CH210280A - Anordnung zur Beseitigung eines Lichtbogenfehlers. - Google Patents
Anordnung zur Beseitigung eines Lichtbogenfehlers.Info
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/26—Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
- H02H7/28—Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured for meshed systems
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Description
Anordnung zur Beseitigung eines Liehtbogenfehlers. Es ist bereits vorgeschlagen worden, bei einseitig gespeisten Stichleitungen oder Baum netzen am Anfang dieser Leitung bezw. dieses Netzes bei einem Fehler kurzzeitig einen Schalter aus- und wieder einzuschalten. War der Fehler ein Lichtbogenfehler, so wird er in den meisten Fällen dadurch beseitigt sein. Wenn nach der ersten oder mehrmaligen Wiedereinschaltung der Fehler noch besteht, so wird dieser dann durch die normalen Selektivschutzeinrichtungen vom übrigen Netz getrennt.
Gemäss der Erfindung werden zur Be seitigung eines Lichtbogenfehlers in ver- maschten, mit selektiv gesteuerten Schaltern versehenen Netzen, die von mehreren Seiten gespeist werden, bei einem Fehler nicht alle im Netz liegenden Schalter, sondern nur einige, hierfür eingerichtete Unterbrechungs schalter kurzzeitig aus- und dann wieder ein geschaltet.
Dadurch wird ermöglicht, dass also die andern Schalter, die in den einzelnen Stationen angeordnet sind und die zum Bei spiel durch Streckenschutzeinrichtungen oder Zeitselektivschutzeiurichtungen gesteuertwer- den, zunächst geschlossen bleiben können, und dass erst, wenn durch die einmalige oder mehrmalige kurzzeitige Öffnung und Wie derschliessung der hierfür geeigneten Schal ter der Fehler noch nicht beseitigt ist,
durch die normalen Selektivschutzeinrichtungen die kranke Strecke vom übrigen Netz ge trennt wird. Man kann solche Unter brechungsschalter in die Einspeiseleitungen legen, man kann auch vor grössere Netzteile solche Schalter legen, die kurzzeitig ein- und ausgeschaltet werden. Es: ist unter Umstän den nicht erforderlich, dass alle diese Schal ter kurzzeitig geöffnet und wieder geschlos sen werden, sondern es genügt, dass nur ein Teil dieser Schalter abgeschaltet wird.
Bei spielsweise braucht man einen Schalter nicht abzuschalten, wenn die von diesem ab geschaltete Erzeugerstation nur eine geringe Leistung liefert oder wenn die andern Schal ter schon einen grossen Teil der Energie ab geschaltet haben. Wie bereits erwähnt, kann es bei derartigen grossen Netzen auch zweck mässig sein, nicht nur in die Ein:speisestelle, sondern auch vor die als geschlossene Netz gebilde zu betrachtenden Teile solche Schal ter anzubringen, die kurzzeitig geöffnet und wieder geschlossen werden.
Man kann dabei die Anordnung so treffen, dass inan keine Selektivität schafft, das. heisst also dass ein grösserer Teil der Schalter bei einem Fehler fallen wird, man kann. aber auch die Anord nung so treffen, dass nur die die Fehlerstelle eingrenzenden Schalter kurzzeitig geöffnet und geschlossen werden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele der Erfindung schematisch dar gestellt.
In Fig.1 sind mit 1,<B>2), 3</B> und 4 vier Kraftwerke bezeichnet, die vier Netzteile 5, 6, 7 und 8 speisen. Die Netze können ver schiedene Form haben, wie es schematisch im Ausführungsbeispiel angegeben ist. Die einzelnen kurzen Querstriche auf der Zeich nung stellen Stationen dar, in denen in übli cher Weise Schutzeinriehttrngen vorgesehen sind, wobei von den einzelnen Stationen der verschiedenen Netze 5, 6, 7 und 8 weitere Abnehmer gespeist werden, die in der Figur nicht dargestellt werden.
In den einzelnen Zuführungsleitungen sind Schalter vorgesehen, die durch einen Ring dargestellt sind. Sie sind mit. 9, 10, 11 und 12 bezeichnet. Wenn ein Fehler an irgendeiner Stelle auftritt, werden diese Schalter angeregt und schalten kurzzeitig die Energie ab. Es kann dabei zweckmässig sein, die Schalter synchron zu steuern, was. mit Hilfe eines Hilfskanals oder von Iloeh- frequenzübertragung durchgeführt werden kann. Es ist dies aber nicht unbedingt erfor derlich, wenn man mit der Wiedereinschal tung so lange wartet, dass mit Sicherheit in einem bestimmten Augenblick die erforder lichen Schalter gefallen sind.
Man erreicht durch eine solche Anordnung, dass ein Feh ler, wenn er ein Lichtbogenfehler war, be- seitigt wird. Wenn aber der Fehler nach dem ersten oder mehrmaligen Abschalten und Wiedereinschalten noch besteht, dann spre chen die normalen Selektivschutzeinriehtun- gen an und trennen die kranke Strecke vom Netz ab.
Im Ausführungsbeispiel sind auch in den zu den einzelnen Netzgebilden führenden Zu führungsleitungen, die wieder durch nicht dargestellte Schätzeinrichtungen geschützt sind, Schalter 13, 14, 15 bezw. 16 vorgesehen. Auch diese Schalter sollen bei einem Fehler kurzzeitig geöffnet und wieder geschlossen werden. Tritt beispielsweise ein Fehler im Netz 5 auf, so werden der Schalter 9 und die Schalter 13 und 14 angeregt. Ausserdem wer den auch beispielsweise noch die Schalter 11 und 10 angeregt, während zum Beispiel die Schalter 12, 13 und 16, da der Kurzschluss- strom doch nur gering ist, nicht ansprechen werden.
Es kann also je nachdem, wo der Fehler auftritt, vorkommen, dass eine grössere oder kleinere Zahl von Sehaltern anspricht. Man kann jedoch die Anordnung so treffen, dass eine selektive Abschaltung der Energie von der Fehlerstelle erfolgt, das heisst dass nur die Schalter fallen, die nur den Netzteil spannungslos machen, in welchem der Fehler aufgetreten ist, das heisst also wenn der Fehler im Netz 5 auftritt, die Schalter 9, 13 und 14. Dazu kann man sich der üblichen Streckenschutzeinrichtungen bedienen oder man kann auch eine separate Impedanz- oder Reaktanzanregung vorsehen.
Wesentlich für die Erfindung ist es, dass nicht alle Schalter des Netzes ausgelöst werden, sondern nur ein Teil derselben und hierfür eingerichtete Unterbrechungsschalter, das heisst also bei spielsweise die in den Netzen 5, 6, 7 und 8 vorhandenen Schalter werden nicht kurz zeitig aus- und wiedereingeschaltet,
sondern nur die Schalter in den Hauptzuführungs- lei.tungen. Diese Selektivschutzeinrichtungen für die einzelnen Netzteile und Zuführungs leitungen sprechen erst dann an bezw. können erst dann eine Schalterauslösung herbeifüh ren, wenn ein- oder mehrmals kurzzeitig die Hauptschalter ausgeschaltet haben. In Fig. 2 ist ein anderes Ausführungsbei spiel der Erfindung dargestellt.
Es sind zwei Kraftwerke 20 und 21 vorgesehen, von denen das zweite ein Baumnetz 22 speist, an das wieder zwei weitere Netze 23 und 24 an geschlossen sind. In die linke Leitung des Baumnetzes. 22 speist noch das Kraftwerk 20. In den Zuführungsleitungen sind Schalter 25 und 26 vorgesehen, ebenso in der Zuführung zu den Baumnetzen 23 und 24 Schalter 27 und 28. Tritt in dem Baumnetz 22 ein Fehler auf, so werden die Schalter 25 und 26 kurz zeitig geöffnet und wieder geschlossen, wo bei es wieder zweckmässig sein kann, eine synchrone Steuerung der Unterbrechungs schalter durchzuführen.
Tritt im Baumnetz 24 ein Fehler auf, so soll vorzugsweise nur der Schalter 28 ausgelöst werden. Es werden deshalb bei Anregung des Schalters 28 die Schalter 25 und 26 gesperrt. Man könnte aber auch für die einzelnen Schalter, um zu er reichen, dass die übergeordneten Schalter nicht auslösen, wenn ein nachfolgender Schal ter auslöst, eine Impedanzanregung für die einzelnen Schalter vorsehen.
Die Anordnung in Fig. 2, bei der also bei Ansprechen eines Schalters 28 die übergeordneten Schalter 25 bezw. 26 gesperrt werden oder bei denen durch Impedanzanregung eine Selektivität erzielt wird, kann auch verwendet werden, wenn beispielsweise, in Fig. 2 nur das Kraft werk 21 vorhanden wäre.
In manchen Fällen wird man derartige Schalter nur für bestimmte Spannungen und Ströme besitzen. Beispielsweise kann es vor kommen, dass sie bei zu grossen Strömen oder zu hohen Spannungen Konstruktionen besit zen, die eine schnelle Abschaltung und Wie dereinschaltung nicht gewährleisten. Wenn daher nur ein Schalter für eine bestimmte Spannung dieser Forderung der schnellen Aus- und Wiedereinschaltung entspricht, kann man auch durch Transformatoren die Spannung für den Schalter geeignet machen.
Beispielsweise könnte man in Fig.1 unmittel bar vor den Schalter 9 und hinter diesen einen Transformator legen, durch welchen die geeignete Spannung für den Schalter ge- schaffen wird. Wenn durch das kurzzeitige Ein- und Wiederausschalten der Schalter der Fehler nicht beseitigt ist, sprechen dann nor male Schutzeinrichtungen an und schalten die kranke Strecke ab.
Die Schalter 9, 10 usw. können Schalter sein, die nicht auch durch die normalen Selektivschutzeinrichtungen beeinflusst wer den, es kann aber auch ein normalerweise vorhandener Schalter mit Zusatzeinrichtun gen versehen werden, durch die er bei einem Fehler kurzzeitig aus- und wiederein geschaltet wird.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass durch das kurzzeitige Ein- und Wiederaus- schalten des. Schalters die Leitung vollstän- dig unterbrochen wird, sondern es. genügt auch in diesen Fällen, dass nur ein ohmscher Widerstand oder eine Drosselspule, welche von dem Schalter überbrückt wird, zusätz lich eingeschaltet und wieder kurzgeschlos sen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Beseitigung eines L.icht- bogenfehlers, in von mehreren Seiten ge speisten, vermaschten, mit selektiv gesteuer ten Schaltern versehenen Netzen, dadurch ge kennzeichnet, dass bei einem Fehler nicht alle im Netz liegenden Schalter, sondern nur einige, hierfür eingerichtete Unter brechungsschalter kurzzeitig aus- und dann wieder eingeschaltet werden. UN TERANSPRüCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur in den Einspeise leitungen liegende Unterbrechungsschalter kurzzeitig aus- und wieder eingeschaltet werden. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur in den Speisestellen, sondern, auch vor grösseren Netzteilen solche Unterbrechungsschalter liegen, die kurzzeitig ein- und wieder aus geschaltet werden. 3. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Teil der der Fehlerstelle zufliessenden Energie kurz zeitig unterbrochen wird. 4.Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch ss, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbrechungsschalter in ge schlossenem Zustand einen in der zugehö rigen Leitung liegenden ohmschen oder induktiven Widerstand kurzschliesst.ä. Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch \?, dadurch gekennzeichnet, dass die kurzzeitige Abschaltung selektiv erfolgt, so dass nur die Unterbrechungs- schalter kurzzeitig ein.- und wieder aus geschaltet werden, durch deren Ausschal- tung nur der Netzteil spannungslos wird, in dem der Fehler aufgetreten ist. 6. Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auch für einseitig gespeiste Netzteile bei einem Fehler nur der bezw. die Unter brechungsschalter abgeschaltet werden, durch welche nur die Fehlerstelle span nungslos gemacht wird. 7.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar vor und hinter dem Unterbrechungsschalter Trans formatoren vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE210280X | 1938-05-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH210280A true CH210280A (de) | 1940-06-30 |
Family
ID=5796553
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH210280D CH210280A (de) | 1938-05-21 | 1939-05-19 | Anordnung zur Beseitigung eines Lichtbogenfehlers. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH210280A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0094697A1 (de) * | 1982-05-18 | 1983-11-23 | BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie. | Verfahren zur Begrenzung der Ausschaltströme von Leistungsschaltern in einer Hochspannungsschaltanlage und Verwendung des Verfahrens |
-
1939
- 1939-05-19 CH CH210280D patent/CH210280A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0094697A1 (de) * | 1982-05-18 | 1983-11-23 | BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie. | Verfahren zur Begrenzung der Ausschaltströme von Leistungsschaltern in einer Hochspannungsschaltanlage und Verwendung des Verfahrens |
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