CH212004A - Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremdzündung. - Google Patents
Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremdzündung.Info
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Description
Einspritzbrenukraftmaschine mit Fremdzündung. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremdzün dung. Zweckmässig erfolgt dabei die Ein spritzung des Brennstoffes während des Saughubes der Maschine. Es hat sich gezeigt, dass eine Ursache des Klopfens bei solchen Maschinen darin besteht, dass bei gründ licherer Brennstoffvernebelung und Anreiche rung der Verbrennungsluft mit Brennstoff durch eine einzige Einspritzdüse immer noch im Brennraum, hauptsächlich in der im Ein- spritzschatten nahe der Düsenmündung lie genden Zone, ein sogenanntes mageres, brenn stoffarmes Gemisch vorhanden ist.
Vermut lich eilt nun, wenn die Zündung in der Zone mit dem brennstoffreicheren Gemisch an den Zündkerzenelektroden einsetzt, der Verbren nungsflamme eine Druckwelle voraus, welche das hochexplosible brennstoffärmere Gemisch vorzeitig zur Entzündung bringt. Diese Ini tialzündung verursacht dann ein unerwünsch tes Klopfen mit seinen an sich bekannten unliebsamen Begleiterscheinungen. Die An ordnung von zwei Einspritzdüsen macht .die scharfe Umlenkung von Brennstoffstrahlen g o egen die Wand, an welcher die Düse an geordnet ist, überflüssig.
Bei Viertaktmaschinen ist die Anordnung von zwei Düsen zur Ein=spritzung des Brenn- stoffes während des Saughubes, also zu einer Zeit grosser Unruhe in bezug auf .die Luft und Gemischbewegung im Zylinder insofern günstiger als die Anordnung einer einzigen Düse mit einer ,grösseren Anzahl gerichteter Einspritzstrahlen, als die Einspritzstrahlen den g,-samten Brennraum zur Erzielung eines ,
gleichmässigen Gemisches bestreichen.
Den obigen Erkenntnissen folgend, be steht die vorliegende Erfindung darin;, dass mindestens zwei Einspritzdüsen in solcher Anordnung und Ausbildung vorgesehen sind, dass ihre Einspritzstrahlen den gesamten Brennraum zur Erzielung eines gleich mässigen Gemisches bestreichen. Es entsteht dabei also an keiner Stelle eine Zone mnit einem mageren Brennstoffluftgemnisch.
Neben bei wird durelh die gleichmässigere Anrei cherung der Verdichlungsluft fmnit Brennstoff eine günstigere Verbrennung erzielt, was sieh in der Weise auswirkt, dass die Brennkraft- maschine bei gleich grosser Leistung mit einem ausserordentlich geringen Brennstoff verbrauch betrieben werden kann. Die erzielte Brennstoffersparnis ist erheb lieh. Vorausbesetzt, dass mindestens zwei Diüsen vorhanden sind, ist an sich die Anzahl der Düsen und Zündkerzen unbegrenzt. Es kön nen auch zwei Ditsen und eine Kerze an geordnet sein.
Als besonders zweckmässig hat sich erwiesen, zwei Kerzen und zwei Düsen anzuordnen, und zwar so, dass jeweils eine, Kerze und eine Düse auf der Ansauge- lund Auspuffseite einander gegenüber, und jeweils eine Kerze und eine Düse unmittelbar neben einander liegen. Zweckmässig ist dabei wei terhin jeweils die Kerze auf der einen Seite gegenüber der Einspritzdüse auf der andern Leite derart anzuordnen, dass die Elektroden von einem Brennstoffstrahl dieser Düse un mittelbar getroffen werden. Sind dabei Ven tile vorhanden, so sind Brennstoffstrahlen beider Einspritzdüsen auch gegen diese Ven tile gerichtet, welche durch den an ihnen verdampfenden Brennstoff gekühlt werden.
Besonders zweckmässig gestaltet sich die Erfindung, wenn die Maschine mit Leicht brennstoffen, wie Benzin, arbeitet, wobei die Verdichtung derart zu wählen ist, dass die Verdichtu gstemperatur unterhalb der Selbst zündungstemperatur des betreffenden Leicht- lbrennstoffes liegt. so dalss eine Fremdzündung des entstehenden Gemisches vorgesehen sein kann. Besonders vorteilhaft ist ferner eine Einspritzung des Brennstoffes während des Saughubes, des weiteren die Anordnung zweier zur Zündung des erzeugten Gemisches dienender Zündkerzen.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausfiihrungsbeispiel schematisch dar gestellt, und zwar zeigen: Fig. l einen mit einem Ein- und Auslass ventil, mit zwei Zündkerzen und zwei Ein spritzdüsen ausgestatteten Brennkraftmaschi- nenzylinder des Beispiels im Fig. 2 einen Querschnitt durch den Zy linder nach Fig. 1, Fig. 3 ein Lineardiagramm für eine Vier taktmaschine und Fig. 4 ein Lineardiagramm für eine Zwei- ta ktmaschine.
In den Fig. 1 und 2 kennzeichnen a den Zylinderraum, b und b' je eine Brennstoff ein spritzdüse, e und e' je eine Zündkerze, d, d' zwei Einlass- und e, e' zwei Auslass ventile. Bei demn gewählten Ausführungsbei spiel liegen die zwei Einspritzdüsen diametral einander gegenüber, und es sind die Ein- spritzdüsen und Zündkerzen jeder Zylinder seite unmittelbar nebeneinander angeordnet (Fig. 2). Weiterhin liegt jeweils eine Zünd kerze einer Einspritzdüse derart gegenüber, dass die Zündelektroden der Kerzen von einem Brennstoffstrahl unmittelbar getroffen wer den, wie zum Beispiel die Fig. 1. Bezugs zeichen f, zeigt.
Weitere Brennstoffstrahlen sind so über den Brennraum verteilt, dass der ganze Brennraum gleichmässig mit Brenn stoff versorgt und eventuell auch der Kol- hen durch den aufgespritzten und dort ver dampfenden Brennstoff gekühlt wird. Wie die Fig. ? zeigt, erzeugen die beiden Ein- spritzdiisen ein dichtes Netz von sieh kreu zenden Brennstoffstrahlen, welches die Bil- elung von (lern. Verbrennungsvorgang schäd lich beeinflussenden Magergemischzonen aus schliesst.
Es können die Brennstoffstrahlen sich kreuzen oder einander treffen. Insbeson dere erfolgt. die Einspritzung derart, dass die dein Einspritzdüsenmündungen benachbarten Zonen des Brennraumes wirksam mit Brenn stoff angereichert werden. Durch die Doppel anordnung der Kerzen wird weiterhin be wirkt.
dass die Zündung an zwei gegenüber liege nden Kerzen gleichzeitig einsetzt und die Ezplasions-druckwellen sich in der Brenn- rauniniitte über dem Kolben treffen. Auf diese Weise wird der Kolben günstig zen tral beansprucht. Sind zwei Ein- und Aus- lassventile vorgesehen, wie zum Beispiel in Fig. 2 durch die Bezugszeichen d, d' bezw.
e, e'; angedeutet ist, so ist Sorge zu tragen, dass alle vier Ventilkörper unmittelbar von Brennstoffstrahlen getroffen und durch den verdampfenden Brennstoff gekühlt werden. Dies wird dadurch erreicht, dass die Düsen den Ventilen gegenüber entsprechend an geordnet werden.
Zweckmässig sind Mittel vorgesehen, um die Brennkraftmaschine in solcher Weise zu betreiben, dass noch während des Ansauge hubes, und zwar knapp vor Schluss, bei Schluss oder mehr oder weniger nach Schluss der Auslassöffnung, also im. Bereiche des Schliessens dieser Öffnung eingespritzt wird, wobei sich die Ein- und die Auslassperiode zweckmässig weitgehend überschneiden, zum Beispiel in den Grenzen zwischen 40 bis 140 Kurbelwinkelgraden.
Die Fig. 3 zeigt das Diagramm für Vier taktbetrieb.
Es entspricht die Linie X-X zwei vollen Umdrehungen der Kurbelwelle, den Arbeits hub I, den Spülhub II, den Ansaugehub III und den Verdichtungshub IV einschliessend. To bezeichnet jeweils die obere und Tu die untere Totlege des Arbeitskolbens. A' kenn zeichnet das Öffnen und A" das Schliessen des Auslassers. Entsprechend kennzeichnet E' das Öffnen und E" das Schliessen des Ein- lassers. Bei Z erfolgt die Zündung durch den überspringenden Funken.
Wie die Fig. 3 zeigt, überschneiden sich die Aus- und Einlassperiode im Bereiche x des obern Totpunktes zwischen dem Spül hub II und dem Ansaugehub III. In dem Augenblick, in welchem die Auslassöffnung bei A" geschlossen wird, setzt der Einspritz- vorgang bei S' ein und endigt bei S". Durch die grosse Übersehneidung x wird eine gute Spülwirkung erzielt. Ein Verlust an Brenn stoff ist durch die späte Einspritzung aus geschlossen. Es kann der Einspritzvorgang auch später beginnen und früher oder später endigen, als durch die Fig. 3 angedeutet ist. Der Grenzfall des Einspritzbeginnes ist ge- geben, wenn der Einsspritzvorgang unmittel bar vor dem Schliessen der Auslassöffnung erfolgt.
Wie weit dies ohne Brennstoffver lust möglich ist, hängt von der Art des be nutzten Spülverfahrens ab bezw. davon, wel chen Weg die eingespritzten Brennstoffteil chen, durch die Spülluft mitgerissen, von der Einspritzdüse bis zur Auslassöffnung zu rückzulegen haben. Wesentlich ist, dass der Brennstoff nicht mehr durch die geöffnete Auslassöffnung in den Auspuff gelangen kann. Die Fig. 4 zeigt das Diagramm für Zwei taktbetrieb.
In dieser Figur entspricht die Linie X-X einer Umdrehung der Kurbelwelle und die Aus- und Einlasszeiten A', A", E', E" wer den symmetrisch zum untern Totpunkt<I>Tu</I> zwischen Expansionshub I und Verdich tungshub II zum Beispiel durch den Kolben gesteuert. Die Brennstoffeinspritzung 8'-S" vollzieht sich ebenfalls nach Schluss der Aus lassöffnung, und die Zündung erfolgt bei Z.
Besondere Umstände können es zweck mässig erscheinen lassen, die Brennstoffein- spritz-düsen zur Zylinderachse, vorzugsweise nach unten geneigt, anzuordnen.
Als beste Anordnung hat sich erwiesen, dass die an der Ansaugseite des Zylinders angeord nete Brennstoffeinspritzdüse einen Winkel von etwa<B>220'</B> mit der Zylinderachse ein schliesst, während für die auf der Auspuff seite liebende Einspritzdüse eine Wahl zwi schen 1,5-45' offen ist. Eine Neigung von 45' hat sich als besonders günstig erwiesen. Zweckmässig kann es im Rahmen der Erfin- dutng weiterhin sein,
die Düsenmündungen vor dem Explosionsdruck und vor der heissen Explosionsflamme zu schützen, um das Spritzbild der Düsen nach Möglichkeit stets genau gleich zu halten.
Dies geschieht in einfacher Weise dadurch, dass man die Düsenmündungen so tief unter :dem obern Kolbentotpunkt (in solcher Hubhöhe vordem innern Kolbentotpunkt) anordnet, dass der Kolben im Augenblick der Zündung -die Düsenmündungen überdeckt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung, gekennzeichnet durch mindestens zwei Brennstoffeinspritzdüsen in solcher An ordnung und Ausbildung, dass ihre Einspritz- strahlen den gesamten Brennraum zur Er zielung eines gleichmässigen Gemisches be streichen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff wäh rend des Saughubes der Maschine ein gespritzt wird. 2.Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leichtbrennstof f eingespritzt wird und die Verdichtung derart gewählt ist, dass die Verdich tungstemperatur unterhalb der Selbst zündungstemperatur des Leichtbrenn stoffes liegt. 3. Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzdüsen den Kerzen gegenüber derart angeord net sind, dass die Elektroden der letz teren von den Brennstoffstrahlen un mittelbar getroffen werden, um eine wirksame Zündung mit Sicherheit an dieser Stelle zu erzielen. 4.Einspritzbrennkraftmasehine mit Fremd zündung nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, mit Ein- und Auslassven tilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzdüsen den Ventilen gegenüber derart angeordnet sind, dass die Ventil körper von den Brennstoffstrahlen un mittelbar getroffen und durch den ver dampfenden Brennstoff gekühlt werden. 5. Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einspritzdüsen auf der Ansauge- und Auspuffseite des Brennraumes ungefähr diametral ein ander gegenüberliegend und jeweils un- mittelbar neben jeder Einspritzdüse eine Zündkerze angeordnet ist. (i.Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dlass die Einspritzdüsen unter einem spitzen Winkel zur Zylin derachse gegen den Zylinderboden ge neigt sind. 7. Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzdüse an der Auspuff seite mit der Zylinderachse einen Winkel von etwa 20' und die Einspritzdüse an der Ansaugeseite einen solchen zwischen 15-45' einschliesst. B.Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzdüsen mündungen in solcher Hubhöhe vor dein innern Totpunkt des Arbeitskolbens am Zylindermantel des Brennraumes an geordnet sind, dass sie im Augenblick der Zündung durch den Kolben abgedeckt werden und so vor dem Explosionsdruck geschützt sind. 9.Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 3 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um im Laufe des Ansaugehubes, und zwar im Bereiche des Schliessens der Auslassöffnung einzuspritzen, derart, dass sich die Ein- und die Auslassperiode in den Grenzen zwischen 40 bis 140 Kurbel- inhclgradi.n ül>trschneiden. ;v 1.0. Einspritzbrennkraftmaschine mit Fremd zündung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 3 biss 9, dadurch C#e- kennzeiehnet, dass der Brennstoff derart eiiige,pritzt wird, dass die Brennstoff strahlen sich kreuzen und eine Brenri- stoffanreieherung der Brennraumzone in der Nähe der Düsenmündungen erfolgt.
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