Scharnierband. Im Hauptpatent ist ein Scharnierband be schrieben, welches ein von zwei sich kreuzen den Hauptgelenkbändern gebildetes Haupt gelenk aufweist, wobei, in Richtung der Ge lenkachsen gesehen, je ein Ende jedes Bandes unmittelbar an je einer Scharnierbandplatte angelenkt ist, während je das andere Ende mit je einem Steuerband gelenkig verbunden ist, welches seinerseits vermittels je eines zweiten, dem ersten parallel liegenden Schar nierplattengelenkes mit der einen beziehungs weise mit der zweiten Scharnierplatte ver bunden ist, dergestalt,
dass das Hauptgelenk beim Schliessvorgang infolge der Doppel gelenkwirkung eine zwangsläufige Parallel verschiebung zu sich selbst ins Scharnier bandinnere ausführt. Dieses Scharnierband ist aus sechs Bestandteilen zusammengesetzt, ohne Einrechnung der Achsstifte, welche Be standteile in ihrer Form voneinander ver schieden sein können.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine weitere Ausbildung des im Haupt patent beschriebenen Erfindungsgegenstandes, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei der sechs Scharnierbandbestandteile genau die gleiche Form und dieselbe Ausbildung aufweisen.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der beiliegen den Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 1-6 je einen Querschnitt nach I-I, Fig. 7-12 je einen Querschnitt nach II-II, Fig. 13-18 je eine zugehörige Ansicht der einzelnen sechs Scharnierbestandteile ohne Gelenkbolzen.
Die erste Scharnierplatte 1 ist zwecks Befestigung an einem der zu verbindenden Teile mit den Schraubenlöchern 2 versehen. Das den genannten Schraubenlöchern näher gelegene Scharniergelenk weist drei über die Scharnierplatte vorstehende, gleichachsige Ge lenkösen 3 auf, welche vermittels der da zwischenliegenden Aussparungen 4 voneinan der getrennt sind und wobei die oberste Gelenköse 3 halb so lang ist als die beiden andern, während die beiden obern Ausspa rungen 4 ebenfalls halb so lang sind als die untern Gelenkösen 3. Die unterste Aussparung 4 ist halb so lang als die beiden obern.
Das den Schraubenlöchern 2 entfernter gelegene Scharniergelenk weist ebenfalls drei über die Scharnierplatte 1 vorstehende, gleichachsige Gelenkösen 5 auf, welche den Aussparungen 4 symmetrisch gegenüberliegen und von glei cher Länge sind wie die sie trennenden Aus sparungen 6. Die oberste Aussparung 6 ist halb so lang wie die untere. Die unterste Gelenköse 5 weist die gleiche Länge auf wie die oberste Aussparung 6. Die Anordnung dieses Scharniergelenkes ist also so getroffen, dass den Gelenkösen 5 die Aussparungen 4 und den Gelenkösen 3 die Aussparungen 6 gegenüberliegen.
Das erste Steuerband 7 weist beidseitig symmetrisch angeordnete, von den Ösenbän- dern 10 gebildete Gelenkösen 8 und 9 auf, welche so angeordnet sind, dass die Ösen bänder 10 in die Aussparungen 4 der Schar nierplatte 1 hineinpassen, woraus sich ergibt, dass die zwischen den Ösenbändern 10 vor handenen Abstände doppelt so lang sind als jene. Ebenso ergibt sich, dass das unterste Ösenband 10 halb so lang ist wie die obern, während die oberste Aussparung des ersten Steuerbandes halb so lang ist wie die untern.
Vermittels der am Steuerband 7 vorgesehe nen Anscblagleisten 11 wird verhindert, dass das Scharnierband über eine Öffnungsstellung hinaus schwenkbar ist. Das erste Hauptgelenk band 12 ist gemäss Fig. 3 und 9 abgewinkelt und weist drei Gelenklappen 13 auf, an deren Ende die abwärts gerichteter) Ösenbänder 14 mit gleichachsigen Ösen 15 angeordnet sind, welche Osenbänder 14 in die Aussparungen 6 der Scharnierplatte 1 passen und zu diesem Zwecke durch die Aussparungen 16 vonein ander getrennt sind.
Die Einteilung der Ösen bänder 14 und der Aussparungen 16 erfolgt entsprechend derjenigen des Scharniergelenkes 5, 6, aus welchem Grunde der oberste Gelenk lappen 13, sowie die unterste Aussparung 16 halb so lang sind als die übrigen unter sich gleichlangen Gelenklappen 13 und Ausspa rungen 16. In der Lappenbasis, welche un gefähr in der Breitenmitte des Hauptgelenk- barrdes 12 liegt, sind die Hauptgelenkösen angeordnet.
Den Aussparungen 16 symme trisch gegenüber sind am andern Ende des Hauptgelenkbandes 12 Ösenbänder 18 vor gesehen, welche durch die Aussparungen 19 voneinander getrennt sind, wobei die beiden untern Aussparungen halb so lang sind als die beiden obern Ösenbänder 18. Das unterste Ösenband 18 ist halb so lang als die obern Ösenbänder 18. Die oberste Aussparung 19 ist halb so lang als die beiden untern.
Das zweite Hauptgelenkband 12' weist genau dieselbe Form und dieselbe Ausbildung auf wie das erste Hauptgelenkband 12; für die Montage des Scharnierbandes ist es aber gemäss Fig. 4, 10 und 16 in einer gegenüber dem ersten Hauptscharnierband um 180 Grad gedrehten Lage zu verwenden. Demgemäss ist es also mit Gelenklappen 13', Ösenbän- dern 14' und 18', Ösen 15', Aussparungen 16' und 19' und Hauptgelenkösen 17' aus gerüstet.
Das zweite Steuerband 7' stimmt in Aus bildung und Form mit dem ersten Steuerband 7 genau überein und wird gemäss Fig. 17 zur Montage in einer zu diesem um 180 Grad gedrehten Lage verwendet. Demzufolge weist es die entsprechenden Gelenkösen 8' und 9', Ösenbänder 10' und Anschlagleisten 11' auf.
In einer gegenüber der ersten Scharnier platte 1 um 180 Grad gedrehten Lage wird die zweite Scharnierplatte 1' von gleicher Form und gleicher Ausbildung montiert, die analog mit Schraubenlöchern 2', Gelenkösen 3' und 5', Aussparungen 4' und 6' ausge rüstet ist.
Die Zusammensetzung der in Fig. 1 bis 18 dargestellten Bestandteile zum verwen dungsfähigen Scharnierband erfolgt in der im Hauptpatent beschriebenen Art und Weise.
Ohne vom Wesen der vorliegenden Er findung abzuweichen, kann ein und dasselbe, im Ausführungsbeispiel mit je drei in der selben Achse liegenden Gelenkabschnitten ausgerüstete Scharniergelenk mehr oder weni ger solcher Gelenkabschnitte aufweisen.
Fabrikationstechnisch bedeutet es eine grosse Vereinfachung, dass von den sechs Be- standteilen (ohne Einrechnung der Achsstifte) je zwei die gleiche Form und die gleiche Ausbildung aufweisen.