CH209435A - Anordnung für den Oberwellenausgleich für die Magnetisierungsströme von Drehstromtransformatoren oder Drehstromdrosselspulen mit ungleichem Oberwellengehalt in den einzelnen Phasen. - Google Patents
Anordnung für den Oberwellenausgleich für die Magnetisierungsströme von Drehstromtransformatoren oder Drehstromdrosselspulen mit ungleichem Oberwellengehalt in den einzelnen Phasen.Info
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Description
Anordnung für den Oberwellenansgleich für die Nagnetisiernngsströme von Drehstromtransformatoren oder Drehstromdrosselspnlen mit ungleichem Oberwellengehalt in den einzelnen Phasen.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung für den Oberwellenausgleich für die Magne- tisierungsströme von Drehstromtransforma- toren oder Drehstromdrosselspulen mit un gleichem Oberwellengehalt in den einzelnen Phasen, bei der eine Gruppe von in Stern geschalteten Transformatoren oder Drossel spulen mit einer Gruppe gleicher Oberwellen leistung von in Dreieck oder Zickzack ge schalteten Transformatoren oder Drossel spulen in Reihen, Kaskaden-, oder in Paral lelschaltung betrieben wird.
Bei einer bekannten Schaltung werden Drehstromtransformatoren, die in Sternschal tung betrieben werden, mit in Dreieck ge schalteten Transformatoren parallel an das Netz angeschlossen, so dass sie sich gegen seitig ihre Oberwellenanteile für die Magneti- sierungsströme liefern können und die Strom quelle bezw. das übrige Netz von Magneti- sierungsströmen, deren Ordnungszahl 6n 1 beträgt, wobei n jede ungerade Zahl sein kann,
im wesentlichen entlastet sind. Es wurde nun festgestellt, dass trotz einer sol chen Schaltung der Transformatoren oder Drosselspulen immer noch ein Restbetrag an Oberwellen 6n Macher Grundwellenfre- quenz nicht ausgeglichen wird. Dieser Rest betrag rührt von dem unsymmetrischen Auf bau der normalen Drehstromtransformatoren oder Drosselspulen her, bei denen die Eisen kerne drei in einer Ebene liegende, bewickelte Schenkel haben.
Wenn man nun nach der bisherigen Übung bei Sternschaltung die mittleren Schenkelwicklungen solcher Trans formatoren an die gleiche Phasenleitung des Netzes anschliesst, führt diese Phasenleitung eine geringere Oberwellenleistung als die Phasenleitungen, die mit den Wicklungen der Aussenschenkel verbunden sind. Bei Dreieckschaltung führen zwei Phasen kleine Oberwellenströme, die dritte Phase führt einen grösseren Oberwellenstrom. Durch blosse Vertauschung der Netzanschlüsse lässt sich also wohl die Symmetrierung der dritten Harmonischen erzwingen,
aber nicht die Symmetrierung der Oberwellen mit der Ord nungszahl 6n. 1 erreichen. Erst durch die Schaltung gemäss der Erfindung ist es mög lich, diese höheren Harmonischen auszuglei chen und zum Verschwinden zu bringen. Mit der Schaltung gemäss der Erfindung ge lingt es, selbst bei unsymmetrischem Aufbau der einzelnen Transformatoren diese höheren Harmonischen zu unterdrücken.
Zur Erreichung des Oberwellenausglei- ches für die Magnetisierungsströme von Dreh stromtransformatoren oder Dreclistromdros- selspulen mit ungleichem Oberwellengehalt in den einzelnen Phasen arbeitet erfindungs gemäss eine Gruppe von in Stern geschalteten Transformatoren oder Drosselspulen mit einer Gruppe gleicher Oberw ellenleistung von in Dreieck oder Ziehzach geschalteten Transfor matoren oder Drosselspulen zusammen.
wo bei innerhalb jeder Schaltgruppe die An schlüsse der einzelnen Tra.nsformatorphasen so auf die einzelnen I\Tetzphasen verteilt wer den, dass die Oberwellenleistung in den ein zelnen Netzphasen gleich gross wird. Auf diese Weise können sich auch die unsymme trischen Oberwellenströme der Ordnungszahl 61t <I>- 1</I> praktisch vollständig aufheben, so dass Störungen des Netzbetriebes, z. B. Re sonanzerscheinungen oder Schwierigkeiten der Erdschlusslöschung, vollständig behoben werden.
Es ist zwar bekannt, die Phasenfolge der Wicklungsanschlüsse an das Netz zu ver tauschen, um hiermit die den Transforma toren zugeführten Magnetisierungsströnie dreifacher Frequenz zu unterdrücken. Hier mit wird aber noch keineswegs ein Aus gleich der Oberwellen mit der Ordnungszahl 6tt 1 erzielt, da hierfür die nötigen Vor bedingungen in der elektrischen Schaltung fehlen.
Für diese Anordnung können Transfor matoren normaler Bauart mit ihren einzelnen Schenkelwicklungen in zyklischer Vertau schung an das Netz angeschlossen und in Rei hen-, Parallel- oder gaskadenschaltung so be trieben werden, dass Apparate in Sternschal tung ihren Oberwellenbedarf von in Dreieck oder in Zickzack geschalteten Apparaten be ziehen.
Ausführungsbeispiele der Anordnung ge mäss der Erfindung sind in den Fig. 1 und 2 der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt zwei Gruppen von je drei parallel arbeitenden, sieh gegenseitig ihre Oberwellen liefernden Drosselspulen oder Transformatoren, deren Sekundärwicklungen in der Figur fortgelas sen sind. Die Transformatoren 1, 2 und 3 mit den Netzanschlüssen tr, T' und W sind in Stern geschaltet.
Die Netzanschlüsse LT, V und TV sind so an die Phasenleitungen R, S und T gelegt, dass die mittlere Transformator- pliase 1', (las heisst die mittlere Schenkelwick lung beim ersten Transformator an die mitt lere Netzphase S, beim zweiten Transforma tor an die Netzphase T und beim dritten Transformator an die Netzphase R ange schlossen ist.
Diesen Transformatoren 1 bis 3 werden die Oberwellen 6n 1-facher Frequenz durch drei Transformatoren 4, 5 und 6 gleicher Leitung geliefert. die in Dreieck oder in Zickzack geschaltet sind. Wie in Fig. 1 an gedeutet ist, können zwei Transformatoren (4 und 5) in Dreieck und der dritte Trans formator 6 in Zickzack geschaltet sein. Auch hier sind die Netzanschlüsse so vertauscht, dass beispielsweise die mittlere Schenkel wicklung des Transformators 4 an die Netz phasen S und T, die des Transformators 5 an die Netzphasen<I>T</I> und<I>R</I> und die des Transformators 6 an die Netzphasen R und S angeschlossen ist.
Fig. 2 gibt ein Beispiel für die Kaskaden schaltung von zwei Gruppen von Transfor matoren oder Drosselspulen. Die Transfor matoren 7, 8 und 9 haben Sekundär- oder Tertiärwicklungen, an die eine zweite Gruppe von Transformatoren 10, 11 und 12 angeschlossen sind. Die beiden Transforma toren 7 und 8 werden primär und sekundär in Sternschaltung betrieben. An ihre Se kundär- oder Tertiärwicklungen 13 und 14 sind in Dreieck bezw. in Zickzack geschaltete Drosselspulen 15 und 16 angeschlossen.
Wenn zum Beispiel die Transformatoren bereits auf ihren Primärseiten in Dreieck geschaltet sind, kann man die Sekundärwicklung eben falls in Dreieck oder in Zickzack schalten und kann wie beim Transformator 9 an die Sekundärwicklung 17 eine in Stern ge schaltete Drosselspule 18 anschliessen. Wenn die Wicklungen 13, 14 und 17 nur für den Anschluss von Ausgleichsdrosselspulen 15, 16 und 18 dienen, können sie Tertiärwick- lungen der Transformatoren 7, 8 und 9 dar stellen, die im übrigen noch mit weiteren, Leistung abgebenden oder aufnehmenden Wicklungen ausgerüstet sein können.
Wenn sich nun bei der Anordnung ge mäss der Erfindung in den Stern- oder zick- zackgescha.lteten Transformatoren oder Dros selspulen die Stromoberwellen 6-fa 1-facher Frequenz trotz gleicher Induktion in sämt lichen Kernen nicht in der gleichen Stärke ausbilden wie in den Transformatoren, die in Dreieck geschaltet sind, so ist diese Er scheinung darauf zurückzuführen, dass in den sterngeschalteten Transformatoren eine ge ringe Flussoberwelle dreifacher Frequenz vor handen ist.
Um diese vollständig zu unter drücken, empfiehlt es sich, den sterngeschal teten Transformatoren eine Dreieckhilfswick- lung zu geben. Auch kann man die Induktion in den in Stern geschalteten Transformatoren höher wählen oder diese für eine grössere Lei stung auslegen als die in Dreieck betriebenen Transformatoren. Auf diese Weise kann er zielt werden, dass die in den Magnetisierungs- strömen der einzelnen Schaltgruppen vorhan denen Oberwellen 672 1-facher Frequenz praktisch gleich gross werden.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel für die Reihen schaltung von zwei Gruppen von Transfor- rnatoren oder Drosselspulen. 20, 21 und 22 sind Transformatoren; während die Primär wicklungen ausgezeichnet sind, sind die Se kundärwicklungen und Kerne auf der Figur nur angedeutet. An die Primärwicklungen sind in Dreieck geschaltete Drosselspulen 23, 24 und 25 angeschlossen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung für den Oberwellenausgleich für die Magnetisierungsströme von Dreh stromtransformatoren oder Drehstromdrossel- spulen mit ungleichem Oberwellengehalt in den einzelnen Phasen, dadurch gekennzeich net, dass eine Gruppe von in Stern geschal teten Transformatoren oder Drosselspulen mit einer Gruppe -von in Dreieck oder in Zickzack geschalteten Transformatoren oder Drosselspulen gleicher Oberwellenleistung zusammenarbeitet,und dass innerhalb jeder Schaltgruppe die Anschlüsse der einzelnen Phasenwicklungen so auf die einzelnen Netz phasenleitungen verteilt sind, dass die Ober wellenleistung in den einzelnen Netzphasen leitungen gleich gross wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gruppe von in Stern geschalteten Transformatoren oder Drosselspulen mit einer Gruppe von in Dreieck oder in Zickzack geschalteten Transformatoren oder Drosselspulen glei cher Oberwellenleistung in Parallelschal tung betrieben wird, und dass innerhalb jeder Schaltgruppe die Anschlüsse der ein zelnen Phasenwicklungen so auf die ein zelnen Netzphasenleitungen verteilt wer den, dass die Oberwellenleistung in den einzelnen Netzphasenleitungen gleich gross wird. 2.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, däss eine Gruppe von in Stern geschalteten Transformatoren oder Drosselspulen, die unter sich parallel ge schaltet sind, mit einer Gruppe von in Dreieck oder in Zickzack geschalteten Transformatoren oder Drosselspulen glei cher Oberwellenleistung in Kaskaden schaltung betrieben wird und dass inner halb jeder Schaltgruppe die Anschlüsse der einzelnen Phasenwicklungen so auf die einzelnen Netzphasenleitungen verteilt werden, dass die Oberwellenleistung in den einzelnen Netzphasenleitungen gleich gross wird. 3.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Gruppe von in Stern geschalteten Transformatoren oder Drosselspulen mit einer Gruppe von in Dreieck oder in Zickzack geschalteten Transformatoren oder Drosselspulen glei cher Oberwellenleistung in Reihenschal tung betrieben wird und dass innerhalb jeder Schaltgruppe die Anschlüsse der einzelnen Phasenwicklungen so auf die einzelnen Netzphasenleitungen verteilt werden, dass die Oberwellenleistung in den einzelnen Netzphasenleitungen gleich gross wird. 4. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Transfor matoren oder Drosselspulen in zyklischer Vertauschung der Klemmen an das Mehr phasennetz angeschlossen sind. 5.Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in Stern geschalteten Transfor matoren Dreieckhilfswicklungen besitzen. 6. Anordnung nach Patentanspruch und ITn- teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in Stern geschalteten Transfor matoren oder Drosselspulen eine um so viel höhere Induktion haben als die in Dreieck oder in Zickzack geschalteten Transformatoren, dass die Oberwellen leistungen beider Schaltarten praktisch gleich werden. 7.Anordnung nach Patentanspruch und rin- teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in Stern geschalteten Transfor matoren oder Drosselspulen eine so viel grössere Nutzleistung haben als die in Dreieck oder in Zickzack geschalteten Transformatoren, dass die Oberwellen leistungen der beiden Schaltarten prak tisch gleich gross werden.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE209435X | 1937-06-05 |
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|---|---|---|---|
| CH209435D CH209435A (de) | 1937-06-05 | 1938-03-07 | Anordnung für den Oberwellenausgleich für die Magnetisierungsströme von Drehstromtransformatoren oder Drehstromdrosselspulen mit ungleichem Oberwellengehalt in den einzelnen Phasen. |
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1938
- 1938-03-07 CH CH209435D patent/CH209435A/de unknown
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