CH209961A - Verfahren und Vorrichtung zum Erleichtern des Abwindens von Kunstseidewickeln. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Erleichtern des Abwindens von Kunstseidewickeln.Info
- Publication number
- CH209961A CH209961A CH209961DA CH209961A CH 209961 A CH209961 A CH 209961A CH 209961D A CH209961D A CH 209961DA CH 209961 A CH209961 A CH 209961A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- reel
- hose
- hollow body
- roll
- lap
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- 229920000297 Rayon Polymers 0.000 title claims description 3
- 239000002964 rayon Substances 0.000 title claims description 3
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 12
- 238000001035 drying Methods 0.000 claims description 2
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Landscapes
- Storage Of Web-Like Or Filamentary Materials (AREA)
Description
Verfahren und Vorrichtung zum Erleichtern des Abwindens von gunstseidewickeln. Einen gunstseidewickel kann man um so besser abwickeln, je weniger seine Faden lagen durcheinander gefallen .sind und je we niger der Wickel selbst deformiert worden ist. Die Verwirrung der Fäden tritt haupt sächlich dann ein, wenn der Wickel von einer runden Form, auf die der Faden auf gewickelt war, abgenommen wird, dann sich selbst überlassen oder flach gedrückt und hernach wieder auf eine runde Form gebracht werden russ. Solche Einwirkungen haben Einfluss auf die Beschaffenheit des Fadens selbst und auf das Abwickeln, das mehr oder weniger störungsfrei vor sich gehen kann.
Vorgängig dem Verfahren nach Erfin dung wird die runde Aufwickelform, bevor der Faden auf sie aufgewickelt wird, wie be kannt, mit einem Schlauch überzogen, dann Schlauch und Wickel von der Form abge zogen, der Wickel im Schlauch verpackt und in diesem Zustande dem Nachbehandlungs- prozess unterworfen, wobei der Wickel ent- weder flach gedrückt, oder auf ovale Formen etc. aufgezogen oder an Stäbe resp. \Walzen aufgehangen wird. Nach derNachbehandlung werden diese Wickel getrocknet.
Gemäss der Erfindung werden nun Schlauch und Wickel auf einen Holzkörper aufgestreift, der im Innern mit einem Hae.pel beschickt worden ist; von diesem Hohlkörper werden. dann Schlauch und Wickel auf den Haspel aufge zogen, ohne dass der Wickel berührt werden mu13.
In der Zeichnung ist,das Verfahren bezw. die dazu nötigen beispielsweisen Mittel zu seiner Durchführung dargestellt: Fig.l und 2 zeigen den von der Spul vorrichtung kommenden Wickel, Fig. 3 und 4 einen zu diesem Verfahren benötigten neuartigen Haspel, Fig. 5 und 6 die Aufsteckvorrichtung, Fig. 7 und 8 Einzelheiten.
Der Wickel ist nach Fig.l in einen Schlauch 2 eingehüllt, dessen Ende 3 über das andere 4 übergezogen ist, so dass sieh die Enden überlappen.
Fig. 2? zeigt die runde Form dieses Wik- kels so wie er von der Spulvorrichtung her unterkommt, nach bekannter Art in einen Trikot- oder andern Schlauch eingewickelt. In diesem Zustande wird er einer Nachbe handlung unterworfen. und zwar der \ass- nachbehandlung, die die Kunstseide nötig hat, bevor sie als fertiges Produkt in den Handel kommen kann.
Zur Ausführung die ser Nachbehandlung wird des Platzbedarfes halber der Wickel flach gedruckt, oder auf flache resp. ovale Form gezogen, oder über Stäbe gehängt, oder über rotierende Walzen gelegt, deren Durchmesser kleiner als der in nere Durchmesser des Wickels ist. So werden die Wickel in die Nachbehandlungsbäder getaucht oder unter Traufvorrichtungen hin weggeführt. Hernach werden die Nickel ge trocknet und entweder als solche in den Han dei gebracht oder auf Konen oder irgend eine andere Spulenform, die für die Weiterverar beitung geeignet ist, umgewunden.
Damit sich nun der Faden von dem Wickelkörper gut und ungehemmt abwinden lässt. sind die im nachstehenden beschrie benen Vorrichtun;-en ge#ehaffen -,norden. die demWickel unter@grösstmöglichste:rSchonun-, \nieder diejenige Form geben lassen bezw. ihn in derjenigen Farm erhalten, welche für ein ungestörtes Arbeiten Gewähr gibt. Diese Vorrichtungen sind einfach konstruiert und leicht zu handhaben.
In den Fig. 3 und 4 ist der für dieses Ver fahren ausgebildete Haspel gezeichnet.. Die ser schmiegt sich bei grösster Stabilität leicht der Form des Wickels an. Er besitzt a Stäbe. 5, 6. 7. 8 und 9 (Fig.4). die waagebalken- ähnlich gehalten und durch Federn 10 und 1 1 radial nach aussen gedrückt werden. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch die Linie -l-P) der Fig. 4;
Fig. 4 zeigt in ihrer obern Hälfte. d. h. bei den Stäben :i und 6 einen Schnitt durch C-D der Fig. 3 und in der untern Hälfte, d. h. bei den Stäben 7, 8 und 9 einen Schnitt durch E-F der Fig.3. Einerseits (rechts in Fig. 3) besorgen das Herau@rUik- ken der Stäbe die Federn 10 und andererseits (links) die Federn 11. Diese Federn sind von einander unabhängig.
Die Stäbe haben in ihrer Mitte je einen Lappen 12 mit einem Schlitz 13, durch welch letzteren eine Schraube 14 reicht.. Schraube 14 verhindert, dass die Fe dern 10 und 11 die Stäbe weiter als es der Schlitz 13 zulässt. herausdrücken können. Die vorhin erwähnten Lappen 12 sitzen lose in Führungen 15, die in gleicher Anzahl wie Stäbe angeordnet und an dem Achsrohr 16 angeschweisst sind. Ausser diesen Führungen sind links und rechts auf dem Achsrohr Pfannen 1 7 angebracht., in denen die vorhin erwähnten Federn 10 und 11 lose sitzen.
Durch geeignete Mittel, hier beispielsweise gleichfalls durch Pfannen 18, sind sie mit den Stäben 5, 6, 7, 8, 9 verbunden. Durch diese Anordnung haben diese Stäbe eine un gezwungene, sich jedem Druck anpassende Federung. Sie können sich zum Beispiel ganz schräg einstellen, wie die Linie G-H auf Fig. 3 zeigt; gleichzeitig ist aber jeder Stab u na.hhängig vom andern. Dadurch ist die < ,"r@isste Anpassungsfähigkeit an den aus der Trocknung kommenden Fadenwickel gewähr leistet.
Es handelt sieh nach vorliegendem Verfahren darum, diese Fadenwickel auf ein fachste und sicherste Weise, ohne die Faden lagen durcheinanderzubringen, auf diese Haspel zu ziehen. Zu diesem Zweck ist eine Aufsteckvorrichtung, wie in Fig.5 und 6 gezeichnet, konstruiert worden. Fig.5 zeigt einen Längsschnitt nach Linie J--K der Fig. 6. Diese Aufsteckvorrichtung besteht aus einem vieleckigen Blechrohr 19. dessen Ecken der Anzahl der Ställe des Haspels entspre chen. in diesem Falle fünf.
Nach einer Seite ist sie in runder oder ebenfalls in eckiger Form auf kleineren Durchmesser 20 ein gezogen (Fig.5). Auf der andern Seite ist. sie offen und zur Aufnahme eines im vorher gehenden beschriebenen Haspels geeignet. wie in Fig. 5 rechts punktiert gezeichnet. Zur Verstärkung und zum Festhalten dieses Blechrohres ist auf der verjüngten Seite ein Formstiick 21 eingesetzt und verlötet.
Die in die Schläuche verparktenWickel 1 (Fig.5) -erden auf den engeren Teil 20 der Vorrich tung aufgesteckt und nach der starken Seite hin im Sinne der Pfeile a gerückt. Auf diese Art wird die Aufsteckvorrichtung mit Wik- kel versehen, wie in Fig. 5 angegeben, wobei 3 bis 4 Wickel in Bereitschaft gehalten wer den. Hernach wird diese Vorrichtung auf einen an :einem Tisch 22 befestigten Dorn. 23 gesteckt (Fig. 7).
Die Wickel sind derart auf gefädelt, dass jeweils der äussere Teil 3 des Schlauches nach rechts (Fig.5) zu liegen kommt. Dieser Teil wird nun im Sinne der eingezeichneten Pfeile b von dem Wickel ab ges.tülpt und auf die Stirnseite des in die Aufsteckvorrichtung eingeführten Haspels gefaltet. Hierauf wird der Haspel samt diesem Schlauchstück angefasst und .im Sinne des Pfeils c samt dem darüber befindlichen Wik- kel herausgezogen.
Dieser kommt dann direkt auf die Mitte des Haspels zu sitzen wie in Fig. 8 gezeigt. Das andere Ende des Schlau ches wird dann ebenfalls nach dem Innern zu gefaltet, so dass der Faden d über Kopf durch die Öse eines. Fadenführers e abgewun- den werden kann, wie dies in Fig. 8 ange deutet ist.
Das Achsrohr 16 des Haspels (Fig. 1) kann auf irgend eine Art gestaltet sein. so zum Beispiel mit beiderends ein gesetzten Zapfen, damit der Faden auch über Achse abgezogen werden kann, oder es wird in das Achsrohr nur auf einer Seite ein Zapfen eingeschlagen und ersteres auf eine Spindel gesteckt, auf deren Spitze der ganze Haspel sich wie eine Glocke :drehen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Erleichterung des Abwin- .dens von Kunstseidewickeln, die dadurch hergestellt wurden, dass man runde Auf wickelformen vor dem Bewickeln mit.einem Schlauch überzog, dann Schlauch und Wickel zusammen von der Form abzog, den Wickel im Schlauch einpackte und in diesem Zustande der Nachbehand lung und der Trocknung unterwarf, -dadurch gekennzeichnet, dass man hier auf die Wickel und Schläuche auf einen Hohlkörper aufstreift, indessen Inneres ein Haspel eingelegt worden ist, worauf Schlauch, Wickel und Haspel miteinan der abgezogen werden und erstere beide auf den Haspel zu liegen kommen und durch diesen festgehalten werden.II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen an dem einen Ende konischen Hohlkörper, auf den die in Schläuche eingewickelten Fadenwickel aufgestülpt werden und einen mit federn den Armen versehenen Haspel, der in zusammengepresstem Zustande in das an dere Ende des Hohlkörpers eingeführt und hernach mit dem Wickel und der den Wickel einschliessenden Hülle vom Hohlkörper abgezogen wird,worauf die na.eh aussen federnden Has.pelarme den Wickel festhalten. UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II mit einer Festhaltevorrichtung für den Wik- kel, bestehend aus :einem Dorn mit Nase, über den der Hohlkörper samt Wickel und Haspel gelegt werden kann, zwecks besserem Abziehen der letzteren beiden vom Hohlkörper. 2.Vorrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Haspel eine gewisse Anzahl längsachsig ange ordneter Stäbe besitzt, die waagebalken- ähnlich in der Mitte in einem Schlitzloch gehalten und beidseitig durch Federn nach aussen gedrückt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH209961T | 1938-07-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH209961A true CH209961A (de) | 1940-05-31 |
Family
ID=4446737
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH209961D CH209961A (de) | 1938-07-28 | 1938-07-28 | Verfahren und Vorrichtung zum Erleichtern des Abwindens von Kunstseidewickeln. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH209961A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2644650A (en) * | 1952-06-27 | 1953-07-07 | Henry Behr | Expansible core for coils of rope or the like |
| US2891739A (en) * | 1954-09-01 | 1959-06-23 | Lof Glass Fibers Co | Tube-holding mechanism |
-
1938
- 1938-07-28 CH CH209961D patent/CH209961A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2644650A (en) * | 1952-06-27 | 1953-07-07 | Henry Behr | Expansible core for coils of rope or the like |
| US2891739A (en) * | 1954-09-01 | 1959-06-23 | Lof Glass Fibers Co | Tube-holding mechanism |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH639349A5 (en) | Plug-on ring with recess for fixing a thread starting end | |
| CH209961A (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Erleichtern des Abwindens von Kunstseidewickeln. | |
| DE3828266A1 (de) | Huelse mit garnfangstelle | |
| DE876134C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung von frisch gesponnenen Kunstseidespinnkuchen fuer die Nachbehandlung | |
| DE1955821U (de) | Vorrichtung zum festhalten eines endstuecks des garns waehrend des aufwickelns desselben auf einer spule. | |
| DE3737122C2 (de) | Verfahren zum Positionieren eines Faden-Abwickelanfangsstückes und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens | |
| DE604141C (de) | Vorrichtung zum Aufwickeln frisch gesponnener Kunstseidefaeden | |
| DE596343C (de) | Aufwickelvorrichtung zur gleichzeitigen Herstellung mehrerer Kunstseidewickel | |
| AT127367B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidewickeln. | |
| DE567382C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von zur Nassbehandlung bestimmten Fadenwickeln, insbesondere aus Kunstseide | |
| DE599577C (de) | Schlichtvorrichtung fuer Garnketten | |
| DE482847C (de) | Spule mit ausziehbaren Spannleisten zur Behandlung gespulten Garnes | |
| DE567380C (de) | Verfahren zur Behandlung von Fadenwickeln, insbesondere aus Kunstseide | |
| DE580385C (de) | Einschlaghuelle fuer Spinnkuchen | |
| DE554762C (de) | Verfahren zum Faerben von Kreuzspulen | |
| DE574872C (de) | Verfahren zum Trocknen von Kunstseidewickeln | |
| DE729392C (de) | Drahtziehmaschine mit zentraler Drahtabfuehrung zum wahlweisen Trocken- oder Nassziehen | |
| DE955586C (de) | Einrichtung zum Nassbehandeln, insbesondere zum Faerben, von Garnwickeln mittels Kreuspulhuelsen | |
| DE538680C (de) | Abnehmbarer Spulenhalter fuer Kunstseidenspinnmaschinen | |
| DE442208C (de) | Verfahren zum Vorbereiten von Kreuzspulen zum Faerben, Waschen u. dgl. der Garnwickel ohne Huelsen auf zylindrischen Faerbespindeln im Aufstecksystem mit kreisender Flotte | |
| AT85980B (de) | Einrichtung an Spulen für künstliche Seide o. dgl. | |
| DE510853C (de) | Verfahren zur Herstellung von aufgewickelten Verstaerkungen auf fertiggewickelten Papierhuelsen oder Spulen | |
| DE638919C (de) | Haltevorrichtung fuer ueber Kopf abzuziehende lockere Fadenwickel, z. B. Kunstseidespinnkuchen | |
| DE729886C (de) | Spule zum nachtraeglichen Einfuehren in den Hohlraum eines Garnwickels | |
| DE600222C (de) | Vorrichtung zur Behandlung von kinematographischen Filmen |