CH210170A - Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

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CH210170A
CH210170A CH210170DA CH210170A CH 210170 A CH210170 A CH 210170A CH 210170D A CH210170D A CH 210170DA CH 210170 A CH210170 A CH 210170A
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CH
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chimney
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Rutz Paul
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Rutz Paul
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23JREMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J3/00Removing solid residues from passages or chambers beyond the fire, e.g. from flues by soot blowers
    • F23J3/02Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys
    • F23J3/026Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys cleaning the chimneys

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Verfahren zum     innenseitigen    Verputzen von Kaminen und Einrichtung zur  Durchführung dieses Verfahrens.    Es ist schon vorgeschlagen worden,     un-          ,dichte        Kamine    durch Aufbringen eines Ver  putzes auf ihrer Innenseite in Ordnung zu  bringen. Das Aufbringen eines solchen Ver  putzes ist jedoch mit grossen Schwierigkeiten  verbunden. Man behalf sich damit, dass man  als Abschluss des     Kamins    einen Sack an  einem durch den Kamin geführten Seil be  festigte,     Verputzmörtelbrei    darauf goss und  durch den Kamin hinaufzog.

   Dabei war aber  natürlich keine Gewähr geboten, dass ein  gleichmässiger     Verputz    an allen Stellen der  Innenfläche     des    Kamins aufgetragen wurde.  Es gelang deshalb bei weitem nicht immer,  alle durchlässigen Stellen eines Kamins wirk  sam zu dichten und den Verbrauch an     Ver-          putzmaterial    in wirtschaftlichen Grenzen zu  halten. Die Erfindung     beabsichtigt,    diese  Nachteile zu beheben.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zum innenseitigen Verputzen  von Kaminen, gemäss welchem die Innen  fläche des     vorgängig        gerussten        Kamins    zuerst  durch wiederholtes Durchziehen eines mit       Stahlbürsten,    besetzten Spreizkörpers all-    seifig     gereinigt        und    geraubt, und hernach mit  tels einer durch den     Kamin    gezogenen Brause  gründlich genetzt wird, worauf eine elasti  sche     Abschlussplatte,        unterhalb    welcher ein  mit einer Umkleidung versehener     Spreizkör-          per    angeordnet ist,

   von unten in den Kamin  eingebracht wird, auf welche     Abschlussplatte     von oben dünnflüssiger     Verputzmörtelbrei     aufgegossen     wird,    derart,     dass    auf ihr ständig  ein grösserer Vorrat an dünnflüssigem     Ver-          putzmörtelbrei    vorhanden bleibt, und die       Abschlussplatte    langsam durch den Kamin  hochgezogen wird, wobei durch den Rand der  elastischen     Abschlussplatte    allseitig ein     Ver-          putzmörtelbelag    an die     Innenwand    des Ka  mins gedrückt wird, welcher durch den nach  folgenden,

   mit einer     Umkleidung    versehenen       Spreizkörper    egalisiert     und    weiter ange  drückt wird. Weiterhin bildet eine Einrich  tung zur Durchführung dieses     Verfahrens     ebenfalls Gegenstand der     Erfindung.     



  An Hand der Zeichnung wird nachste  hend ein Ausführungsbeispiel des Verfah  rens gemäss der Erfindung sowie     eineAusfüh-          rungsform    der Einrichtung zur Durchfüh-           rung        dieses    Verfahrens näher beschrieben. Es  zeigen in der Zeichnung:       Fig.    1 einen Schnitt durch einen Kamin  mit     Vorrichtung    zum innenseitigen Verputzen  desselben,       Fig.    2 eine Vorrichtung zum Reinigen und  Rauhen der Innenfläche des Kamins und       Fig.3    einen Schnitt. durch eine Ausfüh  rungsvariante einer Einzelheit der Verputz  vorrichtung.  



  Der zu verputzende Kamin ist in erster  Linie gründlich zu russen. Durch den geruss  ten Kamin wird dann der in     Fig.2    darge  stellte Spreizkörper wiederholt. durchgezogen.  Dieser     Spreizkörper    besteht. aus zwei Blech  platten 1, welche durch nach aussen gewölbte       Stahlbandfedern    2, an deren Aussenseite       Stahlbürsten    3     befestigt    sind, miteinander  verbunden sind. An diesem Spreizkörper  wird unten ein Seil 4 befestigt. Oben weist  der Spreizkörper ein Kettenstück auf, mit  tels welchem er an das untere Ende des Seils  8     (Fig.l)    einer Aufzugsvorrichtung ange  hängt werden kann. so dass er durch den Ka  min aufwärts und abwärts gezogen werden  kann.

   Hierbei wird durch die Stahlbürsten 3  die Innenfläche des Kamins     allseitio,    gründ  lich gereinigt und geraubt, was für das spä  tere Aufbringen des Verputzes von Wichtig  keit ist. Hierauf wird mittels einer von oben  in den Kamin hinuntergelassenen Brause die  Innenwand gründlich genetzt. In den so vor  bereiteten Kamin wird nun unten eine ela  stische     Absehlussplatte    5 eingesetzt. Diese       Abschlussplatte    5     besteht    vorzugsweise     aus     starkem Gummi und ihr Durchmesser wird  mit Vorteil etwas grösser gewählt als der  Innendurchmesser des Kamins, so dass sich  ihre Ränder etwas umbiegen müssen.

   Die       Abschlussplatte    5 ist zwischen zwei Platten 6  gefasst und mit einer     Kette    7 versehen, mit  tels welcher sie am Seil 8 der genannten  Aufzugsvorrichtung befestigt werden kann.  Das Seil 8 ist über eine Rolle 9, die an einem  Träger 10, welcher einstellbar an einer am  Rand der obern     Russtüröffnung    anzubringen  den Haltevorrichtung 11 angeordnet ist, ge  lagert     ist,    zu der Winde 12 geführt.

   Unter-    halb der     Abschlussplatte    5     ist    an einer Kette  ein Spreizkörper angeordnet, welcher einen  Holzkern 14 besitzt, an     dessen    oberem Ende  die obern Enden von nach aussen gewölbten       Stahlbandfedern    15     befestigt    sind, deren un  tere Enden sich frei an den Holzkern 14 an  legen. Diese     Stahlbandfedern    15 sind mit  einer Umkleidung 16, zum Beispiel aus     Em-          ballagegeweben,    versehen. Am     untern    Ende  des Holzkernes 14 ist eine Kette 17 vorgese  hen, an welcher ein Sicherungsseil 18 be  festigt ist, an dessen Ende ein Sack 19 ange  hängt ist.

   Nach dem Einsetzen der Abschluss  platte 5 in den Kamin wird von oben mittelst  eines Schlauches dünnflüssiger     Verputzmör-          telbrei    eingeführt, der sich über der Ab  sehlussplatte 5 staut. Nun wird die Abschluss  platte 5 am Seil 8     mittelst    der Winde 12  langsam hochgezogen. Dabei biegen sich die  Ränder der     Abschlussplatte    5 etwas nach  unten und es wird durch letztere allseitig  eine     Verputzmörtelschicht    auf die Innen  fläche des Kamins aufgedrückt.

   Der Vorrat  ,in     Verputzmörtelbrei    auf der     Absehlussplatte     5 muss immer genügend gross gehalten wer  den, damit sich die Wände sättigen können  und unter     Ausebnung    aller Fugen und an  dern Unebenheiten überall eine genügende  Schicht von     Verputzmörtel        aufgetragen    wird.  Dies wird dadurch erreicht, dass wäh  rend des Hochziehens der     Abschlussplatte    5  ständig     Verputzmörtelbrei    durch den Schlauch  zugeführt wird.

   Unterhalb der Abschluss  platte 5 wird die aufgetragene     Verputzmör-          telschicht    durch die Umkleidung des     Spreiz-          körpers    egalisiert und an die     Innenwand    des  Kamins angedrückt.  



  Es empfiehlt sich. das     Auftragen    von       Verputzmörtelschicht    in wiederholten Malen  vorzunehmen. Dabei können mit Vorteil ver  schiedenartige     Verputzmörtelzusammenset-          zungen    verwendet werden. So kann zum Bei  spiel beim     ersten    Durchgang ein Kalkmörtel  mit Zementzusatz aufgetragen werden, der  die Eigenschaft hat, besonders gut an der  Kaminwand zu binden. Bei einem zweiten  und dritten Durchgang kann dann ein Kalk  mörtel ohne Zementzusatz und ebenfalls ein           chamottehaltiger    Mörtel, der mit der vorher  aufgetragenen     Verputzschicht    gut bindet,  aufgetragen werden.  



  Dank dem     Umstand,    dass der Durchmesser  der     Abschlussplatte    etwas grösser gewählt ist  als der Innendurchmesser des Kamins, ge  lingt es, auch Kamine, welche ein     Knie        auf-          ,veisen,    einwandfrei zu verputzen. Noch     si-          eherer    wird dies ermöglicht, wenn     statt    einer  ebenen     Abschlussplatte    5 eine     Abschlussplatte     5'     verwendet    wird, deren nach unten gebo  gene, sich nach unten erweiternde und all  seitig an der Kaminwand sich anlegende  Rand eine Führung bildet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen, dadurch gekennzeichnet, da,ss die Innenfläche des vorgängig gerussten Ka mins zuerst durch wiederholtes Durchziehen eines mit Stahlbürsten besetzten Spreizkör- pers allseitig gereinigt und gerauht und her nach mittels einer durch den Kamin gezo genen Brause gründlich genetzt wird, worauf eine elastische Abschlussplatte, unterhalb welcher ein mit einer Umkleidung versehener Spreizkörper angeordnet ist, von unten in den Kamin eingebracht wird,
    auf welche Ab schlussplatte von oben dünnflüssiger Verputz mörtelbrei aufgegossen wird, derart, dass auf ihr ständig ein grösserer Vorrat an dünn flüssigem Verputzmörtelbrei vorhanden bleibt, und die Abschlussplatte langsam durch den Kamin hochgezogen wird, wobei durch den Rand der elastischen Abschlussplatte allseitig ein Verputzmörtelbelag an die In nenwand des Kamins gedrückt wird, welcher durch den nachfolgenden, mit einer Umklei dung versehenen Spreizkörper egalisiert und weiter angedrückt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, @dass das Aufbringen des Verputzmörtels durch wiederholtes Aufziehen der Abschlussplatte mit auf ihr vorhandenem Verputzmörtelbrei erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass bei den aufeinanderfolgenden Aufziehvorgnägen der Abschlussplatte Verputzmörtel verschiedener Zusammen setzung aufgebracht wird.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Vorrichtung zum Reini gen und Aufrauhen der Kamininnenwand, welche aus einem Spreizkörper besteht, der durch zwei Blechplatten, die durch nach aussen gewölbte Stahlbandfedern, an welchen Stahlbürsten angeordnet sind, miteinander verbunden sind, gebildet ist, und durch eine Vorrichtung zum Auftragen der Verputz mörtelschicht, welche eine elastische Ab- schlussplatte aufweist,
    über welcher ein Vor rat von Verputzmörtelbrei unterhalten wird, und unter welcher im Abstand ein Spreiz- körper, der aus einem Holzkern, an welchem nach aussen gewölbte und mit einer Umklei dung versehene Stahlbandfedern angeordnet, sind, besteht, angeordnet ist.
    UNTERAN SPRüCHE 3, Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine gegenüber der obern Russöffnung des Kamins anzu bringende Seilwinde zum Nacheinander aufziehen der Vorrichtung zum Reinigen und Aufrauhen des Kamins und,der Vor richtung zum Auftragen der Verputz- mörtelschicht durch das Kamininnere und durch eine an dem Begrenzungsrand der genannten Russöffnung zu befestigende Haltevorrichtung für einen einstellbaren Träger für eine Führungsrolle für das zur Seilwinde führende Seil. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussplatte einen sich nach unten erweiternden, allseitig an der Ka minwand sich anlegenden, nach unten ge bogenen, als Führung im Kamin dienen den Rand besitzt.
CH210170D 1939-06-13 1939-06-13 Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. CH210170A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932270C (de) * 1952-08-17 1955-08-29 Wilhelm Jordan Vorrichtung zum Ausfuellen von Mauerwerksfugen in Kaminen sowie zum Auskleiden der Innenwandung von Kaminen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932270C (de) * 1952-08-17 1955-08-29 Wilhelm Jordan Vorrichtung zum Ausfuellen von Mauerwerksfugen in Kaminen sowie zum Auskleiden der Innenwandung von Kaminen

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