Buchungseinrichtung. Die Erfindung betrifft eine Buchungs einrichtung, bei der die auf ein Grundbuch blatt aufgeschriebene Buchung auf mehrere, mit dem Grundbuchblatt einen Blättersatz bildende, den verschiedenen Konten bezw. Aufstellungen zuzuordnende und aus einzel nen abzutrennenden, mittels einer Vorrich tung maschinell auf die Konten zu über tragenden Querstreifen bestehende Blätter durchgeschrieben wird.
Es ist schon mehrfach vorgeschlagen worden, zwecks Vereinfachung der Bu chungsarbeit Buchungsblättersätze so zu ver wenden, dass der buchhalterische Arbeitsvor gang von der technischen Übertragung ge trennt und die von billigeren Arbeitskräften auszuführende Übertragung durch optische Hilfsmittel vorbereitet wird. Bei diesen Vor schlägen ist aber ganz ausser acht gelassen, dass die einzelnen Buchungsstreifen ord nungsgemäss auf die zugehörigen Konten übertragen werden müssen, und dass erst die richtige Übertragung die endgültige Buchung fertigstellt.
Aus diesem Grunde wird mit Recht das ungleiche, unsaubere Kleben von Hand als ordentliche Buchung abgelehnt; denn ein solches Verfahren gewährt keine Additionsgrundlage. Ausserdem besteht die Gefahr, dass. einzelne Buchungsstreifen ab handen kommen können, dass die gummier ten Streifen bei Feuchtigkeit zusammenkle ben, und dass die Durchschriften verwischen. Jedenfalls sind die Nachteile solcher Bu chungseinrichtungen bislang so gross, dass sie den Vorteil der Vereinfachung der Bu chungsarbeit bei weitem wieder aufheben.
Deshalb wird heute noch in den weitaus meisten Buchhaltungen handschriftlich über tragen, eine technische Rückständigkeit, die nur damit zu erklären ist, dass die bisherigen Versuche die für die Wirtschaft so wichtige, restlos befriedigende Lösung dieses Problems nicht gebracht haben.
Mit vorliegender Erfindung soll nun einerseits durch eine besondere Ausbildung eines Buchungsblätterzusatzes und anderseits durch eine zum Übertragen der einzelnen Streifen geeignete Vorrichtung eine Bu chungseinrichtung geschaffen erden, wel che dieser Rückständigkeit abhilft.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass die an einem gemeinsamen rech ten Heftrücken abtrennbar sitzenden Strei fen verschiedener Blätter, um bei der spä teren Übertragung mit Ausrichtung nach den linken Streifenkanten als Soll- bezw. Raben buchungen zu erscheinen, unterschiedliche Längen in der Zeilenrichtung, sowie für das spätere richtige Einordnen in das zugehörige Konto, an übereinstimmender Stelle mit die sem Konto entsprechend der jeweiligen Ein teilung des Grundbnehblattes Markierungs zeichen aufweisen, und ferner durch eine zum Übertragen der mit Hilfe eines zuge hörigen Beschriftungswegweisers ordnungs gemäss beschrifteten Einzelstreifen auf die zugehörigen Konten dienende,
eine sehnig verlaufende Fläche aufweisende Vorrichtung mit Andrückleisten und einer seitlichen Füh rungsleiste für die linken Kanten der nach einander an die Ü bertragungsstelle vorzu schiebenden Streifen, an welcher Vorrich tung ein gegen die Übertragungsstelle herum- sechwenkbarer Stempel angeordnet und ein der Zeilenhöhe der Streifen entsprechend schrittweise weiterzuschaltender Schlitten als Auflagefläche für die an der Übertragurrgs- stelle vorbeizubewegende Kontenkarte ver schiebbar geführt ist.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht. In Fig. 1 und ist das Buchungsheftchen in schaubild licher Ansicht dargestellt, und zwar in Fig. 2 mit an der rechten Seite losgetrenntem und zurückgeschlagenem ersten Blatt 1, welches das Grundbuchblatt bildet. Das Heftchen be steht aus mehreren, genau übereinander lie genden Einzelblättern 1, 1', zwischen welche die Durchschreibepapiere 2 eingelegt sind. Sämtliche Blätter 1, 2 sind mit ihren rech ten Kanten zu einem gemeinsamen Heft rücken 3, beispielsweise mit Hilfe von Heft fäden 4 oder dergleichen, zusammengeschlos sen, und jedes einzelne Blatt 1 bezw. 1' ist in der Nähe dieses Rückens 3 mit einer Loch reihe 5 versehen bezw. vorgeschnitten, der art, dass es leicht von seinem zum Heftrücken 3 gehörigen Randstreifen abgetrennt werden kann.
Das erste Blatt 1 und das letzte Blatt 1' eines jeden Heftchens sind oben über die üibrigen Blätter 1' hinaus verlängert und mittels dieser durch Lochreihen oder Vor schnittstellen gegenüber den Blättern 1 bezw. 1' abgegrenzten Verlängerungen 6 zu sammengeklebt oder in anderer geeigneter Weise miteinander fest verbunden. Das Bu chungsheftchen ist also vor dem Auflösen des Heftrückens 3 ausser an der rechten Randkante noch an der obern Stirnkante durch die zusammengeklebten Querstreifen 6 fest verschlossen.
Diese Querstreifen 6, 6 er möglichen das Einspannen des Heftchens zwischen die Walze einer Schreibmaschine derart. dass die einzelnen Blätter 1, 1' beim Einspannen nicht gegeneinander verschoben werden, sondern in der vorschriftsmässigen Lage genau übereinander liegen bleiben.
Gleichzeitig ist durch die Verlängerungen 6 des obersten und untersten Blattes die vor teilhafte Möglichkeit gegeben, alle Zwi schenblätter 1.' vollkommen ausnutzen ziz kön nen, zu welchem Zwecke das oberste und das unterste Blatt auch noch die untern Verlän gerungen 6' aufweisen können, die z-%veck- mässig gleichfalls miteinander verbunden sein können, damit die Flächen der Zwi- sehenblä.tter 1' auch nach unten hin restlos bedruckt werden können und das Heftchen ordnungsgemäss geschlossen bleibt, bis die Buchungen erfolgt sind.
Bei verhältnismässig dickem Buchungsheftchen müssen mit Rück sicht auf den Durchmesser der Schreib maschinenwalze die einzelnen Blätter in der Längsrichtung gegebenenfalls schwach ge geneinander versetzt angeordnet werden.
Das erste Blatt 1 des Heftchens ist das die Originalschrift der Buchung aufneh mende Grundbuchblatt. Der obere Querstrei fen 6 dieses Blattes 1 ist. mit. einem Tabel lenkopf 7 ausgestattet, an welchem eine aus Längs- und Querstreifen bestehende Tabelle 8 angeschlossen ist. Die Höhe der einzelnen Querspalten der Tabelle 8 ist zweckmässig gleich dem genormten doppelten Schreibzei lenabstand (8,5 mm) gewählt.
Alle unter dem Grundbuchblatt 1 liegen den Buchungsblätter 1', die jeweils durch die verschieden angeordneten Buchungsgleise besonderen Aufgaben zugeordnet sind, be stehen aus einer Mehrzahl von untereinander liegenden Buchungsstreifen in der Höhe der Querspalten des Grundbuchblattes 1. Die einzelnen Buchungsstreifen sind durch Loch streifen 9, Einschnitte oder dergleichen gegen einander so abgegrenzt, dass sie leicht von einander getrennt werden können.
Die Buchungsblätter 1' sind aus durch sichtigem Papier gefertigt, und die Durch schreibepapiere 2 (Kohlepapiere) sind im Buchungsheftchen vorteilhaft so angeordnet, dass die Durchschlagsschrift negativ auf die Rückseite der Buchungsstreifen 1' aufge druckt wird. Die Rückseite der Buchungs blätter kann ferner schon entsprechend der Übertragungstechnik auf die Kontenkarten vorbereitet sein.
Hierfür kann sie entweder mit einer Klebemasse, die bei Erwärmung wirksam wird, versehen oder derart präpa riert sein, dass die auf der Rückseite der Buchungsstreifen befindliche Durchschlag schrift im Abziehverfahren auf die Konten karten übertragen werden kann. Selbstver ständlich kann die Durchschlagschrift je doch auch in bekannter Weise positiv auf die Vorderseite der Buchungsstreifen, die dann auch aus nicht durchsichtigem Papier bestehen können, durchgeschlagen werden, wenngleich die Beschriftung der aufzukle benden Rückseite von durchsichtigen Bu chungsstreifen den besonderen Vorteil bie tet, dass die übertragene Buchung vor jeder Veränderung und Beschädigung zuverlässig geschützt ist.
Die einzelnen Blätter 1' des Buchungs heftchens besitzen, je nachdem ob auf ihnen eine Soll- oder eine Rabenbuchung vorge nommen wird, eine kürzere oder längere Breite, so dass die Beträge im Buchungsheft- eben zwar an derselben Stelle durchgeschla gen werden, später aber bei der Übertragung der kürzeren oder längeren Buchungsstreifen auf die zugehörigen Kontenkarten, wobei je weils das linke Streifenende die Richtlinie für den Übertragungsvorgang bildet, unter der Soll- bezw. Habenseite erscheint. Eine Kontrollmöglichkeit dafür, dass die Bu chungsstreifen immer auf die richtigen Kon tenkarten übertragen werden, ist dadurch geschaffen, dass die Buchungsstreifen eines jeden Buchungsblattes 1' mit querverlaufen den Markierungszeichen, z.
B. zwei vorzugs weise farbigen Querstrichen 10, 10 versehen sind, welche bei den einzelnen Buchungsblät tern an verschiedenen Stellen liegen. Die Kontenkarten 11 weisen übereinstimmende Markierungsstriche 10' auf, und zwar so wohl für die Soll- wie auch für die Raben buchung. Bei richtiger Einordnung der Bu chungsstreifen müssen deren Markierungs striche 10 mit den Markierungsstrichen 10' der Kontenkarte 11 sich decken. Bei einer falschen Übertragung der Buchungsstreifen würde dieses nicht der Fall sein und den Fehler sogleich offensichtlich machen. Eine Falschbuchung ist also praktisch unmöglich.
Auf der Kontenkarte 11 befindet sich rechts die Soll- und Habenseite 11' für den täglichen Saldo. Da der Saldo mit der Hand eingesetzt wird, ist er die Kontrolle und end gültige Festlegung für die Übertragungen.
Die mechanische Übertragung der Bu chungsstreifen wird vorgenommen, nachdem alle gewünschten Buchungen in einem Ar beitsgang, und zwar jeweils in einer Bu chungszeile, fertiggestellt sind. Die Übertra gung muss sauber, ordentlich und vollstän dig sein. Vorgesehen ist hierfür in erster Linie das Reissklebeverfahren, wobei der Buchungsstreifen 1' mittels des im nachfol genden noch beschriebenen Buchführungs- Klebeapparates auf die Kontenkarte 11 auf geleimt wird.
Die Durchschlagsschrift des Buchungsstreifens kann aber auch im Ab ziehverfahren auf die Kontenkarte 11 oder Kontenseite übertragen werden, zu welchem Zwecke der Streifen ebenfalls mittels des erwähnten Buchungsapparates auf die Kon tenkarte aufgedrückt wird, um nach erfolg ter Übertragung wieder entfernt zu werden.
Damit die an sich schmalen Buchungs streifen 1' bei der Auflösung des Buchungs heftchens, welche dadurch erfolgt, dass die den rechten Heftrücken 3 zusammenhalten den Heftfäden 4 durchgeschnitten und die obern und gegebenenfalls auch die untern Querstreifen 6 bezw. 6' abgetrennt werden (Öffnen des Heftchens), nicht verloren gehen können, sondern ordnungsgemäss gesammelt und sortiert werden, bleiben alle Buchungs streifen eines Blattes 1' mit ihrem Teilstück des längsdurchlaufenden rechten Randstrei fens (Sortierstreifen) verbunden. Von diesen Sortierstreifen werden die Buchungsstreifen erst dann abgetrennt, wenn die Buchungs streifen von den Andrück- und Sortierleisten des erwähnten Buchungsapparates erfasst sind.
Zweckmässig werden jedem Buchungs apparat mehrere derartige Andrück- oder Sortierleistensätze zugeordnet, so dass jeweils schon in die nicht gerade in der Maschine befindlichen Sätze ein Vorsortieren der Bu chungsstreifen vorgenommen werden kann.
Die bei Verbrauch des Buchungsheft chens entfallenden Durchschreibpapierblät ter 2 können bei andern Schreibmaschinen arbeiten weiterverwendet werden.
In den Fig. 3 und 4 bezw. 5 und 6 sind zwei Anwendungsbeispiele des beschriebenen Buchungsheftchens dargestellt. Dabei zeigen die Fig. 3 und 5 jeweils eine Querspalte des obenliegenden Grundbuchblattes 1 und die genau darunter liegenden Buchungsstreifen der einzelnen Buchungsblätter 1'. In den Fig. 4 und 6 dagegen sind die einzelnen Buchungs streifen 1' auf die zugehörigen Kontenkarten 11 aufgeklebt dargestellt. Das obenliegende Grundbuchblatt 1, das zweckmässig aus stär kerem Papier besteht, wird unzertrennt in das Hauptjournal abgeheftet.
Die Schrift ist die einer gewöhnlichen Schreibmaschine, mit der man ohne weiteres die in den Beispielen angenommene Durch schlagsanzahl herstellen kann. Die einzelnen Blätter des Buchungsheftchens im ersten Beispiel enthalten folgende Buchungen:
EMI0004.0004
1. <SEP> Die <SEP> Journalbuchung <SEP> (Urschrift) <SEP> = <SEP> Grundbuchung;
<tb> \?. <SEP> Sollbuchung <SEP> (Durchschrift) <SEP> = <SEP> Buchungssatz;
<tb> 3. <SEP> Haben-Buchung <SEP> _ <SEP> "
<tb> 4. <SEP> Gruppe <SEP> der <SEP> Sollbuchungen <SEP> = <SEP> automatische <SEP> Gruppierung:
<tb> 5. <SEP> Gruppe <SEP> der <SEP> Habenbuchungen <SEP> "
<tb> 6. <SEP> Statistik" <SEP> ,. <SEP> = <SEP> Übersicht <SEP> und <SEP> Kostenrechnung:
<tb> 7. <SEP> Kalkulation
<tb> B. <SEP> Buchungsvermerk <SEP> = <SEP> ausgefüllter <SEP> Buchungsstempel.
Ausser den notwendigen Soll- und Raben buchungen kann das Buchungsheftchen nach den jeweiligen Erfordernissen zusammenge stellt werden, das heisst einiges davon kann fortgelassen, andere Wünsche können be rücksichtigt werden (Kontokorrentauszug, Provisionsauszug, Terminkalender usw.), so dass diese Buchführung nicht nur die eigent- lichen Buchungen erledigt, sondern auch alle Büroarbeiten, die mit diesem Posten zusam menhängen, fertigstellt.
Wie der Buchungsweg über die Grenze einer Unternehmung hinaus erfasst werden kann, zeigt das in Fig. 5 und 6 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel des Buchungs heftchens. Dabei enthalten die einzelnen Blätter folgendes:
EMI0005.0001
1. <SEP> Journalbuchung <SEP> (Urschrift) <SEP> = <SEP> Grundbuchung;
<tb> 2. <SEP> Sollbuchung <SEP> (Durchschrift) <SEP> = <SEP> Buchungssatz;
<tb> 3. <SEP> Habenbuchung <SEP> " <SEP> " <SEP> = <SEP> "
<tb> 4. <SEP> Buchungsvermerk <SEP> " <SEP> " <SEP> = <SEP> Buchungsstempel <SEP> im <SEP> eigenen <SEP> Betrieb;
<tb> 5. <SEP> Sollbuchung <SEP> " <SEP> " <SEP> = <SEP> Buchungssatz;
<tb> '6. <SEP> Habenbuchung <SEP> " <SEP> " <SEP> = <SEP> " <SEP> "
<tb> 7. <SEP> Buchungsvermerk <SEP> " <SEP> " <SEP> = <SEP> Buchungsstempel <SEP> im <SEP> Nebenbetrieb;
<tb> B. <SEP> Journalbuchung <SEP> " <SEP> " <SEP> = <SEP> Grundbuchung <SEP> im <SEP> Nebenbetrieb. Die Buchungsgleise 10 auf dem Bu chungsstreifen 1' für den Nebenbetrieb kön nen zur besseren Unterscheidung in anderer Farbe ausgeführt sein als für den eigenen Betrieb (im gezeichneten Beispiel sind sie mit gestrichelten Linien dargestellt). Ferner können einzelne, für den Nebenbetrieb nicht wichtige Buchungsvermerke auf den Durch schlagstreifen für den Nebenbetrieb fort gelassen werden, was beispielsweise so zu bewerkstelligen ist, dass die eingelegten Durchschlagpapiere 2 an den betreffenden Stellen ausgeschnitten oder unterbrochen sind; oder es können an den betreffenden Stellen Papierstreifen eingelegt sein, welche die Durchschlagschrift aufnehmen.
Zur Erleichterung des notwendigen ge nauen Eintragens der Maschinenschrift in das Buchungsheftchen empfiehlt es sich, den Papierhalter (Papierandrückbügel) 12 der Schreibmaschine mit einem Streifen 13 (Fig. 3, 5) auszustatten, auf welchen der Tabellenkopf 7 des Grundbuchblattes 1 auf gedruckt ist. In den Fig. 3 und 5 bezeichnet 12 den Andruckbügel, der meistens mit zwei Walzen 14 besetzt ist. Der Bügel 12 trägt den den Tabellenkopfaufdruck 7 enthalten den Orientierungsstreifen 13. Durch farbige Zeichen 15 auf dem Orientierungsstreifen 13 kann für jede Spalte die Anfangsstelle für die Beschriftung vorgezeichnet sein. Mit die sem Hilfsmittel 13 lässt sich, wie ohne wei teres ersichtlich, eine ganz genaue Durch schlagsarbeit erzielen.
Ausserdem bietet der Orientierungsstreifen 13 auch eine Sicher heit dafür, dass die notwendige Reihenfolge der Buchungsvermerke eingehalten wird. In den Fig. 7 bis 9 ist schliesslich die z um _C Tbertragen der Buchungsstreifen auf die Kontenkarten 11 (worunter auch Kon- tenblätter zu rechnen sind) notwendige Vor richtung dargestellt, und zwar in Fig. 7 in Seitenansicht,
in Fig. 8 in Draufsicht und in Fig. 9 im teilweisen Querschnitt nach der Linie 9-9 in Fig. 7.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse 16, an welchem ein Schlitten 17 verschiebbar geführt ist. Der Schlittenantrieb erfolgt mit Hilfe eines an der Seite des Gehäuses 16 befindlichen Hand rädchens 18, dessen Lagerachse 19 ein in eine Zahnstange 21 des Schlittens eingrei fendes Ritzel 20 trägt.
Die auf eine Kontenkarte aufzukleben den Buchungsstreifen werden auf einer schrägen Fläche 22 an die Übertragungs- stelle herangeführt. Die ordnungsgemässe Reihenfolge der Buchungsstreifen auf dieser Fläche wird durch schwach federnd auf die Fläche 22 sich auflegende Andruckleisten 23 sichergestellt.
Entsprechend der unterschied lichen Länge der Buchungsstreifen sind drei Andruckleisten 23 vorgesehen, und zwar eine an der linken Randkante der Schräg fläche 22 in der Nähe einer die einen Strei fenenders führenden Anschlagleiste 24, wo hingegen die beiden andern Andruckleisten 23 so angeordnet sind, dass sie jeweils die andern Enden der kürzeren oder längeren Buchungsstreifen erfassen. Die Andrucklei sten 23 sind mittels nach unten umgebogener Schenkel in Laschen 25 des Maschinengehäu ses 16 lösbar befestigt.
Wenn die Blätter in Streifen vorgeschnitten sind, dann kann man mit diesen herausnehmbaren, pinzetten artigen Leisten 23 die Streifen mit den gleichen Kontennummern heraussortieren. Nach dem Einsetzen der Leisten in die Über tragungsvorrichtung führen sie die Streifen bis zur Übertragungsstelle. Die Anschlag leiste 24 an oder in der Nähe der linken Andrückleiste 23 dient zum Ausrichten der Streifen nach der linken Seite hin. Die Bu chungsstreifen können von Hand an die an der Grundlinie der schrägen Fläche 22 be findliche Ü bertragungsstelle herangeschoben werden.
Es kann aber auch, wie in Fig. 7 mit strichpunktierten Linien dargestellt, um die Zuführungsfläche 22 herum ein endloses Band 26 geführt sein, mit dessen Hilfe die einzelnen Buchungsstreifen nacheinander zwangsläufig an die Klebestellen leerange führt werden.
Unterhalb der Klebestelle wird der die zu beklebende Kontenkarte 11 aufnehmende Schlitten 17 schrittweise vorbeigefahren. Die stufenweise Weiterschaltung des Schlittens mittels des Handrädchens 18 erfolgt dabei so, dass der Schlitten bei jeder Weiterdrehung des Handrädchens um eine der Höhe des einzuklebenden Buchungsstreifens entspre- ehende Strecke weitergeschaltet wird. Die Kontenkarte wird von der Seite her zwi schen zwei an der vordern und hintern Stirn wand des Schlittens 17 befindliche Füh rungsleisten 27 derart eingeschoben, dass eine ordnungsmässige, feste Lage auf demn Schlitten gewährleistet ist.
Der jeweils bis an die Klebestelle vorge schobene Buchungsstreifen 1' wird von an den vordern Enden der Andrückleisten 23 vorgesehenen Federn 28 auf die Kontenkarte 11 aufgedriickt, wobei er mit seiner Klebe fläche die Kontenkarte berührt.
Zum Übertragen des Buchungsstreifens auf die Kontenkarte 11 dient ein Heiz- oder Feuchtstempel 29, welcher an einer waag rechten Achse 30 befestigt ist. Letztere ist an ihrem über die Lagerstellen 31 und das Gehäuse 16 hinaus verlängerten rechten Ende mit einer Handkurbel 32 ausgestattet, die entgegen der Wirkung einer Feder 33 in Richtung des Pfeils x in Fig. 7 nach links herumgeschwenkt werden kann, so dass der Heiz- oder Feuchtstempel 29 den an der Klebestelle befindlichen Buchungsstreifen berührt. Zur Aufnahme der bis an die Klebe stelle Heranreichenden Blattfedern 28 ist der leistenförmige Stempel an den betreffenden Stellen bei 29' ausgespart. Durch den Druck und die Wärme- bezw. Feuchtigkeitseinwir kung des Stempels 29 wird der Buchungs streifen in der gewünschten Weise auf der Kontenkarte festgelehnt.
Wenn sodann die Handkurbel 32 losgelassen wird, zieht die Feder 33 die Kurbel und mit ihr die Stem pelleiste 29 wieder in die Ausgangsstellung zurück, wobei die Kurbel 32 sich gegen einen Anschlagstift 34 abstützt.
Die im gezeichneten Beispiel dargestellte Vorrichtung ist für das Heissklebeverfahren eingerichtet, und der Stempel 29 ist zu die sem Zweck finit einer elektrischen Heizung versehen. Der Heizkörper 35 ist unmittelbar am Stempel 29 befestigt, während der zu gehörige elektrische Schalter 36 an geeigne ter Stelle ani Maschinengehäuse 16 ange bracht ist.
Für das Abziehverfahren müsste der Stempel 29 der Vorrichtung entsprechend anders, beispielsweise als Anfeuchtkörper, <B>,</B> ius.. --ebildet werden. Der Gesamtaufbau der Vorrichtung könnte aber im wesentlichen gemäss vorstehender Beschreibung beibehal ten werden.
Jedesmal, sobald eine Klebung bezw. Übertragung der Schrift eines Buchungs streifens stattgefunden hat, wird, wie bereits erwähnt, der Schlitten 17 um eine Stufe wei tergeschaltet.
Das Schalträdchen 18 kann in ähnlicher Weise ausgebildet sein wie das Schalträd chen von Schreibmaschinenwalzen, so dass also der Vorschub des Schlittens in gewissen Grenzen einstellbar ist. Darüber hinaus kann die Schaltvorrichtung noch so vervoll kommnet werden, dass der mit Hilfe der Schalteinrichtung zwangsläufig vorgescho bene Schlitten 17 kraftschlüssig in seine Ausgangsstellung zurückfährt, sobald ein am Schalträdchen 18 vorgesehener (auf der Zeichnung nicht dargestellter) Auslöseknopf betätigt wird, wie das bei andern Vorrich tungen an sich schon bekannt ist.
Bei maschinellem Vorschub der zu über tragenden Buchungsstreifen könnte unter Umständen auf die gegenseitige Abgrenzung der einzelnen Buchungsstreifen durch Loch reihen, Vorschnittstellen oder dergleichen verzichtet sein, es, könnte statt dessen am Übertragungsort quer zur Schrägfläche ein Messer oder eine Schere angebracht wer den, die die Buchungsblätter erst an Ort und Stelle in einzelne Streifen zerteilt. In diesem Falle ist eine Sortierung der Streifen 1' nach der gleichen Konten nummer nicht möglich, sondern die sie auf nehmenden Kontenkarten 11 müssen dauernd gewechselt werden. Die Andruckleisten 23, die dann nicht abnehmbar zu sein brauchen, da sie nicht zur Vörsortierung der Streifen dienen, sorgen für ein genaues Zuführen der Blätter an die Schneidvorrichtung.