CH210425A - Verfahren zur Darstellung eines neuen Benzolsulfamidderivates. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines neuen Benzolsulfamidderivates.

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CH210425A
CH210425A CH210425DA CH210425A CH 210425 A CH210425 A CH 210425A CH 210425D A CH210425D A CH 210425DA CH 210425 A CH210425 A CH 210425A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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  Verfahren zur Darstellung eines neuen     Benzolsulfamidderivates.       Es wurde gefunden, dass man zu neuen       Benzolsulfamidderivaten    gelangen kann, wenn  man     Benzolsulfonsäuren,    deren Kern minde  stens durch eine     Amino-    oder in eine solche       überführbare        Guppe        bezw.    deren Derivate  substituiert ist, in an sich bekannter Weise  in     heterocyclisch    substituierte     Benzolsulfon-          amidverbindungen        überführt.Erfindungsgemäss     kann man dabei so verfahren,

   dass man die  im Kern substituierten     Benzolsulfonsäuren     zum Beispiel in Form ihrer     Halogenide,    An  hydride, Ester oder die Säure selbst mit       Aminogruppen    enthaltenden     beterocyclischen     Verbindungen reagieren lässt. Man kann aber  auch im     Benzolkern    substituierte     Benzol-          sulfamide    mit Halogengruppen enthaltenden       heterocyclischen    Verbindungen umsetzen.  



  Die Kondensation kann in An- oder Ab  wesenheit von indifferenten organischen Lö  sungsmitteln oder in Gegenwart von Wasser  ausgeführt werden. Als Lösungsmittel lassen  sich zum Beispiel Äther,     Dioxan,        Petroläther,     Benzol,     Toluol,        Xylol,    Chlorbenzol.,     Nitroben-          zol,        Tetrachloräthan    verwenden. Es kann    auch in Gegenwart von Kondensationsmitteln  oder Katalysatoren gearbeitet werden.

   So  kann die Umsetzung zum Beispiel mit alka  lisch reagierenden Mitteln     wieAlkalien    und  Erdalkalien, organischen Basen, zum Beispiel  tertiären Basen wie     Pyridin,    ferner zum Bei  spiel mit     Phosphorpentoxyd,        Phosphoroxy-          chlorid,        Zinntetrachlorid,    Kupferpulver und  dergleichen erfolgen.  



  Als Ausgangsstoffe werden solche     Benzol-          sulfonsäuren    verwandt, die im     Benzolkern     zum Beispiel die     Amino-,        Acylamino-,        Alkyl-          amino-,        Acylalkylamino-,        Arylalkylamino-,          Nitro-,        Nitroso-,        Azo-,        Hydrazo-    oder Halogen  gruppen enthalten.

   Die     Benzolsulfonsäuren     können auch noch weitere     Substituenten    wie  zum Beispiel     Alkyl    enthalten. Als     hetero-          cyclische    Verbindungen, die     Amino-        bezw.          Halogengruppenrenthalten,    seien zum Beispiel  genannt:

   2-, 3- oder     4-Amino-pyridine,        Alkyl-          aminopyridine,äArylaminopyridine,        Arylalkyl-          aminopyridine,        Diaminopyridine,        Nitroamino-          pyridine,        Aminopyridinkarbonsäuren,        Amino-          chinoline    sowie     -isochinoline,        Aminoacridine;

           wie     9-Airiinoacridin,        Aminothiazole    und     Amino-          alkylthiazole,    wie     znm    Beispiel     2-Amino-          thiazol,        2-Amino-4-rnethyl-thiazol,        2-Amino-          4-äthyl-thiazol,        2-Amino-4,5-dimethyl-thiazol,          2-Amino-thiazol-4-essigsäureester,        2-Amino-5-          methyl-thiazol-4-essigsäureester,        2-Arnino-4-          a,

  lkyl-thiazol-5-carbonsäureester    sowie die ent  sprechenden teilweise oder gänzlich gesättig  ten Verbindungen wie     2-Amino-4-methyl-4,5-          dihydrothiazol,        2-Amino-4-oxo-4,5-dihydro-          thiazol,        2-Amino-4-oxo-4,5-dihydrothiazol-5-          essigsäureester,        Aminobenzothiazole,        Amino-          oxazole,    Halogenderivate wie     2-Brompyridiri,          3-Chlorpyridin,        3,5-Dibrompyridin,        2-Brom-          chinolin,

          Halogenthiazole,        Halogenoxazole,          Halogenaeridine    und dergleichen sowie deren       Substitutionsprodukte.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes  bildet ein Verfahren zur Darstellung eines  neuen     Benzolsulfamidderivates,    welches da  durch gekennzeichnet ist, dass man auf eine  Verbindung, die das Radikal einer     Acyl-          sulfanilsäure    enthält, wie zum Beispiel die  Säuren selbst, ihre     Halogenide,    Ester oder       Anhydride,        2-Aminothiazol    einwirken lässt  und die erhaltene Verbindung mit     hydrolysie-          renden    Mitteln so behandelt, dass man 2-(p  Aminobenzolsulfainido) -     thiazol    erhält.

   Das  selbe zeigt den F.     202-2031.    Es ist in     Al-          kalien    sowie in Säuren löslich und gibt die       Diazoreaktion.     



  Die neue Verbindung soll therapeutische  Verwendung finden.    <I>Beispiel 1:</I>  In eine salzsaure Lösung von     2-Amino-          thiazol-hydrochlorid,    wie sie erhalten wird  bei der Einwirkung von 143 Teilen     Dichlor-          äther    auf eine Lösung von 76 Teilen     Thio-          harnstoff    in 760 Teilen Wasser, werden 466  Teile     Acetyl-Sulfanilsäurechlorid    eingetragen.  Durch ständige Zugabe von Soda wird die  Reaktionsmasse dauernd     plkahsoh    gehalten.  Nach     lOstündigein    Rühren wird das so er  haltene Kondensationsprodukt abgesaugt mit  Wasser, gut gewaschen und getrocknet.

   Man  erhält es so in guter Ausbeute von hellgelber  Farbe. Es kristallisiert aus verdünntem Al-         kohol    in weissen Nadeln vom F. 129 0. Es ist  in Säuren, wie in Alkalien unlöslich. Zur       Verseifung        werdet)    10 Teile davon mit 200       \-Geilen        10        %iger        Nati-orilauge        eine        halbe        Stunde     auf dein Wasserbad erwärmt, wobei es in  kurzer Zeit in Lösung geht.

   Nach Filtrieren  und Erkalten wird die     Lösung    mit Essig  säure neutralisiert, und das ausfallende     Amid     durch Absaugen isoliert. Es wird durch Um  kristallisieren aus Wasser oder durch Um  fällen der alkalischen Lösung mit     Ammon-          Chlorid    gereinigt.     Man    erhält so das     2-(p-          Amino-benzolsulfamido)-thiazol        in        90        %iger     Ausbeute vom F.

       202-2031'.    Es ist in     Al-          kalien    wie in Säuren gut löslich und gibt  die     Diazoreaktion.    Es besitzt die Formel  
EMI0002.0081     
    <I>Beispiel 2:</I>  20 Teile     2-Amino-thiazol    werden in 200  Teilen Benzol gelöst, mit 23 Teilen     Acetyl-          sulfanilsäurechlorid    versetzt und über Nacht  gerührt.

   Das Lösungsmittel wird nun     abde-          stilliert,    der Rückstand mit Wasser behan  delt und     abgesogen.    Das noch feuchte     2-(p-          Acetamino-benzolsulfamido)-thiazol    wird eine  halbe Stunde unter Rühren     finit    100 Teilen  10     %iger    Natronlauge auf dem Wasserbad  erwärmt. Nach Erkalten und Filtrieren wird  das     2-(p-Aminobe)izolsulfamido)-thiazol    durch  Neutralisieren mit Essigsäure gefällt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines neuen Ben- zolsulfamidderivates, dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine Verbindung, die das Radi kal einer Acylsulfanilsäure enthält, 2-Amino- thiazol einwirken lässt und die erhaltene Ver bindung reit hydrolysierenden Mitteln so be handelt, dass man 2-(p-Aminobenzolsulfamido)- thiazol erhält. Dasselbe zeigt den F. 202 bis 2030. Es ist in Alkalien sowie in Säuren löslich und gibt die Diazoreaktion. Die neue Verbindung soll therapeutische Verwendung finden.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart von Kondensationsmitteln vornimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart von alkalisch reagierenden Mitteln vornimmt.
CH210425D 1938-01-31 1938-01-31 Verfahren zur Darstellung eines neuen Benzolsulfamidderivates. CH210425A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2482085A (en) * 1944-06-23 1949-09-20 Monsanto Chemicals Method for the preparation of sulfathiazoles
US2486807A (en) * 1944-03-14 1949-11-01 Sharp & Dohme Inc 2-sulfanilamido-4, 5-dicarboxythiazole and method of preparation
US2510495A (en) * 1944-09-13 1950-06-06 George A Breon & Company Therapeutic compositions

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US2482085A (en) * 1944-06-23 1949-09-20 Monsanto Chemicals Method for the preparation of sulfathiazoles
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