CH211457A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zündkerzensteinrohlingen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zündkerzensteinrohlingen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zündkerzensteinroblingen. Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von zu brennenden Zündkerzensteinrohlingen aus überwiegend Korund enthaltenden Mas sen durch Spritzen, wodurch es möglich ist, gebrannte Zündkerzensteine äusserst gleich mässiger Beschaffenheit sowohl in bezug auf ihre Zusammensetzung als auch in physika lischer Hinsicht zu erhalten.
Nach der Erfindung erfolgt das Ein spritzen der keramischen Masse in Richtung der Innenbohrung und das Ausstossen der gespritzten Rohlinge von der der Einspritz- richtung entgegengesetzten Seite.
Es wurde ferner gefunden, dass das Ein spritzen der keramischen Masse vom Stein fussende her das Auspressen des Gewindes be günstigt, da sich das Gewinde an der dem Steinfussende abgewandten Seite befindet und sich der Strang infolgedessen um das Ge winde herumlegt im Gegensatz zum Ein- spritzen vom Kopfende her, bei dem gege benenfalls über das Gewinde hinweggespritzt werden muss.
Ferner wurde auch gefunden, dass die Führung des spritzfähig gemachten Masse stranges in der Vorrichtung dergestalt, dass sich der durch den Pressdruck erzeugte Hauptmassestrang in mehrere Einzelstränge aufteilt, die sich dann in einer sich stetig weiter verengenden Spritzdüse wieder verei nigen, bevor der schlauchartige Massestrang vom kleinsten Durchmesser aus der Düse austritt, besonders vorteilhaft ist.
Die Abbildungen der Zeichnung veran schaulichen eine beispielsweise Ausführungs- form der Vorrichtung nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt einen Mittellängsschnitt durch die Spritzvorrichtung, Fig. 2 die Spritzdüse mit beispielsweise stufenförmig ausgebildeten Rillen, Fig. 3 ein Führungsorgan für die Nadel, Fig. 4 den Aufriss einer zusammengebau ten Spritzvorrichtung, die von Hand betrie ben werden kann und Fig. 5 den Seitenriss, zum Teil mit Schnitt, hierzu.
In der Fig. 1 ist ein Heizmantel 1 um den Spritzzylinder 2 und um den Spritzkopf 3 gelegt. Die Heizung der Masse in dem Zy linder 2 und darüber hinaus bis zur Aus trittsöffnung ist deshalb notwendig, weil nicht nur die durch den Zusatz von organi schen Bindemitteln spritzfähig gemachte Masse auf eine oberhalb der Zimmertempe ratur liegende Verformungstemperatur ge bracht werden muss, sondern weil auch ge funden wurde. dass es äusserst vorteilhaft ist, eine weitgehende Temperaturkonstanz der spritzfähigen Masse aufrecht zu erhalten, nenn man Ziindkerzensteine mit sehr gleich mässigen physikalischen Eigenschaften er zeugen will. Die Heizung selbst kann in be kannter Weise durchgeführt werden, z. B.
mit #01, elektrisch usw. In dem Spritzkopf 3 befindet sich eine Spritzdüse 4. Sie ist aus gebrannten keramischen Massen, insbesondere für die Herstellung von Zündkerzensteinen brauchbaren Massen, hergestellt und gege benenfalls auch innen mit eingestochenen Rillen 5 versehen, wie es in Fig. 2 darge stellt ist.
Letztere können vorteilhafterweise so ausgebildet werden, dass sie dem Masse strang eine schraubenförmige Drehbewegung geben und gleichzeitig damit auch eine innige Durehmischung der Masse vor dem Austritt des schlauchartigen Massestranges aus der Spritzöffnung bewirken. In dem Spritzkopf 3 befindet sich ausserdem ein Führungsorgan 6. welches in Fig. 3 dargestellt ist, für die Nadel 7. die anderseits in einem ersten Aus werfer 8 festsitzt.
Letzterer ist zusammenge baut mit dem zweiten Auswerfer 8a. Beim Auswerfen hebt der Auswerfer 8 zunächst den Rohling etwas ab, worauf das vollstän dige Ausbringen des gespritzten. die Innen bohrung, das Gewinde und die Abschrägung aufweisenden Rohlings mit dem Auswerfer 8a erfolgt. Das Führungsorgan 6 ist so aus- gebildet, dass es dem Massestrang den ge ringsten Widerstand entgegensetzt.
Die die Innenbohrung und das im Steinkopf notwen dige Gewinde formende Nadel 7 durchsetzt den eigentlichen Formenhohlraum, der durch die aus den Teilen 10 und 11 bestehende und zweckmässigerweise über dem Bund des Roh lings geteilte Spritzform gebildet wird. Der Formenhohlraum 9 ist im Kopf mit den not wendigen Abschrägungen versehen, so dass der Kopfteil des Zündkerzensteins vollkom men fertig gespritzt werden kann. Der Teil 11 der Spritzform ist mit einem Kühlmantel 12 umgeben, zu dem durch eine Zuleitung 13 das Kühlmittel ein- und nach der Küh- Iung durch die Ableitung 14 wieder abfliesst.
Die Kühlung der Form 11 ist sehr wichtig, da. nicht nur die vorher zur Verformung not wendige zugeführte Wärme wieder abgelei tet werden muss, sondern auch noch die durch die Verformung zusätzlich entstehende Ruf heizung. Eine auf konstante Temperatur ar beitende Wasserkühlung der Form wirkt sich vorteilhaft in Hinsicht auf die Erzielung gleichmässiger Eigenschaften der hergestell ten Rohlinge aus.
Die Handspritzmaschine gemäss Fig. 4 und 5 weist eine Grundplatte 15 auf, auf der ein Lagerbock 16 ruht. Letzterer besitzt in seinem verbreiterten obern Endteil 17 eine mittlere Aussparung für den Pressstempel 18. Zu beiden Seiten des Pressstempels befinden sich in dem verbreiterten Endteil 17 des La gerbockes 16 zwei Bohrungen für die Längs streben 19 und 20, die durch zwei Traversen 21, 22 starr miteinander verbunden sind und bei 23 und 24 Anschlagstücke zur Hubbe grenzung haben.
Der Pressstempel <B>18.</B> der nochmals in der obern Traverse 21 geführt wird, kann für sich und zusammen mit dem auf der untern Traverse 22 angeordneten und mit derselben fest verbundenen Spritzzylin- der 2 und Spritzkopf 3 in senkrechter Rich tung durch ein Handrad 25 auf und ab be wegt werden. Der Spritzkopf 3 kann auf diese Weise auf den Spritzformteil 10 mit der vorstehenden Spritznadel 7 aufgesetzt werden.
Vor Beginn eines Spritzvorganges neh men die einzelnen Teile die in Fig. 4 veran schaulichte Stellung ein, das heisst Spritz kopf 3 und Spritzzylinder 2 sind abgesetzt von der Formhälfte 10 und der Pressstempel 18 ist in seine äussere Endlage zurückgezogen. Dann wird zunächst der Spritzzylinder 2 mit dem Spritzkopf 3 durch Betätigen des Hand rades 25 auf den obern Spritzformteil 10 zu bewegt und schliesslich auch dort aufgesetzt. Nach dem Füllen des Spritzzylinders 2 mit der zu verpressenden keramischen Masse wird letztere auf Presstemperatur gebracht.
Dann fährt durch weiteres Drehen des Schwung rades 25 der Pressstempel 18 mit seinem ab gesetzten Ende ein und drückt die spritzbare Masse vom Steinfussende her über die Nadel 7 in die gekühlte Form 10, 11.
Der Rückhub der nach unten bewegten Maschinenteile nach Beendigung des Spritz- vorganges spielt sich in umgekehrter Reihen folge ab. Nach vollendeter Verdichtung des Rohlings wird zunächst der Pressstempel 18 in seine äussere Endlage zurückgezogen und dann zusammen mit dem Spritzzylinder 2 von der Spritzform 10 und 11 abgesetzt.
Das Ausbringen des gespritzten Zündkerzen steinrohlings erfolgt mit der Nadel 7 und dem obern Formenteil 10 zusammen durch die beiden Auswerfer 8 und 8a, und zwar hebt der Auswerfer 8 den Rohling etwas ab und der Auswerfer 8a besorgt das vollstän dige Ausbringen des Zündkerzensteinroh- lings, der auf diese Weise ohne mechanische Beschädigung erhalten wird. Nach dem Aus drehen der Spritznadel 7 aus dem ausge brachten Rohling wird dieser getrocknet und gegebenenfalls verglüht. Es ist zweckmässig das Fussende der Rohlinge erst nach dem Trocknen und/oder Verglühen derselben zu bearbeiten.
Nach Bearbeiten des Steinfusses kann der rohe bezw. getrocknete oder ver glühte Rohling zum Zündkerzenstein fertig gebrannt werden.
An Stelle des Handantriebes könnte auch ein durch eine Kraftquelle gespeister moto rischer Antrieb benutzt werden; es ist aber meistens zweckmässiger, die gesamte Spritz- vorrichtung in automatische Spritzmaschinen einzubauen, und zwar vorteilhafterweise in solche, die für die Herstellung von Form körpern aus Kunstharzpressmassen geeignet sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von mit Innenbohrung versehenen und das Gewinde im Steinkopf enthaltenden zu brennenden Zündkerzensteinrohlingen aus überwiegend Korund enthaltenden keramischen Massen, die durch Zusatz von organischen Bindemit teln spritzfähig gemacht sind, durch Spritzen, dadurch gekennzeichnet, dass,das Einspritzen der keramischen Masse in Richtung der Innenbohrung und das Ausstossen der ge spritzten Rohlinge von der der Einspritz- richtung entgegengesetzten Seite her erfolgt, zum Zwecke der Erzielung gleichmässiger Be schaffenheit der gebrannten Isolatoren in Be zug auf ihre stoffliche Zusammensetzung und ihre physikalischen Eigenschaften. UNTERANSPRüCHE: Verfahren gemäss Patentanspruch I,,da durch gekennzeichnet, dass das Einsprit zen der keramischen Masse vom Stein fussende und das Ausstossen des gespritz ten Körpers vom Kopfende her erfolgt.Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass eine auf gleichmässige Tempera tur gebrachte keramische Masse ver spritzt wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der durch den Press- druck erzeugte Hauptmassestrang im Spritzkopf in mehrere Teilstränge aufge teilt wird, die vor dem Austritt aus der Spritzdüse wieder zu einem schlauch artigen Massestrang vereinigt werden. 4.Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass dem in die Spritzform eintretenden Massestrang in der Spritz düse eine Drehbewegung erteilt wird. zum Zwecke, eine Durchmischung der keramischen Spritzmasse zu erhalten. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass in eine während des Spritzvorganges auf konstanter Tempe ratur gehaltene Form gespritzt wird. 6.Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass das Ausstossen des ge spritzten, die Innenbohrung, das Ge winde und die Abschrägung bereits auf weisenden Rohlings mit der in ihm ent haltenen Nadel erfolgt. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das Abziehen der Na del von dem gespritzten Steinrohling erst nach dem Ausbringen erfolgt. B. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Fussende des ge spritzten Rohlings erst nach dem Trock nen fertig bearbeitet wird. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Fussende des ge spritzten Rohlings erst nach dem Ver glühen bearbeitet, wird. 10.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Fussende des ge spritzten Rohlings erst nach dem Trock nen und Verglühen bearbeitet wird. 11. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das Spritzen in Auto maten erfolgt. PATENTANSPRUCH II Spritzvorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I und Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse aus einer gebrannten ke ramischen lasse besteht.UN TERANSPRMHE 12. Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse aus einer keramischen Zünd kerzensteinmasse besteht. 13. Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch ge kennzeichnet, dass die keramische Spritz düse gerillt ist. 14. Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteransprüchen 12 und 13, da durch gekennzeichnet, dass sich die Trennfuge der aus zwei Teilen bestehen den Spritzform über dem Bund des zu spritzenden Zündkerzensteinrohlings be findet. 15.Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 12 bis 14, da durch gekennzeichnet, dass die Spritz- form mit einem Kühlmantel umgeben ist. 16. Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteransprüchen 12 bis 15, da durch gekennzeichnet, dass die die Innen bohrung und das Gewinde des zu sprit zenden' for mende Nadel in einem Auswerfer fest sitzt und im Spritzkopf in einem Füh rungsorgan gelagert ist. 17.Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzzylinder mit, einem Heizmantel umgeben ist. 18. Vorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteransprüchen 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse. mit einem Heizmantel umgeben ist.
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