CH209953A - Verfahren zum Schwelen von schwelbaren Stoffen, sowie Schwelofen zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Schwelen von schwelbaren Stoffen, sowie Schwelofen zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zum Schwelen von schwelbaren Stoen, sowie Schwelofen zur Durchführung des Verfahrens. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Schwelen von schwelbaren Stoffen, sowie eine Vorrichtung zur Durch führung des Verfahrens. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass mindestens eine aus einem Schwelofen herausnehmbare, aus mehreren nebeneinander angeordneten senk rechten Rohren gebildete, an ihrem untern Ende verschliessbare Retorte zur Verschwelung von schwelbarem Gut ausserhalb des Schwel ofens gefüllt, in denselben eingesetzt, nach Be endigung des Schwelvorganges aus dem Schwel.
Ofen herausgenommen und dem vollständigen Erkalten ausgesetzt wird, worauf dann nach Ablösen des untern Deckels die Entleerung der Retorte erfolgt.
Der erfindungsgemässe Schwelofen zur Durchführung dieses Verfahrens besitzt min destens eine aus dem Schwelofen heraus nehmbare, an ihrem untern Ende verschliess bare Retorte, die aus mehreren nebeneinander angeordneten, senkrechten, je oben und unten starr miteinander verbundenen Rohren besteht und im Ofen über ihre ganze Oberflüche von in die Ofenwandungen eingebauten Reizkam mern aus durch Strahlung und Heizgasbe- rührung erhitzt wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des erfindungsgemässen Schwelofens dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Querschnitt durch den obern Teil des Schwelofens, Fig. 2 einen vollständig durchgehenden senkrechten Querschnitt durch einen Teil des Ofens in kleinerem Massstabe, Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Schwelofen in demselben kleinen Massstabe wie Fig. 2, Fig. 4 einen Teilquerschnitt durch den untern Teil einer Retorte wieder in dem grö sseren Massstabe nach Fig. 1,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch ein Bruch stück der Retorte an einer der beiden untern Ecken, Fig. 6 eine Oberansicht zu Fig. 5.
Der gezeichnete Schwelofen besitzt rieben einanderzwei länglicheschaclitförmigeSchwel- kammern a aus feuerfester Seliamotte. Die diese Schwelkammern begrenzenden Längs- seitenwände (l enthalten Heizkammern U, in die vermittels ausserhalb derselben angeord neten Brennern c ein Gasluftgemisch regelbar zur Verbrennung in den Beizkarrinrern einge führt wird.
Die Innenwände der Heizkammern sind mit gleichmässig verteilten Löchern e versehen, durch welche die Heizgase aus den Heizkammern<I>b</I> in die Schwelkammer <I>a</I> ein treten. Anzahl und Durchmesser der Löcher e sind so bemessen, dass die Gasgeschwindig keit in dieser etwa dreimal so gross ist als die Gasgeschwindigkeit in den Heizkammern b, in denen .also ein Überdruck und damit eine gleichmässige Wärmeverteilung herrscht.
Auf jeder Längsseite der Schwelkammern a sind drei Heizkammern b übereinander angeordnet, so dass jede Kammer für sieh beheizt und damit die Temperatur in der Schwelkammer a auch in der Höhenrichtung regelbar ist.
In jede Schwelkammer a ist eine Retorte G von oben herausnehmbar eingesetzt. Jede dieser Retorten bestellt aus einer Anzahl ver tikaler, in einer Reihe nebeneinander ange ordneter, dünnwandiger konischer Rohre g aus Eisen, die oben und unten so miteinander verbunden sind, dass sie eine starre Einheit bilden. Durch diese Ausbildung der Retorten wird jede Formveränderung, wie Verziehen, Verwerfen, Durchbiegen ausgeschlossen und ausserdem Verbeulen und andere Beschädi gungen weitgehend vermieden.
Die Rohre g sind oben und unten offen, nach unten zur leichteren Entleerung konisch erweitert und unten durch einen abnehmbaren behälterför- migen Abschlussdeckel i verschliessbar. Das Lösen und Befestigen dieses Deckels i kann, wie es Fig. 4 und 5 zeigen, mit Hilfe von vom Rand des Deckels i näch oben ra genden, an diesem paarweise angeschweissten Lappen k, von den Endrohren g abstehenden Winkeleisen l und auf diesen aufliegenden, einer) Schlitz der Lappen k durchdringenden Keilen 7n geschehen.
Zwischen einer an den untern Enden der Retortenrohre y befestigten, als Tauchrand dienenden Winkelleiste h und dem Seitenrand des Deckels i bildet sich eine Rinne, die mit einer Dichtungsmasse; z. B. Sand, gefüllt wird. Die Winkelleiste h bildet eine starre Verbindung der einzelner Rohre g untereinander an ihren untern End- teilen und bildet einen dichten Abschluss zwi schen dein Innern der Retortenrohre und der Schwelkammer a.
Oben hat die Retorte 0 eine die Rohr- endern umlaufende Dichtungsleiste<I>w,</I> n aus Winkeleisen, die eine starre Verbindung zwi- scbeu den obern Enden der Rohre g und mit dem an ihr sitzenden, nach unten ragenden Schenkeln einen Tauchrand bildet. Als oberer Abschluss der Schwelkammer a dient ein Rahmen o mit einer untern, einwärts vor stehenden Dichtungsrinne p und einer obern, nach aussen vorstellenden Dichtungsrinne q. In den Rahmen o ist ein das Innere der Re torte gegen die Aussenluft abschliessender Deckel r herausnehn)bar eingesetzt.
Die Dich tungsplatte tv trägt eine eine Dichtungsmasse enthaltende Rinne v, in die ein vom Boden des Deckels r vorstehender Tauchrand<I>t</I> ragt. Der Deckel r ist am obern Endteil ebenfalls mit einer als Tauchrand wirkenden Dichtungs leiste z versehen, die in die Rinne q eintaucht. Die Rinnen<I>p</I> und<I>q</I> enthalten eine Dichtungs masse, in welche die Dichtungsleiste n bezw. z mit dem untern Rand eintaucht. Am Bo den des Deckels r, also oberhalb der Retorte G ist ein Schwelgasabzugskanal s vorhanden, welcher gegen die Aussenluft durch die Rin nen v und q und die Tauchränder t und z abgeschlossen ist.
Die Schwelkammer a ist durch die Rinnen p und<I>v</I> und die Leisten n und<I>t</I> gegen den Schwelgasabzugkanal <I>s</I> einer seits und durch die Rinnen<I>p</I> und<I>q</I> und die Leisten 'n und z gegen die Aussenluft ander seits abgedichtet.
Mit dem beschriebenen und dargestellter) Schwelofen wird das erfindungsgemässe Ver fahren wie folgt durchgeführt.
Die unten dicht verschlossenen Rohre g der aus dem Ofen resp. der Schwelkammer herausgenommenen Retorte werden mit Schwel. gut, z. B. Kohle, ausserhalb des Schwelofens gefüllt, die Retorte in die Schwelkammer a eingesetzt und mit dem Deckel r oben ver schlossen. Die Innenwände d der Schwel- kammer resp. Heizkammern wirken durch <B>Strahlung</B> auf die Retorte über ihre ganze Oberfläche. Die Heizabgase werden im Boden der Schwelkammer bei f abgeführt, gelangen in einen Rekuperator A zur Vorwärmung der Verbrennungsluft und dann in den Kamin.
Die Heizgase, die aus den Heizkammern b durch Heizlöcher e in die Schwelkammer a eintreten, umspülen und erhitzen die Rohre g der Retorte G gleichmässig. Da die Rohre dünnwandig gehalten sind, erfolgt eine inten sive Erwärmung der Kohle. Aus dem Kanal s gelangen die Schwelgase durch ein Abzugs rohr u in eine gemeinsame, nicht gezeichnete Vorlage. Diese Anordnung hat den Zweck, die Schwelgase vor Abkühlung und dadurch vor vorzeitiger Abscheidung von Teer und damit die Rinnen p und q vor Verschmutzung durch Teer zu schützen.
Ist die Destillation der Kohle beendet, so wird der Deckel r ab gehoben, die Retorte G herausgenommen, zum Erkalten abgestellt und, nachdem der untere Deckel i abgenommen worden ist, der kalte Koks aus den einzelnen Rohren g herausge stossen. Ist die Retorte finit backender Kohle gefüllt; so entsteht eine Säule oder Stück- koks, bei Füllung mit nicht backenden Kohlen ein Koks entsprechend der Körnung des Ein satzes.
Auch Olschiefer, Eierbriketts und Torf kann mittels desselben Ofens geschwelt wer den.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Schwelen von schwelbaren Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens eine aus einem Schwelofen herausnehm bare, aus mehreren nebeneinander angeord neten senkrechten Rohren gebildete, an ihrem untern Ende verschliessbare Retorte zur Ver- schwelung von schwelbarem Gut ausserhalb des Schwelofens gefüllt, in denselben einge setzt, nach Beendigung des Schwelvorganges aus dem Schwelofen herausgenommen und dem vollständigen Erkalten ausgesetzt wird, worauf dann nach Ablösen des untern Deckels die Entleerung der Retorte erfolgt.PATENTANSPRUCH II: Schwelofen zur Durchfübrung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch mindestens eine aus dem Schwelofen herausnehmbare, an ihrem untern Ende ver schliessbare Retorte, die aus mehreren neben einander angeordneten senkrechten, je oben und unten starr miteinander verbundenen Rohren besteht und im Ofen über ihre ganze Oberfläche von in die Ofenwandungen einge bauten Heizkammern aus durch Strahlung und Reizgasberührung erhitzt wird. UNTERANSPRttCHE 1.Schwelofen nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zwischen dem obern Ende jeder Retorte und einem obern Deckel zur Trennung von Reizgasraum und Schwelgasraum einerseits und zwi schen dem obern Deckel und der Aussen luft zur Trennung von Heizgasraum und Aussenluft anderseits und ferner am untern Ende jeder Retorte zum Abschluss eines Wärmeschutzraumes zwischen dem Schwel- raum und der Aussenluft je ein Tauchver- schluss vorhanden ist.2. Schwelofen nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Retorte unten durch einen schalen förmigen Deckel abschliessbar ist, die dem Rand entlang zusammen mit dem untern Tauchrand der Retorte eine mit Dichtungs masse anzufüllende Rinne bildet und mit lösbaren Verschlussteilen ausgerüstet ist.
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