CH212020A - Selbsttätiger Regler, insbesondere Geschwindigkeitsregler. - Google Patents
Selbsttätiger Regler, insbesondere Geschwindigkeitsregler.Info
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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Description
Selbsttätiger Regler, insbesondere Geschwindigkeitsregler. Es sind Regelungseinrichtungen, insbeson dere für die Geschwindigkeitsregelung von Turbinen bekannt, die zwecks Erreichung eines pendelungsfreien Betriebes im Leerlauf der Maschinengruppe die Rückführung ver grössern. Diese Vergrösserung der Rückführung wirkt sich aber auf die Regelungsgeschwin digkeit ungünstig aus und wird deshalb mög lichst bald wieder freigegeben, so dass fast über dem ganzen Belastungsbereich mit nor maler Rückführung gearbeitet wird.
Beson ders bei Geschwindigkeitsreglern für Wasser- und Dampfturbinen zeigt es sich, dass nicht nur der Betrieb im Leerlauf eine grössere Rückführung verlangt, sondern auch bei be lasteten Maschinen kleine Belastungsschwan kungen gerne Pendelungen anregen. Bei den bekannten Regelungseinrichtungen muss des halb die Rückführung verhältnismässig gross sein, um über den ganzen Bereich stabilen Betrieb zu erhalten. Es ist bekannt, dass mit der Vergrösserung der Rückführung wohl der Betrieb stabiler, jedoch auch die Regelungs geschwindigkeit kleiner wird.
Gemäss vorliegender Erfindung, die sich auf einen selbsttätigen Regler, insbesondere Geschwindigkeitsregler bezieht, ist derselbe mit einer Vorrichtung versehen, die bewirkt, dass bei Regelungsbewegungen, die ein ge wisses Mass nicht überschreiten, die Rück führung des Steuerorganes vergrössert wird und diese Vergrösserung der Rückführung nach einem dieses Mass überschreitenden Regelungs weg wieder aufgehoben wird. Dieses hat den Vorteil, dass bei kleinen Regelungsbewegun gen sowohl im Leerlauf als auch bei Voll- last eine grosse Rückführung wirksam ist, während bei grossen Regelungsbewegungen, wo insbesondere eine grosse Regelungs geschwindigkeit wichtig ist, vorwiegend eine kleine Rückführung wirkt.
Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel eines selbsttätigen Reglers mit den Merkmalen der Erfindung, und zwar in Anwendung bei einem Geschwindigkeitsreglerfüreine Wasserturbine. Das Fliehkraftpendel 1 wirkt bei einer Ge schwindigkeitsänderung auf das Ventil der Vorsteuerung z. Bei einem Drehzahlabfall zieht die Feder 2' der Vorsteuerung den He bel 3 uni den Drehpunkt 4 nach oben und verstellt das Ventil der Hauptsteuerung 5.
Dadurch wird eine entsprechende Menge Druclz- öl, das durch eine Pumpe bei P hinein- gepresst wird, zum Oldruckservoinotor 6 ge leitet. Der Drehflügel desselben setzt sich in Bewegung und verdreht die Regelungswelle 7, wodurch der Leitapparat 8 in öffnendem Sinne verstellt wird. Gleichzeitig beginnt der Rück führungsvorgang.
Der Zylinder 9 der Rückführungsvorrich tung ist fest angeordnet, mit Öl gefüllt und aussen ebenfalls von Öl umgeben. Mit der Rückführstange 10 ist ein Kolben 11 ver bunden, während ein demgegenüber kleinerer Kolben 12, dessen Hülse 12a in den Kolben 11 hineingeschoben ist, mit dein Hebel 3 ge lenkig verbunden ist. Die gezeichnete gegen. seitige Mittelstellung der beiden Kolben 11 und 12, bei welcher Schlitze 13 des grossen Kolbens und Schlitze 14 der Hülse 12a des kleinen Kolbens gegeneinander verschoben sind, wird durch eine Doppelfederbüchse 15 hergestellt.
Der Abstand der Schlitze 13 und 14 in axialer Richtung kann verstellbar ge macht sein, so dass der Regelungsweg, auf welchem die vergrösserte Rückführung wirken soll, eingestellt werden kann. Die Form der Schlitze 13, 14 kann derart sein, dass eine fortgesetzte Veränderung des Durchflusses zwecks stetiger Veränderung der Rückfüh rung sich ergibt. 16 ist die 'Unglaufleitung des Zylinders 9, deren Durchlass mittels des Hahnes 17 regelbar ist, womit der Über regelungsgrad eingestellt werden kann. Durch Öffnungen 23 in der Wandung des Zylinders 9 kann das Öl ein- und ausströmen.
Mit der Bewegung der Regelungswelle beginnt folgender Rückführvorgang: Die Rück- führstange 10 drückt den grossen Kolben 11 nach unten; der Hahn 17 sei fast ganz ge schlossen, so dass der Ölausgleich mir sehr langsam erfolgen kann. Durch hydraulische Druckwirkung wird der kleine Kolben 12 um einen im Verhältnis der beiden Kolbenflächen grösseren Weg als der Kolben 11 nach unten bewegt, wobei sich die Federbüchse 15 dem entsprechend verlängert.
Dadurch kommt eine um ein Vielfaches vergrösserte Rückführung zustande. Nach dein Regelungsvorgang bringt die Federbüchse 15 die beiden Kolben 11 und 12 wieder in die Mittelstellung zurück. Bei grösseren Regelungsbewegungen werden die beiden Kolben 11 und 12 so weit gegenein ander verschoben, dass die Schlitze 13 und 14 zur Übereinstimmung kommen, so dass durch Öffnungen 14a der Hülse 12a, durch den entstandenen Durchlass 13, 14 und durch die oberhalb des Kolbens 11 liegende Öffnung 23 gerade soviel Öl abfliesst,
dass die Gegenkraft der in diesem Zustand gespannten Federn in der Büchse 15 noch überwunden wird. In diesem Zustande hat der kleine Kolben 12 dieselbe Geschwindigkeit wie der grosse Kol ben 11, das heisst es besteht die kleinste Rückführung.
Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbei spiel der Erfindung. An Stelle des Fliehkraft pendels ist ein elektrisches, frequenzempfind- liches Messorgan 20 angewendet.
Die Rück führung der Hauptsteigerung erfolgt mittels einer starren Stange 21, während die ver änderliche Rückführbewegung auf ein elek trisches Glied 22, das beispielsweise ein ohni'scher Widerstand, eine Induktivität, eine Kapazität oder dergleichen sein kann, über tragen wird, so dass durch Beeinflussung des Messorganes die Rückführung der Vorsteue- rung bewirkt wird.
An Stelle der elektrischer) Übertragung der Rückführung auf das Steuerorgan ist ohne weiteres eine mechanische Übertragung mit tels einer Rückführfeder möglich. An Stelle des elektrischen Gliedes 22 tritt dann das Steuersystem 20 beziehungsweise das Über tragungsgestänge 24 und die Kraft wird mit tels der Rückführfedern 25 mechanisch auf das Steuersystem übertragen.
Es ist auch möglich, die vergrösserte Rück führung gleichzeitig sowohl mechanisch auf die Hauptsteuerung als auch elektrisch auf das Messorgan wirken zu lassen.
Um die Grösse der Rückführung einstell bar zu machen, kann zum Beispiel bei der Ausführung nach Fig. 2 die wirksame Arm länge des Hebels 26 veränderbar eingerichtet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Selbsttätiger Regler, insbesondere Ge schwindigkeitsregler, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einer Vorrichtung versehen ist, die bewirkt, dass bei Regelungsbewegungen, die ein gewisses Mass nicht überschreiten, die Rückführung des Steuerorganes vergrössert und diese Vergrösserung der Rückführung nach einem dieses Mass überschreitenden Regelungs weg wieder aufgehoben wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Regler nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Regelungsweg, auf welchem die vergrösserte Rückführung wir ken soll, durch Verschiebung der Schlitze für die Steuerflüssigkeit in der Rückfüh rungsvorrichtung veränderbar gemacht ist. 2.Regler nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass nach Ablauf des der vergrösserten Rückführung entsprechenden Regelungsweges die Verkleinerung der Rückführung durch besondere Formgebung der Schlitze für die Steuerflüssigkeit in der Rückführungsvorrichtung stetig erfolgt. 3. Regler nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Rückführungsbewe gung unmittelbar mechanisch auf das Steuerorgan wirkt. 4. Regler nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Rückführbewegung über einen ohm'schen Widerstand elek trisch auf das Messorgan wirkt. 5.Regler nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Rückführbewegung über eine Induktivität elektrisch auf das Messorgan wirkt. 6. Regler nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Rückführbewegung über eine Kapazität elektrisch auf das Messorgan wirkt. 7. Regler nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Grösse der Rück führung einstellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH212020T | 1940-08-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH212020A true CH212020A (de) | 1940-10-31 |
Family
ID=4447608
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH212020D CH212020A (de) | 1940-08-22 | 1939-07-12 | Selbsttätiger Regler, insbesondere Geschwindigkeitsregler. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH212020A (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2605095A (en) * | 1948-04-08 | 1952-07-29 | Gen Motors Corp | Engine governor with modifier |
| US2612958A (en) * | 1945-08-30 | 1952-10-07 | Gen Motors Corp | Hydraulically operated enginepropeller control |
| US2623598A (en) * | 1945-03-01 | 1952-12-30 | United Aircraft Corp | Rotor speed governor |
| US2626669A (en) * | 1948-07-08 | 1953-01-27 | Gen Motors Corp | Propeller control |
| US2661806A (en) * | 1948-02-27 | 1953-12-08 | Chrysler Corp | Control for propeller governor having delayed propeller speed regulation |
| US2700424A (en) * | 1948-07-28 | 1955-01-25 | Firestone Tire & Rubber Co | Governor system for rotorcraft |
-
1939
- 1939-07-12 CH CH212020D patent/CH212020A/de unknown
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2623598A (en) * | 1945-03-01 | 1952-12-30 | United Aircraft Corp | Rotor speed governor |
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