CH209780A - Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Fernsehbildern. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Fernsehbildern.

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CH209780A
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  Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Fernsehbildern.    In elektrischen Entladungsröhren zum  Aussenden von Fernsehbildern sind meistens  eine     Netzhautelektrode,    auf die das zu über  tragende Bild projiziert wird, und ein     Elek-          trodensystem    zum Erzeugen     eines    die Netz  hautelektrode abtastenden engen Kathoden  strahlenbündels vorgesehen.

   Die     Netzhautelek-          trode    ist ein vielfacher Kondensator mit  einem     Dielektrikum,    einer gemeinsamen Be  kleidung und einer vielfach     unterteilten,    aus       elektronenemittierenden    Teilchen bestehen  den     Bekleidung.     



  Die Erfindung     betrifft    eine Entladungs  röhre zum Aussenden von Fernsehbildern,  bei der die     Netzhautelektrode    aus einer mit  photoelektrischen Teilchen bedeckten Isolier  platte besteht, ohne     da-ss    eine Gegenbeklei  dung vorgesehen ist.  



  Dagegen ist in der Röhre erfindungs  gemäss     mindestens    eine Elektronenquelle vor  gesehen, welche die     unbekleidete,    von der  das     Abtastbünd@el    aussendenden Kathode ab-    gewandte     Rückseite    der     Neitzhautelektrode     mit Elektronen bestrahlt.  



  Man kann die erzielte Wirkung so deuten,  dass die in den bisher bekannten Fernsehröh  ren manchmal als Signalplatte verwendete  Gegenbekleidung durch eine von den Elek  tronen hervorgerufene virtuelle Gegenbe  kleidung ersetzt     ist.     



  Durch die erfindungsgemässe Entladungs  röhre können gewisse     Störungen    bei der Bild  übertragung, die als     "Dunkelfleckdistorsion."     bekannt sind     und    von der ungleichmässigen  Verteilung von bei der     Abtastung    von den  Schirmteilchen     ausgesandten    .Sekundärelek  tronen über die     Schirmoberfläche,    herrühren,  beseitigt werden.  



  Die Erfindung     ist    besonders von Bedeu  tung für Röhren mit Projektion     des    Bildes  auf die Rückseite der     Netzhautelektrode,    d. h.  auf die Seite, welche der das     Abtastbündel          aussendenden    Kathode     gegenüberliegt.    Wenn  die     Netzhautelektrode    die     gebräuchliche          Gegenelektrode        'besitzt,        ist    für     edie    zweiseitige           Zu-ängliehl,:eit    eine besondere,     -#vaberrart:i";

  e     Konstruktion des Schirmes erforderlich, oder  es muss eine erhebliche     Absorption    des Lich  tes in der Signalplatte mit. in Kauf ge  nommen werden. Bei der Röhre nach der Er  findung kann bei Verwendung einer gut  durchsichtigen Isolierplatte und einem sol  chen Aufbau der Röhre, dass das Lichtbild  auf die     Netzhautelektrode    von deren Rück  seite her projiziert  -erden kann. die Verzer  rung des Bildes, die bei Projektion auf der  Vorderseite infolge des schrägen Strahlen  ganges entsteht. ohne erheblichen Lichtver  lust vermieden werden. 'Man kann der vir  tuellen Gegenbekleidung .und dadurch der  übertragenden Bildfläche     dadurch    eine.

   vor  ausbestimmte Form geben, dass die die Rück  seite der     Netzhautelektrode    bestrahlenden       Elektronenquellen    mit einem strahlenbegren  zenden     Diaphragma        versehen    werden.  



  Dies lässt sich auch durch Verwendung  mindestens eines zusätzlichen     Abtastbünclels     erreichen, das synchron und ortsgleich mit  dem die     photoelelztrischen    Teilchen abtasten  den Bündel über die Rückseite der Netzhaut  elektrode wandert. Dieses zusätzliche Ab  tastbündel kann derart moduliert werden,  dass es in der übertragenden Darstellung ein  Grundbild erzeugt, dem das zu übertragende  Lichtbild überlagert ist. Wenn man einen  solchen Hintergrund oder Aufdruck dem  Lichtbild optisch überlagert. sind optische  Fehler wegen der verschiedenen Richtungen  der projizierenden Lichtbündel unvermeid  lich.  



  In der Zeichnung stellt     Fig.    1 ein erstes       Ausführungsbeispiel    einer Röhre nach der  Erfindung im Längsschnitt dar;     Fig.    2 zeigt  ein zweites     Ausführungsbeispiel.    In den Fi  guren ist auch gezeigt., wie die Röhren zweck  mässig geschaltet werden. Gleiche Teile sind  in den beiden Figuren mit denselben Über  weisungsziffern angegeben.  



  Ein tief     evakuiertes    Gefäss 1 hat einen  Hals 2, der das gebräuchliche zum Erzeugen  eines engen beweglichen Kathodenstrahlen  bündels dienende     Elektrodens@-stem    um  schliesst. In dem erweiterten Teildes Gefässes    ist die     Netzhautelektrode    3 angeordnet, und  zwar derart,     da.ss    Licht vom einen Objekt 4  durch das     Fenster    5 der Röhrenwand auf sie  geworfen werden kann. Für die     Fokussierung     des Lichtbildes dient ein optisches Linsen  system 6, dessen Achse     senkrecht    zu der Netz  hautelektrode 3 steht.

   Das     Elektrodensystem     in dem Röhrenhals 2 besteht aus einer Glüh  kathode 7, einer mit der     gebräuchlichen    Vor  spa.nnungsquelle verbundenen Steuerelektrode  8 und einer Sauganode 9., die durch die Strom  quelle 10 auf einem     positiven    Potential mit  Bezug auf die Glühkathode 7 gehalten wird.  Ferner     ist    eine     Beschleunigungselektrode    11  in     Form    einer leitenden Bekleidung der Glas  wand vorgesehen. Diese     besteht    aus zwei  Teilen, von denen der eine.

   Teil mit der Erde  und dadurch mit dem     positiven    Pol der Strom  quelle     direkt    verbunden ist, während der an  dere Teil mit dem     Gitter    der     Verstärkerröhre          1\?    und über die     Impedanz    13 mit der Erde  verbunden ist.  



       Ablenkmittel    in Form von Spulen 14 und  <B>15</B> sind vorgesehen, um das von der Glühka  thode 7 emittierte Kathodenstrahlenbündel  über die     Netzhautelektrode    3 hin- und     her-          bezw.    auf- und abwärts zu bewegen. Die mag  netischen     Ablenkmittel    können selbstver  ständlich durch     elektrostatische    ersetzt wer  den, falls     letztgenannte    aus irgendeinem  Grunde bevorzugt werden sollten.  



  Die     Netzhautelektrode    3 besteht aus einer  dünnen     Scheibe    16 aus durchsichtigem, iso  lierendem Material, wie zum Beispiel Glim  mer. Die der Kathode 7 zugewandte, als die  Vorderseite zu bezeichnende Seite der Scheibe  16 ist mit zahlreichen kleinen     Silberteilchen     17 überdeckt. Diese Teilchen sind vonein  ander isoliert und haben eine     Silberoxydober-          fläche,    die mittels Cäsium lichtempfindlich  gemacht ist, so dass aus den Teilchen durch  Lichtstrahlen Photoelektronen freigemacht  werden können.  



  Zwischen der     Netzhautelektrode    3 und dem  Fenster 5 befinden sieh in der Röhre, jedoch  ausserhalb     des    vom Objekt 4     herrühren-          den        Lichtstrahlenbündels        Elektrodensysteme.         die eine Elektronenwolke an der Rückseite  der Scheibe 16 herbeiführen und auf diese  Weise die virtuelle     Signalplatte    schaffen.  Sie enthalten eine     Glühkathode    18     bezw.    18a  und eine zugehörige Anode 19     bezw.    19a.

   Die  durch eine Kathode und die ihr zugehörige  Anode     gehende        Achse        trifft:die        Netzhautelek-          trode    ungefähr in ihrer Mitte. Die Anoden  können aus Drahtnetzen mit einer genügend  grossen Oberfläche bestehen, um die ganze  Bildfläche der Scheibe 16 gleichmässig mit  Elektronen zu belegen. Sie können auch als  eine durchlochte Metallplatte ausgebildet sein,  so     da.ss    sie ein das Strahlenbündel begrenzen  des     Diaphragma    bilden     und    der mit Elek  tronen belegten Bildfläche eine durch die  Form der Öffnung     bestimmte    Ausgestaltung  geben.

   Die Öffnung in der Anode 19 ist zum       Beispiel    als     schlüssellochförmig    und die Öff  nung in der Anode 19a als sternförmig ange  geben. Sie können jede     erwünschte    andere       Form    haben.  



  Bei der     Ausführungsform    nach     Fig.    2  hat die Hülle 20 zwei weitere Ansätze 22 und  22a und darin befinden sich die Elektroden  systeme 21 und     21,a,    deren     Achsen    die Netz  hautelektrode 3 ungefähr in ihrer Mitte tref  fen. Die     Elektrodensysteme    21 und 21a sind  gleich gebaut wie das in dem Halse 2 befind  liche System. Sie besitzen eine Kathode 23       bezw.    23a, eine Steuerelektrode 24     bezw.    24a,  eine Sauganode 25     bezw.    25a und     eine    Be  schleunigungselektrode 26     bezw.    26a.

   Es sind  ferner     Ablenkspulen    14 und 15 vorgesehen,  um die von den Systemen 21 und 21a er  zeugten engen Strahlenbündel über die Rück  seite der Scheibe 16     wandern    zu lassen. Die  Steuerelektrode 24 ist durch eine Stromquelle  27 mit schwankender     Spannung    mit der ge  bräuchlichen     Vorspannungsquelle    verbunden       und    auf entsprechende     Weise    ist die Steuer  elektrode 24a des Systems 21a geschaltet.  



  Die     Ablenkspulen    auf den Ansätzen 22  und 22a sind so gebaut, dass durch Regelung  des Stromes erreicht wird, dass die von den  Systemen 21 und 21a erzeugten Kathoden  strahlenbündel synchron und ortsgleich mit  dem     Bildabtaetbündel    laufen, d. h. die Netz-         hautelektrode    in einem genau gegenüber dem  Treffpunkte     des        Bildabtastbündels    liegenden  Punkte treffen. Die der Stromquelle 28     bezw.     28a abgenommenen, an die positiven Elek  troden gelegten Potentiale werden so gewählt,  dass der Bündeldurchschnitt an der Scheibe  16 ein wenig grösser als der     Durchschnitt    des       Abtastbündels    ist.

   Dies ist     erwünscht,        weil     die Systeme 21 und 21a unter einem Winkel  mit :der     Achse    des im     Halse    2     angeordneten     Systems liegen, so dass die von ihnen     auf    der  Oberfläche der     Scheibe    16     beschriebenen     Figuren etwas     trapezfärmig    sind.  



  Die Elektroden 24 und 24a dienen zum  Anlegen von Steuerspannungen, die entspre  chend der örtlichen Helligkeit eines mit dem  Bild des Objektes 4 zu kombinierenden Bildes  moduliert werden können. Auf diese Weise  können dem Bild des Objektes eine oder  mehrere     Darstellungen,    zum Beispiel ein  Grundbild überlagert werden. Das ist von       Bedeutung    für die     Aussendung    von zusam  mengesetzten     Bildern,    wie zum Beispiel  Studioszenen mit überlagertem Hintergrunde.  



  Die auf die Rückseite der Scheibe 16 ge  worfenen Elektronen erzeugen dort wahr  scheinlich Sekundärelektronen und demzu  folge     nimmt    die Oberfläche der Scheibe ein  von dem primären     Elektronenatröm    abhängi  ges     Potential    an, wie wenn ihr durch eine  Metallplatte ein bestimmtes Potential aufge  druckt würde. Dieses Potential hängt von  der Fähigkeit der Oberfläche Sekundärelek  tronen auszusenden ab. Wird das Potential  der Oberfläche geändert, zum Beispiel da  durch, dass Photoelektronen von der Vorder  fläche ausgesandt werden, so, findet ein Elek  tronenstrom     statt,    welcher die Potentialände  rung auf der     Rückseite    wieder wettmacht.  



  Wird die Rückseite der     Netzhautelektrode     von einem engen     Kathodenstrahlenbündel    in  dem gegenüber der     Prallstelle    des     Bildabtast-          bündels    liegenden Punkte getroffen, so wird  die durch den Aufprall des     Bildtastbündels          verursachte        Sekundärelektronenemission    von  der     Vorderseite    entsprechend oder     Intensität     der     Hilfsabtastbündel    an der Rückseite ,ge  steuert.

   Werden also     diese        Hilfsabtastbündel         mit     Bildsignalspannungen    moduliert, so wer  den     dieselben        Signalspannungen    auch an den       Sekundä.relektronenstrom,    der nach dem mit  dem Gitter der Röhre 1? verbundenen Teil  der Auffangelektrode 11 fliesst, modulieren.

    Im Empfänger wird dadurch ein Bild erhal  ten, das eine Zusammensetzung des auf die       Netzhautelektrode    geworfenen     optischen    Bil  des und des von den     Steuerspannungen    an  den Elektroden     \?4    und     2411    elektrisch auf die       Netzhautelektrode    übertragenen Bildes dar  stellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre zum Aus senden von Fernsehbildern, dadurch gekenn zeichnet, dass ihre Netzhautelektrode aus einer mit photoelektrischen Teilchen bedeck ten Isolierplatte ohne Gegenbekleidung be steht und mindestens eine Elektronenquelle vorgesehen ist. welche die unbekleidete, von der das Abtastbündel aussendenden Kathode abgewandte Rückseite der Netzha.utelektrode mit Elektronen bestrahlt. LTN TERANSPRüCHE 1.
    Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierplatte der Netzhautelektrode durch sichtig ist und die Röhre im übrigen so gebaut ist, dass das Lichtbild auf die Netz- ha.utelektrode von deren Rückseite her projiziert werden kann. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die die Rückseite der Netzhautelektrode be strahlenden Elektronenquellen ein strah lenbegrenzendes Diaphragma besitzen, das die Form des mit Elektronen bestrahlten Flächenteils der Rückseite der Net.zhaut elektrode bestimmt. 3.
    Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem mindestens ein Elektrodensy- stern zum Erzeugen eines zusätzlichen, über die Rückseile der Netzhautelektrode laufenden Abtastbündels vorgesehen ist. 4. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Abtastbündel synchron und ortsgleich bewegt werden können. 5.
    Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein die Rückseite der Netz hautelektrode abtastendes Bündel modu liert werden kann, zu . dem Zweck, ein Grundbild auf das zu übertragende Licht bild zu überlagern.
CH209780D 1937-10-26 1938-10-24 Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Fernsehbildern. CH209780A (de)

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