Zugregler für Kamine. Die aus verschwenkbaren, durch einstell bare Gewichte belasteten Klappen bestehen den Zugregler für Kamine weisen den Nach teil auf, dass ihre Ausschaltbarkeit, wenn die ursprüngliche Zuggeschwindigkeit im Kamin, insbesondere bei angestrengtem Heizbetrieb, Überlastung der Kesselanlage und dergl. rasch wieder hergestellt werden soll, beson dere Schwierigkeiten verursacht.
Mangels besonderer, die Ausschaltbarkeit des Zug reglers ermöglichenden Einrichtungen sah man sich gezwungen, die Regelklappen zu verklemmen und hierdurch in geschlossenem Zustande gegen Verstellung zu sichern oder den Zugregler durch Umbinden von Tüchern, Säcken oder dergleichen möglichst dicht nach aussen abzuschliessen, was unsachgemäss ist und leicht zur Beschädigung der Regelorgane führt.
Es wurden auch Zugregler vorgeschlagen, welche innerhalb eines Gehäuses liegen, an dessen Mantelfläche ganz oder teilweise ver schliessbare Luftdurchtrittsöffnungen vorge sehen sind. Diese Regler haben aber den Nachteil, dass die die Weite der Durchtritts- öffnungen regelnden Organe eine leichte Ver steilbarkeit bei gleichzeitiger verlässlicher Dichtungsmöglichkeit, wie auch eine leichte Einsteilbarkeit insbesondere bei höher im Raum angeordneten Reglern erschweren.
Um diese Nachteile zu beseitigen, ist bei dem den Gegenstand der Erfindung bilden den Zugregler für Kamine auf eigen mittels einer Regelklappe für den Zutritt von Neben luft in den Kamin beherrschten Rohrstutzen eine Kappe mit Durchtrittsöffnungen an der Stirn und an der Mantelwandung abnehmbar aufgeschoben und auf der Kappe eine auf ihr dicht anliegende, mit genannten Durch trittsöffnungen zur Deckung bringbaren Durch trittsöffnungen versehene Haube drehbar an geordnet ist, wobei die Haube mit Mitteln zum Drehen derselben versehen ist, das Ganze derart,
dass durch Drehen der Haube die Durchtrittsöffnungen ganz oder teilweise geöffnet bezw. geschlossen werden können.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Zugreglers gemäss der Erfindung dargestellt, und zeigt Fig. 1 diesen in Stirnansicht, Fig. 2 in Draufsicht und Fig.3 in einem Schnitt nach Linie I-11 der Fig. 2.
Bei dem dargestellten Ausführungsbei spiel ist an dem in die Kaminwand 1 ein gebauten Rohr 2 ein Rohrstutzen 5 abnehm bar angeschlossen. Dieser Rohrstutzen ist in bekannter Weise durch eine um die Zapfen 18 schwingbar gelagerte Klappe 4 beherrscht, die durch ein verstellbares Gewicht 3 be lastet ist. Auf der) Rohrstutzen 5 ist eine Kappe 6, 7 abnehmbar aufgeschoben, auf die eine auf ihr dicht anliegende Haube 8 geschoben ist, die vermittels des Verbindungs bolzens 9 am Boden 6 der Kappe 6, 7 dreh bar gelagert ist. An den Mantelwandungen der Kappe 6, 7 und der Haube 8 sind Durch trittsöffnungen 10, 11 und an den Stirn wänden Durchtrittsöffnungen 12, 13 derart.
angeordnet, dass die Öffnungen 10, 11, 12, 13 miteinander ganz oder teilweise zur Dek- kung gebracht und beim Drehen der Haube ganz bezw. teilweise geöffnet bezw. geschlos sen werden können.
Um die Haube 8 auf der Kappe ff, <B>7</B> leicht verdrehen zu können, trägt erstere an ihrer äussern Stirnseite einen als Hebel die nenden Querstab 14, an welchem zwei Zug ketten 15 angreifen. Die Drehbewegung der Haube 8 ist durch zwei in bogenförmige Schlitze 16 ragende Anschlagstifte 17 des Stabes 14 begrenzt.
Wenn keine Saugwirkung (Zug) im Kamin vorhanden ist, so ist die Klappe 4 durch ihre Schwerkraft geschlo"sen (Fig. 3). Sobald jedoch eine Saugwirkung in dem Kamin ent steht, so öffnet sich die Klappe 4 mit dein untern, schwereren Teil nach innen und lässt je nach Grösse der Unterdruckwirkung mehr oder weniger Frischluft in den Karnin strömen. Um jedoch das "Ansprechen" der Klappe nicht allzu leicht zu gestatten, ist der an der Klappe nach abwärts gerichtete Gewichts arm von Hand entsprechend einzustellen,
wo mit der untere Klappenteil mehr oder minder beschwert und dauernd so eingestellt werden kann, dass die Klappe wir bei einer gewissen Zugstärke anspricht. Durch diese Einstellbar keit der Klappe 4 kann ein und dieselbe Type und Ausführung bei verschiedenen Kaminen verwendet werden.
Bei ganz geöffneten Durchtrittsöffnungen 10, 11, 12, 13 kann die Regelklappe 4 un gehindert arbeiten, so wie die Zugsschwan- kungen einsetzen. Wird jedoch fallweise schärferer Zug nötig, so wird durch ent sprechendes teilweises Verschliessen der ge nannten Öffnungen durch Drehen der Haube 8 mittels der Ketten 15 die Luftströmung genau dein nötigen Zug im Kamin angepasst. Diese Regulierungsvorrichtung des Neben luftzutrittes in das Kamin ist einfach in Bau und Handhabung.
Die ganz oder teilweise absperrbaren Durchtrittsöffnungen für die Luft zum Regler können in ihrer Form, Grösse und Anord nung den jeweiligen Verhältnissen entspre chend verschieden sein.