CH211619A - Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung bezw. Infektion von Pflanzen. - Google Patents

Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung bezw. Infektion von Pflanzen.

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CH211619A
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Sandoz A G
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Sandoz Ag
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  Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung     bezw.    Infektion von     Pflanzen.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Vorrichtung zur künstlichen Befruch  tung und Infektion von Pflanzen, insbeson  dere zur Erzeugung von     Sklerotien    von       Clavicepsarten    auf     Gramineen,        mittels    Ein  führung einer die Befruchtung     bezw.    Infek  tion hervorrufenden keimhaltigen Flüssig  keit durch Einstich in das Gewebe der  Pflanzen, insbesondere in die Blütenhohl  räume oder das embryonale Fruchtgewebe,  dadurch gekennzeichnet,

   dass das     Einstech-          mittel    der Vorrichtung mit einem die     keim-          haltige    Flüssigkeit enthaltenden Gefäss in  Verbindung steht und das. in der Ein- oder  Mehrzahl vorhandene     Einstechmittel    mit  einer Vorrichtung zur Speisung verbunden  ist, wobei die jeweils einverleibte Menge der  keimhaltigen Flüssigkeit bei jeder Zufuhr  begrenzt und konstant ist.  



  In der folgenden Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel einer solchen Vorrichtung  zur künstlichen Befruchtung oder Injektion  von Pflanzen veranschaulicht.    Bei diesem Ausführungsbeispiel sind 1  die aus Hohlnadeln bestehenden     Einstech-          mittel,    2 ist ein     Verteilkanal,    der in einer  Kopfplatte 8 vorgesehen ist. Diese     Einstech-          armatur    ist auswechselbar auf dem einen  Ende eines. Rohres 4 angeordnet,     das    den Zy  linder für einen Kolben 5 bildet.

   Die Teile  4, 5 stellen eine     Pumpeinrichtung    dar, deren  Fördermenge gleich ist der Flüssigkeits  menge, die zum einmaligen     Beaufschlagen     der     Einstechmittel    notwendig ist. 4' ist der  Arbeitsraum dieser     Pumpeinrichtung;    der  selbe steht durch ein Druckventil 6 mit einer  zum     Verteilkanal    2 führenden Vorkammer 2'  in Verbindung. 7 ist das Saugventil der       Pumpeinrichtung;    dasselbe befindet sich  zwischen dem vom Vorratsgefäss kommenden  Zulauf 8 und einer Kammer 9, die durch  eine Öffnung 10 mit dem Arbeitsraum 4' der  Pumpe verbunden ist.

   Der Inhalt der Kam  mer 9 beträgt zweckmässig ein mehrfaches  der bei     einem    Arbeitshub der Pumpe ge  förderten Flüssigkeitsmenge. Im Raum 9 ist      demnach ein gewisser     Flüssigkeitsüberschuss     enthalten, der bei irgendwelchen vorüber  gehenden kurzen Störungen des Flüssigkeits  zuflusses aus dem Vorratsbehälter kon  tinuierliches Arbeiten der Vorrichtung  sichert.  



  Zum Betätigen des Kolbens 5 ist ein  Betätigungsorgan 11 vorgesehen; 12 ist seine  Drehachse.     Bei   <B>13</B> steht der eine Hebelarm  des Betätigungsorganes mit der zum Pum  penkolben 5 führenden Kolbenstange 5' in  Verbindung. 14 ist eine Feder, die nach  giebig federnd den Handgriff 11 und den  Kolben 5 in der aus der Zeichnung ersicht  lichen Stellung hält. Die Feder 14 mit dem  Stift 15 ist in einer Handhabe 16 gelagert.  



  Wie aus der Zeichnung ersichtlich, be  sitzt die Vorrichtung die Form einer Pistole  mit Handgriff 16,     züngelartigem    Betäti  gungsorgan 11 und am     vordern    Ende des  Rohres 4 angeordnetem V     erteilorgan    ? mit       Einstechmitteln    1. Ist die Kammer 9 und der  Zylinder 4 mit     Flüssigkeit.    gefüllt, und wird  nach dem Einstechen der Nadeln 1 in die zu  befruchtende     bezw.    infizierende Pflanze das  Betätigungsorgan 11 in der Pfeilrichtung p  zum Handgriff 16 hin bewegt, so verdrängt  der Kolben 5 eine bestimmte Flüssigkeits  menge, die zur einmaligen     Beaufschlagung     der Nadeln 1 notwendig ist.

   Das Saugventil  7 bleibt geschlossen, das Druckventil 6 öff  net sieh und ermöglicht den Übergang dieser  bestimmten Flüssigkeitsmenge aus dem  Arbeitsraum 4' in die Kammer     \?'    und von  dort durch den     Verteilkanal        \?    in die     Ein-          stechnadeln    1.     @rird    das Betätigungsorgan  11 losgelassen, so bewirkt die gespannte  Feder 14 die Zurückbewegung der Teile 11,  5 in die in der Zeichnung dargestellte Ruhe  stellung.

   Bei dieser Kolbenbewegung wird  Flüssigkeit aus der Kammer 9 und     über    das  geöffnete     Saugventil    7 aus. der     Leitung    8  und dem Vorratsbehälter angesaugt,       Bei    vorstehendem Ausführungsbeispiel  erfolgt bei     jedesmaliger    Betätigung der       Pumpeinrichtung    die Abgabeeiner bestimm  ten     Flüssigkeitsmenge    und darauffolgend  die     Ansaugung    einer neuen solchen Menge.         L,m    diese Flüssigkeitsmenge     einstellen    zu  können, sind bei vorliegendem Ausführungs  beispiel Einstellmittel 17 vorgesehen.

   Diesel  ben bestehen aus einem oder mehreren in ver  schiedenen Abständen vom     Gelenkpunkt    13  befindlichen Löchern. Durch Einstecken des  Bolzen 12 in eines dieser Löcher wird das  Verhältnis der Hebelarme des     Betätigungs-          organes    geändert. und damit eine Änderung  der     Flüssigkeitsmenge    auf einfache     Weise     gewährleistet.  



  Die vorstehende Vorrichtung besitzt ein  fache,     betriebssichere    Bauart, liegt gut in der  Hand und ermöglicht ein rasches, zielsicheres  Einstechen und Infizieren von Pflanzen. Die  zweite Hand des     Benutzers    steht zum Erfas  sen und Halten eines geeigneten, zweck  mässig polsterartig ausgebildeten Wider  lagers voll zur Verfügung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung und Infektion von Pflanzen, insbesondere zur Erzeugung von Sklerotien von Clavicepsarten auf Gramineen, mittels Einführung einer die Befruchtung bezw. Infektion hervorrufenden keimhaltigen Flüssigkeit durch Einstich in das Gewebe der Pflanzen, insbesondere in die Blütenhohlräume oder das embryonale Fruchtgewebe, dadurch gekennzeichnet,
    dass das Einstechmittel der Vorrichtung mit einem die keimhaltige Flüssigkeit enthalten den Gefäss in Verbindung steht und das in der Ein- oder 'Mehrzahl vorhandene Ein stechinittel mit einer Vorrichtung zur Spei sung verbunden ist. wobei die jeweils ein verleibte Menge der keimhaltigen Flüssig keit bei jeder Zufuhr begrenzt und konstant isst. UN TERAN SPRV CHE 1.
    j'orrielitung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie eine zwi schen dein Vorratsgefäss für die keim- balt.ige Fliissigkeit und den Einstech- mitteln angeordnete, mit einem Betäti gungsorgan verbundene Pumpeinrichtung aufweist, deren Fördermenge gleich ist der zur einmaligen Beaufschlagung der Einstechmittel notwendigen Flüssigkeits menge,
    so dass beim jedesmaligen Betäti gen der Pumpeinrichtung die entspre chende Flüssigkeitsmenge gefördert und mit Druck den Einstechmitteln zugeführt wird. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Einstellen der bei jedes maliger Betätigung der Fördereinrichtung den Einstechmitteln zugeführten Flüssig keitsmenge vorgesehen sind. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und LTnteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einstellmittel am Betätigungsorgan angeordnet sind. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Betätigungsorgan aus einem Hebel besteht, dessen Drehachse zwecks Einstellung der Fördermenge ver stellbar ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen dem Saugventil der Pumpeinrichtung und dem Arbeits raum derselben eine Kammer vorgesehen ist. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Flüssigkeits-Fördervor- richtung nach Art einer Pistole mit Hand griff, züngelartigem Betätigungsorgan und am vordern Ende des Förderrohres vorgesehenem Verteilorgan mit Einstech- mittel ausgestattet ist.
CH211619D 1937-04-30 1938-02-01 Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung bezw. Infektion von Pflanzen. CH211619A (de)

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AT231237X 1937-12-23

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CH211619D CH211619A (de) 1937-04-30 1938-02-01 Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung bezw. Infektion von Pflanzen.

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