CH211726A - Hochvakuum-Gl@uhkathodenröhre. - Google Patents
Hochvakuum-Gl@uhkathodenröhre.Info
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Description
Hochvakuum-Gliihkathodenröhre. Die Erfindung bezieht sich auf Hoch- vakuum-Glühkathodenröhren und hauptsäch lich auf Senderöhren hoher Leistung für kurze elektrische Wellen, und bezweckt, die Grenzfrequenz, bis zu welcher Nutzleistun gen mit vernünftigem Wirkungsgrad aus solchen Röhren entnommen werden können, wesentlich höher als bisher zu legen. Nach der Erfindung wird dies in Röhren, deren Anode _ mit Wasserkühlung ausgerüstet ist, dadurch erreicht, dass das Kühlmittel den Anodenkörper in schraubenförmigen Bahnen mit einer 4 m/sec. übersteigenden Geschwin digkeit bestreicht. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt.
In Fig. 1 ist die Anode 1 auf ihrer vom Entladungsraum abgewandten Seite mit schraubenförmig verlaufenden Kühlrippen 2 versehen, welche in Verbindung mit einem über den Kühlrippen angeordneten oder über dieselben aufgebrachten, satt anliegenden Leitmantel 3 den Verlauf des Kühlmittels um die Anode festlegen.
Das Kühlmittel wird nun zunächst durch den Stutzen 4 eingeführt und bestreicht die Anode 1 mit hoher Kühl mittelgeschwindigkeit, die, nicht wie üblich, etwa 1 bis 2 m/sec., sondern zweckmässig grösser als 5 m/sec. gewählt wird. Nachdem das Kühlmittel die schraubenförmige Bahn durchlaufen hat, wird es oben umgelenkt, strömt mit wesentlich geringerer Geschwin digkeit zwischen dem Leitmantel 3 und dem Aussenmantel 5 zurück und wird durch den Stutzen 6 in die nicht eingezeichnete Rück kühlanlage geführt.
Eine andere Ausführung einer Anode, bei welcher für das Kühlmittel ebenfalls eine hohe Geschwindigkeit geeignet ist, zeigt Fig. 2. Der Anodenkörper besteht hier un mittelbar aus der Oberfläche eines schrau benförmig aufgewickelten Metallrohres 7, dessen Windungen an wenigstens einer Stelle ihres Umfanges beispielsweise mittels eines metallischen. Haltebügels 8 untereinander elektrisch verbunden sind, damit die cinzel- neu Windungen nicht als störende Selbst induktion wirken.
Aus denselben Gründen hat es sich als nützlich erwiesen, die beiden zur Zu- und Abführung des Kühlmittels die nenden Rohrstutzen 9, 10 noch im Innern der Röhre etwa bei 11 metallisch miteinander zu vereinigen und gemeinsam aus dem Hoch vakuumraum nach aussen zu führen. In den Ausführungen nach Fig. 1 und 2 werden die metallischen Kühlleitungen gleichzeitig als Stromzuführung verwendet.
Die kräftige Kühlung der wirksamen Anodenfläche bei schraubenförmig geführ tem Kühlmittel erlaubt eine wesentlich höhere Stromdichte und damit auch gerin gere Abmessungen der gesamten Röhre bei an sich gleichbleibender Verlustleistung ein zuhalten. Beispielsweise zwar es möglich, eine betriebsmässige Anodenbelastung von etwa, über 200 Watt pro cm= gegenüber etwa 50 Watt pro cm= für die bekannten wasser gekühlten Anoden zu erreichen. Als Folge der geringeren Abmessungen der Röhre, die mit Hinsicht auf die Verringerung der un vermeidlichen schädlichen Kapazitäten nur erwünscht ist, kommen nunmehr auch die Steuerelemente näher an die Kathode, so dass häufig die erhöhte thermische Emission der Gitter als störend empfunden wird.
Es wer den daher bei solchen Röhren Steuerelemente bevorzugt, die einen in den Entladungsraum eintauchenden U-förmigen, aus einem Metall rohr bestehenden Bügel enthalten, welcher ebenfalls von einem Kühlmittel durchflossen wird. In Fig. 1 trägt dieser Bügel 12 eine den Kathodenheizfaden 13 umgebende Gitter spirale 14, welche auf diese Weise hin reichend gekühlt ist, so da.ss nicht nur das Auftreten von thermischen Elektronen, son dern auch von Sekundärelektronen weit gehend vermindert wird.
Daraus ergibt sich ein- besonders hoher Gittereingangswider- stand, welcher bekanntlich für sehr kurz wellige Schwingungen von ausschlaggebender Bedeutung sein kann und wenigstens zur Verkleinerung der gitterseitigen Steuerlei stung beiträgt.
Es ist selbstverständlich möglich, auch mehrere Steuerelemente in der guter und für das Steuergitter diese Kühlung verwendet. Das gehühlt:c Steuergitter gestat tet ferner eine Bauart, hei welcher die Faden kathode 13 über eine Feder 15 und einen Iso- lierring 16 unmittelbar gegenüber dem Bügel 12 gespannt und abgestützt \-erden kann, wo durch sich bei verschiedenen Röhren der selben Bauart äusserst gleichmässige elek trische Eigenschaften erzielen lassen.
Eine weitere Folge der guten Kühlung der Anode ist, dass diese bei der Bauart nach Fig. 1 teilweise in den Röhrenkopf 17 ein tauchen darf, ohne dass eine zu starke ther mische Beanspruchung dieses gewöhnlich aus Glas oder keramischem Werkstoff bestehen den Röhrenkopfes zu befiirchten ist. Der Röhrenkopf wird hierbei zur Verminderung von Streukapazitäten unmittelbar als Isolator -ebildet und zwischen der Anode und dem <B>i</B> aus,., metallischen Gitterflansch 18 angeordnet.
In Fig. 1 ist eine auseinandernehmbare Röhre angegeben, welche während ihres Betriebes mit. einer Hochvakuumpumpe verbunden ist Der Röhrenkopf 17 und die weiteren Zwi schenisolatoren 1.9 werden mit den Metall teilen lediglich verkittet. Für die Zwi schenisolatoren 19 und für den Röhrenkopf 17 kann man daher hochwertige Quarzgläser nehmen, welche bekanntlich mit- Metall nur über Zwischengläser von verhältnismässig schlechten elektrischen Eigenschaften ver schmolzen werden könnten.
Wegen den Kitt stellen 20 und um etwaige Wärmestrahlun gen von der Kathode aus unschädlich zu machen, versieht; man ausserdem die Ka thodenflansche 21 mit einer zusätzlichen Kühlvorrichtung, die bei kleineren Röhren aus Kühlfahnen besteht, bei grösseren Röhren hingegen riiig-fi5rmige Kühlkanäle 22 enthält, durch die ein Kühlmittel fliesst.
Wegen der grossen Überlastbarkeit sol cher Röhren wird bei den abgeschmolzenen Typen der oberste Kathodenflansch 23 in Fig. 3 rohrartig verlängert. 9.n dieses grö ssere Rohr setzt das kleilnere Evakuierrohr ?4 an, welches nach der Entgasung und Get- terung der Röhre zusammengequetscht und zum Beispiel mit Hartlot vakuumdicht ver schlossen wird.
Ist im Laufe der Zeit eine Kathode ausgebrannt, dann schneidet man das Rohr 23 auf, hebt die Kathodenträger 26 mit der Kathode nach Lösen der Schrauben 25 einschliesslich der im Durchmesser ge staffelten Scheiben 27 heraus und ersetzt die schadhafte Kathode. Nach dem Einsetzen der Kathode wird ein neuer Deckel mit Eva- kuierrohr auf das Rohr 23 aufgeschweisst un;3 die Röhre ausgepumpt und abgeschmolzen. In gleicher Weise ist es auch möglich, das Gitter auszuwechseln, indem man die Scheibe 28 losschraubt.
In Fig. 3 sind die Gitter und Kathodenflanschen 30 mit leicht iveg- nehmbaren Kühlringen 29 versehen. Der Röhrenhals nach Fig. 3 kann selbstverständ lich auch für nicht abgeschmolzene Typen verwendet werden, wenn aus irgendwelchen Gründen Kittstellen nicht erwünscht sind. Bei Röhren mit mehreren Gittern und haupt sächlich bei Schirmgitterröhren für Schwin gungen unter 5 m Wellenlänge kann es häufig vorteilhaft sein, den Schirmgitter anschluss nicht auf der Seite der Kathoden- und Steuergittereinführungen,
sondern auf der axial entgegengesetzten Seite der Röhre anzuordnen. Zur Auswechselbarkeit das Schirmgitters sind dabei durchaus dieselben baulichen Massnahmen anwendbar, wie sie bisher für das Steuergitter angegeben wur den. So kann zum Beispiel bei der Röhre in Fig. 1 das untere Ende der Anode über einl@ rohrförmiges Isolierstück in einen weiteren Röhrenhals nach Fig. 3 übergehen, welcher in der angegebenen Weise ein gegebenenfalls gekühltes und auswechselbares Schirmgitter nebst seinem Anschluss trägt.
Ferner ist es möglich, bei Röhren mit Anoden nach Fig. 2 die Anodenzuführung im Glaskolben seitlich, also im rechten Winkel zur Röhrenachse an zuordnen, während das Steuergitter und die Kathodenanschlüsse auf der einen, das Schirmgitter auf der in der Achsrichtung gegenüberliegenden Seite der Röhre befestigt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Hochvakuum - Glühkathodenröhre, deren Anode mit Wasserkühlung ausgerüstet ist. dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel den Anodenkörper in schraubenförmigen Bahnen mit einer 4 m/sec. übersteigenden Geschwindigkeit bestreicht. UNTERANSPRüCHE 1. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode auf ihrer vom Ent ladungsraum abgewandten Seite schrau benförmige Kühlrippen aufweist, welche in Verbindung mit einem über den Kühl rippen angeordneten, satt anliegenden.Leitmantel den Verlauf des Kühlmittels um die Anode festlegen. 2. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass ein Aussenmantel den Leitmantel derart umgibt, dass das Kühlmittel mit höherer Geschwindigkeit zunächst in schraubenförmigen Bahnen zwischen Anode und Leitmantel geführt ist, beim Verlassen der schraubenförmigen Bah nen umgelenkt wird und anschliessend zwischen Aussenmantel und Zwischen mantel mit kleinerer Kühlmittelgeschwin- digkeit in axial umgekehrter Richtung durchströmt. 3.Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Anodenkörper unmittelbar die Oberfläche eines schraubenförmig auf gewickelten Metallrohres dient, welches vom Kühlmittel durchflossen wird. 4. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die einzelnen Windungen des Metallrohres an wenigstens einer Stelle ihres Umfanges untereinander elektrisch leitend verbunden sind. 5.Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zur Zu- und Abführung des Kühlmittels dienenden Rohrstutzen des Anodenkörpers im Innern der Röhre metallisch miteinander verbunden, ge meinsam aus dem Hochvakuumraum nach aussen geführt und als Stromzufüh rung zur Anode gebracht werden. 6.Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass wenigstens ein zwischen der Kathode und der Anode angeordnetes Steuerelement einen in den Entladungs raum eintauchenden U-förmigen, aus einem Metallrohr bestehenden Bügel ent hält, welcher zwecks Kühlung des Steuer elementes von einem Kühlmittel durch strömt wird. 7. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass auf dem Bügel eine die Kathode umgebende Gitterspirale befestigt ist. B. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass sämtliche Steuerelemente zwi schen Anode und Kathode wenigstens zum Teil mittelbar gekühlt werden. 9.Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode über eine Feder ge spannt wird, die am gekühlten Gitter rahmen mittels eines isolierenden Zwi schenstückes befestigt ist. 10. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode wenigstens teilweise in den aus einem Isolierstoff bestehenden Röhrenkopf eintaucht. 11. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich- net, dass der Röhrenkopf unmittelbar als Isolator zwischen der Anode und dem metallischen Gitterflansch angeordnet ist. 12.Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeich net, dass auf dem Gitterflansch mittels isolierender Zwischenstiicke Flansche für die Kathodenzuführungsleitungen auf gesetzt werden. 13. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass wenigstens auf den dem Röhren kopf zunächst liegenden Flanschen Kühlvorrichtungen vorgesehen sind. 14.Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass der äusserste Kathodenflansch eine rohrartige Verlängerung trägt und Mittel vorgesehen sind, um bei abge schnittener Rohrverlängerung wenigstens die Kathode herausnehmbar zu gestalten. 15. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Röhren mit einem Schirmgitter der Schirmgitteranschluss nicht auf der Seite der Kathoden- und Steuergitterein- führungen, sondern auf der axial gegen überliegenden Röhrenseite angeordnet ist.16. Hochvakuum - Glühkathodenröhre nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeich net, dass die Anodeneinführung seitlich erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE211726X | 1938-10-19 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2821687A1 (de) * | 1977-05-19 | 1978-11-30 | Int Standard Electric Corp | Leistungsroehre mit magnetischer strahlfuehrung |
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1939
- 1939-09-05 CH CH211726D patent/CH211726A/de unknown
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