CH210170A - Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Es ist schon vorgeschlagen worden, un- ,dichte Kamine durch Aufbringen eines Ver putzes auf ihrer Innenseite in Ordnung zu bringen. Das Aufbringen eines solchen Ver putzes ist jedoch mit grossen Schwierigkeiten verbunden. Man behalf sich damit, dass man als Abschluss des Kamins einen Sack an einem durch den Kamin geführten Seil be festigte, Verputzmörtelbrei darauf goss und durch den Kamin hinaufzog. Dabei war aber natürlich keine Gewähr geboten, dass ein gleichmässiger Verputz an allen Stellen der Innenfläche des Kamins aufgetragen wurde. Es gelang deshalb bei weitem nicht immer, alle durchlässigen Stellen eines Kamins wirk sam zu dichten und den Verbrauch an Ver- putzmaterial in wirtschaftlichen Grenzen zu halten. Die Erfindung beabsichtigt, diese Nachteile zu beheben. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen, gemäss welchem die Innen fläche des vorgängig gerussten Kamins zuerst durch wiederholtes Durchziehen eines mit Stahlbürsten, besetzten Spreizkörpers all- seifig gereinigt und geraubt, und hernach mit tels einer durch den Kamin gezogenen Brause gründlich genetzt wird, worauf eine elasti sche Abschlussplatte, unterhalb welcher ein mit einer Umkleidung versehener Spreizkör- per angeordnet ist, von unten in den Kamin eingebracht wird, auf welche Abschlussplatte von oben dünnflüssiger Verputzmörtelbrei aufgegossen wird, derart, dass auf ihr ständig ein grösserer Vorrat an dünnflüssigem Ver- putzmörtelbrei vorhanden bleibt, und die Abschlussplatte langsam durch den Kamin hochgezogen wird, wobei durch den Rand der elastischen Abschlussplatte allseitig ein Ver- putzmörtelbelag an die Innenwand des Ka mins gedrückt wird, welcher durch den nach folgenden, mit einer Umkleidung versehenen Spreizkörper egalisiert und weiter ange drückt wird. Weiterhin bildet eine Einrich tung zur Durchführung dieses Verfahrens ebenfalls Gegenstand der Erfindung. An Hand der Zeichnung wird nachste hend ein Ausführungsbeispiel des Verfah rens gemäss der Erfindung sowie eineAusfüh- rungsform der Einrichtung zur Durchfüh- rung dieses Verfahrens näher beschrieben. Es zeigen in der Zeichnung: Fig. 1 einen Schnitt durch einen Kamin mit Vorrichtung zum innenseitigen Verputzen desselben, Fig. 2 eine Vorrichtung zum Reinigen und Rauhen der Innenfläche des Kamins und Fig.3 einen Schnitt. durch eine Ausfüh rungsvariante einer Einzelheit der Verputz vorrichtung. Der zu verputzende Kamin ist in erster Linie gründlich zu russen. Durch den geruss ten Kamin wird dann der in Fig.2 darge stellte Spreizkörper wiederholt. durchgezogen. Dieser Spreizkörper besteht. aus zwei Blech platten 1, welche durch nach aussen gewölbte Stahlbandfedern 2, an deren Aussenseite Stahlbürsten 3 befestigt sind, miteinander verbunden sind. An diesem Spreizkörper wird unten ein Seil 4 befestigt. Oben weist der Spreizkörper ein Kettenstück auf, mit tels welchem er an das untere Ende des Seils 8 (Fig.l) einer Aufzugsvorrichtung ange hängt werden kann. so dass er durch den Ka min aufwärts und abwärts gezogen werden kann. Hierbei wird durch die Stahlbürsten 3 die Innenfläche des Kamins allseitio, gründ lich gereinigt und geraubt, was für das spä tere Aufbringen des Verputzes von Wichtig keit ist. Hierauf wird mittels einer von oben in den Kamin hinuntergelassenen Brause die Innenwand gründlich genetzt. In den so vor bereiteten Kamin wird nun unten eine ela stische Absehlussplatte 5 eingesetzt. Diese Abschlussplatte 5 besteht vorzugsweise aus starkem Gummi und ihr Durchmesser wird mit Vorteil etwas grösser gewählt als der Innendurchmesser des Kamins, so dass sich ihre Ränder etwas umbiegen müssen. Die Abschlussplatte 5 ist zwischen zwei Platten 6 gefasst und mit einer Kette 7 versehen, mit tels welcher sie am Seil 8 der genannten Aufzugsvorrichtung befestigt werden kann. Das Seil 8 ist über eine Rolle 9, die an einem Träger 10, welcher einstellbar an einer am Rand der obern Russtüröffnung anzubringen den Haltevorrichtung 11 angeordnet ist, ge lagert ist, zu der Winde 12 geführt. Unter- halb der Abschlussplatte 5 ist an einer Kette ein Spreizkörper angeordnet, welcher einen Holzkern 14 besitzt, an dessen oberem Ende die obern Enden von nach aussen gewölbten Stahlbandfedern 15 befestigt sind, deren un tere Enden sich frei an den Holzkern 14 an legen. Diese Stahlbandfedern 15 sind mit einer Umkleidung 16, zum Beispiel aus Em- ballagegeweben, versehen. Am untern Ende des Holzkernes 14 ist eine Kette 17 vorgese hen, an welcher ein Sicherungsseil 18 be festigt ist, an dessen Ende ein Sack 19 ange hängt ist. Nach dem Einsetzen der Abschluss platte 5 in den Kamin wird von oben mittelst eines Schlauches dünnflüssiger Verputzmör- telbrei eingeführt, der sich über der Ab sehlussplatte 5 staut. Nun wird die Abschluss platte 5 am Seil 8 mittelst der Winde 12 langsam hochgezogen. Dabei biegen sich die Ränder der Abschlussplatte 5 etwas nach unten und es wird durch letztere allseitig eine Verputzmörtelschicht auf die Innen fläche des Kamins aufgedrückt. Der Vorrat ,in Verputzmörtelbrei auf der Absehlussplatte 5 muss immer genügend gross gehalten wer den, damit sich die Wände sättigen können und unter Ausebnung aller Fugen und an dern Unebenheiten überall eine genügende Schicht von Verputzmörtel aufgetragen wird. Dies wird dadurch erreicht, dass wäh rend des Hochziehens der Abschlussplatte 5 ständig Verputzmörtelbrei durch den Schlauch zugeführt wird. Unterhalb der Abschluss platte 5 wird die aufgetragene Verputzmör- telschicht durch die Umkleidung des Spreiz- körpers egalisiert und an die Innenwand des Kamins angedrückt. Es empfiehlt sich. das Auftragen von Verputzmörtelschicht in wiederholten Malen vorzunehmen. Dabei können mit Vorteil ver schiedenartige Verputzmörtelzusammenset- zungen verwendet werden. So kann zum Bei spiel beim ersten Durchgang ein Kalkmörtel mit Zementzusatz aufgetragen werden, der die Eigenschaft hat, besonders gut an der Kaminwand zu binden. Bei einem zweiten und dritten Durchgang kann dann ein Kalk mörtel ohne Zementzusatz und ebenfalls ein chamottehaltiger Mörtel, der mit der vorher aufgetragenen Verputzschicht gut bindet, aufgetragen werden. Dank dem Umstand, dass der Durchmesser der Abschlussplatte etwas grösser gewählt ist als der Innendurchmesser des Kamins, ge lingt es, auch Kamine, welche ein Knie auf- ,veisen, einwandfrei zu verputzen. Noch si- eherer wird dies ermöglicht, wenn statt einer ebenen Abschlussplatte 5 eine Abschlussplatte 5' verwendet wird, deren nach unten gebo gene, sich nach unten erweiternde und all seitig an der Kaminwand sich anlegende Rand eine Führung bildet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen, dadurch gekennzeichnet, da,ss die Innenfläche des vorgängig gerussten Ka mins zuerst durch wiederholtes Durchziehen eines mit Stahlbürsten besetzten Spreizkör- pers allseitig gereinigt und gerauht und her nach mittels einer durch den Kamin gezo genen Brause gründlich genetzt wird, worauf eine elastische Abschlussplatte, unterhalb welcher ein mit einer Umkleidung versehener Spreizkörper angeordnet ist, von unten in den Kamin eingebracht wird,auf welche Ab schlussplatte von oben dünnflüssiger Verputz mörtelbrei aufgegossen wird, derart, dass auf ihr ständig ein grösserer Vorrat an dünn flüssigem Verputzmörtelbrei vorhanden bleibt, und die Abschlussplatte langsam durch den Kamin hochgezogen wird, wobei durch den Rand der elastischen Abschlussplatte allseitig ein Verputzmörtelbelag an die In nenwand des Kamins gedrückt wird, welcher durch den nachfolgenden, mit einer Umklei dung versehenen Spreizkörper egalisiert und weiter angedrückt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, @dass das Aufbringen des Verputzmörtels durch wiederholtes Aufziehen der Abschlussplatte mit auf ihr vorhandenem Verputzmörtelbrei erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass bei den aufeinanderfolgenden Aufziehvorgnägen der Abschlussplatte Verputzmörtel verschiedener Zusammen setzung aufgebracht wird.PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Vorrichtung zum Reini gen und Aufrauhen der Kamininnenwand, welche aus einem Spreizkörper besteht, der durch zwei Blechplatten, die durch nach aussen gewölbte Stahlbandfedern, an welchen Stahlbürsten angeordnet sind, miteinander verbunden sind, gebildet ist, und durch eine Vorrichtung zum Auftragen der Verputz mörtelschicht, welche eine elastische Ab- schlussplatte aufweist,über welcher ein Vor rat von Verputzmörtelbrei unterhalten wird, und unter welcher im Abstand ein Spreiz- körper, der aus einem Holzkern, an welchem nach aussen gewölbte und mit einer Umklei dung versehene Stahlbandfedern angeordnet, sind, besteht, angeordnet ist.UNTERAN SPRüCHE 3, Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine gegenüber der obern Russöffnung des Kamins anzu bringende Seilwinde zum Nacheinander aufziehen der Vorrichtung zum Reinigen und Aufrauhen des Kamins und,der Vor richtung zum Auftragen der Verputz- mörtelschicht durch das Kamininnere und durch eine an dem Begrenzungsrand der genannten Russöffnung zu befestigende Haltevorrichtung für einen einstellbaren Träger für eine Führungsrolle für das zur Seilwinde führende Seil. 4.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussplatte einen sich nach unten erweiternden, allseitig an der Ka minwand sich anlegenden, nach unten ge bogenen, als Führung im Kamin dienen den Rand besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH210170T | 1939-06-13 |
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| CH210170A true CH210170A (de) | 1940-06-30 |
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|---|---|---|---|
| CH210170D CH210170A (de) | 1939-06-13 | 1939-06-13 | Verfahren zum innenseitigen Verputzen von Kaminen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH210170A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE932270C (de) * | 1952-08-17 | 1955-08-29 | Wilhelm Jordan | Vorrichtung zum Ausfuellen von Mauerwerksfugen in Kaminen sowie zum Auskleiden der Innenwandung von Kaminen |
-
1939
- 1939-06-13 CH CH210170D patent/CH210170A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE932270C (de) * | 1952-08-17 | 1955-08-29 | Wilhelm Jordan | Vorrichtung zum Ausfuellen von Mauerwerksfugen in Kaminen sowie zum Auskleiden der Innenwandung von Kaminen |
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