CH211469A - Verfahren zur Herstellung von Kunsthaaren. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunsthaaren.Info
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A46D1/00—Bristles; Selection of materials for bristles
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kunsthaaren. regtilgarne besitzen an sich keinerlei Eigenschaften, die sie als Ersatz für Haare und Borsten oder dergleichen geeignet machen. Es mangelt ihnen durchaus an der nötigen Steifheit wie auch an borstenähn- lichen physikalischen Eigenschaften.
Überraschenderweise hat sich nun ge zeigt, dass man aus Textilgarnen, insbeson dere Cellulosegarnen wie Baumwolle, Bor sten, bezw. rosshaarähnliche Produkte her stellen kann, wenn man sie mit Kunststoff lösungen belädt und bei der Weiterbehand lung der so beladenen Garne dafür Sorge trägt, dass eine Streckung, sowie eine mecha nische fadenlösende, das Zusammenkleben der Fäden verhindernde Behandlung statt findet.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass, wenn man ohne Anwendung einer Streckung ar beitet, krause, verwirrte Fäden entstehen, die sich nicht zur Verwendung als Borsten eignen.
Unter Kunststofflösungen sind sowohl Lösungen thermoplastischer Massen, wie z. B. Celluloid als auch insbesondere Lösun gen von Kunstharz-Kondensationskomponen- ten, die durch Kondensation auf der Faser Kunstharze bilden, zu verstehen.
Von den letzteren eignen sich am besten die sogenannten thermohärtbaren Harze, wie zum Beispiel die Phenol- oder Harnstoff aldehydharze, Anilinharze, Furfurolharze usw. Aber auch Harze vom Typus der sogge nannten Alkydharze oder Ketonharze sind brauchbar.
Das Verfahren wird zweckmässigerweise so durchgeführt, dass die Garne, die aus ein fachen oder mehrfachen Fäden bestehen kön nen, in Form von Strangen mit der Kunst stofflösung getränkt oder bespritzt und even tuell von einem Überschuss durch Auspres sen oder Auswinden befreit werden.
Die nun folgende Trocknung, die mit oder ohne Wärme durchgeführt werden kann, erfolgt dann unter gleichzeitiger mechanischer Streckung, (die auf die verschiedenste Weise vorgenommen werden kann, sei es durch Ge wichtsbelastung der Strangen oder durch Auseinanderziehen derselben zum Beispiel durch verstellbare Walzen oder durch Strecken während einer rotierenden Bewe gung der Garne, durch Dehnung der Fäden beim Aufwickeln auf Spulen usw. Während der Dehnung werden die Garne einer faden lösenden mechanischen Behandlung zum Bei spiel durch Bürsten, QKetschwalzen usw.
unterworfen, um dadurch ein Aneinander- kleben zu verhüten. Die Trocknung kann in ununterbrochenem oder unterbrochenem Arbeitsgange erfolgen, sie kann zeitlich auf einanderfolgen oder unterbrochen sein. Auch kann sie zuerst ohne Wärme begonnen und dann mit Wärme- oder umgekehrt zu Ende geführt werden. sie kann auch auch ohne Zuhilfenahme erhöhter Temperaturen erfol gen.
Während der Trocknung, sei sie nun kalt oder warm, zusammenhängend oder zeitlich getrennt, können physikalisch oder chemisch wirksame Mittel zur Beschleunigung der Trocknung oder Erhärtung in Form von Ga sen, Dämpfen oder vermittels Zerstäubung miteingesetzt werden, auch kann die Trock nung durch Einblasen von Luft oder durch Vakuum (auch ev. Wiedergewinnung von Lösemitteln) gefördert werden. Im übrigen können die Garne unappretiert oder appre= tiert dem Verfahren unterworfen werden.
Die zur Imprägnierung verwendeten Lösungen können mit Füllstoffen versehen sein, die anorganischer oder organischer Na- tur sein können, z. B. Titanoxyd, Quarz mehl. Holzschliff, Eiweisspulver in fein ge mahlenem Zustand u. a. m. Die Lösungen können auch gefärbt sein. :Mischungen der Imprägnierungsmittel können ebenfalls Ver wendung finden.
Nach genügender Trocknung stellen die Garne steifelastische, und rosshaar- bezw. borstenähnliche Gebilde dar, die sich gut zur Herstellung von Bürsten, Besen, Pinseln, Polstermaterialien und dergleichen verwen den lassen und auch nach den gebräuchlichen Methoden der Bürstenfabrikation verarbeitet werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunst haaren wie Borsten. Rosshaarersatz usw. aus Textilgarnen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Garne mit Kunststofflösungen be lädt und bei der Weiterbehandlung der Garne eine Streckung, sowie eine mecha nische fadenlösende, das Zusammenkleben verhindernde Behandlung vornimmt. UNTERANSPRVCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Baumwollgarne verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Garne verwen det, die vorappretiert sind. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Kunststoff lösung verwendet, die zur Bildung von Kunstharzen führt.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Kunststofflösung verwen det, die zur Bildung von Formaldehyd harzen führt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die fadenlösende me ehanische Behandlung in einem Bürst- prozess besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH211469T | 1939-04-19 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH211469D CH211469A (de) | 1939-04-19 | 1939-04-19 | Verfahren zur Herstellung von Kunsthaaren. |
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| CH (1) | CH211469A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0119506A1 (de) * | 1983-02-22 | 1984-09-26 | Pro Büro GmbH | Korrekturset für Schriftstücke |
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1939
- 1939-04-19 CH CH211469D patent/CH211469A/de unknown
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