Druckabfall ist. Diese Ventile sollen bis zu einem bestimmten niedrigen Anfangs druck geschlossen halten.
Das System dieser selbsttätigen Membranventile gestattet die Verwirklichung seiner gedachten Vorzüge nicht tatsächlich, weil die Einstellung dieser Ventile mit ihrer Vielzahl von veränderli chen Bestimmungsstücken (Federhärte, Fe dervorspannung, Anfangsbelastung, Ventil- kegelform, Ventilhub) bei einer grossen Zahl von Heizkörpern unübersichtlich ist und weil die Luftverdrängung beim Heizbeginn zu langsam erfolgt und weil im Falle von Ein zelabsperrungen der Druckabfall in der Zu leitung zwar kleiner wird,
dementgegen aber die in Betrieb bleibenden Ventile höher ge öffnet werden, als es ihrer ursprünglichen Einstellung für Höchstleistung entspricht, wodurch Überheizungen und Dampfdurch schläge sogar in höherem Mass ermöglicht werden als bei fest eingestellten, üblichen Heizkörperventilen.
Das den Gegenstand der vorliegenden Er findung bildende Verfahren zur Regelung von Niederdruckdampfheizungen und die da zugehörige Heizanlage dienen dazu, alle diese Mängel zu beheben und eine gleich mässige Verteilung der Wärme über alle Heizkörper bei allen praktisch verlangten Leistungsstufen zu bewirken.
Das Verfahren besteht darin, dass in einer Dampfheizungs anlage an jedem Heizkörper an dessen Dampfeintrittstelle je ein Einströmquer- schnitt für eine höhere Leistungsstufe bei höherem Dampfdruck und je ein Einström- querschnitt für eine geringere Leistung bei geringerem Dampfdruck derart eingestellt wird, dass in beiden Leistungsstufen eine gleichmässige Verteilung der Wärme an alle Heizkörper bewirkt wird, und dass zwischen diesen beiden Drosselquerschnitten jeder Eintrittstelle ein selbsttätiger, vom Dampf druck gesteuerter Übergang stattfindet.
Der Dampfdruck ist bei diesen beiden Lei stungsstufen der Wärmeleistung zweckmässig proportional. Die Bemessung dieser Drossel querschnitte kann entweder empirisch oder auf Grund der an sich bekannten Wärme bedarfs- und Druckabfallberechnung erfol gen. Zur Durchführung dieses Verfahrens dient eine ebenfalls Gegenstand der Erfin dung bildende Heizanlage mit Heizkörper ventilen, wie sie im folgenden in einer Aus führungsform als Beispiel beschrieben und in der beigegebenen Figur im Längsschnitt schematisch dargestellt sind.
Eine nach dem Verfahren gemäss der Erfindung betriebene Dampfheizungsanlage hat an allen zugehöri gen Heizkörpern mit solchen Ventilen ver sehen zu sein.
Das Ventilgehäuse 1 enthält den Ventil sitz 2 und den Dampfeintrittsraum 3. Der Ventilteller 4 ist durch die Spindel 5, die oben in einem dünneren Gewindeteil 5a endigt. in der Hülse 7 verschiebbar gerade- geführt. In dem Ventildeckel 6 ist die Füh rungshülse 7 durch ein. Schraubgewinde be- tvegbar gelagert. Sie ist am untern Ende zii einem Topf - 8 erweitert, der beim Nieder schrauben der Hülse 7 den Ventilteller 4 auf den Sitz 2 presst.
Das obere Ende 7a der Hülse 7 ist aussen vierkantig, so dass man die Hülse durch Aufsetzen z. B. eines Hand rades drehen kann. Die Auf- und Abbewe- gung der Hülse 7 wird nach unten durch das Schliessen des Ventils begrenzt. Nach oben wird sie durch die Wurmschraube 9 begrenzt, durch deren Stellung der Höchsthab des Ven tils eingestellt und festgehalten werden kann. Die Wurmschraube 9 bildet jenen An schlag, der den Ventilhub, bezw. den Ein- strömquerschnitt für die mit höherem Dampfdruck verbundene obere Leistungs stufe festlegt.
Dieser Hub ist aus der Schraubtiefe von 9 erkennbar und messbar.
Auf die Ventilspindel 5 wirkt in der Richtung der Schliessbewegung und entgegen dem Dampfdruck die Feder 10, die durch die durchbohrte, in 7a gelagerte Schraub inutter 11 einstellbar gehalten wird. Letztere ist das Organ zum Einstellen der Ventil belastung, die bei zunehmendem Dampfdruck allmählich und selbsttätig überwunden wird.
Die auf dem Gewinde 5a der Spindel 5 sitzende Mutter 12 begrenzt das durch die. Feder 10 angestrebte Absenken der Spindel 5 und des Tellers 4 durch ihren Anschlag mit 11. In der in der Zeichnung abgebildeten Stellung hat das Ventil seinen Mindest querschnitt offen, der bei niedrigem Dampf druck für die untere Leistungsstufe in Ver wendung steht. Die Mutter 12 ist das Organ zur Einstellung dieses untern Querschnittes bezw. Hubes, der durch ihre Stellung messbar oder an ihr nach angegebenen Massen ein stellbar ist.
Bei zunehmendem Dampfdruck wird die Feder 10 allmählich zusammengedrückt und der Ventilteller 4 allmählich bis zu seinem Anschlag mit dem Topf 8 angehoben. Somit wird der Übergang von der einen zur an dern Grenzlage des Ventilhubes bezw. Ven tilquerschnittes durch den Dampfdruck selbsttätig gesteuert.
Die Ventilspindel ist zwecks Vermeidung von Reibung ohne Stopfbüchse gelagert. Das Ventil ist gegen aussen durch die auf geschraubte Schutzkappe 13 abgedichtet.
Mittels der Schraubhülse 7 kann das Ventil geschlossen werden, so dass es wie ein Absperrorgan benützt werden kann. Beim Wiederhochschrauben wird die ursprüngliche Einstellung und Beweglichkeit des Ventils stets wieder unverändert erreicht, indem der Topf 8 mit der Wurmschraube 9 zum An schlag kommt. Beim Nieder- oder Hoch schrauben von 7 bleiben die Einstellorgane 9, 11 und 12 unverändert.
Die den Ventilteller 4 berührenden, ring förmigen Sitzflächen von 2 und 8 haben gleiche Durchmesser, so dass das Ventil unter erheblicher Anpressung geschlossen werden kann, wobei eine zentrale Belastung des Ven tiltellers, die ihn verformen könnte, vermie den wird.
Der Ventilteller 4 ist mit einem Kranz 4a versehen, der den Dampfstrom nach abwärts umlenkt, wodurch die auf den Teller wir kende Hubkraft des Dampfes dynamisch ver mehrt wird.
Der Kranz 4a ist mit einer Abrundung am Teller 4 angesetzt. Ferner besitzt auch der Ventilsitz 2 innen und aussen abgerundete Kanten 2a, um die durch das Ventil laufende Dampfströmung wirbelfrei zu gestalten und eine Geräuschbildung zu verhindern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Regelung von auf verschie denen Leistungsstufen betriebenen Dampf heizungen mit einer Mehrzahl von an Lei tungssträngen angeschlossenen Heizkörpern und diesen Heizkörpern zugeordneten Venti len zum Drosseln des Dampfeintrittes in die Heizkörper, dadurch gekennzeichnet, dass an den an jedem Heizkörper angebrachten Drosselventilen je zwei bestimmte Einström- querschnitte für zwei Leistungsstufen ein gestellt werden, die in beiden Leistungs stufen eine gleichmässige Wärmeverteilung an alle Heizkörper gewährleisten,während die Einstellung der Einströmquerschnitte für die zwischenliegenden Leistungsstufen selbst tätig durch den an jeder Heizstelle mit der Leistungsstufe veränderlichen Dampfdruck erfolgt. UNTERANSPRUCH: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Leistungsstufen, für welche durch Ein stellung bestimmter Einströmquerschnitte eine gleichmässige Wärmeverteilung an alle Heizkörper hergestellt wird, so auf einander abgestimmt werden, dass in die sen beiden Leistungsstufen die Wärme leistung dem Dampfdruck proportional ist.PATENTANSPRUCH II: Heizanlage zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch separate Heizkörperventile -an jedem Heizkörper, mit zwei von Hand fest einzustellenden, den Ventilhub begrenzenden Anschlägen für die Bemessung der der obern bezw. der untern Leistungsstufe entsprechen den Einströmquerschnitte und mit einer re gelbaren Ventilbelastung, die den entgegen wirkenden Dampfdrücken der zwischen liegenden Leistungsstufen so angepasst ist,dass in denselben eine selbsttätige Einstellung der zwischenliegenden Einströmquerschnitte stattfindet. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 2. Heizanlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Heizkörper- ventile mit für das Einstellen der den Ventilhub begrenzenden Anschläge und für das Einstellen der Ventilbelastung dienenden Organen versehen sind, die nach Entfernen einer Schutzkappe von aussen zugänglich sind. 3.Heizanlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Heizkörper- ventile mit einer separaten Verstellein- richtung versehen sind, die zum Klein stellen oder Abstellen von Heizkörpern dient und die bei ihrer Betätigung die beiden den Ventilhub begrenzenden An schläge unverändert belässt. 4.Heizanlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Ventil- spindel der Heizkörperventile ohne Stopf büchsen oder sonstige Dichtungselemente in einer glatten Führung leicht verschieb bar gelagert ist und die Abdichtung nach aussen durch eine die Ventilspindel und die Einstellorgane umschliessende Schutz kappe erfolgt. 5.Heizanlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Ventil teller (4) der Heizkörperventile beim Ab sperren des Ventils durch einen mit dem ringförmigen Ventilsitz (2) im Durch messer übereinstimmenden Druckkörper (8) niedergepresst wird, so dass eine hohe Anpresskraft ohne Durchbiegung des Ven tiltellers ausgeübt werden kann. 6.Heizanlage nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Ventilteller der Heizkörperventile mit einer Umlenk- fläche für den Dampfstrom versehen ist, zum Zwecke, die Hubkraft des Dampfes zu vergrössern. 7. Heizanlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass der die genannte Umlenkfläche bildende Kranz (4a) des Ventiltellers (4) der Heizkörperventile, sowie die innere und äussere Kante (2a) des Ventilsitzes (2) derselben abgerundet sind, zum Zweck, eine glatte, geräuschlose Dampf strömung zu erzielen.Dr. Ing. Max SZOMBATHV. Vertreter: BOVARD & Cie., Bern.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT208154X | 1937-10-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH208154A true CH208154A (de) | 1940-01-15 |
Family
ID=3669645
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH208154D CH208154A (de) | 1937-10-25 | 1938-10-24 | Verfahren zur Regelung von Dampfheizungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH208154A (de) |
-
1938
- 1938-10-24 CH CH208154D patent/CH208154A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE349305C (de) | Absperrventil mit Fernsteuerung durch einen Dampfkolben | |
| DE1130235B (de) | Druckentlastetes Ventil | |
| DE839587C (de) | Heizkoerper-Regulierventil | |
| DE260137C (de) | ||
| DE515503C (de) | Schnellschluss-Absperrventil | |
| DE1094061B (de) | Doppelsitz-Drosselventil mit entlastetem Verschlussstueck | |
| DE2518335C3 (de) | Gasventil | |
| AT160248B (de) | Niederdruckdampfheizungsanlage mit allgemeiner, zentraler Regelung. | |
| DE202464C (de) | ||
| DE612610C (de) | Vorrichtung zum Umwandeln gewoehnlicher, mit steigender Spindel versehener Absperrschieber in Fernschlussschieber mit hydraulischer Schliessvorrichtung | |
| DE727244C (de) | Warmwasserbereitungsanlage mit Erwaermung des Wassers durch Beimischung von Dampf | |
| DE220583C (de) | ||
| DE605795C (de) | Speiseregler, bei dem das Speiseventil mit einem Kolben verbunden ist | |
| DE645808C (de) | Einrichtung zum selbsttaetigen Reinhalten von fluessigkeitsdurchstroemten Drosseloeffnungen | |
| DE522013C (de) | Absperrventil | |
| DE448451C (de) | Mit Dampf, insbesondere mit Abdampf betriebener Injektor | |
| AT153891B (de) | Armatur für den Anschluß von Kesseln, Heißwasserspeichern od. dgl. an die Kaltwasserzuleitung. | |
| AT97567B (de) | Druckregler. | |
| AT81589B (de) | Steuerventil mit doppeltem Abschluß. Steuerventil mit doppeltem Abschluß. | |
| DE657285C (de) | Druckregler | |
| DE515247C (de) | Thermostatisch betaetigter Temperaturregler fuer Gasheizoefen | |
| DE830401C (de) | Selbsttaetige Gas- und Wasserregelung fuer mit Niederdruck betriebene Heisswassererzeuger, insbesondere fuer Gross-Kaffeemaschinen | |
| DE845229C (de) | Absperrventil fuer Russblaeser | |
| DE728951C (de) | Einrichtung zur selbsttaetigen Temperaturregelung wasserbeheizter Vorrichtungen | |
| DE1125727B (de) | Federbelastetes UEberdrucksicherheitsventil mit einem Hochhubkolben |