Selbsttätig sich reinigender Fahrzeug-Luftreifen. Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Luftreifens nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, die darin besteht, dass die Zugrippen an der Reifen lauffläche so weit voneinander entfernt an geordnet sind, dass sie sich nicht überlappen, und ferner, dass jede dieser Zugrippen min destens einen Teil aufweist, der parallel zur Reifenumlaufsachse verläuft.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfin dungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt einen Traktor beim Pflügen eines Reisfeldes mit nach der ersten Aus führungsform ausgebildeten Reifen; Fig. 2 ist, in grösserem Massstabe ge zeichnet, eine perspektivische Ansicht eines der in Fig. 1 gezeigten Reifens; Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 2; Fig. 4 zeigt in Seitenansicht einen Teil ausschnitt des in Fig. 2 gezeigten Reifens; Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht eines die zweite Ausführungsform bildenden Reifens; Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 in Fig. 5; Fig. 7 zeigt in Seitenansicht einen Teil ausschnitt des Reifens gemäss Fig. 5.
Fig, 1 der Zeichnung zeigt einen Traktor 30 von gewöhnlicher Bauart, dessen Trieb räder mit Luftreifen 31 versehen sind. Wie aus dieser Figur hervorgeht, zieht der Trak tor einen Pflug 32 durch ein Reisfeld, und aus der Zeichnung ist die Beschaffenheit des nassen, schlammigen Bodens, sowie die Wir kung der Luftreiten beim Arbeiten unter diesen Verhältnissen ersichtlich.
Der in Fig. 1 dargestellte Reifen ist in seinen Einzelheiten in Fig. 2-4 dargestellt, aus welchen ersichtlich ist, dass der Reifen mantel im Vergleich zu seinem Durchmesser einen grossen Querschnitt und verhältnis mässig dünne Wandungen hat, da der Reifen dazu bestimmt ist, als Ballonreifen mit ge- ringem Luftdruck zu arbeiten. An der Lauf fläche hat der Reifen eine längs des Um fanges desselben angeordnete Reihe von ver hältnismässig hohen, aufrechtstehende Zug elemente bildenden Rippen 34, die sich von einer Seitenfläche des Reifens zur andern erstrecken.
Jede Rippe 34 hat einen Mittel teil, der in symmetrischer Weise senkrecht zur Reifenmittelebene und somit parallel zur Reifenumlaufsachse angeordnet und an jedem Ende mit in Zusammenhang damit stehen den Endteilen versehen ist, die unter einem gewissen Winkel zur Reifenmittelebene ver laufen und gegen die gleiche Seite des ge nannten Mittelteils hin konvergieren. Die Rippen 34 haben eine Höhe, die ungefähr 20 0/o der totalen Höhe des Reifenquerschnit tes ausmacht. Bei den meisten Reifen wird die Höhe oder Radialabmessung der Rippen ungefähr 63 mm betragen.
Im Umfangssinne des Reifens sind die Rippen in solchen Abständen voneinander angeordnet, dass sich die benachbarten Rip pen nicht überlappen und somit keine Taschen bilden, in welchen sich Kot ansammeln kann. Im Querschnitt verjüngt sich jede Rippe 34 von einer verhältnismässig breiten Basis bis zu einem verhältnismässig schmalen, flachen Grat, wodurch sich ein Profil ergibt, welches das Herausziehen der Rippen aus dem Schlamm, in welchem der Reifen arbeitet, erleichtert.
Der Reifen 31 wird so am Rad montiert, dass er in der in Fig. 2 gezeigten Pfeilrichtung abrollt, wenn der Traktor im Vorwärtssinne fährt, wodurch die schrägen Endteile der Rippen die Tendenz aufweisen, den Schlamm seitwärts auseinander zu drük- ken, um ihn vom Reifen zu entfernen und nicht gegen den Mittelteil der Rippen zu drücken, wie dies der Fall wäre, wenn die Rippen entgegengesetzt gerichtet wären. Bei Rückwärtsfahrt des Traktors wird sich bei einer Umdrehung des Reifens an diesem eine gewisse Menge Kot ansammeln; bei Vor wärtsfahrt des Traktors indessen wird sich der Reifen sofort wieder säubern.
Die Rippen 34 sind rauh und griffig, und infolge ihrer pfeilförmigen Ausbildung bildet jeder schräge Endteil der Rippen eine seit liche Stütze für den Mittelteil dieser letz teren, so dass die Rippen selbst schwerer Beanspruchung standhalten können. Da der Reifen nur mit geringem Druck aufgeblasen ist, ergibt sich in der Berührungszone des selben mit dein Boden eine beträchtliche Durchbiegung, und diese Durchbiegung er gibt eine ausreichende Relativbewegung zwi schen benachbarten Rippen, um vor) diesen den angesammelten Kot zu lockern.
Infolge seines verhältnismässig grossen Querschnitts profils, seiner leichten Konstruktion und seines geringen Luftdruckes besitzt der Reifen ein Schwimmvermögen, welches ein tiefes Ein sinken der Reifen in den Schlamm verhindert und dieselben im wesentlichen auf der Ober fläche hält, so dass für die Fortbewegung des Traktors eine geringere Kraft erforder lich ist. Die Reifen sind genügend nach giebig, um ein leichtes Fahren sowohl auf dem Feld, als auch auf hartem Strassenbelag zu erlauben.
Der Reifen gemäss Fig. 5-7 hat einen Mantel 39, dessen Lauffläche mit einer Um fangsreihe von im Abstand voneinander an geordneten, diesmal winkelförmigen Rippen 40 versehen ist. Jede dieser Rippen erstreckt sich etwas weiter als von einer Seitenfläche des Reifens quer über dessen Lauffläche bis zu deren Mitte, und alle Rippen sind so ver setzt zueinander angeordnet, dass sie sich abwechslungsweise von der einen und von der andern Reifenseitenfläche erstrecken. Da bei weist jede Rippe 40 einen Teil auf, der parallel zur Reifenumlaufsachse verläuft und an den sich ein schräg angeordneter Teil anschliesst.
Hier befindet sich aber der par allel zur Reifenumlaufsachse verlaufende Teil an der Krone des Reifens, während sich die schrägen Teile von dort nach den Reifen seitenflächen erstrecken. Die schrägen Teile der Rippen auf der einen Seite der Reifen mittelebene sind in bezug auf die schrägen Teile der Rippen auf der andern Seite der Reifenmittelebene unter einem gewissen Win kel angeordnet und aus diesem Grunde funk tioniert der Reifen am besten, wenn er in der in Fig. 5 angegebenen Pfeilrichtung läuft. Beim Abrollen in dieser Richtung drücken die Rippen den Kot seitlich weg vom Reifen, wodurch ein Ansammeln von Kot zwischen den Rippen verhindert wird.
Auch bei diesem letzten Reifen beträgt die Höhe der Rippen ungefähr 20 % der totalen Radialhöhe des Reifenquerschnittes, und sämtliche Rippen sind im Querschnitt verjüngt, wodurch ein Herausziehen derselben aus dem Schlamm erleichtert wird. Ferner ist auch hier ein Überlappen der Rippen ver mieden.