CH210915A - Anodeneinführung für Hochspannungsstromrichter. - Google Patents
Anodeneinführung für Hochspannungsstromrichter.Info
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Description
Anodeneinführung für Hochspannungsstromrichter. Es ist bekannt, dass an die Anoden einführungen von Stromrichtern ausserordent lich schwere Anforderungen gestellt werden. Bei Industriefrequenzen, den heute verwen deten Stromstärken und nicht zu hohen Sperrspannungen genügen die bekannten Anodeneinführungen, die nahezu ausschliess lich einen sogenannten Durchführungsisolator benützen. Sobald aber mit höheren Frequen zen oder höheren Strömen und Spannungen gearbeitet werden soll, versagen die ge bräuchlichen Einführungen. Es sind vor allem die dielektrischen Verluste, die das Isoliermaterial zum Durchschlag bringen.
Beim Betrieb mit grossen Strömen wird der Unterteil des Isolators infolge der . hohen Anoden- und Umgebungstemperatur so stark erhitzt, dass ein Wärmedurchschlag erfolgt. Man hat zur Behebung dieser Mängel ver- sueht, an Stelle der Porzellanisolatoren solche aus andern Isoliermaterialien, wie z. B. aus Calit, zu benützen, die bei den hohen Temperaturen, geringere dielektrische Verluste besitzen.
Es ist aber nachteilig, dass diese hochwertigen Materialien aus her- stellungstechnischen Gründen nur für ein fachere Isolatorformen und bei nicht zu, grossen Abmessungen derselben brauchbar sind.
Für sehr hohe Betriebsspannungen ist aber nicht nur die thermische Belastung des Isolators allein massgebend, sondern auch das Einführen der hohen Spannungen über haupt mit Schwierigkeiten verknüpft. Zur Verhinderung der elektrischen Überschläge längs des Unterteils der Isolatordurchfüh- rung hat man versucht, die an sich bekann ten Anordnungen von gondensatoreinlagen im Isolator zu verwenden,
wie dies bei Durchführungsisolatoren für Hochspannung üblich ist. Es zeigt sich jedoch, dass die aus der Hochspannungstechnik übernommenen Ausführungen der gesteuerten Isolatoren in Stromrichtern bei brennendem Lichtbogen Überschläge im Gasraum nicht verhindern, sondern häufig die Ursache der gefürchteten Rückzündungen sind.
Nach der Erfindung wird nun eine Anodeneinführung, welche von diesen ge schilderten Mängeln der üblichen Bauarten frei ist, dadurch erhalten, dass zur Isolie rung der betreffenden Anode ein ausserhalb des Entladungsgefässes angeordneter hohler Stützisolator dient, die Anode mittels des Anodenbolzens im Isolatorkopf befestigt ist und freitragend in den Entladungsraum hineinragt, und dass ferner im Hohlraum des Stützisolators Steuerelektroden vorgesehen sind, welche aus dem Entladungsraum her rührende Ladungsträger abfangen und zur Steuerung des elektrischen Feldes längs des Isolators verwendet werden,
so dass Entla dungen längs der isolierenden Oberflächen im Hohlraum des Isolators unterdrückt werden.
Bei dem in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel ist 1 das metallische Stromrichtergehäuse, auf welches der Anodenisolator 2 aufgesetzt ist. Im Kopf des Isolators ist der als Durchführung ausgebildete Anodenbolzen 3 angeordnet, welcher ohne weitere Abstützung freitragend in den Entladungsraum hineinreicht und an seinem Ende die Anode 4 trägt. Auf der dem Anodenbolzen zugewendeten innern Seite des Stützisolators 2 können ring förmige Flansche 5 vorgesehen sein, an welchen die Steuerelektroden 6 befestigt sind.
Die Elektroden 6 verlaufen zur Achse des Isolators konzentrisch und sind in axialer Richtung so ineinandergeschoben, dass zwi schen aufeinanderfolgenden Elektroden ring förmige Zwischenräume t entstehen. Wie dargestellt, ist der mittlere Durchmesser der dem Isolatorkopf zunächstliegenden Elek trode am geringsten, während der mittlere Durchmesser der gegen den Isolatorfuss hin liegenden Elektroden von Elektrode zu Elek trode wächst. Sämtliche Elektroden sind an ihren obern und untern Stirnen mit den ein gezeichneten Abrundungen versehen.
An der untersten Elektrode wird zweckmässig noch die übliche, den Lichtbogen umgebende Führungshülse 8 befestigt. Die Befestigung der Elektroden erfolgt vorzugsweise noch derart, dass zwischen den Elektroden und den der Innenwandung des Isolators benach barten Teilen der Flansche 5 Schutzspalte 9 entstehen, welche die Berührungsstellen elektrostatisch abschirmen. Am besten sieht man noch besondere Mittel vor, die eine Heizung des Isolators und der metallischen Elektroden 6 soweit bewirken, als es zur Zierhinderung von Kondensat im Isolator innern notwendig ist.
Dies kann durch eine solche Bemessung des Anodenbolzens 3 er zielt werden, dass bei der betriebsmässigen Stromstärke die in ihm erzeugten Strom- wä rmeverluste die gewünschte Heizung er zeugen. In besonderen Fällen kann noch eine innerhalb des Isolatorhohlraumes liegende Heizvorrichtung etwa in der Gegend des untersten Flansches verwendet werden. Die Mittel zur Heizung können auch ausserhalb des Isolators vorgesehen werden.
Ferner be finden sich in üblicher Weise unterhalb der Anode 4, aber noch innerhalb der Licht- bogenführtmgShülse 8 ein oder mehrere Steuergitter 10 an sich bekannter Bauart.
Bei brennendem Lichtbogen nehmen nun die Elektroden 6 bestimmte Potentiale an, die zur Hauptsache durch die aus dem Ent ladungsraum herrührenden und auf die Elektroden auftreffenden Ladungsträger be stimmt sind. Diese Potentiale können stark von der rein durch die gegenseitigen Kapa zitäten bedingten Potentialverteilung ab weichen. Die beschriebene Anordnung der Steuerelektroden 6 sowie ihr gegenseitiger Abstand ist nun derart gewählt, dass in den ringförmigen Zwischenräumen kräftige. elek trische Felder entstehen, welche verhindern, dass die Ladungsträger die Ringspalte durch laufen und auf den Isolator gelangen.
Eine Ablagerung der Ladungsträger auf der Innenwand des Isolators kann dann nicht mehr erfolgen. Die Abstände zwischen den aiüeinanderfolgenden Elektroden werden am besten noch etwas grösser genommen, als es unter den gegebenen Betriebsbedingungen nach dem Gesetz von Paschen verlangt wird; anderseits dürfen aber auch die mög lichen Entladungsbahnen nicht zu grosse Ausdehnung haben. Zur Steuerung des elek- frischen Feldes längs des Isolators sind die Elektroden 6 in der Reihenfolge ihres be triebsmässigen Potentials an den aufeinan.- derfolgenden Flanschen 5 befestigt.
Die isolierenden Teile der neuen Anoden einführung sind elektrisch schwach und thermisch überhaupt nicht beansprucht. Selbst bei grössten Anodenbelastungen ist bei dem vorliegenden Aufbau ein Wärmedurch schlag ausgeschlossen. Es ist daher ohne weiteres möglich, normales Porzellan als Isoliermittel zu wählen. Besonders günstig ist, dass bei dieser Art der Einführung eine unmittelbare Berührung der Anode mit iso lierenden Teilen nicht besteht und ausserdem die Berührungsstellen zwischen Metallteilen und dem Porzellan dem Lichtbogeneinfluss entzogen sind.
Diese Stellen, die in den üblichen Einführungen bekanntlich äusserst rückzündungsgefährlich sind, werden also vermieden, wodurch zum mindesten sich eine höhere Betriebssicherheit erzielen lässt. Die Anodeneinführung nach der Erfindung dürfte überall dort unentbehrlich sein, wo Stromrichter mit Spannungen von etwa 50 kV oder darüber zur Anwendung ge langen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anodeneinführung für Hochspannungs- stromrichter mit Gas- oder Dampfentladung, dadurch gekennzeichnet, dass zur Isolierung der Anode ein ausserhalb des Entladungs gefässes angeordneter hohler Stützisolator dient, die Anode mittels des Anodenbolzens im Isolatorkopf befestigt ist und freitragend in den Entladungsraum hineinreicht, und ferner im Hohlraum des Stützisolators Steuerelektroden vorgesehen sind, welche aus dem Entladungsraum herrührende Ladungs träger abfangen und zur Steuerung des elek trischen Feldes "längs des Isolators verwen det werden, so dass Entladungen längs der isolierenden Oberflächen im Hohlraum des Isolators unterdrückt werden.UNTERANSPRüCHE 1. Anodeneinführung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stütz- isolator in seinen Hohlraum hinein ragende Flansche besitzt, und dass die Elektroden an diesen Flanschen befestigt sind. 2.Anodeneinführung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Elek troden zur Achse des Isolators konzen trisch angeordnet und in axialer Rich tung so ineinandergeschoben sind, dass zwischen aufeinanderfolgenden Elektro den ringförmige Zwischenräume ent stehen.3. Anodeneinführung nach Unteransprü chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Durchmesser der am Isolatorkopf zunächst befestigten Steuer elektrode am geringsten ist und der Durchmesser der gegen den Isolatorfuss hin befestigten Elektroden von Elek trode zu Elektrode wächst.. 4. Anodeneinführung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elek troden an ihren Stirnen mit Abrundun gen versehen sind. 5.Anodeneinführung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Be festigungsstelle der Steuerelektroden an den Isolatorflanschen so ausgebildet ist, dass zwischen den Elektroden und den der Innenwandung des Isolators benach barten Teilen der Flansche Schutzspalte entstehen. 6. Anodeneinführung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Isolatorfuss zunächstliegenden Elektrode die die Entladung umgebende Licht bogenführungshülse befestigt ist.7. Anodeneinführung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch Mittel zur Heizung des Isolators und der Elektroden derart, dass eine Bildung von Kondensat im Isolatorinnern vermieden wird. B. Anodeneinführung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Ver gleich zu der betriebsmässigen Strom stärke der Anodenbolzen so bemessen ist, dass seine Stromwärmeverluste die ge wünschte Heizung erzeugen. 9. Anodeneinführung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Heizvorrichtung innerhalb des Hohl raumes am Fuss des Isolators vorgesehen ist.1.0. Anodeneinführung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Heizung des l.solators ausser halb desselben angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH210915T | 1940-11-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH210915A true CH210915A (de) | 1940-08-15 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH210915D CH210915A (de) | 1940-11-11 | 1939-08-22 | Anodeneinführung für Hochspannungsstromrichter. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH210915A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE832783C (de) * | 1942-05-21 | 1952-02-28 | Bbc Brown Boveri & Cie | Anodeneinfuehrung fuer Hochspannungsstromrichter mit Gas- oder Dampfentladung |
| DE946077C (de) * | 1944-06-28 | 1956-07-26 | Siemens Ag | Metalldampfentladungsgefaess mit in Rohre oder Arme eingeschlossenen Anoden |
-
1939
- 1939-08-22 CH CH210915D patent/CH210915A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE832783C (de) * | 1942-05-21 | 1952-02-28 | Bbc Brown Boveri & Cie | Anodeneinfuehrung fuer Hochspannungsstromrichter mit Gas- oder Dampfentladung |
| DE946077C (de) * | 1944-06-28 | 1956-07-26 | Siemens Ag | Metalldampfentladungsgefaess mit in Rohre oder Arme eingeschlossenen Anoden |
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