CH209011A - Brennkraftmaschinenanlage mit Sauggasgenerator. - Google Patents

Brennkraftmaschinenanlage mit Sauggasgenerator.

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CH209011A
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Description


  Brennkraftmaschinenanlage mit Sauggasgenerator.    Die vorliegende Erfindung betrifft eine  Brennkraftmaschinenanlage mit Sauggas  generator und mindestens einem Gebläse,  das den Saugzug im Generator erzeugt und  das vom Generator     belieferte        Brenngas    und  die mit letzterem für die Verbrennung  in der Brennkraftmaschine zu mischende  Luft verdichtet, und das mit einer von der  Brennkraftmaschine gespeisten Abgasturbine  gekuppelt ist.  



  Läuft bei derartigen Anlagen die     Brenn-          kraftmaschine    mit geringer Belastung, oder  steht sie ganz still, so steht in ihren Abga  sen für den Antrieb des Gebläses durch die  Abgasturbine nur wenig bezw. keine Ener  gie zur Verfügung. Dementsprechend sind  auch die Gasentwicklung des Generators und  der Druck, unter welchem das Gemisch von  Brenngas und Luft in der Ansaugleitung  zur Verfügung steht, für die rasche Anpas  sung der Leistung der Brennkraftmaschine  an eine Zunahme der Belastung bezw. für  das Ingangsetzen der Brennkraftmaschine  ungenügend.

      Um diesem Nachteil abzuhelfen, ist es  bekannt, für den Antrieb des Gebläses beim  Inbetriebsetzen der Anlage bezw. für das  Anlassen der Brennkraftmaschine einen  Elektromotor mit     ausrückbarer    Kupplung  oder eine     Handantriebsvorrichtung    vorzu  sehen; der Motor     bezw.    die Antriebsvorrich  tung     wird    vom Gebläse entkuppelt, sobald  die     Brennkraftmaschine    arbeitet.

   Nach dem  selben     bekannten    Vorschlag     ist    ferner die  Übersetzung     zwischen    der     Abgasturbine    und  dem Gebläse veränderbar, so dass die Lei  stung des Gebläses im Rahmen der verfüg  baren Abgasenergie den Erfordernissen an  gepasst werden kann.  



  Es     sind    auch ähnliche     Anlagen        bekannt,     wo das Gebläse zur     Erzeugung    des Saug  zuges im Generator von     einem    Elektromo  tor mit veränderlicher Drehzahl angetrieben  wird, so dass es trotz wechselnden Verhält  nissen das Brenngas auf einen gleichbleiben  den Druck verdichtet.  



  Die Anlage gemäss der     qvorliegenden    Er  findung ist     gekennzeichnet    durch eine mit      dem Gebläse ständig gekuppelte elektrische  Maschine, welche mit einer Akkumulatoren  batterie zusammenarbeitet, und durch einen  von der Drehzahl des Gebläses beeinflussten  Regler, welcher die Leistungsabgase bezw.  Leistungsaufnahme der elektrischen Ma  schine derart regelt, dass das Gebläse mit  gleichbleibender Drehzahl läuft.  



  Es ergibt sich bei diesen Verhältnissen  ausser einem bei allen Drehzahlen der     Brenn-          kraftmasehine    ausreichenden Saugzug im  Generator ein mit sinkender Drehzahl der  Brennkraftmaschine zunehmender Druck des  Gemisches aus Brenngas und Luft, mit wel  chem die Brennkraftmaschine gespeist wird.  Infolgedessen kann gerade bei kleiner Dreh  zahl, wo es zwecks rascher Beschleunigung  oft benötigt wird, ein hohes Drehmoment der  Brennkraftmaschine erzielt werden.  



  Der Regler ist zweckmässigerweise so aus  gebildet, dass die Drehzahl des Gebläses, de  ren Einhaltung er bewirkt, einstellbar ist.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Anlage nach der Erfindung dar  gestellt.  



  Die Bezugsziffer 1 bezeichnet den     Gage-          nerator,    in welchen die Luft durch den Zwi  schenraum zwischen zwei gleichachsigen Röh  ren 2 und 9 eintritt und durch den Man  telraum 3 und die Schlitze 4 zur Glühzone  der Generatorfüllung 5 gelangt. Diese Fül  lung     besteht    beispielsweise aus Holz- oder  Holzkohlestücken, die durch den Deckel 6  eingefüllt werden können. Das beim Glühen  der Generatorfüllung 5 freiwerdende brenn  bare Gas fliesst durch den Rost 7 in den Raum  8 unten im Generator und steigt dann durch  das Rohr 9 auf, wobei es einen Teil seiner  Wärme durch das Rohr 2 an die dieses um  gebende, in den Generator eintretende Luft  abgibt und diese so vorwärmt.  



  An das Rohr 9 sind Kühlungs- und Rei  nigungsvorrichtungen angeschlossen, von de  nen in der Zeichnung nur beispielsweise ein  Zyklonreiniger 10 dargestellt ist und von  welchen aus das Gas dann durch das Rohr 11  in das Kreiselgebläse 12 gelangt. Dessen  Rad 13 sitzt auf einer Welle 14. Auf der    einen Seite der Radnabe befindet sich der  Brenngassaugraum 15, in welchem das Rohr  11 mündet; auf der andern Seite ist ein  Luftsaugraum 16 vorgesehen, dem atmo  sphärische Luft über das Luftfilter 17 und  das Rohr 18 zufliesst. Von den zwischen den  Schaufeln des Rades 13 liegenden, in vor  wiegend radiale Richtung laufenden und am  Radumfang in den Spiralkrümmer 19 des  Gebläsegehäuses mündenden Kanälen geht  Abwechselnd einer (20) vom     Brenngassaug-          raum    15 und einer (21) vom Luftsaugraum  16 aus.  



  Zur Regelung der in das Gebläse 13 ein  tretenden Brenngas- und Luftmengen ist in  jedem der Rohre 11 und 18 eine Drossel  klappe 50 bezw. 51 vorgesehen. Die Betäti  gungshebel 52 bezw. 53 dieser Klappen sind  im vorliegenden Fall mittels einer gemein  samen Einstellstange 54 gekuppelt; sie  könnten aber auch für Einzelbetätigung vor  iresehen oder über eine Regelvorrichtung ge  kuppelt sein.  



  An den     Spiralkrümmer    19 ist ein Rohr  ?? angeschlossen, das durch Umstellen einer  Klappe 23     -wahlweise    mit der     Saugleitung    24  des Gasmotors 25 oder mit einem ins Freie  führenden Stutzen 26 verbunden werden  kann.  



  Die     Abgais@leitung        2#7    des Gasmotors 25  steht mit der     Einlassspirale    28 der Abgastur  bine 29 in Verbindung. Diese Turbine hat  einen feststehenden     Leitschaufelkranz    30,  durch     -welchen    die aus der Spirale 28 austre  tenden Abgase gegen die Schaufeln des  Laufrades 31 gelenkt werden, das auf dersel  ben     Welle    14 sitzt, wie das Rad<B>1,9</B>     des    Krei  selgebläses. Hinter dem Laufrad 31 ist das  ins Freie führende Austrittsrohr 32 an die  Turbine angeschlossen.  



  Auf der Welle 14 sitzt ferner der Rotor  einer elektrischen Gleichstrommaschine 33,  die bald als Stromerzeuger, bald als Elektro  motor zu laufen hat und deren Klemmen 55.  56 mit den     beiden    Polen einer     Akkumula-          torenbatterie    36 leitend verbunden sind. Zur  Erregung des Feldes dieser Maschine sind  einerseits     eine    an die     Bürsten    34 und 35      angeschlossene Nebenschlusswicklung 37 und  anderseits eine beim Stromerzeugerbetrieb  ein entgegengesetzt gerichtetes Feld erzeu  gende, in der Verbindung der Bürste 35 mit  der Batterie liegende Seriewicklung 38 vor  gesehen.

   In den Stromkreis der Nebenschluss  wicklung 37 ist ein Widerstand 39 einge  schaltet, der über die Kontakte 40 eines  Zitterreglers überbrückt werden kann. Im  Ruhezustand werden diese Kontakte durch  eine Feder 58 offen gehalten. Zum Schliessen  der Kontakte 40 ist eine Elektromagnetspule  41 vorgesehen; diese liegt im Ankerstrom  kreis einer Tachometerdynamo 42, die eben  falls von der Welle 14 angetrieben wird und  deren Feld in nicht gezeichneter Weise zum  Beispiel mittels Dauermagneten erzeugt wird.  Der Stromkreis Dynamo 42 - Spule 41 ent  hält einen von Hand einstellbaren Wider  stand 43.  



  Auf die Kontakte 40 wirkt ferner eine  Rückführungswicklung 57, die der Feld  wicklung 37 parallel geschaltet und so ge  wickelt ist, dass der Strom, der sie in der  Richtung vom Widerstand 39 und vom Kon  taktpaar 40 nach der Bürste 35 durchfliesst,  ein auf die Kontakte im Sinne des Öffnens  wirkendes magnetisches Feld erzeugt. Die  Induktivität der Rückführwicklung 57 ist  kleiner als diejenige der Feldwicklung 37.  



  Durch Schliessen eines Schalters 44 kann  ein Widerstand 45 parallel zur Batterie 36  in den Hauptstromkreis eingeschaltet wer  den, auf welchen die Gleichstrommaschine  33     arbeitet.    Der Schalter 44 wird elektro  magnetisch betätigt von einer an die beiden  Polklemmen der Batterie angeschlossenen  Spannungsspule 46, deren im Sinne des  Schliessens der Schalters 44 wirkende Zug  kraft mit der Spannung zwischen den Klem  men der Batterie 36 zunimmt und durch eine  im Hauptstromkreis liegende Stromspule 47,  deren Zugkraft den Schalter 44 zu schliessen  sucht, wenn die Spannung an den Klemmen  55, 56 der elektrischen Maschine höher ist  als die Spannung an den Klemmen der Bat  terie 36, das heisst wenn die Maschine 33 als  Stromerzeuger arbeitet.

   Eine Zugfeder 48    sucht den Schalter 44 entgegen der jeweiligen  Zugkraft der Spulen 46 und 47 offen zu  halten.  



  Der Hauptstromkreis Gleichstromma  schine 33 - Batterie 36 enthält ferner einen  von Hand zu     betätigenden    Schalter 49.  



  Die beschriebene Anlage arbeitet folgen  dermassen  Zum     Inbetriebsetzen    der Anlage muss die  Batterie 36 aufgeladen sein. Dann wird die  Füllung 5 des Gasgenerators 1 im Bereich       zwischen.    ,den     Luftschlitzen    4 und dem Rost 7  durch ein Feuer im Raum 8 zum Glühen ge  bracht, die Klappe 23 so umgelegt, dass das  vom Gebläse     kommende    Rohr 22 mit dem ins  Freie führenden Rohr 26 verbunden und die       Motorsaugleitung    24 abgesperrt     wird,    und  der Schalter 49 geschlossen.

   Es fliesst dann  ein Strom von der Plusklemme der Batterie  36 über die Klemme 55, die Bürste 34, den  Anker der elektrischen     Maschine    33, die  Bürste 35, die     Seriefeldwicklung    38, die  Klemme 56, den Schalter 49 und die Strom  spule 47 zur Minusklemme der Batterie 36.  Dieser Strom reicht nicht aus, um durch  seine Wirkung in der Spule 47 den Schalter  44 entgegen der Kraft der Feder 48 zu  schliessen. Vom Hauptstrom geht ferner ein  Teil von der Klemme 55 über den Wider  stand 39 und die     Nebenschluss-Feldwicklung     37; das durch die letztere erzeugte Feld ist  gleich gerichtet, wie das von der Serie  feldwicklung 38     herrührende    Feld.

   Die  Kontakte 40 des Zitterreglers berühren sich       zunächst    nicht,     :so    dass der     Nebenechluss-          Erregerstrom    dauernd durch den Widerstand  39 fliesst.  



  Infolge des in der     elektrischen    Maschine  33 durch diese Ströme     hervorgerufenen     Drehmomentes beginnt nun deren Anker zu  drehen und über die Welle 14 die     Tacho-          meterdyna.mo    42 und das Rad 13 des Ge  bläses     anzutreiben.    Das Gebläse saugt     nun     Luft durch den Zwischenraum     zwischen    den  Rohren 2 und 9, den Mantelraum 3, die  Schlitze 4 und den     in    der Glühzone zwischen  diesen und dem Rost 7 liegenden Teil der  Füllung des Generators. Durch diesen Saug-      zug wird der Vergasungsvorgang in dieser  Glühzone in Gang gebracht.

   Das entstehende  brennbare Gas mischt sich mit der Luft und  gelangt mit dieser aus dem Raum 8 durch  das Rohr 9, den Reiniger 10 und das Rohr  11 in den Raum 15 des Gebläses. Durch die  Drehung des Rades 13 wird das Gemisch  durch die Schaufelkanäle 20, die Spirale 19  und die Rohre 22 und 26 ins Freie befördert,  bis die Vergasung im Generator 1 einwand  frei vor sich geht. Das kann daran festge  stellt werden, dass das durch das Rohr 26  austretende Gemisch von Brenngas und Luft  brennbar ist. Dann kann die Klappe 23 um  gestellt und das Gemisch durch die Saug  leitung 24 dem Gasmotor 25 zugeführt wer  den.  



  Die aus dem Gasmotor durch die Abgas  leitung 27 unter einem gewissen Druck und  mit hoher Temperatur austretenden     Abgase     entspannen sich in der     Abgasturbine    29 und  geben dieserart über deren Laufrad 31 Lei  stung an die Welle 14 ab. Damit wird diese  Welle mit dem Laufrad 13 des Gebläses,  dem Rotor der Tachometerdynamo 42 und  demjenigen der als Motor arbeitenden elek  trischen Maschine 33 beschleunigt.  



  Bei einer bestimmten Drehzahl der  Welle 14, die mittels des Widerstandes 43  eingestellt werden kann, reicht der von der  Tachometerdynamo durch diesen Wider  stand und die Reglerspule 41 geschickte  Strom aus, um den Anker des Zitterreglers  entgegen der magnetischen Wirkung der  Rückfiihrwicklung 57 und der Feder 58 an  zuziehen und die Kontakte 40 zu schliessen.  Dadurch wird der Widerstand 39 überbrückt,  so dass der durch die Nebenschluss-Feldwick  lung 37 fliessende Strom zunimmt.  



  Durch diese Zunahme des Stromes     wird     in der Feldwicklung 37 ein Ausgleichstrom  induziert, der durch diese Wicklung 3 7 in  entgegengesetzter, durch die     Rückführwiek-          lung    57 dagegen in gleicher Richtung fliesst  wie der von den Kontakten 90 nach der  Bürste 35 fliessende Strom und sich diesem  überlagert. Dieser Ausgleichsstrom verstärkt  die Erregung der Rückführwicklung 57 und    bewirkt, dass sich die Kontakte 40 wieder  trennen. Der Strom kann dann neuerdings  nur über den Widerstand 39 nach der Feld  wicklung 37 fliessen und nimmt wieder ab.  



       Dabei    kommt durch Selbstinduktion in  der Feldwicklung 37 ein Ausgleichstrom zu  stande, der diesmal von dem an die Bürste  35 angeschlossenen Ende der Wicklung 37  iiler die Rückfiihrwicklung 57 des Reglers  zurückfliesst. Die er Ausgleichstrom schwächt  das dem Schliessen der Kontakte 40 ent  gegenwirkende Magnetfeld der Wicklung  57 und ermöglicht es, dass diese Kontakte  durch die Wirkung der Wicklung 41 wieder  geschlossen werden. Das beschriebene Spiel  wiederholt sich dauernd in rascher Folge, so  dass die Kontakte 40 abwechselnd offen und  geschlossen sind.

   Je stärker der durch die  Wicklung 41 ausgeübte Zug, das heisst je  höher die Drehzahl der Welle 14 und des  Ankers 42 der Tachometerdynamo und je  geringer der eingeschaltete Teil des Wider  standes 43 ist, desto länger sind die Perio  den, wo sich die     Kontakte    40 berühren, im  Vergleich zu den Perioden, wo sie     getrennt     sind. Während sie sich berühren, ist aber  wegen der Überbrückung des Widerstandes  39 der durch die     Nebenschluss-Feldwicklung     37 fliessende Strom und damit das Feld der  elektrischen Maschine verstärkt.

   Da die Ver  stärkung des Feldes der Zunahme der Dreh  zahl     entgegenwirkt    und     diese    Wirkung  um so     länger    anhält, je höher die Drehzahl       isst,    wird die Drehzahl der Welle 14     selbst-          tiitig    auf einem mittels     des        Widerstandes    43       einstellbaren    Betrag .gehalten.  



  Wenn der Gasmotor 25 seine volle Lei  stung oder einen grossen Teil davon abgibt,  so ist auch in seinen Abgasen eine grössere  Energie verfügbar, die über die Abgastur  bine 29 und die Welle 11     des    Gebläses 12  zugeführt wird und die Energiemenge über  trifft, die zum Betrieb des letzteren bei der  Drehzahl notwendig ist, auf welcher die  Welle 14 von der elektrischen Maschine ge  halten wird.

       rn    diesem Falle findet in den  Augenblicken, wo sich die Kontakte 40 des  Zitterreglers berühren und das Feld ver-      stärkt wird, keine Abnahme der Drehzahl  der elektrischen Maschine 33 statt, sondern  diese wird von der Abgasturbine 29 dank  ihres Leistungsüberschusses auf gleicher  Drehzahl gehalten und arbeitet als     Dynamo-          masehine,    indem sie einen Strom abgibt, der  von der Klemme 56 über den Schalter 49,  die Stromspule 4 7 an die Minusklemme der  Batterie 36 und von deren Plusklemme zur  Klemme 55 fliesst. Dabei wird die Batterie  36 aufgeladen.  



  Wenn mit zunehmender Leistung der  Abgasturbine 29 die Drehzahl der Welle 14  zuzunehmen sucht, so erhöht sich auch der  von Tachometerdynamo 42 durch die Spule  41 geschickte Strom und damit die Dauer  des Schliessens der Reglerkontakte 40. Das  Feld der elektrischen Maschine 33 wird  dann verstärkt, und ihre Stromabgabe an  die Batterie 36 steigt ebenfalls. Dabei über  nimmt sie aber von der Abgasturbine eine  erhöhte Leistung, so dass die weitere Be  schleunigung unterbleibt und die am Wider  stand 43 eingestellte Drehzahl eingehalten  wird.  



  Wenn die Spannung zwischen den Klem  men der Batterie 36 nahezu ihren höchst  zulässigen Wert erreicht, ruft sie in der  Spannungsspule 46 einen Strom hervor, der  in dieser Spule eine zum Schliessen des  Schalters 44 nahezu ausreichende Zugkraft  erzeugt. Fliesst gleichzeitig noch ein erheb  licher Ladestrom von der Klemme 56 der       elektrischen    Maschine nach der Minusklemme  der Batterie 36 so kommt von der Strom  spule 47 eine zusätzliche Zugkraft hinzu, so  dass die Kraft der Feder 48 überwunden und  der Schalter 44 geschlossen wird. Damit  schaltet dieser den Widerstand 45 parallel  zur Batterie; ein grosser Teil des von der  Dynamo gelieferten Stromes fliesst dann  nicht mehr durch die Batterie 36, sondern  über diesen Widerstand 45, und ein Über  laden der Batterie wird auf diese Weise  vermieden.  



  Die Seriefeldwicklung 38 wirkt beim  Dynamobetrieb der Maschine 33 der Neben  schluss-Feldwicklung 37 entgegen und ist    deshalb nur so gross zu bemessen, wie es mit  Rücksicht auf die Erzeugung eines genü  genden Feldes zum Anlassen der elektrischen  Maschine 33 beim Motorbetrieb erforderlich  ist.  



  Das Gebläserad 13 läuft also mit an  nähernd gleichbleibender Drehzahl und  fördert somit in jeder Zeiteinheit bei einer  bestimmten Stellung der Einstellstange 54  für die Drosselklappen 50 und 51 einerseits  ein bestimmtes Luftvolumen aus dem Raum  16 durch die Schaufelkanäle 21, anderseits  ein bestimmtes Volumen brennbaren Gases  aus dem Raum 15 durch die Schaufelkanäle  20 in die Spirale 19, wobei Luft und  Brenngas wegen der abwechselnden Anord  nung der Kanäle 20 und 21 sehr gut mit  einander vermischt werden.

   Der Gasmotor  25 hingegen saugt durch das Rohr 24 in der  Zeiteinheit ein mit seiner Drehzahl zuneh  mendes Volumen des     Luft-Brennga.s-Ge-          misches    an.     Infolgedessen    stellt sich bei ge  ringer Drehzahl des Gasmotors 25 in der  Spirale 19 und in den Leitungen 22 und 24  ein höherer Druck ein als bei höheren Dreh  zahlen; dank diesem höheren Druck ist die  bei jedem Arbeitsspiel in die Zylinder der       Brennkraftmaschine    angesogene Menge des       Brenngas-Luft-Gemisches    dem Gewichte  nach grösser, und es wird infolgedessen     ein     grösseres Drehmoment an der Welle des Mo  tors erzeugt, als bei hoher Drehzahl.

   Der  Motor 25 ist deshalb besonders gut von klei  nen Drehzahlen aus zu beschleunigen.  



  Der Schalter 49 muss während des Laufes  der     Brennkraftmaschine    geschlossen gehal  ten werden, damit die elektrische Maschine  33 beim Arbeiten als Dynamomaschine nicht  ausschliesslich ihren eigenen Erregerstrom  kreis speist, wodurch in der Maschine     eine     unzulässig hohe Spannung erzeugt werden  könnte.  



  An Stelle der beschriebenen Reguliervor  richtung 39-42 könnte auch ein von einem  von der Welle 14 angetriebenen Fliehkraft  regler gesteuerter     Regelwiderstand    im  Stromkreis der     Nebenschluss-Feldwicklung     37 vorgesehen sein. In diesem Falle könnte      die Drehzahl, auf welcher die Welle 14 ge  halten werden soll, durch Änderung der  Spannung einer Feder bewirkt werden, wel  che die Reglermuffe belastet.  



  Die elektrisehe Maschine 33 und die  Tachometerdynamo 42 sitzen zweckmässig  nicht, wie der Übersicht wegen gezeichnet,  auf der Welle 14 selbst, die in der Regel  mit sehr hoher Drehzahl läuft, sondern sind  mit dieser Welle über ein Zahnradgetriebe  gekuppelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Brennkraftmaschinenanlage mit Sauggas generator und mindestens einem Gebläse, das den Saugzug im Generator erzeugt und das vom Generator gelieferte Brenngas und die mit letzterem für die Verbrennung in der Brennkraftmaschine zu mischende Luft ver dichtet, und das mit einer von der Brenn- kraftmaschine gespeisten Abgasturbine ge kuppelt ist, gekennzeichnet durch eine mit dem Gebläse ständig gekuppelte elektrische Maschine, welche mit einer Akkumulatoren hatterie zusammenarbeitet, und durch einen von der Drehzahl des Gebläses beeinflussten Regler, weleher die Leistungsabgabe bezw. Leistungsaufnahme der elektrischen Ma- schine derart regelt, dass das Gebläse mit gleichbleibender Drehzahl läuft. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Brennkraftmaschinenanlage nach Patent anspruch, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung des Reglers, dass die einzu haltende Drehzahl des Gebläses einstell bar ist. 3. Brennkraftmaschinenanlage nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Akkumulatorenbatterie an die elektrische Maschine ein Widerstand ein- und ausschaltbar angeschlossen ist. 3. Brennkraftmaschinenanlage nach Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand über einen von der Span nung an den Klemmen der Akkumulato- renbatterie beeinflussten Schalter an die elektrische. Maschine angeschlossen ist.
    4. Brennkraftmasehinenanlage nach Unter- anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand über einen vom Strom, finit welchem die als Dynamomaschine arbeitende elektrische Maschine die Bat terie ladet, beeinflussten Schalter an die elektrische Maschine angeschlossen ist.
CH209011D 1939-04-22 1939-04-22 Brennkraftmaschinenanlage mit Sauggasgenerator. CH209011A (de)

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