CH208174A - Vorrichtung zum spannungslosen Zuführen einer Stoffbahn zum Messorgan einer Längenmessmaschine. - Google Patents
Vorrichtung zum spannungslosen Zuführen einer Stoffbahn zum Messorgan einer Längenmessmaschine.Info
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Description
Vorrichtung zum spannungslosen Zuführen einer Stoffbahn zum Nessorgan einer Zängenmessmaschine. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum spannungslosen Zuführen einer Stoffbahn zum Messorgan einer Längenmessmaschine, bei der vor und hinter dem Messorgan je eine Förderwalze angeordnet ist.
Es ist bekannt, die Entspannung der Stoffbahn vor dem Auflaufen derselben auf die Messwalze durch Vorschalten einer För- derwalze herbeizuführen, deren Umfangsge schwindigkeit zeitweise grösser ist als die der Messwalze. Man erreicht dadurch, dass mehr Stoff der Messwalze zugeführt wird, als durch dieselbe abgezogen werden kann, so dass sich ein Vorrat an entspanntem Stoff in Form eines Durchhanges bilden kann.
Diesen Durch hang kann man zur Steuerung eines Regel hebels benutzen, der beim Grösserwerden des Durchhanges die Umfangsgeschwindigkeit der Förderwalze gegenüber der der Messwalze herabsetzt. Dadurch wird der Durchhang wieder kleiner. Eine solche ständige selbst tätige Regelung der der Messwalze vorge schalteten Zuförderwalze kann auf mechani schem, elektrischem oder hydraulischem Weg durchgeführt werden. Dabei kommen Schleif kupplungen, Bandbremsen, getrennte regelbare Motoren und dergleichen zur Verwendung.
Ferner sind Regelvorrichtungen für die Zufuhr von Stoffen zur Messwalze bekannt, bei denen die Förderwalze ununterbrochen mit höherer Umfangsgeschwindigkeit als die Messwalze umläuft. Dabei wirkt der sich bil dende Stoffdurchhang auf eine elektromagne tische Steuervorrichtung ein, die dazu dient, eine mit der Zuführwalze zusammenwirkende Andrückwalze von dieser abzuheben und da durch zu bewirken, dass die Stoffbahn auf der Zuführwalze nur noch gleitet. Bei andern bekannten Regelvorrichtungen dieser Art wird die jeweilige Nachregelung von Hand einge leitet.
Demgegenüber besteht dieErfindung darin, dass die Umfangsgeschwindigkeit der ersten Förderwalze um einen betriebsmässig unver änderlichen Prozentsatz höher liegt als die des Messorganes, das von einer Messwalze gebildet sein kann, die Umfangsgeschwindig keit der zweiten Förderwalze hingegen um einen betriebsmässig unveränderlichen Prozent satz niedriger ist als die des Messorganes, und dass die Stoffbahn die beiden Förder- walzen derart an ihrer Unterseite urnschlingt,
dass bei auftretender Mehrförderung einerseits durch die erste Förderwalze rnit höherer Umfangsgeschwindigkeit gegenüber dem Mess- organ, und anderseits durch das Messorgan mit höherer Umfangsgeschwindigkeit gegen über der zweiten Förderwalze infolge Durch hanges der Stoffbahn ein Schlupf zwischen der Stoffbahn und den Förderwalzen entsteht.
Durch solche Ausbildung wird eine gegen überdenbekannten Regelvorrichtungen wesent lich vereinfachte Vorrichtung geschaffen, die ohne Fühlwalzen, Steuerhebel. Steuermagnete und dergleichen arbeitet, dabei aber stets eine spannungslose Zuführung der Stoffbahn zum Messorgan bewirkt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
Die Stoffbahn läuft über die Walzen 2, 1 und 3 in Pfeilrichtung. Auf diesem Wege umschlingt die Stoffbahn vorerst die erste Förderwalze 2 von oben her an ihrer Unter seite, geht dann über das Messorgan 1 in Form einer Messwalze und umschlingt dann gleichfalls an ihrer Unterseite die zweite Förderwalze 3. Diese drei Walzen sind sclrlupf- frei miteinander durch eine geineinsanre Kette 4 verbunden, die gleichzeitig über zwei Spann räder 5 und 6 geführt ist.
Durch entspre chende Wahl der Kettenräder oder aber der Durchmesser dieser drei Walzen wird erreicht, dass die Umfangsgeschwindigkeit der ersten Förderwalze 2 um einen betriebsmässig un veränderlichen Prozentsatz grösser ist als die Umfangsgeschwindigkeit der 11lesswalze 1, während diese ihrerseits ebenfalls ständig etwas grösser ist als die Umfangsgeschwin digkeit der zweiten Förderwalze 3. Die Ab stufung dieser drei Umfangsgeschwindigkeiten braucht jeweils nur gering zu sein.
Da nur die erste Förderwalze 2 das Be streben hat, mehr Stoff zrr fördern, als die Messwalze 1 abführen kann, während die zweite Förderwalze 3 ihrerseits nicht soviel Stoff abführen kann, als von der Messwalze 1 zugeführt wird, muss die Stoffbahn infolge ihres Eigengewichtes unter den Förderwalzen 2 und 3 einen geringen Durchhang bilden. Ist dies der Fall, so hört sofort die Nach förderung derStoffbahndurch die erateWalze2 und die Abfuhr durch die zweite Förderwalze 3 auf, weil ja diese beiden Förderwalzen mit dein Stoff ausser Berührung gebracht sind und somit ein Schlupf entsteht.
Danach wird der Stoffbahnteil zwischen der ersten Förderwalze 2 und der Messwalze 1 infolge der Weiterförderung durch die Mess- walze nachgezogen, bis der Stoff wieder mit der ersten Förderwalze in Berührung tritt. Dasselbe ist der Fall bei der zweiten Förder- walze 3.
Hier wird der lose herabhängende Teil der Stoffbahn, der durch die Messwalze nachgefördert wird, durch eine nicht darge stellte Abzugswalze nachgezogen, bis die Stoffbahn wieder mit der zweiten Förder- walze 3 in Berührung kommt. Durch die Pfeile P ist angedeutet, bis zu welchem Punkt sich in einem gegebenen Moment die Mit- nahmewirkung der Förderwalzen auf die Stoff bahn erstreckt.
Die geschilderten Vorgänge, nämlich das Mehrfördern, Durchbängen und Wiedernach- ziehen der Stoffbahn, treten für das Auge nur unmerklich in Erscheinung.
Der Erfindungsgedanke ist auch dann anwendbar, wenn an Stelle einer Messwalze 1 irgend ein anderes Messorgan, zum Beispiel ein endloses Band, ein Walzenpaar oder der gleichen verwendet wird.
Die beschriebene Walzengruppe 1, 2, 3 kann durch einen Motor, von der Transmis- sion aus usw. angetrieben werden, oder sie wird durch den Stoff selbst mitgenommen. Im ersten Fall, der für besonders empfind liche Stoffe am Platze ist, kann beispiels weise eines der Spannräder 5 oder 6 ange trieben, also etwa auf den Motorwellenstumpf aufgesetzt werden. Es ist auch denkbar, die Kette ganz wegzulassen und die drei Walzen schlupffrei durch an sich bereits bekannte Zahnräder und dergleichen anzutreiben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum spannungslosen Zuführen einer Stoffbahn zum Messorgan einer Längen- messmaschine, bei der vor und hinter dem Messorgan je eine Förderwalze angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangs geschwindigkeit der ersten Förderwalze um einen betriebsmässig unveränderlichen Prozent satz höher liegt als die des DIessorganes, die Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Förder- walze hingegen um einen betriebsmässig un veränderlichen Prozentsatz niedriger ist als die des Atessorganes,und dass die Stoffbahn die beiden Förderwalzen derart an ihrer Unter seite umschlingt, dass bei auftretender Mehr förderung einerseits durch die erste Förder- walze mit höherer Umfangsgeschwindigkeit gegenüber dein Messorgan und anderseits durch das 141;essorgan mit höherer Umfangs geschwindigkeit gegenüber der zweiten För- derwalze infolge Durchbanges der Stoffbahn ein Schlupf zwischen der Stoffbahn und den Förderwalzen entsteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH208174T | 1938-09-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH208174A true CH208174A (de) | 1940-01-15 |
Family
ID=4445924
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH208174D CH208174A (de) | 1938-09-08 | 1938-09-08 | Vorrichtung zum spannungslosen Zuführen einer Stoffbahn zum Messorgan einer Längenmessmaschine. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH208174A (de) |
-
1938
- 1938-09-08 CH CH208174D patent/CH208174A/de unknown
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