CH209354A - Verfahren zur Trockenemaillierung. - Google Patents

Verfahren zur Trockenemaillierung.

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CH209354A
CH209354A CH209354DA CH209354A CH 209354 A CH209354 A CH 209354A CH 209354D A CH209354D A CH 209354DA CH 209354 A CH209354 A CH 209354A
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enamel
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Vereinigte Chemische Fabri Nfg
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Ver Chemische Fabriken Kreidl
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23DENAMELLING OF, OR APPLYING A VITREOUS LAYER TO, METALS
    • C23D5/00Coating with enamels or vitreous layers
    • C23D5/04Coating with enamels or vitreous layers by dry methods

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Description


  Verfahren zur     Troekenemaillierung.       Der Gegenstand der Erfindung bezieht  sich auf ein Verfahren zur     Troekenemaillie-          rung.        Trockenemaillierungsverfahren    werden  zumeist in der Weise ausgeführt, dass die       sogenannte        Puderemailfritten    in Kugel- oder  dergleichen Mühlen gemahlen und auf den  auf Rotglut gebrachten zu emaillierenden  Gegenstand aufgebracht werden, z.

   B. durch       Aufpudern,    Tauchen     usw.    Solche     Emaillie-          rungsverfahren    ,gestatten das Arbeiten mit  leichter schmelzenden Emails als die     Nass-          ema.illierungsverfahren.    Bei :den in Gebrauch  stehenden     Puderemaillierungsverfahren    wird  das     Trübungsmittel    (Zinnoxyd,     Zirkonoxyd.          Antimonoxyd        und        dergl.)    zumeist in :

  die  Puderemails     miteingeschmolzen.    Der Zusatz  solcher     Trübungsmittel,    wie Zinnoxyd und  dergleichen auf der Mühle     bezw.    beim Mah  len des Puderemails hat für Puderemails  Übelstände, einerseits offenbar mangels der  feinen     Verteilung    und anderseits wegen    der von der     Nassemaillierung    abweichenden       Arbeitsweise.     



  Die vorliegende     Erfindung    beruht     nun     auf .der     Feststellung,    dass     Gastrübungsmittel     für Puderemails     ein    .ganz anderes     Verholten     zeigen als     Festtrübungsmittel.    Die     Gas-          trübungsmittel    können zwar nicht mit den       Emailrolhmaterialien        mitverschmolzen    wer  den.

   Es ist daher bei Anwendung von     Gas-          trüburlgsmit@eln    :die für Puderemails zumeist  übliche     Arbeitsweise,    dass das     Trübungsmittel     mit den Emailrohmaterialien     mitversch@mol-          zen    wird, nicht möglich.

   Dagegen können,  worauf die Erfindung beruht,     Gastrübungs-          mittel    für     Trockenemaillierverfahren    einer  für die     Puderemaillierung        .geeigneten    Email  masse zugesetzt werden, und zwar am zweck  mässigsten beim Mahlen der     fertig    geschmol  zenen Emailmasse, also auf der Mühle. Ein  solches Verfahren bietet für     Puderemails          gegenüber    der Verwendung von Festtrübungs-           Mitteln,    wie Zinnoxyd,     Zirkonoxyd    usw.

    grosse Vorteile, wobei die Übelstände, die  beim Zusatz solcher     Fest-trübungsmittel    zu  fertig .geschmolzenen     Puderemailmassen    auf  treten, vollständig vermieden werden können.  Offenbar     ist    dies darauf     zurückzuführen,    dass  man ohne weiteres erreichen kann, dass ein  gegebenenfalls nicht vergasender Anteil des       Gastrübungsmittels    von dem Email beim  Einbrennen leicht aufgeschlossen     bezw.    von  der Emailmasse leicht aufgenommen wird  und dadurch glatte Oberflächen erreicht wer  den können.  



  Zweckmässig ist eine     Ausführungsform     des Verfahrens, bei welcher das     Gastrübungs-          mittel    unter Vermittlung eines Trägers     bezw.          Adsorptionsmittels    der Emailmasse     zugesetzt     wird.

   Durch die     Mitverwendun.g    eines Trä  gers     bezw.        Adsorptionsmittels    wird einer  seits eine bessere und feinere Verteilung des       Trübungsmittels    in der Emailmasse ermög  licht als ohne Träger und anderseits durch  die     Adsorptions-    oder dergleichen Wirkung  des     Trägers    die     Zersetzungstemperatur        bezw.     die Zersetzung beeinflusst und geregelt.

   Als  Träger ist     insbesondere    Ton oder     dergleichen     geeignet.     Bei    Ausführung des Verfahrens  braucht der Träger     bezw.    das     Adsorptions-          mittel    in keiner grösseren Menge     verwendet     zu werden als für die     Adsorption    des     Trii-          bungsmittels    erforderlich ist.

   Dies hat auch  den     Vorteil,    dass der Träger in den     Mengen.     in welchen er mit dem Trübungsmittel zu  gesetzt wird, von dem Email leicht     aaif-          genommen    werden kann, ohne     dass    eine Schä  digungdes Emails eintritt.  



  Als     Gastrübungsmittel    sind sowohl rein  organische als auch     organisch-anorganische,     als auch anorganische .Stoffe     anwendbar,    so  zum Beispiel nach den schweizerischen Pa  tenten Nr. 136316,     135754    und<B>1</B>35688.  



  Das Verfahren kann bei Verwendung  eines Trägers     bezw.        Adsorptionsmittels    für  das     Gastrübungsmittel    in der Weise aus  geführt werden,     .dass    das     Trübungsmittel    mit  dem Träger     bezw.        Adsorptionsmittel    durch       Mahlung    oder dergleichen     vereinigt    wird       bezw.    durch das     Adsorptionsmittel    zur Ad-         sorption        gebracht    wird, was durch Trocken  mahlung oder     Nassmahlung    erfolgen kann.

    Das so an dem Träger angelagerte Trübungs  mittel wird     trocken    der     Emailmasse        zugesetzt     und mit dieser durch     Mahlung    auf Mühlen,  wie Kugelmühlen oder dergleichen, ver  mischt.  



  Werden die     Gastrübun,gsmittel    auf einem  Träger zur     Adsorption        ,gebracht,    so ist es       zweckmässig,    so vorzugehen,     dass    die     Adsorp--          tion    möglichst stark ist,     wodurch    die Trü  bung wesentlich     beeinflusst    werden kann.  Dies kann auf verschiedene Art geschehen.  So kann die Trübung durch Veränderung der  Eigenschaften der     das        Trübungsmittel        adsor-          bierendenSubstanzen        bezw.    Träger, wie z. B.

    Ton oder dergleichen, oder der     Adsorptions-          verbindung    des     Gastrübungsmittels    durch       kolloid-chemische    Massnahmen geregelt wer  den, z. B. durch     Peptisationsmittel    oder der  gleichen. Es kann aber auch so vorgegangen  werden, dass für ein gegebenes Trübungs  mittel die Trübung durch Veränderung der       Adsorptionsmittelmenge    zum Beispiel durch  Erhöhung der     Adsorptionsmittelmen.ge        beein-          flusst    wird.

   Schliesslich kann auch ein     solches          Trübungsmittel    ausgewählt werden, das von  dem     Adsorptionsmittel    stark     adsorbiert    wird.  



  Bei dem Verfahren gemäss der     Erfindung     kann das     Gastrübungsmittel    auch im Verein  mit einem oder mehreren     Festtrübungsmitteln     angewendet werden. Ein solches Verfahren  kann so     ausgeführt    werden, dass das     Fest-          trübungsmittel        (Zinnoxyd,        Zirkonoxyd,    Anti  monoxyd,     Arsenoxyd    oder dergleichen) mit  dem     Gastrübungsmittelgemengt    angewendet  wird oder     das        Festtrübungsmittel    mit den  Emailrohmaterialien     verschmolzen    wird.

   Ein  solches Verfahren ermöglicht eine erhebliche  Verminderung des     Zusatzes    an     Festtrübungs-          mitteln    durch die durch die Gastrübung ver  stärkte Trübungswirkung.     Besonders        günstig     ist die Verwendung von     Verbindungen        des          Arsens,    Antimons und     Cers,        @durch    welche       ausserordentlich    grosse     Wirkungen    erreichbar  sind.  



       Weiterhin    wurde auch die     Fasstellung     gemacht, dass     Verfärbungen    beim Einbrennen      des Emails, hervorgerufen durch in dem  Email enthaltene organische Verunreinigun  gen und deren     Zersetzungsprodukte,    die bei  der     Herstellung    und     Verarbeitung        unbeab-          sichtigt    in das Email gelangen können     bezw.     unbeabsichtigt     einsgeführt    werden, sei es       durch    :

  das Trübungsmittel, sei     es    durch an  dere     Zusätze    zum Email, dadurch verhindert  werden     können,        .dass    in     dass    Email     bezw.    in  die Emailmasse Verbindungen     ,gewisser    Me  talle, wie des Eisens, Urans,     Cers,        Arsens     oder Antimons, insbesondere deren Oxyde  oder     Verbindungen,dieser    Oxyde mit andern  Oxyden     eingeführt    werden, wobei es gleich  gültig ist,

   ob diese     Metallverbindungen    mit  den das Email bildenden     Rohetoffen        ver-          s        o        'hmo17        en        werden        oder        der        fertigen        Fritte     zugesetzt werden.

   Wenn     solche    Metallverbin  dungen in     das    Email eingeführt werden, sind       Verfärbungen    .durch Stoffe     organischer        Natur     und deren Zersetzungsprodukte nicht mehr  zu befürchten.

   Die .genannten Metallverbin  dungen werden zweckmässig nur in einer so  geringen     Menge    in die Emailmasse ein  geführt,     dass    eine diesen     .Stoffen        ,gegebenen-          falls    zukommende     Farbwirkung    oder     Trü-          bungswirkung    ohne Einfluss     ist,    am     besten     nur in Menagen von unter 1 %, wobei eine  Erhöhung     dieses        Zusatzes    über 1 % für die  Wirkung, auf welche mit dem Zusatz dieser  Oxyde abgezielt ist,

   keine     weiteren        Vorteile     bringt. Durch ,die durch die Verwendung sol  cher Metallverbindungen     verhinderten    Ver  färbungen kann der     Weisswert    der     Trübung     ganz erheblich -gesteigert werden.  



       Bei    -der     Verwendung    von Verbindungen  des     Cers,    Arsens oder     Antimons        ale        Gas-          trübungsmittel    oder neben einem     Gas-          trübungsmittel    als     Festtrübungsmittel,    macht  sich     demnach    auch eine     E.ntf        ärbungswirkung     geltend, durch welche oder Weisswert .der Trü  bung schon an sich erhöht     wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Trockenemaillierung,da- durch gekennzeichnet, dass einer für die Puderemaillierung geeigneten Emailmasse Cxastrübungsmittel zugesetzt werden. UNTERANSPRCCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass das Gastrübungs- mittel beim Mahlen der Emailmmse zu Puder zugesetzt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gastrübungs- mittel an einem besonderen Träger an gelagert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet; d@ass das Gastrübungsmittel mit dem Träger vor dem Zusatz zur Emailmasse durch Mahlen vereinigt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 3., dadurch gekenn zeichnet, dass der Träger in einer für das Email unschädlichen Menge verwen det wird. 5.
    Verfahren .nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 2 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass als Träger Ton verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 2 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Anlagerung des Trü bungsmittels an dem Träger durch kolloid-ohemische Massnahmen geregelt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, :dadurch gekennzeiehnet, dass Gastrübunb mittel im Verein mit Festtrübungsmitteln, die mit dem Email verschmolzen werden, verwendet werden. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, -d-ass Gastrübungsmittel und Festtrübungsmittel der Emailmasse zugesetzt werden.
    9. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet. ,dass als FesttrübungsmittelVerbndungen des Cens verwendet werden.
    10. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Festtrübungsmittel Verbindungen des Arsens verwendet werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 7, dadurch ,gekennzeichnet, dass als Festtrübunbsmittel Verbindungen des Antimon verwendet werden. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch bekennzeiehnet, dass Verfli.rbunben des Emails, hervorgerufen beim Einbrennen durch organische: Verbindungen und deren Zersetzungsprodukte, durch Zusatz. geringer Mengen von Metallverbindungen vermieden werden. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1?, dadurch gekennzeichnet. dass eine Eisenverbindung verwendet wird. 14.
    Verfahren nach Patentansprueli und Un teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Uranverbindung verwendet wird. 1.5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 12; dadurch beken:nzeiehnet, dass eine Cerverbindunb verwendet wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antimonverbindung verwendet wird.
    <B>17.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ansenverbindun,b verwendet wird.
CH209354D 1937-10-15 1938-08-29 Verfahren zur Trockenemaillierung. CH209354A (de)

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