CH211457A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zündkerzensteinrohlingen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zündkerzensteinrohlingen.

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CH211457A
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Robert Bosch Gesellsch Haftung
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Bosch Gmbh Robert
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B3/00Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
    • B28B3/20Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein the material is extruded
    • B28B3/26Extrusion dies

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Description


  Verfahren und     Vorrichtung    zur Herstellung von     Zündkerzensteinroblingen.       Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren und eine Vorrichtung zur Herstellung  von zu brennenden     Zündkerzensteinrohlingen     aus überwiegend     Korund    enthaltenden Mas  sen durch Spritzen, wodurch es möglich     ist,     gebrannte     Zündkerzensteine    äusserst gleich  mässiger Beschaffenheit sowohl in bezug auf  ihre Zusammensetzung als auch in physika  lischer Hinsicht zu erhalten.  



  Nach der Erfindung erfolgt das Ein  spritzen der     keramischen    Masse in Richtung  der Innenbohrung und das Ausstossen der  gespritzten Rohlinge von der der     Einspritz-          richtung    entgegengesetzten Seite.  



  Es wurde ferner gefunden, dass das Ein  spritzen der keramischen Masse vom Stein  fussende her das Auspressen des     Gewindes    be  günstigt, da sich das Gewinde an der dem  Steinfussende abgewandten Seite befindet und  sich der Strang infolgedessen um das Ge  winde herumlegt im Gegensatz     zum    Ein-    spritzen vom Kopfende her, bei dem gege  benenfalls über das Gewinde     hinweggespritzt     werden muss.  



  Ferner wurde auch gefunden, dass die  Führung des spritzfähig     gemachten    Masse  stranges in der     Vorrichtung    dergestalt, dass  sich der durch den     Pressdruck    erzeugte       Hauptmassestrang    in mehrere Einzelstränge  aufteilt, die sich dann in einer sich stetig  weiter verengenden Spritzdüse wieder verei  nigen, bevor der     schlauchartige        Massestrang     vom kleinsten Durchmesser aus der Düse  austritt, besonders vorteilhaft     ist.     



  Die Abbildungen der     Zeichnung    veran  schaulichen eine beispielsweise     Ausführungs-          form    der Vorrichtung nach der Erfindung.  



       Fig.    1     zeigt    einen     Mittellängsschnitt     durch die     Spritzvorrichtung,          Fig.    2 die Spritzdüse mit beispielsweise       stufenförmig    ausgebildeten Rillen,       Fig.    3 ein     Führungsorgan    für die Nadel,           Fig.    4 den     Aufriss    einer zusammengebau  ten Spritzvorrichtung, die von Hand betrie  ben werden kann und       Fig.    5 den     Seitenriss,    zum Teil mit Schnitt,  hierzu.  



  In der     Fig.    1 ist ein Heizmantel 1 um  den     Spritzzylinder    2 und um den Spritzkopf  3 gelegt. Die Heizung der Masse in dem Zy  linder 2 und darüber hinaus bis zur Aus  trittsöffnung ist deshalb notwendig, weil  nicht nur die durch den Zusatz von organi  schen Bindemitteln spritzfähig gemachte  Masse auf eine oberhalb der Zimmertempe  ratur liegende     Verformungstemperatur    ge  bracht werden muss, sondern weil auch ge  funden wurde. dass es äusserst vorteilhaft ist,  eine weitgehende Temperaturkonstanz der  spritzfähigen Masse aufrecht zu erhalten,  nenn man     Ziindkerzensteine    mit sehr gleich  mässigen physikalischen Eigenschaften er  zeugen will. Die Heizung selbst kann in be  kannter Weise durchgeführt werden, z. B.

    mit     #01,    elektrisch usw. In dem     Spritzkopf    3  befindet sich eine Spritzdüse 4. Sie ist aus  gebrannten keramischen Massen, insbesondere  für die Herstellung von     Zündkerzensteinen     brauchbaren Massen, hergestellt und gege  benenfalls auch innen mit eingestochenen  Rillen 5 versehen, wie es in     Fig.    2 darge  stellt ist.

   Letztere können     vorteilhafterweise     so ausgebildet werden, dass sie dem Masse  strang eine schraubenförmige     Drehbewegung     geben und gleichzeitig damit auch eine innige       Durehmischung    der Masse vor dem Austritt  des schlauchartigen     Massestranges    aus der       Spritzöffnung    bewirken. In dem     Spritzkopf     3 befindet sich ausserdem ein Führungsorgan  6. welches in     Fig.    3 dargestellt ist, für die  Nadel 7. die anderseits in einem ersten Aus  werfer 8 festsitzt.

   Letzterer ist zusammenge  baut mit dem zweiten Auswerfer     8a.    Beim  Auswerfen     hebt    der Auswerfer 8 zunächst  den Rohling etwas ab, worauf das vollstän  dige Ausbringen des gespritzten. die Innen  bohrung, das Gewinde und die     Abschrägung     aufweisenden Rohlings mit dem Auswerfer  8a erfolgt. Das     Führungsorgan    6 ist so aus-    gebildet, dass es dem     Massestrang    den ge  ringsten Widerstand entgegensetzt.

   Die die  Innenbohrung und das im Steinkopf notwen  dige Gewinde formende Nadel 7 durchsetzt  den eigentlichen     Formenhohlraum,    der durch  die aus den Teilen 10 und 11 bestehende und       zweckmässigerweise    über dem Bund des Roh  lings geteilte Spritzform gebildet wird. Der       Formenhohlraum    9 ist im Kopf mit den not  wendigen     Abschrägungen    versehen, so dass  der Kopfteil des     Zündkerzensteins    vollkom  men fertig gespritzt werden kann. Der Teil  11 der Spritzform ist mit einem Kühlmantel  12 umgeben, zu dem durch eine Zuleitung  13 das Kühlmittel ein- und nach der     Küh-          Iung    durch die Ableitung 14 wieder abfliesst.

    Die Kühlung der     Form    11 ist sehr wichtig,  da. nicht nur die vorher zur Verformung not  wendige     zugeführte    Wärme wieder abgelei  tet werden muss, sondern auch noch die durch  die Verformung zusätzlich entstehende Ruf  heizung. Eine auf konstante Temperatur ar  beitende Wasserkühlung der Form wirkt sich  vorteilhaft in Hinsicht auf die Erzielung  gleichmässiger Eigenschaften der hergestell  ten Rohlinge aus.  



  Die     Handspritzmaschine    gemäss     Fig.    4  und 5 weist eine Grundplatte 15 auf, auf der  ein Lagerbock 16     ruht.    Letzterer besitzt in  seinem verbreiterten     obern    Endteil 17 eine  mittlere Aussparung für den     Pressstempel    18.  Zu beiden Seiten des     Pressstempels    befinden  sich in dem verbreiterten Endteil 17 des La  gerbockes 16 zwei     Bohrungen    für die Längs  streben 19 und 20, die durch zwei Traversen  21, 22 starr miteinander verbunden sind und  bei 23 und 24 Anschlagstücke zur Hubbe  grenzung haben.

   Der     Pressstempel   <B>18.</B> der  nochmals in der obern Traverse 21 geführt  wird, kann für sich und zusammen mit dem  auf der untern Traverse 22 angeordneten und  mit derselben fest verbundenen     Spritzzylin-          der    2 und Spritzkopf 3 in senkrechter Rich  tung durch ein Handrad 25 auf und ab be  wegt werden. Der Spritzkopf 3 kann auf  diese Weise auf den     Spritzformteil    10 mit  der vorstehenden     Spritznadel    7 aufgesetzt  werden.

        Vor Beginn eines Spritzvorganges neh  men die einzelnen Teile die in     Fig.    4 veran  schaulichte Stellung ein, das heisst Spritz  kopf 3 und Spritzzylinder 2 sind abgesetzt  von der Formhälfte 10 und der     Pressstempel     18 ist in seine äussere Endlage zurückgezogen.  Dann wird zunächst der Spritzzylinder 2 mit  dem Spritzkopf 3 durch Betätigen des Hand  rades 25 auf den obern     Spritzformteil    10 zu  bewegt und schliesslich auch dort aufgesetzt.  Nach dem Füllen des     Spritzzylinders    2 mit  der zu     verpressenden    keramischen Masse wird  letztere auf     Presstemperatur    gebracht.

   Dann  fährt durch weiteres Drehen des Schwung  rades 25 der     Pressstempel    18 mit seinem ab  gesetzten Ende ein und drückt die spritzbare  Masse vom Steinfussende her über die Nadel  7 in die gekühlte Form 10, 11.  



  Der Rückhub der nach unten bewegten  Maschinenteile nach Beendigung des     Spritz-          vorganges    spielt sich in umgekehrter Reihen  folge ab. Nach vollendeter Verdichtung des  Rohlings wird zunächst der     Pressstempel    18  in seine äussere Endlage zurückgezogen und  dann zusammen mit dem Spritzzylinder 2  von der     Spritzform    10     und    11 abgesetzt.

    Das Ausbringen des gespritzten Zündkerzen  steinrohlings erfolgt mit der Nadel 7 und  dem obern     Formenteil    10 zusammen durch  die beiden Auswerfer 8 und 8a, und zwar  hebt der Auswerfer 8 den Rohling     etwas    ab  und der Auswerfer 8a besorgt das vollstän  dige     Ausbringen    des     Zündkerzensteinroh-          lings,    der auf diese Weise ohne mechanische  Beschädigung erhalten wird. Nach dem Aus  drehen der Spritznadel 7 aus dem ausge  brachten Rohling wird dieser getrocknet und  gegebenenfalls verglüht. Es ist zweckmässig  das Fussende der Rohlinge erst nach dem  Trocknen und/oder Verglühen derselben zu  bearbeiten.

   Nach Bearbeiten des Steinfusses  kann der rohe     bezw.    getrocknete oder ver  glühte Rohling zum     Zündkerzenstein    fertig  gebrannt werden.  



  An Stelle des Handantriebes könnte auch  ein durch eine Kraftquelle gespeister moto  rischer Antrieb benutzt werden; es ist aber  meistens zweckmässiger, die gesamte Spritz-         vorrichtung    in automatische     Spritzmaschinen     einzubauen, und zwar     vorteilhafterweise    in  solche, die für die Herstellung von Form  körpern aus     Kunstharzpressmassen    geeignet  sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von mit Innenbohrung versehenen und das Gewinde im Steinkopf enthaltenden zu brennenden Zündkerzensteinrohlingen aus überwiegend Korund enthaltenden keramischen Massen, die durch Zusatz von organischen Bindemit teln spritzfähig gemacht sind, durch Spritzen, dadurch gekennzeichnet, dass,
    das Einspritzen der keramischen Masse in Richtung der Innenbohrung und das Ausstossen der ge spritzten Rohlinge von der der Einspritz- richtung entgegengesetzten Seite her erfolgt, zum Zwecke der Erzielung gleichmässiger Be schaffenheit der gebrannten Isolatoren in Be zug auf ihre stoffliche Zusammensetzung und ihre physikalischen Eigenschaften. UNTERANSPRüCHE: Verfahren gemäss Patentanspruch I,,da durch gekennzeichnet, dass das Einsprit zen der keramischen Masse vom Stein fussende und das Ausstossen des gespritz ten Körpers vom Kopfende her erfolgt.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass eine auf gleichmässige Tempera tur gebrachte keramische Masse ver spritzt wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der durch den Press- druck erzeugte Hauptmassestrang im Spritzkopf in mehrere Teilstränge aufge teilt wird, die vor dem Austritt aus der Spritzdüse wieder zu einem schlauch artigen Massestrang vereinigt werden. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass dem in die Spritzform eintretenden Massestrang in der Spritz düse eine Drehbewegung erteilt wird. zum Zwecke, eine Durchmischung der keramischen Spritzmasse zu erhalten. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass in eine während des Spritzvorganges auf konstanter Tempe ratur gehaltene Form gespritzt wird. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass das Ausstossen des ge spritzten, die Innenbohrung, das Ge winde und die Abschrägung bereits auf weisenden Rohlings mit der in ihm ent haltenen Nadel erfolgt. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das Abziehen der Na del von dem gespritzten Steinrohling erst nach dem Ausbringen erfolgt. B. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Fussende des ge spritzten Rohlings erst nach dem Trock nen fertig bearbeitet wird. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Fussende des ge spritzten Rohlings erst nach dem Ver glühen bearbeitet, wird. 10.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Fussende des ge spritzten Rohlings erst nach dem Trock nen und Verglühen bearbeitet wird. 11. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das Spritzen in Auto maten erfolgt. PATENTANSPRUCH II Spritzvorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I und Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse aus einer gebrannten ke ramischen lasse besteht.
    UN TERANSPRMHE 12. Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse aus einer keramischen Zünd kerzensteinmasse besteht. 13. Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch ge kennzeichnet, dass die keramische Spritz düse gerillt ist. 14. Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteransprüchen 12 und 13, da durch gekennzeichnet, dass sich die Trennfuge der aus zwei Teilen bestehen den Spritzform über dem Bund des zu spritzenden Zündkerzensteinrohlings be findet. 15.
    Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 12 bis 14, da durch gekennzeichnet, dass die Spritz- form mit einem Kühlmantel umgeben ist. 16. Spritzvorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteransprüchen 12 bis 15, da durch gekennzeichnet, dass die die Innen bohrung und das Gewinde des zu sprit zenden' for mende Nadel in einem Auswerfer fest sitzt und im Spritzkopf in einem Füh rungsorgan gelagert ist. 17.
    Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzzylinder mit, einem Heizmantel umgeben ist. 18. Vorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteransprüchen 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse. mit einem Heizmantel umgeben ist.
CH211457D 1938-07-16 1939-06-14 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zündkerzensteinrohlingen. CH211457A (de)

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