CH210051A - Leichte, tragende Isolierwand. - Google Patents

Leichte, tragende Isolierwand.

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CH210051A
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Kralik Emanuel
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Description


  Leichte, tragende Isolierwand.    Gegenstand der Erfindung ist eine leichte,  tragende Isolierwand, welche gekennzeichnet  ist durch zwei in Abstand voneinander an  geordnete, an sich nicht tragfähige Material  schichten, welche durch einen aus nicht trag  fähigem Fasermaterial bestehenden, . keine  Wärme- und Schallbrücken     aufweisenden,     innern Wandteil miteinander derart verbun  den sind, dass sie mit letzterem zusammen ein  tragfähiges Ganzes bilden.  



  Auf der Zeichnung sind Ausführungs  beispiele der Wand dargestellt:       Fig.    1 und 2 zeigen je einen Ausschnitt  einer Isolierwand, deren innerer Wandteil  durch plattenförmige Isolierbaukörper gebil  det ist;       Fig.    3 zeigt einen Ausschnitt eines drit  ten Ausführungsbeispiels in schaubildlicher  Darstellung, bei welchem der innere Wand  teil durch hohle Isolierbaukörper gebildet ist;       Fig.    4 zeigt     denselben    Wandausschnitt  wie     Fig.    3. bei welchem jedoch ein Teil des  Hohlkörpers mit der darauf haftenden Ma  terialschicht     weggeschnitten    ist;

           Fig.    5 zeigt in schaubildlicher Darstel  lung einen     grösseren    Teil der Wand gemäss       Fig.    3, teils mit     und    teils ohne Aussenschich  ten;       Fig.    6 zeigt dieselbe Wand wie     Fig.    5,  wobei jedoch auf einer Seite die Seitenplat  ten der Hohlkörper mitsamt der darauf  haftenden Materialschicht wiederum weg  geschnitten     sind.     



  Die in     Fig.    1 dargestellte Isolierwand  weist zwei an sich nicht tragfähige Aussen  schichten 2 auf, die durch einen ebenfalls an  sich nicht tragfähigen, aus Platten zusam  mengesetzten     innern    Wandkörper 1 aus  einem wärme- und schallisolierenden Faser  material von geringer Zug- und Druckfestig  keit miteinander verbunden     sind.    Als Mate  rial für die Platten des innern Wandkörpers  1 eignet sich     zum    Beispiel     imprägnierte     Holzwolle, die mit     Magnesit,    Asphalt, Ze  ment oder     einem    andern geeigneten Binde  mittel vermengt ist.

   Die Masse der Platten  stellt ein an sich lockeres Gefüge mit luft  gefüllten Hohlräumen dar, wodurch deren           tvärme-        und        schallisolierende    Eigenschaft zu  stande kommt. Der Aufbau des Zwischen  körpers aus     Leichtbauplatten    zu einer Wand  vollzieht sich ohne Verwendung von Mörtel  oder eines andern wärme- oder schalleitenden  Bindemittels in den Fugen, um Wärme- und  Schallbrücken zu vermeiden, und es werden  die im Fugenwechsel neben- und überein  ander gestellten Platten, zum Beispiel bloss  durch schräg in die     benachbarten    Ränder der  Platten eingetriebene Nägel, Verbindungs  stifte oder Klammern verbunden.

   Die Aussen  schichten 2 sind beispielsweise aus Zement  mörtel oder einem andern erstarrenden Werk  stoffe gebildet, welcher auf dem Zwischen  körper 1 nach dem Auftragen fest     erstarrt     und sich mit demselben vollkommen verbin  det. Obwohl die Aussenschichten an und für  sich auch nicht tragfähig, wenn auch mecha  nisch widerstandsfähig sind, entsteht nach  Erstarrung derselben, infolge des Zusammen  wirkens der Aussenschichten und des mit die  sen innig verbundenen Zwischenkörpers 1 ein  tragfähiges Ganzes     (Tragwand).    Die Stärke  und Zusammensetzung der     Aussensehiehten    2  richtet sich nach der Beanspruchung, welcher  die Wand ausgesetzt ist. und ist daher dem  Bestimmungszweck entsprechend von Fall zu  Fall zu bestimmen.

   Die erzielte Tragwand  hat ein verhältnismässig geringes Gewicht  und hohes Isoliervermögen.  



  Die     Isolierwand    gemäss     Fig.    2 weist  wiederum zwei an sich nicht tragfähige     3ia-          terialschichten        \?    und einen zwischen diesen  liegenden und diese miteinander verbinden  den     Zwischenkörper    1 aus nicht trabfähigem,  jedoch wärme- und schallisolierendem Faser  material auf.

   Auf der Aussenseite der     Ma-          terialschiehten    2 ist eine weitere nicht trag  fähige Schicht 3 aus gleichem oder ähnlichem  Material, wie der Zwischenkörper 1,     a.nge-          braeht,    welche Schicht als Träger einer     De.ek-          schieht    4, beispielsweise eines Verputzes,  einer Schutz- oder Verschönerungsschicht  dient.  



  Die in     Fig.    3 und 5 dargestellte     Isolier-          wand    weist wie die in     Fig.    1 dargestellte  zwei an sieh nicht. tragfähige     Aussensehiehten       2 und einen innern an sich nicht tragfähigen  Wandteil 1 auf, welcher die     Aussenschichten     verbindet. Für die Aussenschichten und den  innern Wandteil kommen die gleichen Mate  rialien wie für die entsprechenden Teile der  Isolierwand nach     Fig.    1 zur Anwendung.

   Der  innere Wandteil ist hier aus Hohlkörpern zu  sammengesetzt, welche je aus zwei zueinan  der parallelen Platten a und aus einer die  Platten verbindenden     L-förmigen    Leiste be  stehen, welch letztere zwei Schenkel b, b'  von quadratischem oder rechteckigem Quer  schnitt aufweist, alle Teile<I>a, b, b'</I> des Hohl  körpers werden aber in einem Stück erzeugt.  



  Die Schenkel b, b' der Leiste sind derart  angeordnet, dass sie über die Platten     a    vor  stehen und zwei rechtwinklig zueinander  stehende Rippen bilden. Die Länge dieser  Sehenkel ist entsprechend den Seitenlängen  der Platten gewählt, so dass das vordere Ende  des obern Schenkels b von dem     vordern    Ende  der Platten a um den gleichen Betrag zurück  steht, um welchen der Schenkel b' über die  hintern Enden der Platten a vorsteht, wäh  rend das untere Ende des Schenkels b' von  der untern Längskante der Platten a um so  viel     zurücksteht,    als der Schenkel b über die  obern Längskanten der Platten a vorsteht.  



  Die Hohlkörper sind so auf- und neben  einander gestellt, dass die Schenkel<I>b, b'</I> des  einen Hohlkörpers zwischen die Platten a der  anliegenden Hohlkörper eingreifen, so dass  die zwischen den Schenkeln liegenden Trenn  fugen nicht mit den Trennfugen     nvisehen     den Platten selbst zusammenfallen, wie dies  aus     Fig.    5 ersichtlich ist. Dadurch wird ein  sicherer Abschluss der Hohlräume c nach  aussen ohne Anwendung von besonderen  Dichtungsmitteln erreicht.  



  Die unterste     Hohlkörperreihe    ruht auf  einer Leiste 5 auf, welche als Abschluss dient.  Die Wand ist ohne Verwendung eines     wärme-          oder    schalleitenden Bindemittels, wie Mörtel,  aufgebaut, wobei die feste Verbindung zwi  schen den einzelnen Baukörpern mittels Nä  geln, Stifte oder Klammern 6 erreicht wird,  die durch die Platten a. in die Schenkel b und       li'    eingetrieben sind.      Die beschriebenen Ausführungen der  Wand bieten gegenüber solchen Wänden, die  aus bekannten     Isolierbaukörpern    unter Ver  wendung von Mörtel hergestellt sind, den  Vorteil, dass sie keine durchlaufenden Stoss  fugen mit Mörtelstegen und damit keine  Wärme- und Schallbrücken aufweisen.

   Diese  Mörtelstege vermindern erfahrungsgemäss die  Isolierfähigkeit, begünstigen die Bildung von  Rissen und verursachen häufig sichtbare  dunkle Streifen, die durch Ablagerung     von     Staub entstehen, sobald sich Schwitzwasser  an den Stossfugen niederschlägt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Leichte, tragende Isolierwand., gekenn zeichnet durch zwei an sich nicht tragfähige, in Abstand voneinander angeordnete Mate rialschichten, welche durch einen aus nicht tragfähigem Fasermaterial bestehenden und keine Wärme- und Schallbrücken aufweisen den innern Vrandteil miteinander derart ver bunden sind, dass sie mit letzterem zusammen ein tragfähiges Ganzes bilden. UNTERANSPRüCHE 1. Leichte, tragende Isolierwand nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten i4Taterialschichten aus erstarrendem und am innern Wandteil fest anhaftendem Material gebildet sind. 2.
    Leichte, tragende Isolierwand nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der innere Wandteil aus aneinandergefügten Bau körpern zusammengesetzt ist, welche je zwei zueinander parallele Platten aufwei sen, die durch eine L-förmige Leiste mit prismatischen, rechtwinklig zueinander stehenden Schenkeln miteinander verbun den sind, die unter Bildung von federför- migen Rippen an zwei Seiten des Bau körpers über die plattenförmigen Teile vorstehen,
    wobei die Rippen des einen Baukörpers unter Bildung mörtelfreier Stossfugen zwischen die plattenförmigen Teile der anstossenden Baukörper eingrei fen. Leichte, tragende Isolierwand nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Schenkel des L-förmigen Teils der den innern Wandteil bildenden Baukörper die selben Längen aufweisen wie die zu ihnen parallel laufenden ganten der plattenför- migen Teile.
CH210051D 1938-02-23 1938-02-23 Leichte, tragende Isolierwand. CH210051A (de)

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