CH209953A - Verfahren zum Schwelen von schwelbaren Stoffen, sowie Schwelofen zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Schwelen von schwelbaren Stoffen, sowie Schwelofen zur Durchführung des Verfahrens.

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CH209953A
CH209953A CH209953DA CH209953A CH 209953 A CH209953 A CH 209953A CH 209953D A CH209953D A CH 209953DA CH 209953 A CH209953 A CH 209953A
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CH
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smoldering
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Erich Vogt Arthur
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Erich Vogt Arthur
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B29/00Other details of coke ovens
    • C10B29/02Brickwork, e.g. casings, linings, walls

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


  Verfahren zum Schwelen von     schwelbaren    Stoen, sowie     Schwelofen    zur  Durchführung des Verfahrens.    Den Gegenstand der Erfindung bildet ein  Verfahren zum Schwelen von schwelbaren  Stoffen,     sowie    eine Vorrichtung zur Durch  führung des Verfahrens. Das     erfindungsgemässe     Verfahren besteht darin, dass mindestens eine  aus einem Schwelofen herausnehmbare, aus  mehreren nebeneinander angeordneten senk  rechten Rohren gebildete, an ihrem untern  Ende verschliessbare Retorte zur Verschwelung  von schwelbarem Gut ausserhalb des Schwel  ofens gefüllt, in denselben eingesetzt, nach Be  endigung des Schwelvorganges aus dem Schwel.

    Ofen herausgenommen und dem vollständigen  Erkalten ausgesetzt wird, worauf dann nach  Ablösen des untern Deckels die Entleerung  der Retorte erfolgt.  



  Der erfindungsgemässe Schwelofen zur  Durchführung dieses Verfahrens besitzt min  destens eine aus dem Schwelofen heraus  nehmbare, an ihrem untern Ende verschliess  bare Retorte, die aus mehreren nebeneinander  angeordneten, senkrechten, je oben und unten    starr miteinander verbundenen Rohren besteht  und im Ofen über ihre ganze     Oberflüche    von  in die Ofenwandungen eingebauten Reizkam  mern aus durch Strahlung und     Heizgasbe-          rührung    erhitzt wird.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des erfindungsgemässen     Schwelofens     dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt einen senkrechten Querschnitt  durch den obern Teil des Schwelofens,       Fig.    2 einen vollständig durchgehenden  senkrechten Querschnitt durch einen Teil des  Ofens in kleinerem     Massstabe,          Fig.    3 einen Längsschnitt durch den       Schwelofen    in demselben     kleinen        Massstabe     wie     Fig.    2,       Fig.    4 einen Teilquerschnitt durch den  untern Teil einer Retorte wieder in dem grö  sseren     Massstabe    nach     Fig.    1,

         Fig.    5 einen Längsschnitt durch ein Bruch  stück der Retorte an einer der beiden untern  Ecken,           Fig.    6 eine Oberansicht zu     Fig.    5.  



  Der gezeichnete Schwelofen besitzt rieben  einanderzwei     länglicheschaclitförmigeSchwel-          kammern        a    aus feuerfester     Seliamotte.    Die  diese     Schwelkammern    begrenzenden     Längs-          seitenwände        (l    enthalten     Heizkammern        U,    in  die vermittels ausserhalb derselben angeord  neten Brennern     c    ein     Gasluftgemisch    regelbar  zur Verbrennung in den     Beizkarrinrern    einge  führt wird.

   Die     Innenwände    der     Heizkammern     sind mit gleichmässig verteilten Löchern e  versehen, durch welche die Heizgase aus den  Heizkammern<I>b</I> in die     Schwelkammer   <I>a</I> ein  treten. Anzahl und Durchmesser der Löcher  e sind so bemessen, dass die Gasgeschwindig  keit in     dieser    etwa dreimal so gross ist als  die Gasgeschwindigkeit in den     Heizkammern    b,  in denen .also ein     Überdruck    und damit eine  gleichmässige Wärmeverteilung herrscht.

   Auf  jeder Längsseite der     Schwelkammern        a    sind  drei     Heizkammern        b    übereinander angeordnet,  so dass jede     Kammer    für sieh beheizt und  damit die Temperatur in der     Schwelkammer     a auch in der Höhenrichtung regelbar ist.  



  In jede Schwelkammer     a    ist eine Retorte  G von oben     herausnehmbar        eingesetzt.    Jede  dieser Retorten bestellt aus einer Anzahl ver  tikaler, in einer Reihe nebeneinander ange  ordneter, dünnwandiger konischer Rohre     g    aus  Eisen, die oben und unten so     miteinander          verbunden    sind, dass sie eine starre Einheit  bilden. Durch diese Ausbildung der Retorten  wird jede Formveränderung, wie Verziehen,  Verwerfen, Durchbiegen ausgeschlossen und  ausserdem Verbeulen und andere Beschädi  gungen     weitgehend    vermieden.

   Die Rohre g  sind oben und unten offen, nach unten zur  leichteren Entleerung konisch erweitert und       unten    durch einen abnehmbaren     behälterför-          migen        Abschlussdeckel    i verschliessbar. Das  Lösen und Befestigen dieses Deckels i kann,  wie es     Fig.    4 und 5 zeigen, mit Hilfe  von vom Rand des Deckels i     näch    oben ra  genden, an diesem paarweise angeschweissten  Lappen k, von den     Endrohren    g abstehenden  Winkeleisen l und auf diesen aufliegenden,  einer) Schlitz der Lappen k durchdringenden  Keilen     7n    geschehen.

   Zwischen einer an den         untern    Enden der Retortenrohre     y    befestigten,  als Tauchrand dienenden Winkelleiste h und  dem Seitenrand des Deckels i bildet sich  eine Rinne, die mit einer Dichtungsmasse;  z. B. Sand, gefüllt wird. Die Winkelleiste h  bildet eine starre Verbindung der einzelner  Rohre     g    untereinander an ihren untern     End-          teilen    und bildet einen dichten Abschluss zwi  schen     dein        Innern    der Retortenrohre und der       Schwelkammer    a.  



  Oben hat die Retorte 0 eine die     Rohr-          endern    umlaufende Dichtungsleiste<I>w,</I>     n    aus  Winkeleisen, die eine starre Verbindung     zwi-          scbeu    den obern Enden der Rohre g und mit  dem an ihr sitzenden, nach unten ragenden  Schenkeln einen Tauchrand bildet. Als oberer       Abschluss    der     Schwelkammer        a    dient ein  Rahmen o mit einer untern, einwärts vor  stehenden Dichtungsrinne p und einer obern,  nach aussen vorstellenden Dichtungsrinne q.  In den Rahmen o ist ein das Innere der Re  torte gegen die Aussenluft abschliessender  Deckel r     herausnehn)bar    eingesetzt.

   Die Dich  tungsplatte     tv    trägt eine eine Dichtungsmasse  enthaltende Rinne v, in die ein vom Boden  des Deckels     r        vorstehender    Tauchrand<I>t</I> ragt.  Der Deckel     r    ist am obern Endteil ebenfalls  mit einer als Tauchrand wirkenden Dichtungs  leiste z versehen, die in die Rinne q eintaucht.  Die Rinnen<I>p</I> und<I>q</I> enthalten eine Dichtungs  masse, in welche die Dichtungsleiste n     bezw.     z mit dem untern Rand eintaucht. Am Bo  den des Deckels r, also oberhalb der Retorte       G    ist ein     Schwelgasabzugskanal    s vorhanden,  welcher gegen die Aussenluft durch die Rin  nen v und q und die Tauchränder t und z  abgeschlossen ist.

   Die Schwelkammer a ist  durch die Rinnen     p    und<I>v</I> und die Leisten     n     und<I>t</I> gegen den     Schwelgasabzugkanal   <I>s</I> einer  seits und durch die Rinnen<I>p</I> und<I>q</I> und die  Leisten     'n    und z gegen die Aussenluft ander  seits abgedichtet.  



  Mit dem beschriebenen und dargestellter)  Schwelofen wird das erfindungsgemässe Ver  fahren wie folgt durchgeführt.  



  Die unten dicht verschlossenen Rohre g  der aus dem Ofen     resp.    der Schwelkammer  herausgenommenen Retorte werden mit     Schwel.         gut, z. B. Kohle, ausserhalb des Schwelofens  gefüllt, die Retorte in die Schwelkammer     a     eingesetzt und mit dem Deckel r oben ver  schlossen. Die Innenwände d der     Schwel-          kammer        resp.        Heizkammern    wirken durch  <B>Strahlung</B> auf die Retorte über ihre ganze  Oberfläche. Die Heizabgase werden im Boden  der Schwelkammer bei f abgeführt, gelangen  in einen     Rekuperator    A zur     Vorwärmung    der  Verbrennungsluft und dann in den Kamin.

    Die Heizgase, die aus den     Heizkammern    b  durch     Heizlöcher    e in die Schwelkammer a  eintreten, umspülen und erhitzen die Rohre     g     der Retorte G gleichmässig. Da die Rohre  dünnwandig gehalten sind, erfolgt eine inten  sive Erwärmung der Kohle. Aus dem Kanal  s gelangen die Schwelgase durch ein Abzugs  rohr     u    in eine gemeinsame, nicht gezeichnete  Vorlage. Diese Anordnung hat den Zweck,  die Schwelgase vor Abkühlung und dadurch  vor vorzeitiger     Abscheidung    von Teer und  damit die Rinnen p und q vor Verschmutzung  durch Teer zu schützen.

   Ist die Destillation  der Kohle beendet, so wird der Deckel r ab  gehoben, die Retorte G herausgenommen, zum  Erkalten abgestellt und, nachdem der untere  Deckel i abgenommen worden ist, der kalte  Koks aus den einzelnen Rohren g herausge  stossen. Ist die Retorte     finit    backender Kohle  gefüllt; so entsteht eine Säule oder     Stück-          koks,    bei Füllung mit nicht backenden Kohlen  ein     Koks    entsprechend der Körnung des Ein  satzes.  



  Auch     Olschiefer,    Eierbriketts und Torf  kann mittels desselben Ofens geschwelt wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Schwelen von schwelbaren Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens eine aus einem Schwelofen herausnehm bare, aus mehreren nebeneinander angeord neten senkrechten Rohren gebildete, an ihrem untern Ende verschliessbare Retorte zur Ver- schwelung von schwelbarem Gut ausserhalb des Schwelofens gefüllt, in denselben einge setzt, nach Beendigung des Schwelvorganges aus dem Schwelofen herausgenommen und dem vollständigen Erkalten ausgesetzt wird, worauf dann nach Ablösen des untern Deckels die Entleerung der Retorte erfolgt.
    PATENTANSPRUCH II: Schwelofen zur Durchfübrung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch mindestens eine aus dem Schwelofen herausnehmbare, an ihrem untern Ende ver schliessbare Retorte, die aus mehreren neben einander angeordneten senkrechten, je oben und unten starr miteinander verbundenen Rohren besteht und im Ofen über ihre ganze Oberfläche von in die Ofenwandungen einge bauten Heizkammern aus durch Strahlung und Reizgasberührung erhitzt wird. UNTERANSPRttCHE 1.
    Schwelofen nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zwischen dem obern Ende jeder Retorte und einem obern Deckel zur Trennung von Reizgasraum und Schwelgasraum einerseits und zwi schen dem obern Deckel und der Aussen luft zur Trennung von Heizgasraum und Aussenluft anderseits und ferner am untern Ende jeder Retorte zum Abschluss eines Wärmeschutzraumes zwischen dem Schwel- raum und der Aussenluft je ein Tauchver- schluss vorhanden ist.
    2. Schwelofen nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Retorte unten durch einen schalen förmigen Deckel abschliessbar ist, die dem Rand entlang zusammen mit dem untern Tauchrand der Retorte eine mit Dichtungs masse anzufüllende Rinne bildet und mit lösbaren Verschlussteilen ausgerüstet ist.
CH209953D 1937-12-04 1938-12-02 Verfahren zum Schwelen von schwelbaren Stoffen, sowie Schwelofen zur Durchführung des Verfahrens. CH209953A (de)

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