CH209625A - Präparat zur Herstellung von Azofarbstoffen. - Google Patents

Präparat zur Herstellung von Azofarbstoffen.

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CH209625A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Präparat zur Herstellung von     Azofarbstoffen.            Gegenstand    des vorliegenden Patentes ist  ein haltbares Präparat zur Herstellung von       Azofarbstoffen    auf der Faser, gekennzeich  net durch eine     Mischung,    bestehend aus  Kupplungskomponenten,     Diazoaminoverbin-          dungen    mit     löslichmachenden    Gruppen im       Staibilisator    und mit Wasserdampf .genügend  flüchtigen     sauerstoffhaltigen    organischen     Ba-          -sen,

      und zwar     diese    Basen mindestens in  den Kupplungskomponenten     äquivalenten     Mengen.  



  Die     bisher    zur Herstellung von     Azofarb-          stoffen    auf der Faser verwendeten Präparate       bestehen    aus Mischungen von     Kupplungs-          komponenten    und     Diazoaminoverbindungen,     die im !Stabilisator     waaserlöslichmachende     Gruppen traben.     Diese    Präparate werden in  fixen Alkalien, z. B.

   Natronlauge, aufgelöst  und nach Zugabe von Verdickungsmitteln  und sonstiger im     Druckverfahren    üblicher  Zusätze auf die Faser     aufgebracht    und der       Einwirkung    von Säuredämpfen bei hoher    Temperatur ausgesetzt.     Durch    die Einwir  kung von Säuredämpfen werden     aus    den       Diazoaminoverbindungen    die     Diazoverbin-          dungen    freigesetzt, und die     Farbstoffbildung     kann eintreten.

   Da diese nachträgliche Be  handlung mit Säuredämpfen     Nachteile    mit  sich bringt, hat es nicht an Versuchen ge  fehlt, Präparate     eo    aufzubauen, dass durch       einfaches    Dämpfen die für die Spaltung und  Kupplung notwendigen     PH-Werte    geschaffen  werden.     Bisherige        Versuche,    die zu brauch  baren Resultaten führten, beruhen darauf,  den Präparaten in     unterschiedlicher    Weise  solche Basen einzuverleiben, die mit     WaEs.er-          dampf    flüchtig sind und durch     einfaches     Dämpfen entfernt werden können.

   Durch das  Austreiben der     flüchtigen    Basen werden dann  in ;den     Präparaten        bezw.    auf den damit     be-          druckten    Geweben die für die Farbstoff     -          bildung        ausschlaggebenden    Bedingungen ge  schaffen, welche sonst     erst    durch eine Säure  behandlung     hervorgerufen    werden.     Als    hier-      für     geeignete        flüchtige    Basen sind dabei in  erster Linie     Alkylamine,    wie z.

   B.     Diä.thyl-          amin,        vorgeschlagen    worden. So sind Präpa  rate, die ausser     Kupplungsl@omporienten    solche       Diazoaminoverbindungen    enthalten,     welche     in den an der     Parbstoffbildunb    nicht be  teiligten Pesten saure, salzbildende     Gruppen     traben, die durch     flüchtige    Basen     abgesät-          tib    sind, in der     Schweizer        Patentschrift     Nr.

       20???6        beschrieben.    Da diese Basen An  .ass zu     Geruchsbelästigungen        geben,        bestellt     das Problem, spezielle Basen     ausfindig    zu  machen, welche einerseits von diesem Nach  teil frei sind und anderseits die in     technischer          Beziehung    an sie bestellten Anforderungen  erfüllen.  



  In den sauerstoffhaltigen     organiselien     Basen,     soweit:    dieselben     wasserlöslich    und in       Wasserdampf        genübend        flüchtig    sind, wur  den nun     Verbindungen    befunden,     welche     allen Anforderungen     genügen.        Geeignete     Basen dieser Art sind zum Beispiel:

           3ionoäthylaminoätlianol,          Diäthylaininoätlianol,          N-Propylaminoäthanol,          Dimetllylaminoäthanol,          Dimethvlaminobutanon,          Diäthvla.minoäthanolmethvläther,          N-Oxyäthylpyrrolidin.        L       Alle diese Basen haben miteinander gemein  sam, dass sie     praktisch        berueh-sfrei,        toxisch     indifferent und wasserlöslich sind und  schliesslich auch     genügend    mit Wasserdampf       flüchtig    -sind,

   uni bei der     Anwendung    der sie  enthaltenden Präparate zur Her;     tellunc        von          Azofarbstoffen    auf der Faser innerhalb der  beim Druckverfahren üblichen     Dämpfdauer     von ungefähr 3-5 Minuten eine     Entwick-          lung    zu     gewährleisten.     



  Die Präparate     gemäss    vorliegender Erfin  dung können     herbestellt     -erden     dureli    ein  faches Vermischen der     Komponenten,        niini-          lich    der     Kupplungskomponenten,        Diazo-          aminoverbindunben    und der mit Wasser  dampf     genübend    flüchtigen, sauerstoffhal  tigen organischen Basen,     wobei        diese    Base     ii     mindestens in solchen     11Tenben        angewandt       werden,

   die den in der     3lisclititig        enthaltenen          Iiupplun"skomponenteii    äquivalent Lind. Die  Natur der in den     Diazoaminoverbindungen     enthaltenen Stabilisatoren ist     nebensäclilieli.     wenn dieselben nur     wasserlöslichmachende     Gruppen enthalten. Enthalten die Stabilisa  toren saure salzbildende Gruppen, so kommen  die     Diazoaminoverbindunben    als Salze. wie  z.

   B.     Alkalisalze,        Aininoni-Lrmsalze,    Amin  salze,     Magnesiumsalze,    zur     Verwendung.     Ausser den     .Stabilisatoren    mit sauren salz  bildenden Gruppen können die verwendeten       Dia.zoaminoverbindung-en    auch     Stabilisatoren     enthalten, deren     Löslichkeit        .durch    andere       löslichmachende    Gruppen bedingt ist, z. B.  durch eine Häufung von     Hydroxylgruppen.     



  Nach Zugabe der in den Druckverfahren       üblichen    Zusätze sind die Präparate     gemäss          vorliegender    Erfindung zum Druck     verwend-          bar.    Sie     ergeben    in allen Fällen beim     ein-          f < tclii#n        Diinipfen    mit neutralem Dampf volle       Drucke,

      die den auf     iibliclie        Weise    aus den  bisher     verwendeten    Präparaten durch saure       Entwicklung        herbestellten    Drucken in der       Farbstärke    \ und im     Haftvermögen    nicht       nacbstehen    und diesen sogar in vielen Fällen  in der     Farbstärke    und im     Durchdruck    über  legen sind.

   Ferner     ermöglichen    die neuen  Präparate, dass     Iiüpenfarlistoffe        mitgedruckt     und     bleichzeitig    mit den     Azofarbstoffen    zur       Entwicklung    gebracht werden können.

      <I>Beispiel 1:</I>         ?8        Clewielitsteile        3,3-Oxynaphthoyl-1'-          amino-?'-metli@-lbeiizol.    511 Gewichtsteile der       Diazoaminoverllintlunb    aus     diazotiertem          I-Chlor-?-toluidin    und     d-Sulfo-?-amino-          bf,rizoesaurein    Ammonium, vermutlich von       dc,r        zu,@ammenset.ztiilg     
EMI0002.0126     
    und     120    Gewichtsteile     I)

  iäthylamiiloäthanol     werden miteinander     gemischt.         Das Präparat ist .gut haltbar und kann       folgendermassen    zur Herstellung einer     Druck-          paste    verwendet werden: Es wird mit 50 Ge  wichtsteilen     Glykolmonoäthyläther,    252 Ge  wichtsteilen     Wasser    und 500     Gewichtsteilen     neutraler     Stärketragantverdickung        vermengt.     



  Zur     Herstellung    des     Azofarbstoffes    wird  die Druckpaste auf die Faser ,gedruckt, bei  50-60   getrocknet, 3-5 Minuten im Schnell  dämpfer gedämpft und wie üblich     nach-          behandelt.    Es wird ein klares Rot erhalten.

      <I>Beispiel 2:</I>  31     Gewiehtsteile        2,3-Oxynaphthoyl-1'-          amino-2'-äthoxybenzol,    65     Gewichtsteile    der       Diazoaminoverbindung    aus     diazotiertem          4-Chlor-2-toluidin    und     4-sulfo-2-amino-          benzoesaurem    Magnesium vermutlich von der  Zusammensetzung  
EMI0003.0022     
    und 120     Gewichtsteile        Diäthylaminoäthanol     werden miteinander gemischt.  



  Das Präparat ist gut haltbar und kann  nach den Angaben in Beispiel 1 zur Her  stellung einer     Druckpaste    verwendet werden.  Im Druck wird bei     Verwendung    dieser     Paste     ein klares starkes Scharlach erhalten.  



  <I>Beispiel 3:</I>  28     Gewiehtsteile        2',3'-Oxynaphthoyl-1'-          amino-2'-mei,hylbenzol,    64 Gewichtsteile der       Diazoaminoverbindung    aus     diazotiertem          4-Chlor-2-toluidin    und     4-sulfo-2-amino-          benzoesaurem    Natrium und 12,0 Gewichtsteile       Diäthylaminoäthanol    werden miteinander ge  mischt. Das Präparat     ist    gut haltbar;     naeh     den Angaben in Beispiel 1 kann es zur Her  stellung einer Druckpaste verwendet werden,  die im Druck ein klares Rot liefert.  



  <I>Beispiel 4:</I>  13     Gewichtsteile        2',3'-Oxynaphthoyl-1'-          a.minobenzol,    34;3     Gewichtsteile        des    Natrium-    Salzes der     Diazoaminoverbindung    aus     diazo-          tiertem    2,5 -     Diäthoxy    - 4 -     ben.zoylamino    - 1     -          aminobenzol    und     3-Tetramethylensulfongly-          ein,

      vermutlich von der Zusammensetzung  
EMI0003.0053     
    und 120 Gewichtsteile     Diäthylaminoäthanol     werden miteinander     gemischt.    Das Präparat  ist gut haltbar und kann folgendermassen zur  Herstellung einer Druckpaste     verwendet    wer  den:    Es wird mit 50     Gewichtsteilen    Glykol-         monoäthyläther,    50 Gewichtsteilen Harnstoff,  233 Gewichtsteilen Wasser     und    500 Ge  wichtsteilen     neutraler        Stärketragantverdik-          kung    vermengt. Beim     Druck        wird    ein klares  Blau erhalten.  



  <I>Beispiel 5:</I>  Wird im Beispiel 3 das     Diäthylamino-          äthanol    durch die     gleiehe    Menge     Dimethyl-          aminobutanon    oder     1-Propylaminoäthanol    er  setzt, so werden ebenfalls     Präparate    von .guter  Haltbarkeit erhalten, die nach den Angaben  in Beispiel 1 zur     Herstellung    von     Druck-          pasten    verwendet werden können.

      <I>Beispiel 6:</I>    29.3     Gewichtsteile        2,3-Oxynaphthoyl-2'-          methoxy-1'-aminohenzol,    70,1     Gewichtsteile     der     Diazoaminoverbindung    aus     diazotiertem          2-Chlor-5-trifluormethyl-l-aminobenzol    und       5-sulfo-2-äthvlaminobenzoesaurem    Natrium  und 120 Gewichtsteile     Dimethylaminoäthanol          bezw.    1'20     Gewiehtsteile        Monoäthylamino-          äthanol        bezw.    120 Gewichtsteile     

  Oxyäthyl-          pyrrolidin    werden miteinander gemischt.  



  Die     Präparate    sind gut haltbar. Nach den  Angaben in Beispiel 1 können sie zur Her  stellung von     Druckpasten        verwendet    werden,  die im Druck ein klares Orange liefern.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Präparat zur Herstellung von Azofarb- stoffen auf der Faser, gekennzeielinet durch eine Misehung, bestehend aus Kupplungs komponenten, Diazoaminoverbindungen mit ,vasserlösliehmachenden Gruppen im Stabili sator und mit Wasserdampf genüend flüeli- tigen sauerstoffhaltigen organischen Basen, und zwar diese Basen mindestens in den Kupplungskomponenten äquivalenten Mengen.
CH209625D 1937-12-01 1938-11-23 Präparat zur Herstellung von Azofarbstoffen. CH209625A (de)

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