CH210020A - Anordnung zur reflexionsfreien Verbindung von Wellenwiderständen beliebigen Verlaufs. - Google Patents

Anordnung zur reflexionsfreien Verbindung von Wellenwiderständen beliebigen Verlaufs.

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CH210020A
CH210020A CH210020DA CH210020A CH 210020 A CH210020 A CH 210020A CH 210020D A CH210020D A CH 210020DA CH 210020 A CH210020 A CH 210020A
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  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

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  Anordnung zur reflexionsfreien Verbindung von     Wellenwiderständen     beliebigen Verlaufs.    In der Fernmeldetechnik tritt oft der  Fall ein, dass ein Vierpol mit einem andern  zusammengeschaltet werden muss, ohne dass  an der Verbindungsstelle Reflexionsverluste  auftreten dürfen. Der     Ausgangswellenwider-          stand    des einen     Vierpoles    muss daher über  einstimmen mit dein     Eingangswellenwider-          stand    des andern     Vierpoles.    Diese Überein  stimmung lässt sich jedoch häufig nicht ver  wirklichen, so dass die Notwendigkeit ent  steht, zwischen beide Vierpole ein Anpas  sungsnetzwerk zu schalten.

   An ein solches  Anpassungsnetzwerk     wird.    die Forderung ge  stellt, bei einem Minimum an Aufwand von  Schaltelementen jeden beliebig     vorschreib-          baren    Eingangs-     bezw.        Ausgangswellenwider-          stand    zu besitzen, ohne den     Dämpfungsver-          lauf    der ganzen Schaltung ungünstig zu be  einflussen.  



  Solche     Anpassungsnetzwerke    sind zum  Beispiel nötig, wenn zwei Leitungen mitein-         ander    verbunden werden sollen, die nicht  aneinander angepasst werden können; oder  wenn eine Leitung mit einer abschliessenden  Schaltung versehen werden soll, oder wenn  ein Filter an eine Leitung oder an ein anderes  Filter angeschlossen werden soll. Bei dem  letztgenannten Beispiel kann sogar der Fall  eintreten, dass vor und hinter das Filter je  ein Anpassungsnetzwerk geschaltet werden  muss, da sich sein Eingangs-     bezw.    Ausgangs  wellenwiderstand nicht in Übereinstimmung  mit denen der anzuschaltenden Vierpole brin  gen lässt, wenn das Filter noch technisch       verwirklichbar    sein soll.

   Die Berechnung  solcher Anpassungsnetzwerke wurde erstmalig  von 0.     J.    Zobel angegeben. Die nach Zobel  berechneten Netzwerke gestatten aber nur  eine beschränkte Anzahl von Anpassungsauf  gaben mit wirtschaftlich tragbarem Aufwand  zu lösen. Hierbei ist es mit einem einzigen  Glied nur möglich, den reziproken Ausgangs-           wellenwiderstand    der nächst höheren Wellen  widerstandsklasse des     Ausgangswellenwider-          standes    zu erhalten.  



  Die Erfindung betrifft eine Anordnung  zur reflexionsfreien Verbindung vorn Wellen  widerständen beliebigen Verlaufs. Gemäss der  Erfindung ist als     Anpassungsnetzwerk    ein  eingliedriges Netzwerk verwendet, das durch       Partialbruchzerlegung    der     Leerlaufwider-          stände    realisiert wird und bei einem     Minimum     an Schaltelementen einen beliebig     vorschreib-          baren    Wellenwiderstand auf der Eingangs  seite, und auf der Ausgangsseite einen be  liebig     vorschreibbaren    Wellenwiderstand von  einer andern als der nächst höheren Klassen  zahl besitzt.

   Die Höhe der Klassenzahl be  dingt die Güte der     Weilenwiderstandsebnung     in bekannter Weise.  



  Ein solches eingliedriges Anpassungsnetz  werk erhält man, wenn man gemäss der Vier  poltheorie und dem bekannten     Reaktanz-          theorem    wie folgt vorgeht. Der Eingangs  wellenwiderstand des     Anpassungsnetzwerkes     soll mit     ,3i    bezeichnet werden, der Ausgangs  wellenwiderstand mit     , &     und das Fortpflan  zungsmass mit g.

   Darin erhält man durch         $i    =     Rqi    ,<I>=</I>     Rq2   <I>i</I>       (IDtg    g =     q3       drei     Frequenzfunktionen        q1,        q2,        qs,    von denen  die ersten beiden den     Frequenzgang    der bei  den Wellenwiderstände, die letztere den     Fre-          quenzgang    des     Fortpflanzungsmasses    darstellt.

    R ist eine     Konstante.     
EMI0002.0032     
    stellt den mittleren Wellenwiderstand     q3    mit  dem     Frequenzgang    q dar.  



  Ferner ist der     Eingängsleerlaufwiderstand            @m    =     ,@I        @Dtg   <I>g = R</I>     #        q1        #        q@       und der     Ausgangsleerlaufwiderstand            2B22    =     ,J2        1gDtg    g - B     #        q2        #        q3       Der gegenseitige     Leerlaufwiderstand    ist dann  
EMI0002.0052     
    Um realisierbare Schaltungen zu erhalten,

    muss nun die     Frequenzfunktion        qs    so gewählt  werden, dass die Produkte     q1        #        qs    und     q2        #        q3          Reaktanzen    sind, bei denen Null- und Un  endlichkeitsstellen abwechseln, und dass der  Ausdruck eine gegenseitige Reak  tanz ist, d.
EMI0002.0062  
   h. ebenso wie eine     Reaktanz    eine  rationale     Funktion    der Frequenz ist, bei der  sich jedoch im Gegensatz zu ersteren Null  und Unendlichkeitsstellen nicht zu trennen  brauchen.

   Bei der Durchführung der Partial  bruchzerlegring des erwähnten Ausdruckes       können    daher auch Bestandteile mit negativem       Residuum    auftreten. Bezeichnet man die  Teile des     Sperrbereiches,    in denen sich die  Funktionen     qi    und     q2    wie gleichartige Re  aktanzen verhalten (beide induktiv oder beide       kapazitiv),    als Sperrbereiche erster Art     (SBI)     und diejenigen Teile, in denen     q1    und     q2     sich wie entgegengesetzte     Reaktanzen    ver  halten, als Sperrbereiche zweiter Art     (SBII),

       so gelten für die Herleitung der Funktion       qs    folgende Regeln, wobei der     Durchlassbe-          reich    mit<I>DB</I>     bezeichnet    sei:  a) Im Innern der einzelnen Bereiche:

    1. im<I>DB</I> besitzt     q9        Reaktanzcharakter;     2. liegt die Frequenz 0 oder     oo    im<I>DB,</I>  handelt es sich also um einen Hoch- oder       Tiefpass,    so besitzt     qs    dort eine U     nendlich-          lichkeitsstelle;     3. im     SBI    ist     qs    grösser als 1, bei den  Frequenzen 0 oder     co    kann sie beliebige  Werte haben;  4. im     SRI,    ist     qs    gleich oder kleiner als  1, dagegen bei den Frequenzen 0 oder     oo     gleich 1.  



  b) Bei den     Grenzfrequenzen:     1. An der Grenze zwischen<I>DB</I> und     SB,     besitzt     qs    einen Verzweigungspunkt mit dem  Wert  2. An der Grenze zwischen<I>DB</I> und     SBII     besitzt     qs    einen Verzweigungspunkt mit dem  Werte 0. An diesen Stellen geht die Funk  tion von reellen zu imaginären Werten über.  



  3. An der Grenze     zwischen        SBI   <B>und</B>     SBIr     hat     q"    den Wert 1.      Man wählt nun entsprechend diesen ein  schränkenden Regeln die Funktionen     qi    und  q2 so, dass das gewünschte Wellenwiderstands  verhalten auf beiden Seiten des Anpassungs  netzwerkes erreicht wird. Beispielsweise kann  man auf der einen Seite den Wellenwider  stand eines     Zobelschen    Grundfilters, auf der  andern Seite einen besser geebneten Wellen  widerstand einer mehrfach höheren     Klasse,     etwa unter Benutzung der bekannten     Tscheby-          scheff-Parameter,    vorschreiben.

   Die Funktion       qs    wählt man, damit mau mit dem Minimum  von Schaltelementen auskommt, so wie es  die einschränkenden Regeln fordern, jedoch  ohne zusätzliche an sich mögliche Einsstellen.  Hat man die dem vorliegenden Falle genü  genden Funktionen gefunden, so     kann    das       Anpassungsnetzwerk    in an sich bekannter  Weise, zum Beispiel durch     Partialbruchzer-          legung    der     Leerlaufwiderstände        ,$11,        ,922    und       ,312,    verwirklicht werden.  



  In der Zeichnung sind zwei Beispiele von  Schaltungen gemäss der Erfindung dargestellt,  an Hand deren einzelne Anwendungsfälle der  Erfindung beschrieben werden sollen.     Abb.l     zeigt eine Schaltung, bei welcher der Aus  gangswellenwiderstand den reziproken Ver  lauf des     Eingangswellenwiderstandes    dersel  ben Klasse hat;     Abb.    1 a zeigt die Schaltung  selbst, während     Abb.        1b    den Verlauf des       Eingangswellenwiderstandes    und     Abb.        1e    den  Verlauf des     Ausgangswellenwiderstandes    in  Abhängigkeit von der Frequenz     widergibt.     



  Die bei allen Diagrammen gestrichelt  eingezeichneten Kurven bedeuten den     Dämp-          fungsverlauf    des Anpassungsnetzwerkes. Wie  zu ersehen ist, hat die Dämpfung des An  passungsnetzwerkes im     Durchlassbereich    den  Wert Null, beeinträchtigt also den     Dämp-          fungsverlauf    der ganzen Schaltung in keiner    Weise.     Abb.    2 zeigt eine Schaltung, bei wel  cher der     Ausgangswellenwiderstand    im Durch  lassbereich gleichsinnig mit dem Eingangs  wellenwiderstand ist, aber einer mehrfach  höheren Klasse angehört.

   Die     Abb.    2 a zeigt  wieder die Schaltung, die     Abb.    2 b und 2     c     den Verlauf des Eingangs-     bezw.    Ausgangs  wellenwiderstandes.  



  Die Verwendung solcher Anpassungsnetz  werke für den Filterbau hat besondere Vor  teile, wenn es sich darum handelt, Filter  sowohl von hoher     Dämpfungs-    wie auch von  hoher     Wellenwiderstandsklasse    zu bauen.  Man baut daher derartige Filter zweckmässig  aus drei Bestandteilen auf; wobei der ge  forderte     Dämpfungsverlauf    mit einem vor  zugsweise symmetrischen Filter einfacher       Wellenwiderstandsklasse    hergestellt wird,  während der gewünschte     Wellenwiderstands-          verlauf    durch die an die Enden angeschalte  ten Anpassungsnetzwerke gemäss der Erfin  dung erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur reflexionsfreien Verbindung von Wellenwiderständen beliebigen Verlaufs, dadurch gekennzeichnet, dass als Anpassungs rietzwerk ein eingliedriges Netzwerk verwen det ist, das durch Partialbruchzerlegung der Leerlaufwiderstände realisiert wird und bei einem Minimum an Schaltelementen einen beliebig vorschreibbaren Wellenwiderstand auf der Eingangsseite, und auf der Ausgangs seite einen beliebig vorschreibbaren Wellen widerstand von einer andern als der nächst höheren Klassenzahl besitzt.
CH210020D 1936-09-28 1937-09-08 Anordnung zur reflexionsfreien Verbindung von Wellenwiderständen beliebigen Verlaufs. CH210020A (de)

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