Einrichtung zum Verbinden von zwei Teilen. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verbinden von zwei Teilen, wie zum Beispiel einen Behälter mit dessen Deckel, zweier Röhren usw., mittels Zungen, die zum Herstellen der Verbindung hinter einen rippenartigen Vorsprung gebogen wer den.
Derartige Zungen sind zwar bereits be nützt worden, jedoch liegen sie so, dass ihre Umbiegungslinie parallel zur Längsrichtung des Vorsprunges liegt.
Erfindungsgemäss bildet diese Umbie- gungslinie der Zungen einen Winkel gegen die Längsrichtung des Vorsprunges.
Die beigefügte Zeichnung zeigt eine An zahl Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes im Fall der Verbindung eines Behälters mit seinem Deckel, und ein Aus führungsbeispiel im Fall der Verbindung zweier rohrförmiger Körper.
Fig. 1 zeigt schaubildlich den obern Teil des Behälters mit einem aufgesetzten kapsel förmigen Deckel. Die Fig. 2 und 3 zeigen eine ähnliche Ausführungsform des Deckels im Schnitt und von der Seite gesehen.
Die Fig. 4 bis 6 entsprechen einer wei teren Ausführungsform.
Die Fig. 7 bis 9 zeigen eine Ausfüh rungsform mit vorgebogenen Zungen.
Die Fig. 10 bis 13 und 14 bis 16 zeigen je eine weitere Ausführungsform.
Die Fig. 13a zeigt eine Ausführungsform einer ;Verbindung zweier Röhren.
Die Fig. 17 und 18 zeigen Ausführungs formen mit konvex bezw. konkav ausgebil deten Zungen.
Die Fig. 19 bis 26 zeigen verschiedene Zungenformen.
Die Fig. 27 zeigt eine lösbare Verbin dungsweise beider Enden eines zum Deckel gehörenden Ringes.
Die Fig. 28 und 29 zeigen schaubildlich eine Ausführungsform, bei welcher eine Öffnung für das Aufheben des Behälter vakuums vorgesehen sind. Die h'ig. 30 und 31 zeigen eine besondere Art die Zungen umzubiegen.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen teilweise dargestellten Behälter, der mittels eines kapselförmigen Deckels 2 mit ringförmiger Zarge 3 verschlossen ist. Ein ringförmiges Feld 4 der Zarge ist mit ausgestanzten Zun gen 5 versehen, um welche ein die Zungen 5 an den Behälter pressender Draht 6 gelegt ist. Die Spannung des Drahtes kann dabei auf beliebige Weise geschehen. Der darge stellte Behälter besitzt eine kreisrunde Öff nung, es ist aber selbstverständlich möglich den beschriebenen Verschluss bei Behältern mit Öffnungen von anderem Querschnitt an zuwenden.
Die Fig. 2 und 3 zeigen eine Ausfüh rungsform, bei der die durch Stanzen ausge schnittenen Zungen derart liegen, dass sie ineinandergreifen, das heisst dass die Spitze einer jeden Zunge über die darauffolgende Zunge greift. Die derart angeordneten Zun gen 5 werden dann unter einen Randwulst 7 des Behälters 1 hineingebogen, entweder jede für sich oder gemeinsam durch einen Spann draht oder Ring 6. Die Gestalt der einzelnen Zungen 5, die von ihrer Spitze aus zu ihrer Basis zu immer breiter werden, bewirkt, dass je mehr die Zungen hineingebogen werden, um so kräftiger der Deckel 2, mit dem in einer Rille 9 angebrachten Packungsring 8 gegen den Randwulst 7 des Behälters gepresst wird.
Um ein etwaiges Herabfallen des Drahtes 6 zu verhindern, ist der freie Rand der Zarge 3 bei 10 nach aussen umgebogen.
In den Fig. 4, 5 und 6 ist eine Ausfüh rungsform gezeigt, bei welcher die Zungen 5 in grösserem Abstand voneinander angebracht sind, so dass sie nicht mehr ineinandergreifen. Hier kann der Deckel 2 durch Hineinbiegen der einzelnen Zungen für sich angepresst werden.
In allen in den Fig. 7 bis 13 und 14 dar gestellten Ausführungsformen sind die Zun gen 5 derart gebogen, da,ss sie jeweils einen nach aussen über das Profil der Zarge vor stehenden Teil aufweisen, wie dies der Schnitt der Fig. 9 erkennen lässt. Ein um die Zarge gelegter Draht oder Ring presst dann auf die vorstehenden Teile. So zum Beispiel der Draht () der Ausführungsform gemäss Fig. 7 bis 9.
Statt die Zungen über die Oberfläche der Deckelzarge hinausragen zu lassen, kann der Spannring oder Draht mit Verdickungen oder 4noten versehen sein, die die Zungen unter den Flansch des Behälters pressen.
Fig. <B>10</B> zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der Deckel zweiteilig ist und aus einem Boden 2 mit einer darüber gestülpten unabhängigen Zarge 3 besteht. Ein Wulst 11 der Zarge dient dieser als Stütze auf dem Boden 2. Fig. 11 zeigt ein anderes Profil dieses Wulstes.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 12 zeigt wie ein Ring 6' mit konischer Innen fläche über die hervorstehenden Zungenteile geschoben werden kann, um diese radial nach innen zu verdrängen.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 13, bei welcher der Deckel auch zweiteilig ist, ist ein riiigförniiges Organ 3 vorgesehen, das zwei parallel verlaufende Reihenzungen und 51 aufweist, von denen die Zungen unter den Flansch 7 des Behälters 1 und die Zungen 5' über den Deckelboden 2 greifen.
Die Fig. 13a zeigt eine ähnliche Ausfüh rungsform wie die Fig. 13, doch sind hier die beiden zusammen zu verbindenden Teile je mit einem Flansch versehene Röhren.
Die Fig. 14 zeigt eine. Ausführungsform. bei der der Behälter 1 unterhalb der Zarge 3 mit einem ringförmigen Wulst 12 versehen ist, der den Deckel gegen unbeabsichtigtes Abstossen schützt. Durch Hineinstecken eines geeigneten Gerätes, z. B. einer -'Münze, zwi schen diesen Wulst 1 \? und die untere Kante des Deckels, läss; sich dieser letztere leicht abnehmen.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 1.5 be zieht sich auf einen mit einem Hals versehe- nen Behälter, wobei der Hals 3' mit Zungen 5 versehen ist, die beim Hineinpressen über einen äussern Wulst 7' des Deckels 2, dessen Zarge in den Behälterhals hineinpasst, grei fen. Der Deckel der Ausführungsform gemäss Fig. 16 ist flach, ohne Zarge ausgebildet. Die Zungen 5 sind in diesem Fall so ausge bildet, dass sie durch Hinunterpressen unter den Wulst 7 des Behälters greifen können und den Deckel 2 somit festhalten.
Ein so befestigter Deckel kann leicht entfernt wer den.
Wird das Einpressen der Zungen wie in den Ausführungsformen gemäss Fig. 1 bis 3 und 7 bis 11 durch Spannen eines losen Drahtes oder Ringes um die ringförmige Zarge vorgenommen, so wird die Kraft die das Einpressen der einzelnen Zungen be wirkt, um den Behälterumfang entlang nicht überall gleich sein, sondern am grössten in der Nähe der Stelle, wo die Spannkraft den Draht oder Ring angreift, und am kleinsten diametral zu dieser Stelle.
Um ein gleich mässiges Einpressen der Zungen dem ganzen Umfang entlang zu erreichen, kann der Ab stand zwischen den einzelnen Zungen von der Angriffsstelle der Spannkraft und zu beiden Seiten derselben von Zunge zu Zunge vergrössert werden, oder die Grösse der ein zelnen Zungen kann im selben Sinn abneh men.
Zum Offnen des Behälters kann ein Mes ser oder ein anderes geeignetes Gerät benutzt werden, z. B. ein flacher steifer Stab, der mit jedem Behälter geliefert werden kann, und den man im Zwischenraum zwischen Be hälterwand und Deckelzarge derart führen kann, dass die Zungen wieder zurückgebogen werden. Dieses Gerät kann winkelförmig ausgebildet und so geformt werden, dass der eine Schenkel des Winkels mit einem Haken versehen ist, der um die Deckelzarge greifen kann, während der andere Schenkel des Win kels einen Griff bildet zum Aufkippen des Deckels.
Das Offnungsgerät kann bei Nicht gebrauch am Behälter oder am Deckel be festigt werden, zum Beispiel über Zarge und Oberfläche des Deckels festgespannt werden, oder über die Zarge und in einer Vertiefung oder dergleichen in der Deckeloberfläche lie gen. Gibt man den Zungen ein nach aussen konvexes oder konkaves Profil, wie in Fig. 17 und 18 gezeigt, so lässt sich ein schärferes oder ein mehr nachgiebiges Anlegen der Zun gen gegen den Wulst des Behälters erreichen.
Die Fig. 19 bis 26 zeigen Beispiele ver schiedener Formen von Zungen. Je nach der Form und Auskragung des Wulstes des Be hälters und der gewünschten Greiferwirkung kann eine geeignete Form der Zungen ge wählt werden.
Die Zungen können in einer und derselben geschwächten Partie verschie dene Form haben und ihre Umbiegungslinien können verschiedene Schrägstellungen gegen die Längsrichtung der geschwächten Partie einnehmen. Es ist in dieser Weise auch mög lich, die Zungen derart auszubilden, dass sie gleichzeitig als Ornamentierung mit verschie dener Musterung wirken können.
Die Fig. 27 zeigt eine ringförmige Deckel zarge 3, die aus einem streifenförmigen Ma terial ausgeführt ist, und am einen Ende des Streifens eine Zunge 13 trägt, die durch einen Schlitz des andern Endes gesteckt und umge bogen werden kann, dass eine leicht zu lösende Verbindung der Streifenenden erreicht wird.
Fig. 28 zeigt, wie man durch eine Öff nung in der Zarge des Deckels den Packungs- ring 8 für ein geeignetes Gerät 14 zugänglich machen kann, um ein Vakuum im Behälter aufheben zu können. Fig. 29 zeigt wie mit tels einer Lippe 15 des Packungsringes, die durch die Öffnung in der Zarge des Deckels hinausragt, das Erreichen der Packung er leichtert werden kann.
Die Fig. 30 und 31 zeigen im Schnitt und von der Seite gesehen eine Ausführungs form, bei welcher das Verschliessen mittels eines herumgebogenen Teils 16 der untern Kante der Zungen 5 geschieht, der unter den Flansch 7 des Behälters 1 greift.
All die beschriebenen Beispiele zeigen, dass die verwendeten Zungen derart gerichtet sind, dass ihre Umbiegungslinie einen Winkel gegen die Längsrichtung des Vorsprunges bilden. Bei allen Beispielen ist der Winkel praktisch ein rechter, mit Ausnahme der Zun gen gemäss Fig. 22.