Papierwagenschalteinrichtung an Schreibmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Pa- pierwagenschalteinrichtung an Schreibmaschi nen mit einer beweglichen Schaltklinke, die beim Schaltvorgang vorübergehend ausser Eingriff mit den Zähnen eines Schaltrades gebracht wird und dabei unter Federwirkung einen durch einen verstellbaren Anschlag be stimmten, je nach der Verstellung des An schlages mehr oder weniger grossen Weg zu rücklegt, und mit einem das Verstellen des Anschlages bewirkenden Stellglied,
das von einer zum Umschalten der Maschine für den Abdruck verschiedener auf einem Typen träger angebrachter Typen dienenden Um schaltvorrichtung in verschiedene Stellungen eingestellt wird und beim Schreiben durch für die einzelnen Tasten an von diesen be wegten Teilen in verschiedenen Lagen an geordnete Anschlagteile je nach der Einstel lung des Stellgliedes und je nach der Lage der Anschlagteile betätigt wird.
Die Erfindung bezweckt, eine Papier- wagenschalteinrichtung der oben angegebenen Art im Aufbau und in der Wirkung zu ver bessern, und erreicht dies dadurch, dass das Stellglied unmittelbar den Anschlagteilen ge genüber angeordnet ist, derart, dass es von den Anschlagteilen selbst betätigbar ist.
In beiliegender Zeichnung sind verschie dene Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes dargestellt. Dabei sind alle für das Verständnis der Erfindung nicht wesent lichen Teile der Schreibmaschine fortgelas sen worden.
Es zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch eine Schreib maschine in Ruhestellung, Fig. 2 bis 5 Schnitte entsprechend Fig. 1 mit verschiedenen Stellungen der Teile, Fig. 6 eine teilweise Rückansicht der Schreibmaschine nach Fig. 1, in grösserem Massstab, Fig. 7 einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform bei einer Schreibmaschine mit mehr als zwei Umschaltstellungen,
Fig. 8 bis 17 Einzelheiten zur Ausfüh rungsform nach Fig. 7, Fig. 18 eine Rückansicht. der Schaltvor richtung nach Fig. 7 in Ruhestellung der Teile, Fig. 19 eine Rückansicht entsprechend Fig. 18 mit auf doppelte Sclia.ltschrittcveite eingestellten Teilen, Fig. 20 einen Schnitt nach Linie 20-20 in Fig. 18,
Fig. 21 eine der Fig. 18 entsprechende Rückansicht einer weiteren Ausführungs form der Schaltvorrichtung für mehr als zwei Schaltschrittweiten, Fig. 22 bis 26 Einzelheiten zur Ausfüh rungsform nach Fig. 21.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1. bis 6 ist am Gestell 1 einer Klein- oder Reise schreibmaschine ein Umschaltteil 2 mittels einer Schlitzführung 3, die um am Gestell 1 angebrachte Stifte 4 herumgreift, beweglich gelagert. Er ist durch Niederdrücken einer Umschalttaste 5 am Umschalttastenhebel 6, der bei 21 am Gestell 1 drehbar gelagert ist, aus der in Fig. 1 dargestellten Umschalt stellung in die Umschaltstellung nach Fig. 2 einstellbar. Der Umschaltteil 2 ist mit Wa- genlaufführungen 7 versehen, an denen der die Schreibwalze 9 tragende Papierwagen 8 längsbeweglich geführt ist.
Beim Betätigen der Umschalttaste 5 wird also mit dem Um schaltteil 2 die Schreibwalze 9 angehoben bezw. gesenkt, so dass beim Schreiben die obere bezw. untere der beiden am Typenhebel 19 angeordneten Typen 20a, 20b zum Abdruck kommt. Der Papiervagen 8 greift mittels einer an ihm befestigten Zahnstange 10 in das mit dem Schaltrad 11 verbundene Zahn rad 12 ein und wird beim Schreiben unter der Wirkung der nicht dargestellten Wagen zugfeder schrittweise in seiner Längsrichtung weiterbewegt.
Die Schrittschaltung des Schaltrades 11 erfolgt dabei in üblicher Weise durch Ver- schwenken des Schaltkörpers 14 um seine Achse 74 (Fig. 6). Der Schaltkörper 14 ist mit einer festen Schaltklinke 13 und einer beweglichen Schaltklinke 15, die bei 70 am Schaltkörper 14 drehbar gelagert ist, ver sehen.
Beim Anschlagen einer Taste 16 wird der Tastenhebel 17 um die allen Tasten liebeln 17 gemeinsame Achse 18 entgegen der Wirkung der am rückwärtigen Ende 42 des Tastenhebels 17 angreifenden Zugfeder 43 verschwenkt. Der Typenhebel 19 mit sei nem Typenkopf 20 und den Typenzeichen 20a und 20b ist um die Typenhebelachse 22 verschwenkbar und wird über die Zugstange 23, 24 und über den an einer durchgehenden Achse 25 gelagerten Doppelhebel 26 vom Ta stenhebel 17 aus angetrieben.
Der Typen hebel 1.9 ist. mit einer Schaltnase 28 versehen, die bei der Anschlagbewegung des Typen hebels 19 eine um die Achse 29 drehbare Universalschiene 30 entgegen der Wirkung einer Feder 31 von einem Begrenzungsan schlag 32 (Fig. 1) wegdrückt. Die Bewegung der Universalschiene 30 wird von einem Ver bindungsarm 33, der mittels eines Zwischen gliedes 34 am Maschinengestell 1 angelenkt ist, aufgenommen und von einem Anschlag schenkel 35 auf einen Bolzen 36 am Schalt körper 14 übertragen. Dabei wird die be wegliche Schaltklinke 15 aus und die feste Schaltklinke 13 in die Zahnlücke 38 des Schaltrades 11 verschwenkt (Fig. 6).
Die ausser Eingriff gebrachte bewegliche Schaltklinke 15 wird, wie in Fig. 6 dar gestellt ist, unter der Wirkung einer Zug feder 37 in eine Stellung verschwenkt, in der sie vor einer der nächstfolgenden Zahnlücken 38' oder 38" des Schaltrades 11 liegt. Die ,jeweilige Endstellung der beweglichen Schalt klinke 15, also die Auswahl der Zahnlücken 38' oder 38", je nach der gewünschten Schrittweite der Papierwagenschaltvorrich- tung, wird durch einen verstellbaren An schlag 39, gegen den sich die bewegliche Schaltklinke 15 unter der Wirkung ihrer Fe der 37 anlegt. bestimmt.
Dieser Anschlag 39 wird in der der geringsten Schrittweite des Papierwagens 8, das heisst dem kleinsten Ausschlag der beweglichen Schaltklinke 15 entsprechenden Stellung durch eine Feder 40 gegen einen Anschlagstift 67 gehalten. Die Feder 40 ist dabei stärker ausgebildet als die auf die bewegliche Schaltklinke 15 wirkende Feder 37.
Der verstellbare Anschlag 39 für die be wegliche Schaltklinke 15 ist am Schaltkör per 14 um den Zapfen 62 verschwenkbar befestigt. Um den Zapfen 62 am Schalt körper 14 ist ausserdem ein Doppelhebel 63 verschwenkbar gelagert, der die Verstellung des Anschlages 39 entgegen derWirkung sei ner Feder 40 mittels eines an einem Stift 65 des Anschlages 39 angreifenden Vorsprungs 64 in der später beschriebenen Weise bewirkt.
In der Doppelschrittstellung wird der ver stellbare Anschlag 39 in seiner Bewegung dadurch begrenzt, dass eine an ihm ausge bildete Anschlagfläche 68 sich gegen eine am Schaltkörper 14 befindliche Umbiegung 69 anlegt.
Die bewegliche Schaltklinke 15 stösst in der Ruhestellung, das heisst bei stillstehen dem Papierwagen 8 mit einem Arm 71, an dem auch die Feder 37 angreift, gegen einen Anschlag 72 an. In dieser Stellung wird die bewegliche Schaltklinke 15 durch das Schalt rad 11 gehalten, das unter dem Einfluss der in Richtung des Pfeils 27 wirkenden, nicht dargestellten Wagenzugfeder, die bewegliche Schaltklinke 15 gegen die Wirkung ihrer Feder 37 im Rechtssinne (Fig. 6) um den Drehpunkt 70 zu verschwenken sucht. Der Schaltkörper 14 ist auf von den Armen 73 des Umschaltteils 2 der Maschine getragenen Achszapfen 74 verschwenkbar gelagert.
Um in beiden Umschaltstellungen des Pa pierwagens 8 ausser dem üblichen Schalt schritt je nach der Breite der Typenzeichen einen solchen von doppelter Schrittweite<B>be-</B> wirken zu können, sind für das vorliegende Ausführungsbeispiel vier verschiedene Tasten- hebelgruppen vorgesehen. Diese Gruppen werden durch die Art und Anordnung von Anschlagteilen 44a, 44b bestimmt, die an den rückwärtigen Enden 42 der Tastenhebel 17 der einzelnen Gruppen angebracht werden können. Diese Anschlagteile<I>44a, 44b</I> be einflussen beim Schreiben in Abhängigkeit von der Umschaltstellung des Papierwagens 8 in der nachstehend beschriebenen Weise den einstellbaren Anschlag 39 für die bewegliche Schaltklinke 15.
Um für beliebig zu wählende Tasten 16 in einer oder beiden Umschaltstellungen der Schreibwalze 9 beim Schreiben der diesen Tasten zugehörigen Typen ein Verstellen des Anschlages 39' aus, der in Fig. 6 strichpunktiert gezeichneten in die ausgezogen dargestellte Lage und damit einen grösseren Weg der beweglichen Schaltklinke und einen Schalt schritt doppelter Weite zu bewirken,
ist quer zu sämtlichen Tastenhebelenden 42 ein Stell glied 45 angeordnet. Das Stellglied 45 ist mittels Schrauben 46 an der Achse 47 be festigt, die mittels eines Stellarmes 58 in ver schiedene Winkelstellungen in Armen 48 zweier Doppelhebel 48, 49 einstellbar ist. Die Doppelhebel 48, 49 bilden mit der Achse 47 einen Schwenkrahmen, der um eine Schwenkachse 50 in Armen 41 des Maschi nengestelles 1 drehbar gelagert ist und von einer Zugfeder 51 gegen einen Vorsprung 52 am Gestell 1 gehalten wird.
Eine gegen die Wirkung der Feder 51 erfolgende Be wegung des Schwenkrahmens 47, 48, 49 wird über eine mit den Armen 49 verbun dene Stange 53, ein daran angelenktes Zwi schenglied 54, einen gelenkig hiermit ver bundenen, bei 57 an einem Arm 60 des Um schaltteils 2 drehbar gelagerten Winkelhebels 55, 56 und ein Verbindungsgestänge 61, 63, 64, 65 (Fig. 6) auf den Anschlag 39 über tragen. Eine solche Bewegung des Schwenk rahmens 47, 48, 49 erfolgt, wenn beim Schreiben ein Anschlagteil 44a bezw. 44b auf das entsprechend eingestellte Stellglied 45 auftrifft.
Die Einstellung des Stellgliedes 45 in Abhängigkeit von der Umschaltstellung er folgt über den Stellarm 58 mittels eines an ihm und am Arm 60 des Umschaltteils 2 an gelenkten Verbindungslenkers 59. In der untern Umschaltstellung des Umschaltteils 2 und der Schreibwalze 9, in der die Type 20a zum Abdruck gelanbt (Fig. 1, 3 und 4) ist das Stellglied 45 in die Stellung A ein gestellt.
In der obern Umschaltstellung, in der die Type 20b zum Abdruck kommt (Fig. 2 und 5), steht das Stellglied 45 in folge der beim Anheben des Umschaltteils 2 über die Teile 60, 59, 58 bewirkten Verstel lung der Achse 47 in der Stellung B. In folge der gelenkigen Anordnung des Zwi- schengliedes 54 wird eine gegenseitige Be einflussung des am festen Gestellarm 41 ge lagerten Schwenkrahmens 47, 48, 49 und des am Umschaltteil 2, 60 gelagerten Winkel hebels 55, 56 bei der Umschaltbewegung vermieden.
Beim Anschlagen von Tasten für Typen zeichen gewöhnlicher Breite wird das Stell glied 45 vom Tastenhebel aus nicht beein- flusst. Die entsprechenden Tastenhebel 17 die ser Tastenhebelgruppe sind nicht mit An schlagteilen versehen. Die Schaltvorrichtung für den Papierwagen 8 wird hierbei in der üblichen Weise betätigt, so dass der Papier vagen 8 in beiden Umschaltstellungen mit einem einfachen Schaltschritt weiterbewegt wird.
Dies geschieht dadurch, dass der Schalt körper 14 in der oben beschriebenen Weise unter Vermittlung der Universalschiene 30 bewegt und die bewegliche Schaltklinke 15 durch ihre Feder 3 7 in die in Fig. 6 in strichpunktierten Linien angedeutete Stel lung v erschwenkt wird.
Beim Anschlagen von Tasten für Typen zeichen grösserer Breite wird das Stellglied 45 in Abhängigkeit von seiner Einstellung in die Stellung A oder B und von der Anord nung der Anschlagteile 44a bezw. 44b an den Tastenhebelenden 42 mit dem Schwenkrah men 47, 48, 49 um die Schwexakachse 50 beweo-t, so dass durch die beschriebene Ver stellung des Anschlages 39 ein Schaltschritt doppelter Weite ermöglicht wird.
Bei Anordnung eines Anschlagteils 41a am Ende 42 eines Tastenhebels 17 erfolgt eine Betätigung des Stellgliedes 45 beim Schreiben nur in seiner Stellung A (Fig. 4), das heisst es erfolgt hierbei nur dann ein Schaltschritt doppelter Weite, wenn die un tere Type 20a des zu dieser Taste gehörigen Typenhebels zum Abdruck gelangt. In der Stellung B des Stellgliedes 45 (Fig. 5) geht der Anschlagteil 44a beim Anschlagen des Tastenhebels über das Stellglied 45 hinweg, ohne dasselbe zu beeinflussen. Es erfolgt also beim Abdruck der obern Type 20b des zu dieser Taste gehörigen Typenhebels nur ein Schaltschritt einfacher Weite.
Bei Anordnung eines Anschlagteils 44b erfolgt eine Betätigung des Stellgliedes 45 beim Anschlagen der betreffenden Taste nur in der Stellung B (Fig. 2), das heisst es er folgt hierbei nur dann ein Schaltschritt dop pelter Weite, wenn die obere Type 20b des zugehörigen Typenhebels zum Abdruck kommt. In der Stellung A (Fig. 3) wird das Stellglied 45 von dem Anschlagteil 44b in diesem Falle beim Schreiben nicht beein flusst, so dass beim Schreiben der untern Type 20a hierbei nur ein Schaltschritt ein facher Weite erfolgt.
U m in beiden Umschaltstellungen des Umschaltteils 2 und der Schreibwalze 9, das heisst sowohl in der Stellung A, als auch in der Stellung B des Stellgliedes 45, beim An schlagen bestimmter Tasten 16 einen Schalt schritt doppelter Weite zu erzielen, werden an den Enden 42 der betreffenden Tasten hebel 17 sowohl Anschlagteile 44a, als auch Anschlagteile 44b angebracht. Dabei kann die Anordnung so getroffen werden, dass je ein Anschlagteil 44a und 44b an dem be treffenden Tastenhebelende 42 befestigt wird. Es kann aber auch ein aus einem Stück bestehender Anschlagteil 44 vor gesehen sein, der beide Anschlagteile 44a und 44b vereinigt (Fig. 1).
Die Anschlagteile werden zweckmässig an den Tastenhebelenden 42 durch Schrauben, Nieten oder dergleichen Verbindungsmittel befestigt, so < lass sie jederzeit abgenommen und aus < Yewechselt werden können.
Die verschiedene Lage und Wirkung der Anschlagteile kann dadurch erzielt werden, dass die Anschlagteile an Stücken von ver schiedener Form vorgesehen sind, wie dies in der Zeichnung bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 6 dargestellt ist.
In den Fig. 1 bis 6 der Zeichnung sind beispiels- weise drei verschiedene Formen von die An schlagteile tragenden Stücken dargestellt, nämlich das mit einem kürzeren Arm an einem Tastenhebelende angebrachte, den An schlagteil 44a, tragende Stück, das mit einem längeren Arm an einem Tastenhebelende 42 angebrachte, den Anschlagteil 44b tragende Stück und der aus einem grösseren Stück bestehende Anschlagteil 44, der sowohl mit einer dem Anschlagteil 44a als auch mit einer dem Anschlagteil 44b entsprechenden An- schla.gf läche versehen ist.
An Stelle des aus einem Stück hergestellten Anschlagteils 44 ist auch, wie bereits oben erwähnt wurde, die Anordnung zweier verschiedener, die An schlagteile 44a bezw. 44b tragender Stücke nebeneinander an dem gleichen Tastenhebel ende 42 möglich.
Abweichend von der in Fig. 1 bis 6 des ersten Ausführungsbeispiels dargestellten Ausführung kann aber auch nur eine einzige Form eines solchen einen Anschlagteil tra genden Stückes vorgesehen sein. Ein solches Stück müsste entweder höher oder tiefer oder doppelt, einmal höher und einmal tiefer, an den einzelnen Tastenhebelenden 42 ange bracht werden, um die verschiedene Lage und Wirkung des Anschlagteils in einer den An schlagteilen 44a, 44b der verschieden ge formten Stücke entsprechenden Weise zu er zielen.
Die Anzahl der Tastenhebelgruppen und dementsprechend die Verschiedenartigkeit der Form oder Anordnung der Anschlagteile er höht sich selbstverständlich, wenn entweder mehr als zwei Schrittweiten oder mehr als zwei Umschaltstellungen des Papierwagens 8 vorgesehen sind. Die Verteilung der An schlagteile auf die einzelnen Tastenhebel 17 kann je nach der gewünschten Tastatur be liebig erfolgen, ohne dass sich der grundsätz liche Aufbau der Maschine ändert.
Umstel lungen können, wenn eine andere Tastatur oder Typenanordnung gewünscht wird, bei der fertigen Maschine mit Leichtigkeit vor genommen werden, da zu diesem Zweck nur die an den rückwärtigen Enden 42 der ein zelnen Tastenhebel 17 angebrachten An- schlagteile hinsichtlich ihrer Form oder An ordnung entsprechend auszuwechseln sind.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 bis 20 ist die Erfindung bei einer Schreib maschine anderer Bauart dargestellt. Hier bei ist auf dem Maschinengestell 75 ein Pa pierwagen 76 auf Laufstangen 130, 131 längsbeweglich geführt. Der Papierwagen 76 trägt die Schreibwalze 77, die mittels Gleitbacken 78 in den Schlitzführungen 79 im Rahmen des Papierwagens 76 geführt ist. Die Umschaltung der Schreibwalze 77 wird in üblicher Weise durch Niederdrücken einer der beiden zweiarmigen Umschalthebel 80 be wirkt, die um die Achszapfen 81 an den- Sei tenteilen des Maschinengestelles 75 drehbar gelagert sind.
Die am freien Ende des Um schalthebels 80 angelenkte Hubstange 82 greift am Umschaltrahmen 83 an und hebt ihn beim Niederdrücken der Umschalttaste 98 hoch. Dabei wird unter Vermittlung einer am Umschaltrahmen 83 angebrachten Lauf schiene 84 und einer Laufrolle 85 die Schreibwalze 77 am Papierwagen 76 aus der in Fig. 7 dargestellten untern Stellung, in der die Type 123a des Typenhebels 124 zum Abdruck kommt, in die eine oder andere Hö henlage angehoben, in der eine der andern Typen 123b bezw. 123c zum Abdruck kom men kann.
Am Maschinengestell 75 ist ferner ein Lagerbock 99 befestigt, an dem auf Lager zapfen 101 (Fig. 7, 18, 19 und 20) ein Schaltkörper 102 quer zur Drehebene eines Schaltrades 103 verschwenkbar gelagert ist. Am Schaltkörper 102 ist ein Klinkenträger 104 auf Führungsstiften 105 verschiebbar angeordnet.
Der Klinkenträger 104, auf dem die bewegliche Schaltklinke 109 um einen Zapfen 110 schwenkbar gelagert ist, ist mit einem Sperrstift 106 versehen, der für ge wöhnlich (Fig. 7 und 18) an einem Anschlag 97 anliegt und ein Längsverschieben des Klinkenträgers 104 mit der beweglichen Schaltklinke 109 im Wirkungssinne der am Klinkenträger 104 angreifenden Zugfeder 107 nach rechts (Fig. 18) verhindert.
In der Ruhestellung des Papierwagens 76 wirkt die in der Zeichnung nicht darge stellte @Vagenzugfeder über die am Papier wagen 76 gelagerte Wagenzahnstange 1.32 und das damit in Eingriff stehende, sich mit dem Schaltrad 103 drehende Ritzel 133 auf das Schaltrad 103 ein und versucht dieses im Sinne des Pfeils 134 (Fig. 18, 19) zu dre hen.
Die mit dem Schaltrad 103 in Ein griff stehende bewegliche Schaltklinke 109 wird daher entgegen der Wirkung der an ihr angreifenden Feder 111 im Linkssinne (Fig. 18) um ihren Lagerzapfen 110 am Klinkenträger 104 verschwenkt und in An lage gegen den ebenfalls am Klinkenträger 104 angeordneten Begrenzungsstift 119 ge halten. Durch diese Wirkung des unter dem Einfluss der Wagenzugfeder stehenden Schaltrades 103 auf die bewegliche Schalt klinke 109 wird auch das Stellstüek 104 auf seinen Führungsstiften 105 entgegen der Wirkung der Feder 107 in seiner äussersten Linksstellung (Fig. 18) gehalten.
Die Schaltung des Papierwagens 76 er folgt in der üblichen Weise, wenn beim An schlagen der Typentaste 116 über den Zwi schenhebel 125 der Typenhebel 124 v er- schwenkt wird. Dabei wird über eine Schalt brücke 126 (Universalschiene), eine Verbin dungsstange 127 und eine bei<B>129</B> am Lager bock 99 angelenkte Klappe 1.28 der Schalt körper 102 um seine Lagerzapfen 101 aus der Stellung nach Fig. 20 in die Stellung nach Fig. 7 verschss=enkt.
Beim Verschwenken des Schaltkörpers 102 legt sich in bekannter Weise ein fest mit ihm verbundener Schaltzahn<B>108</B> in die glei che Zahnlücke des Schaltrades 103, aus der die bewegliche Schaltklinke 1.09 heraustritt. Die bewegliche Schaltklinke 109 wird dabei unter Einwirkung der Feder 111 verschwenkt bis zur Anlage an einen am Schaltkörper <B>102</B> bei 112 befestigten Anschlaghebel 113, der von einer stärkeren Feder 114 ständig gegen einen ebenfalls am Schaltkörper 102 angeordneten Anschlagstift 115 gezogen wird und in der in Fig. 18 dargestellten Lage des Klinkenträgers 104 die Verschwenk- be-,
vegung der beweglichen Schaltklinke 109 um einen Zahnlückenabstand des Schaltrades <B>103</B> in die strichpunktiert dargestellte Lage begrenzt.
Die bewegliche Schaltklinke 109 tritt beim Zurückschwenken des Schaltkörpers 102 im Rechtssinne (Fig. 7) in die ihm nunmehr gegenüberliegende Zahnlücke des Schaltrades 103 und wird durch die Zugkraft der Wa- genzugfeder von einem der Zähne des Schalt rades<B>103</B> wieder gegen den Begrenzungs stift 119 zurückgedreht (Fig. 18), wobei das Schaltrad <B>103</B> und damit der Papierwagen 76 einen Schaltschritt ausführt.
Während dieser Beendigung des Schaltvorganges be findet sich das Typenantriebgestänge 116, 121, 125, 124 wieder auf dem Rückweg aus der Anschlagstellung nach Fig. 7 in die Ruhestellung.
Um eine Bewegung der beweglichen Schaltklinke 109 nach ihrem Ausschwenken aus dem Schaltrad 103 um mehr als einen Zahnlückenabstand des Schaltrades 103 zu ermöglichen, ist der Anschlag 97, gegen den sich der Sperrstift 106 des Klinkenträgers 104 anlegt, verstellbar angeordnet. Zu die sem Zweck ist der Anschlag 9 7 an einem um eine Achse 100 am Lagerbock 99 gegen die Wirkung einer Feder 118 schwenkbar gelagerten Glied 96 angeordnet.
Die Feder 118 hält das Schwenkglied 96 für gewöhn lich in der durch einen Vorsprung 120 be grenzten Stellung, die in Fig. 7 dargestellt ist. und in der der Anschlag 97 eine Verstell bewegung des Sperrstiftes 106 und damit des Klinkenträgers 104 mit der beweglichen Schaltklinke<B>109</B> nach rechts (Fig. 18) ver hindert.
Die. Verschwenkung des Anschlages 9 7 aus dieser Sperrstellung nach Fig. 7 in eine die Bewegung des Klinkenträgers 104 frei gebende- Stellung, die in Fig. 8 dargestellt ist, erfolgt beim Anschlagen von bestimmten Schreibtasten 116 durch an den betreffenden Tastenhebeln 121 angebrachte Anschlagteile 117a, 117b,<B>117e,</B> die je nach ihrer Art und Anordnung auf ein Stellglied 88 einwirken, dessen Ausbildung und Wirkung weiter unten beschrieben wird.
Der in die Lage nach Fig. 8 verschwenkte Anschlag 97 gibt dabei dem Sperrstift 106 des Klinkenträgers 104 den Weg frei, so dass nach dem Aus schwenken der beweglichen Schaltklinke 109 aus den Zähnen des Schaltrades 103 der Klinkenträger 104 dem Zug der Feder 107 durch eine Längsbewegung auf den Füh rungsstiften 105 folgt und der beweglichen Schaltklinke 109 durch die 1!I' itverschiebunu ihres Lagerzapfens 110 am Klinkenträger 104 eine grössere Ausschwenkung als bisher im Rechtssinne (Fig. 19) bis zum Anschlag hebel 113 ermöglicht wird.
Die gesamte Ver- schw enkung der beweglichen Schaltklinke <B>109</B> um ihren Zapfen 110 kann dabei zum Beispiel etwa dem Abstand zweier Lücken des Schaltrades 103 entsprechen, so dass der Papierwagen 76 in diesem Falle nach An schlagen einer entsprechenden Typentaste 116 einen Schaltschritt von doppelter Schrittweite zurücklegt.
Das Stellglied 88 wird von einer in Schwenkarmen 91 beweglich gelagerten Achse 93 getragen und liegt quer zu sämt lichen Tastenhebeln 121 unter diesen. Die Schwenkarme 91 sind um eine Schwenkachse 90 frei bewegbar (Fig. 8 und 9). Sie sind ausserdem mittels einer Schiene 92 miteinan der verbunden. An der Schiene 92 ist ein doppelarmiger Hebel 94 befestigt, der an dem Stellglied 88 von unten anliegt und dieses führt, ohne es in der Bewegung um seine Achse 93 zu behindern. Die Schwenkarme 91 bilden mit der Schiene 92, dem Hebel 94 und der Achse 93 des Stellgliedes 88 einen um die Achse 90 schwenkbaren Tragrahmen.
Der freie Arm des doppelarmigen Hebels 94 ist mit einer Verbindungsstange 95 und diese mit einem Arm des Schwenkgliedes 96 ge lenkig verbunden, so dass bei einer von den Tastenhebeln <B>121</B> aus über das Stellglied 88 bewirkten Verschwenkung des Tragrahmens 91 bis 94 der am Schwenkglied 96 befind liche Anschlag 97 links herum (Fig. 7) ver- schwenkt wird.
Die Einstellung des Stellgliedes 88 wird über das Hebelgestänge 86, 87 vom Um- schalthebel 80 gesteuert und ist abhängig von der Umschaltstellung der Schreibwalze 77. Wie in Fig. 10 in vollen Linien dargestellt ist, befindet sich das Stellglied 88 in\; der untern Umschaltstellung des Umschaltrah mens 83 und damit der Schreibwalze 77 in der mit A bezeichneten Stellung. In dieser in Fig. 7 dargestellten Stellung der Schreib walze 77 kommt beim Anschlagen eines Typenhebels 124 die unterste Type 123a zum Abdruck.
Das Stellglied 88 befindet sich in der strichpunktiert dargestellten Stellung B, wenn eine mittlere Umschaltstellung des Rah mens 83 und der Schreibwalze 77 eingestellt ist, und in der gestrichelten Stellung C, wenn eine obere Umschaltstellung eingestellt ist (Fig. 10). In der mittleren bezw. obern Um schaltstellung der Schreibwalze 77 kommen beim Anschlagen der Typenhebel 12:1 die mittleren Typen 123b bezw. die obern Typen 123c zum Abdruck.
Um für jedes einzelne Typenzeichen 123a, 123b, 123c jedes einzelnen Typenhebels 124 in einfacher Weise die jeweils erforder liche Wagenschrittweite bestimmen zu kön nen, ist das Stellglied 88 unmittelbar gegen über den an den Tastenhebeln 121 vorzugs weise auswechselbar angebrachten Anschlag teilen 117a, 117b, 117c angeordnet, so dass das Stellglied 88 beim Niederdrücken einer Taste 116 je nach der Anordnung der An schlagteile an dem betreffenden Tastenhebel 121 in der Stellung A,
B oder C oder in meh reren dieser Stellungen mit seinem Trag rahmen 91 bis 94 um die Achse 90 ver- schwenkt wird und in der oben beschriebenen Weise einen Schaltschritt grösserer Weite be wirkt.
Wie aus den Darstellungen in Fig. 11 bis 17 hervorgeht, sind entsprechend den mög lichen Stellungen<I>A, B,</I> C des Stellgliedes 88 die Anschlagteile 117a, 117b,<B>117e</B> angeord net, die je nur in der zugehörigen Stellung des Stellgliedes 88 auf dasselbe beim Nieder drücken des betreffenden Tastenhebels 121 einwirken. Der Anschlagteil 117a beispiels weise wirkt nur in der Stellung A des Stell gliedes 88 auf dasselbe ein und geht in den Stellungen B und C beim Niederdrücken des entsprechenden Tastenhebels 121 an dem Stellglied 88 vorbei.
Durch Anordnung von mehr als einem Anschlagteil an einem Ta stenhebel l21 (Fig. 14 bis 17) kann eine Be einflussung des Stellgliedes 88 beim Nieder drücken des betreffenden Tastenhebels 121 in mehr als einer Einstellung des Stellgliedes 88 bewirkt werden.
Die Anschlagteile 117a., 117b, 117e, sowie ihre Zusammenstellungen können, wie aus Fig. 11 bis 17 hervorgeht, durch entspre chend geformte Stücke gebildet werden. die an den verschiedenen Tastenhebeln 121 in geeigneter Weise befestigt werden. Es kön nen aber auch, wie aus Fig. 7 und 8 hervor geht, einzelne gleichgeformte Anschlagteile 117 in verschiedenen Lagen und Zusammen stellungen an den Tastenhebeln 121 befestigt werden.
Die bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 11 bis 1.7 möglichen Schrittweiten des Papierwagens 7 6 in den verschiedenen Umschaltstellunen dei n Schreibwalze<B>7</B>7 bezw. des Stellgliedes 88 ergeben sich aus folgender Aufstellung:
EMI0008.0008
In <SEP> Stellung: <SEP> A <SEP> B <SEP> C
<tb> Fig.ll <SEP> doppelt <SEP> einfach <SEP> einfach.
<tb> Fig.12 <SEP> einfach <SEP> doppelt <SEP> einfach
<tb> Fig.13 <SEP> einfach <SEP> einfach <SEP> doppelt
<tb> Fig.14 <SEP> doppelt <SEP> doppelt <SEP> einfach
<tb> Fig.la- <SEP> einfach <SEP> doppelt <SEP> doppelt
<tb> Fig.16 <SEP> doppelt <SEP> einfach <SEP> doppelt
<tb> Fig.17 <SEP> doppelt <SEP> doppelt <SEP> doppelt Der Erfindungsgedanke lässt sich selbst verständlich auf verschiedene Art weiter aus gestalten, so zum Beispiel bei Bedarf weiterer Schrittweiten des Papierwagens oder bei An ordnung weiterer L:
mschaltstellungen der Schreibwalze, eines Typenhebelsegmentes, oder einer andern Umschalteinrichtung.
Die Abbildungen nach Fig. 21 bis 26 ver anschaulichen eine solche weitere Ausgestal- tungsmöglichkeit bei der Bauart einer Schreibmaschine, wie sie in Fig. 7 bis 20 dargestellt und im vorhergehenden beschrie ben ist. Zu der bisher möglichen einfachen und doppelten Schaltschrittweite ist noch die Möglichkeit einer dreifachen Schalt schrittweite vorgesehen. Am Schwenkglied 96 ist dabei der Anschlag 9 7 mit einer Ab stufung<B>97'</B> versehen.
Diese Anschlagstufen 9 7 und<B>97'</B> bilden für den Sperrstift. 106 am Klinkenträger 104 Begrenzungen, die ver schieden grosse Verschiebungen des Klinken trägers 104 auf den Führungsstiften 105 ermöglichen, so dass die bewegliche Schalt klinke 109 nach dein Ausschwenken aus dem Schaltrad 103 mehr als zwei verschieden grosse Versehwenkungen um den Lagerzapfen 110 bis zum Anschlaghebel 113 ausführen kann.
Die bewegliche Schaltklinke 109 wird dabei wie bisher um einen einfachen, der @Veiterbewegun(, des Schaltrades 103 um einen einzigen Schaltzahn entsprechenden Betrag versehwenkt, wenn die Verschiebung des Stehstückes 104 im Wirkungssinne der Feder 107 durch das Aufhalten des Sperr stiftes 106 am Anschlag 97 begrenzt wird.
Wird das Schwenkglied 96 um einen Be trag verschwenkt, der die Anschlagstufe 97' in die Bewegungsbahn des Sperrstiftes 106 bringt (Fig. 23), so wird beim Ausschwen ken der beweglichen Schaltklinke 109 aus dem Schaltrad 103 der Klinkenträger 104 durch die Feder 107 so weit verschoben. bis der Sperrstift 106 gegen die Anschlagstufe 97' anliegt. Der Ausschlag der beweglichen Schaltklinke 109 bis zum Anschlaghebel 113 wird hierdurch grösser, so dass die bewegliche Schaltklinke 109 um zwei Zahnlücken des Schaltrades 103 weiterspringt.
Bei einer grösseren Verschwenkung des Schwenkgliedes 96 gibt auch die Anschlag stufe 97' den Weg des Sperrstiftes 106 frei Ti-. 21 und 22). Der Klinkenträger 104 wird nun beim Ausschwenken der beweg lichen Schaltklinke 109 aus dem Schaltrad 103 durch die Zugfeder 107 bis zum An schlag an eine Begrenzung am Schaltkörper 102 verschoben. Dabei wird die bewegliche Schaltklinke 109 soweit verschwenkt, dass sie zwei Zahnlücken des Schaltrades 103 über springt, so dass das Schaltrad 103 beim Wie dereingreifen der beweglichen Schaltklinke 109 um einen dreifachen Schaltschritt weiter bewegt wird.
Die Verschwenkung des Schaltgliedes 96 um solche verschieden grosse Beträge wird durch die Anordnung von gegenüber dem Stellglied 88 abgestuften Anschlagteilen 117a, 117b, 117c, 117ä, 117b', 117c' er reicht, die eine verschieden grosse Bewe gung des Stellgliedes 88 und des Tragrah mens 91 bis 94 und damit des Schwenk gliedes 96 bewirken. Drei ausgewählte Zu sammenstellungen der Anschlagteile 117a, 117b, 117c, 117a', 117b', 117c' sind in Fig. 24 bis 26 beispielsweise dargestellt.
Sie ergeben im Zusammenhang mit den verschiedenen Umschaltstellungen der Schreibwalze 77 bezw. des Stellgliedes 88 für die betreffen den Tastenhebel 121 folgende Schaltschritt weiten des Papierwagens 76:
EMI0009.0008
In <SEP> Stellung: <SEP> A <SEP> B <SEP> C
<tb> Fig.24 <SEP> doppelt <SEP> dreifach <SEP> einfach
<tb> Fig.25 <SEP> einfach <SEP> doppelt <SEP> dreifach
<tb> Fig.26 <SEP> dreifach <SEP> einfach <SEP> doppelt Es ist ersichtlich, dass auf diese Weise eine ausserordentlich grosse Zahl von Kombinatio nen von verschiedenen Schaltschritten und Umschaltstellungen für jede einzelne Taste möglich ist.