CH211186A - Elektrisches Kabel zur Übertragung von Hochspannungsströmen und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Elektrisches Kabel zur Übertragung von Hochspannungsströmen und Verfahren zu dessen Herstellung.

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CH211186A
CH211186A CH211186DA CH211186A CH 211186 A CH211186 A CH 211186A CH 211186D A CH211186D A CH 211186DA CH 211186 A CH211186 A CH 211186A
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CH
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ethylene polymer
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Limited Imperial Ch Industries
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Ici Ltd
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/17Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
    • H01B7/28Protection against damage caused by moisture, corrosion, chemical attack or weather

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  • Organic Insulating Materials (AREA)

Description


  Elektrisches Kabel zur Übertragung von Hochspannungsströmen und Verfahren  zu dessen Herstellung.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Kabel und dessen Herstellung, welches  zur Übertragung von elektrischer Kraft bei  hohen Spannungen von 1000 V und höher  geeignet ist. Solche Kabel enthalten einen  innern     leitenden    Kern (z. B. Kupferdraht),  welcher von einer isolierenden Hülle umgeben  ist, die     von    einer Schutzschicht, gewöhnlich  von Blei, überdeckt ist, deren Zweck es ist,  den     innern    Kern gegen Feuchtigkeit und  ätzende     Agentien    zu schützen. Ohne diesen  Schutz würden die Feuchtigkeit und die ge  nannten     Agentien    durch die Isolierhülle dif  fundieren.

   Das Kabel ist gewöhnlich noch  mit mindestens einer weiteren Schicht aus  Schutzmaterial bedeckt.  



  Wegen des Gewichtes des Kernes und  der hohen Arbeitstemperatur, welche<B>70'</B> C  erreichen kann, und wegen der Notwendig  keit einer gewissen Biegsamkeit im Kabel,  war es bis     anhin    nicht möglich, ein zufrie-         denstellendes    Kabel mit     plastischen    Materia  lien als isolierende Hülle herzustellen. Dem  zufolge wurde     allgemein    ölgetränktes Papier  verwendet. Mit solchem Material ist es je  doch schwierig, ein Kabel zu erhalten, wel  ches einen     Hochspannungswechselstrom,    z. B.

    bei 50 000 bis 100 000 V, zu     übertragen    ver  mag und gleichzeitig eine lange Dienstzeit  besitzt, und zwar aus dem Grunde, weil       irgendwelche,    lokale Luft- oder Feuchtig  keitsstellen in der Isolierung ergebende Risse  oder Sprünge unter dem Einfluss sehr hoher  Spannungen zu     Entladungspunkten    werden,  welche zur chemischen Zersetzung und zur  allmählichen Zerstörung der Isolierung füh  ren. Es ist sehr schwierig, bei der Verwen  dung     von        ölimprägniertem    Papier solche  lokale Risse oder Sprünge gänzlich zu ver  hindern.  



  Zweck der vorliegenden     Erfindung    ist die  Schaffung     eines    elektrischen, zur Übertra-           gung    von Hochspannungsströmen     geeigneten     Kabels, welches dauerhafter ist als die be  kannten Kabel desselben Typs und welches  die Nachteile vermeidet, die bei Kabeln,  deren Kerne mit,     ölgetränktem    Papier isoliert  sind, vorhanden sind.  



  Bei dem elektrischen Kabel zur     Übertra-          gung    von Hochspannungsströmen, mit einem  innern, leitenden von einer isolierenden Hülle  umgebenen Kern, wird gemäss der Erfindung  die isolierende Hülle aus einem     31aterial    her  gestellt, welches mindestens teilweise aus bei  gewöhnlicher Temperatur festem     Xthylen-          polymer    besteht. Das     31aterial    kann also  aus     Athylenpolymer    allein oder auch aus mit       Äthylenpolymer    imprägniertem Fasermate  rial, wie z. B. Papier, bestehen.  



       Äthylenpolymere    entsprechen im wesent  lichen der Formel     (CHJt    und sind in halb  fester oder fettartiger Konsistenz, wie auch  in fester Form bekannt, aber für den Zweck  der vorliegenden Erfindung kommen nur  solche Polymere in Frage, die bei gewöhn  licher Temperatur fest sind. Derartige Ä     thy-          lenpolymere    haben     Molekulargewiehte    zwi  schen 2000 bis 24 000 und mehr. Sie zeigen  eine kristalline Struktur. wenn sie der       Röntgenstrahlenbeugungsanaly    se unterwor  fen werden.

   Sie schmelzen oder erweichen  zum Beispiel bei 110 bis 120   C und ergeben  eine sehr zähflüssige Masse; sie sind in einer  Anzahl organischer Lösungsmittel in der  Wärme mässig löslich, obschon sie sich kalt  nur spärlich lösen. Das     Molekulargewieht     der     Äthylenpolymere    schwankt je nach den  Herstellungsbedingungen.  



  Vorzugsweise werden Polymere mit. einem       llolekulargewieht    von mindestens 4000 für  den erfindungsgemässen Zweck     verwendet.     Die elektrischen Eigenschaften der Polymere  variieren nur unwesentlich mit dem     Mole-          kula.rgewicht:    Polymere mit höherem     'Mole-          kulargewicht    haben aber     bessere    mechanische       Eigenschaften.     



  Bei einem Verfahren zur Herstellung von       Äthylenpolymer    wird Äthylen bei Tempera  turen von 100 bis 400   C Drücken über 500         Atmosphären    ausgesetzt. Das Äthylen kann  geringe Mengen Sauerstoff enthalten.  



  Bei der Herstellung normalerweise fester       Äthylenpolymere    sollte, wenn das ursprüng  liche Äthylen keinen     Sauerstoff    enthält, der  Druck über 1200     Min.    liegen. In Gegenwart  von     Sauerstoff    können feste Polymere schon  bei einem     Druck    von 500     Atm.    erhalten wer  den, obschon zum Zwecke der Reaktions  beschleunigung und zur Erhöhung     des    Mole  kulargewichtes des     Polymers,    in der Praxis  höhere Drucke,- z. B. über 12l)0     Atm.,    vor  gezogen werden.

   Die Temperatur kann zwi  schen 100 und 300   C,     vorteilhafterweise     zwischen 150 und<B>250'</B> C liegen. Im allge  meinen kann das     311olekulargewicht    des       Äthylenpolymers    erhöht werden durch Er  höhen des Druckes und/oder Herabsetzen der  Temperatur.  



  Bei einem besonderen Herstellungsver  fahren von normalerweise festem Äthylen  polymer wird Äthylen mit einem Sauerstoff  gehalt von     0,087o    (Gewichtsprozente) auf  1500     Atm.    komprimiert und bei diesem  Druck durch einen     Stahlreaktionskessel,    der  ein inneres Heizelement für 230   C enthält,  gepresst. Die Wandungen des Reaktionskes  sels werden mittels eines Wassermantels auf  unter 10<B>)</B>          C gehalten.     Nach    dem Durch  gang durch den Reaktionsraum werden das  Äthylen und das gebildete Polymer durch  ein passendes     Ventil    freigegeben.

   Bei diesem  Vorgehen sind     15ö    des den Kessel durch  laufenden Äthylens in ein bei gewöhnlicher  Temperatur festes Polymer mit einem Mole  kulargewicht von 81100 umgewandelt worden.  



  Die genannten festen     Äthylenpolymere          besitzen    einen hohen Isolationswert, eine  ausserordentlich hohe Wasserbeständigkeit  und grosse     chemische.    Stabilität (.wie durch  ihre grosse Beständigkeit gegen Angegriffen  werden durch Ozon oder     Illtraviolettlieht    ge  zeigt werden kann) und ergeben daher eine  sehr wirksame Isolation für eine sehr hohe       Spannung    führende Kabel, z. B. Spannungen  bis zu 100 000 V.

   Ferner sind ihre ohne  Einverleibung von     Plastifizierungsmitteln    er  reichte     Biegsamkeit,    der niedere     dielektrisehe         Verlustfaktor und ihre durch Versuche ge  messene Schlagfestigkeit von grossem Wert  für den vorliegenden Zweck.

   Ausserdem sind  die     Dielektrizitätskonstante    (ca. 2,2) und der       dielektrische    Verlustfaktor     (ca.    0,001) im  wesentlichen von der Frequenz und von der  Temperatur unabhängig, insofern Frequen  zen von ca. 50 bis     10$    Perioden pro Sekunde  und Temperaturen bis zum     Erweichungs-          punkt    des     Polymers    in Frage kommen.  



  Soviel der     Anmelderin    bekannt ist, ist  die günstige Kombination von physikali  schen, chemischen und elektrischen Eigen  schaften, welche normal feste     Äthylenpoly-          mere    für den     beschriebenen    Zweck so geeig  net machen, bei irgend einem andern Isolier  material nicht vorhanden. Das dem festen       Äthylenpolymer    am nächsten kommende Iso  liermaterial ist Polystyrol, aber diesem Ma  terial, obgleich es an und für sich hohe elek  trische Eigenschaften besitzt, fehlt Biegsam  keit und muss dasselbe besonders behandelt  oder mit einem     Plastifizierungsmittel    ver  wendet werden, um es für praktische Zwecke  genügend biegsam zu machen.

   Die Einver  leibung eines     Plastifizierungsmittels    kann je  doch die elektrischen Eigenschaften des Ma  terials nachteilig beeinflussen, oder das Ma  terial weniger stabil machen, indem das     Pla-          stifizierungsmittel    die Tendenz hat, zu ver  dampfen oder auszuscheiden.     Ferner    setzt  die Verwendung von     Plastifizierungsmitteln     die     Erweichungstemperatur    des Materials  herab.  



  Die hierin erwähnten     Molekulargewichte     wurden erhalten nach dem Verfahren zur  Bestimmung der     Molekulargewichte    von Po  lymeren von hohem     Molekulargewicht,    be  schrieben von H. Staudinger (siehe Berichte  der deutschen chemischen Gesellschaft 1934,  67B, 1247 u. ff.), welches Verfahren auf der  Messung der Viskosität einer Lösung des       Polymers    in einem Lösungsmittel     (Tetra-          hydronaphtalin)    basiert. Da dieses Verfah  ren eines hohen Grades von Genauigkeit  nicht fähig ist, sollen die in dieser Beschrei  bung angegebenen Werte in allen Fällen als  approximative betrachtet werden.

           Anmelderin    hat gefunden, dass die normal  festen     Polyirrere    heiss, z. B. bei einer Tem  peratur von ca. 120 bis 130   C oder höher,  bei welchen Temperaturen die Flüssigkeit  noch sehr zähflüssig ist, aus einer Düse auf  den leitenden gern, z. B.     einen    oder mehrere  Kupferdrähte, ausgestossen werden     können     und nach Abkühlung fest am     gern    haften.  



  Nach einer     andern    Art der Herstellung  eines elektrischen Kabels der beschriebenen  Art kann das durch Erhitzung auf zum Bei  spiel 120 bis 130   C     erweichte    Polymer aus  einer Düse auf den leitenden Kern unter sol  chen Bedingungen gepresst     werden,    dass das  Polymer abgekühlt wird und feste Form an  nimmt, sobald es die Düse verlassen hat.  



  Eine weitere Art der Isolierung des Ker  nes des Kabels kann darin bestehen, dass ein  starker Streifen oder ein Band aus normal  festem     Athylenpolymer    kontinuierlich um  den     gern    gewunden wird. (Die Herstellung  eines solchen Streifens oder Bandes ist in der  britischen Patentschrift Nr. 474426 beschrie  ben.) Der     Kabelkern        kann.    auch mit einem  mit dem Polymer imprägnierten Faserstoff,  z. B. Papier, bedeckt werden.

   (Die     Imprä-          gnation    von Papier und andern Materialien  mit normal festen     Äthylenpolymeren    ist in  der     britischen    Patentschrift Nr. 6815/37 be  schrieben.) In allen Fällen kann ein festes  Anhaften am     Kern    dadurch erreicht werden,  dass man den umhüllten gern kurze Zeit auf  eine wenig über dem     Erweichungspunkt    des       Polymers-    liegende Temperatur erwärmt.  



  Die Blei- oder andere     Weichmetallhülle     kann     in    der üblichen Weise, z. B. durch Aus  treiben aus einer Düse, um die Isolierhülle  herum angebracht werden. Wenn die     Iso-          lierhülle    auf den leitenden     Kern    ausgestossen  wird, kann die schützende Metallhülle gleich  zeitig ausgetrieben werden.     Wenn    gewünscht,  werden die weiteren, zur Herstellung eines       "armierten"    Kabels erforderlichen Schichten  in     bekannter    Weise aufgebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Elektrisches Kabel zur Übertragung von Hochspannungsströmen, mit einem innern, von einer isolierenden Hülle umgebenen, lei tenden Kern, dadurch gekennzeichnet, dass die isolierende Hülle mindestens teilweise aus bei gewöhnlicher Temperatur festem Äthylenpolymer besteht. UNTERANSPRüCHE 1. Elektrisches Kabel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Xthy- lenpolymer einllolekulargewicht von min destens 4000 hat. ?.
    Elektrisches Kabel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die iso lierende Hülle aus einem Fasermaterial besteht, das mit bei gewöhnlicher Tem peratur festem 3,thylenpolymer imprä- gniert ist. 3. Elektrisches Kabel nach t'nteransprilch ?, dadurch gekennzeichnet, dass das verwen- dete Äthylenpolymer ein Molekular gewicht von mehr als 4000 besitzt. 4. Elektrisches Kabel nach Unteranspruch \?, dadurch gekennzeichnet, dass das Faser material Papier ist.
    PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung eines elektri schen Kabels nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man um den lei tenden Kern des Kabels herum eine Hülle herstellt, die mindestens zum Teil aus -Ithy- lenpolymer besteht, das bei gewöhnlicher Temperatur fest ist.
    UNTERANSPRtrCHE Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man durch Erhitzen erweichtes Äthylenpolymer aus einer Düse heraus auf den leitenden Kern des Kabels presst, unter solchen Bedin gungen, dass das Polymer sofort beim Verlassen der Düse abgekühlt und fest wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da.ss man den lei tenden Kern des Kabels mit einem Band aus Xthylenpolymer umwickelt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man den lei tenden Kern des Kabels mit einem Band aus Fasermaterial, das mit Äthylenpoly- mer imprägniert ist, umwickelt. B. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass man ein Äthy- lenpolymer verwendet, dessen 11lolekular- gewicht mindestens 4000 ist. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man den um hüllten Kern kurze Zeit auf eine wenig über dem Erweichungspunkt des Poly- mers liegende Temperatur erwärmt.
CH211186D 1937-10-14 1938-10-10 Elektrisches Kabel zur Übertragung von Hochspannungsströmen und Verfahren zu dessen Herstellung. CH211186A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937171C (de) * 1949-12-06 1955-12-29 Siemens Ag Elektrische Leitung, insbesondere Antennenleitung
DE946357C (de) * 1951-10-06 1956-08-02 Fritz Mueller Coroplas K G Wetterfest isolierte elektrische Leitung
DE963623C (de) * 1950-03-10 1957-05-09 Sueddeutsche Kabelwerke Zweign Kabel bzw. elektrische Leitungen, zu deren Isolierung Baender aus Schaumstoff dienen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE937171C (de) * 1949-12-06 1955-12-29 Siemens Ag Elektrische Leitung, insbesondere Antennenleitung
DE963623C (de) * 1950-03-10 1957-05-09 Sueddeutsche Kabelwerke Zweign Kabel bzw. elektrische Leitungen, zu deren Isolierung Baender aus Schaumstoff dienen
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