CH210204A - Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Klebstoff verwendbaren Mischung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Klebstoff verwendbaren Mischung.

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CH210204A
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Ferdinand Sichel A G
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Ferdinand Sichel A G
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B11/00Preparation of cellulose ethers
    • C08B11/02Alkyl or cycloalkyl ethers
    • C08B11/04Alkyl or cycloalkyl ethers with substituted hydrocarbon radicals
    • C08B11/10Alkyl or cycloalkyl ethers with substituted hydrocarbon radicals substituted with acid radicals
    • C08B11/12Alkyl or cycloalkyl ethers with substituted hydrocarbon radicals substituted with acid radicals substituted with carboxylic radicals, e.g. carboxymethylcellulose [CMC]

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als     Klebstoff    verwendbaren Mischung.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung einer insbesondere als  Klebstoff     verwendbaren    Mischung.  



  Die wasserlöslichen Salze der     Carboxy-          methylcellulose        (Celluloseätherkarbonsäuren)     werden bekanntlich     als    Klebemittel verwendet.  Man gewinnt diese     Celluloseätherverbindun-          gen    durch Einwirkung von Halogenfettsäu  ren auf     Cellulose,        Cellulosederivate    oder       cellulosehaltige    Stoffe bei     Gegenwart    eines  grossen     Überschusses    von Alkali.

   Das     Ver-          ätherungsprodukt    ist somit stark verunrei  nigt durch im Überschuss angewandte Rea  genzien und Nebenprodukte der Umsetzung.  



  Obwohl die freien Säuren der     Carboxy-          methylcellulosen    in Wasser unlöslich sind,  lässt sich die     Reinigung    des Reaktionspro  duktes durch Zugabe von wässerigen Lö  sungen, wie Säuren, sauren Salzen und     dergl.     praktisch nicht durchführen.     @da    die so ent  stehenden kolloidalen     garbonsäuren    infolge  ihrer schleimigen Beschaffenheit sich nur  äusserst schwierig     filtrieren    und     nicht    aus-    waschen lassen.

   Man reinigt daher durch  Ausfällen und Extraktion mit Alkohol und  erhält durch nachfolgende Trocknung das  wasserlösliche     Alkalisalz    des     Celluloseäthers     als Pulver. Trotzdem gelingt es nicht, dieses  in der Praxis frei von     unerwünschten    unor  ganischen Salzen herzustellen, da sowohl       Natriumchlorid    als auch     Natriumhydroxyd,     die in dem     Reaktionsgemisch    in grosser Menge  vorhanden sind, in     Alkohol,    sich verhältnis  mässig schwer lösen.  



  Das     Alkalisalz    löst .sich in kaltem Wasser  zu einer viskosen klebrigen Masse. Die Be  schaffenheit der wässerigen Lösung     ist    ab  hängig von der Zahl der an das     Cellulose-          Molekül    angelagerten     Carboxylgruppen.    Je  viskoser die Lösung ist, um so ausgiebiger  und     wirtschaftlicher        ist    ihre     Verwendung.     



  Es wurde nun gefunden, dass man in vor  teilhafter     Weise    eine insbesondere als Kleb  stoff verwendbare Mischung erhält, wenn  man die durch Einwirken von Monohalogen  säuren auf     Alkalicellulose        entstandenen    ro-           hen    Lösungen von     Alkalisalzen    der     Cellulose-          ätherkarbonsäuren    mit einer     Aluminiumsalz-          lösung,    wie zum Beispiel Alaun, Aluminium  acetat     etc.        versetzt,    den entstandenen Nieder  schlag auswäscht. und mit.

   einer äquivalenten  Menge einer     Alka-lilösung    behandelt, wobei  eine Lösung von hoher Viskosität     entsteht,     die ein     Alkalisalz    einer     Celluloseätlierkarbon-          säure    und     Alkaliuminat    enthält.  



  Die     wasserunlöslichen    Aluminiumver  bindungen fallen dabei, im Gegensatz zu den  Verfahren, bei denen andere bekannte     Fäl-          lungsmittel,    wie     Säuren,    saure Salze, verwen  det werden, in einer Form aus, die sich äu  sserst leicht und bequem filtrieren und voll  kommen salzfrei auswaschen lässt. Durch  Zusatz der     Alkalien    in wässeriger Lösung  erhält man eine gebrauchsfertige Leimlö  <B>sung.</B>  



  Abgesehen davon also, dass man auf diese  Weise das teure Extraktionsverfahren mit  tels Alkohol, das zudem feuergefährlich ist,  umgehen kann, gewinnt man erfindungs  gemäss, ohne trocknen zu müssen, gebrauchs  fertige, salzfreie     Klebstofflösungen    dieser  wasserlöslichen     Celluloseäther.    Selbstver  ständlich kann man die     erfindun-soemäss    ge  wonnenen Produkte in bekannter Weise  trocknen und als Pulver in den Verkehr  bringen. Dieses Pulver kann dann vom Ver  braucher durch einfaches Eintragen in kaltes  Wasser verwendungsfähig gemacht  -erden.  



  Die nach der Erfindung hergestellten  kolloidalen Lösungen eignen sieh infolge  ihrer hohen Viskosität besonders gut als  Klebstoffe zum Kleben von Papier, Tapeten  und dergleichen, als     Buehbinderkleister,    als  Appretur- und     Schlichtemittel,    sowie als  Farbenbindemittel.         Aus   <I>f</I>     ührwngsbeispied:     100 kg     ungebleichter    Zellstoff werden mit  140 kg     Monochloressigsäure    bei Gegenwart  von Alkali in bekannter Weise in die ent  sprechenden     Alkaliverbindungen    der     Methyl-          ä.therkarbonsäure    übergeführt.

   Die feuchte  Masse     wind    mit Wasser verdünnt und mit  10%iger     Alaunlösung        bis    zur vollkommenen  Ausfällung versetzt. Die ausgefällte Alu  miniumverbindung wird mehrmals mit Was  ser gewaschen und     filtriert.    Der Nieder  schlag wird sodann mit ,soviel 30%iger Na  tronlauge     versetzt,    bis er eben schwach al  kalisch reagiert. und durch Verdünnen mit       Wasser    auf eine Konzentration von etwa 4  gebracht.

   Bei der Behandlung der -Fällung  mit     Natronlauge    wird die Aluminiumver  bindung in das     Natronsalz    der     Cellulose-          ätherkarbonsäure    und in     Natriumaluminat     übergeführt. Es ergibt sich ein hochviskoser.  stark klebender Kleister.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer beson ders als Klebstoff verwendbaren Mischung, dadurch gekennzeichnet, dass man die durch Einwirken von 14fonohalogenfettsäure auf Alkalicellulose entstandenen rohen Lösungen von Alkalisalzen der Celluloseätherkarbon- säuren mit einer Aluminiumsalzlösung ver setzt, den entstandenen Niederschlag aus wäscht und mit einer äquivalenten Menge einer Alkalilösung behandelt, wobei eine Lö sung von hoher Viskosität entsteht,
    die ein Alkalisalz einer Celluloseätherkarbonsäure und Alkalialuminat enthält.
CH210204D 1937-03-01 1938-02-04 Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Klebstoff verwendbaren Mischung. CH210204A (de)

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