Katalytisches Feuerzeug. Die vorliegende Erfindung bezweckt die Verbesserung von katalytischen Feuerzeugen. Bekannte derartige Feuerzeuge besitzen einen Kat@lysatoT zum Anzünden von Zigaretten und dergleichen, wobei der Dampf von Alko hol oder einem andern flüchtigen Fluidum, weilches von einem aufsaugfähigen Materkl aufgenommen wird, dazu benutzt wird um auf den Katalysator eine Wirkung auszuüben, derart, -dass bei Anwesenheit von Luft dieser Katalysator zum Glühen gebracht wird.
Auf diese Weise ist es möglich, eine Zigarette oder dergleichen daran anzuzünden.
Das katalytische Feuerzeug gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass es ein Gehäuse besitzt, welches einen Brenn stoffbehälter umschliesst, ferner einen Kata lysator und ein Ventil für ein Brennstoffluft gemisch, das zwischen dem Katalysator und dem Brennstoffbehälter angeordnet ist. Zur Steuerung dieses Ventils ist ein von der Aussenseite des Gehäuses zugängliches Organ vorgesehen.
In der nachfolgenden Beschreibung ist der Erfindungsgegenstand an Hand der an- liegenden Zeichnungen beispielsweise er läutert.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht des kata lytischen Feuerzeuges in einer bevorzugten Ausführungsform; Fig. 2 ist eine Draufsicht von Fig. 1; Fig. 3 ist eine Bodenansicht desselben; Fig. 4 ist ein mittlerer Längsschnitt durch das Feuerzeug in Schliessstellung; Fig. 5 ist ein mittlerer Längsschnitt durch .das Feuerzeug in Betriebsstellung;
Fig. 6 ist eine Vorderansicht eines kata lytischen Feuerzeuges in abgeänderter Form.; Fig. 7 ist eine Draufsicht desselben; Fig. 8 und 9 sind mittlere Längsschnitte durch das Feuerzeug in Schliess- bezw. Offen stellung.
Fig.1 bis 5 veranschaulichen eine Ausfüh rungsform, die ein rohrförmiges Gehäuse be sitzt, welches mit einem Kopfteil 11 ausge rüstet ist. Das Gehäuse 10 bildet einen Raum 12 füT den Brennstoffbehälter 32. Der Oberteil oder das Kopfstück 11 besitzt eine Öffnung 14, deren Weite nach unten ab- nimmt und die mit dem Raum 12 über ein Ventil in Verbindung steht.
Ein Schulterstück 17 bildet eine Durch lassöffnung 15, welche mit einer grösseren Öffnung 16 in Verbindung steht. Auf die ser Schulter 17 ist ein nachgiebiges Plätt chen 18 aus Luft und Brennstoff abdichten dem Material angebracht. Die Öffnung 16 steht mit einer noch grösseren Öffnung 19 in Verbindung, zwischen welchen Öffnungen ein Schulterstück 20 gebildet ist, auf welchem ein mit Durchlassöffnungen versehener Teil 21 aufgesetzt ist. Auf diesem Teil 21 ist eine Katalysatorscheibe 22 angeordnet, wel che aus irgend einem geeigneten Material, zum Beispiel aus einem Platinschwammpro- dukt, hergestellt ist.
Oberhalb dieser Scheibe 22 ist ein anderer als Abdeckscheibe dienen der Teil 23 mit Durchlässen vorgesehen. Dieses Katalysatorelement besteht also aus der eigentlichen Kataly Batorscheibe 22 und den beiden Sieb- oder Abschirmteilen 21 und 23, -die zusammen mittels eines Halteringes 24 unter Druck zusammen gehalten werden. Oberhalb des Katalysatorelementes ist die Wandung 25 der Öffnung 26 etwas nach aussen erweitert, um die Einführung einer Zigarette (nicht dargestellt) zu erleichtern, die von dem Katalysatorelement zur Entzün dung gebracht werden soll.
Innerhalb der Öffnung 16 ist der Kopf 27 eines Ventils gelagert, dessen Schaft 30 durch die Abdicht- platte 18 hindurchgeht und in den Raum 12 ragt. Der Ventilkopf 27 besitzt eine etwas konische Fläche, die mit. der Abdichtplatte 1.8 zum Zwecke der Abdichtung zusammen wirkt. An dem Ventilschaft 30 ist eine Muffe 29 festgemacht, die nach aussen gebogen den Teil 28 besitzt, welcher einen Sitz für eine Druckfeder 31 bildet. Diese Feder 31 hat das Bestreben, den Ventilkopf 27 in der geschlos senen Lage zu halten, welche in Fig. 4 näher gezeigt ist.
Der Raum 12 enthält den eigent lichen Brennstoffbehälter 32, der vorzugs weise aus Flüssigkeit aufsaugendem Material hergestellt ist. Durch die Mitte des Brenn stoffbehälters 32 ist ein Schaft 33 zur Betä tigung des Ventils 27 hindurchgeführt. An dem obern Ende des Schaftes 22 ist ein flansehartiger Teil 34 festgemacht, der den horizontalen Teil 35 besitzt, gegen den sich eine Druckfeder 36 anpresst. Die Wirkung dieser Druckfeder dient dazu, den Brennstoff behälter 32 in der in Fig. 4 veranschaulich ten Lage zu halten,
in welchem Falle der den Boden des Brennstoffbehälters abstützende Flansch 37 in Berührung mit der Abdicht- scheibe 38 ist, ,die in dem Bodenteil 39 vor gesehen ist, und welche die Frischluftzufuhr zu dem Brennstoffbehälter abriegelt, wenn die Vorrichtung ausser Betriebsstellung ist. Es ist vorteilhaft. einen Zwischenraum 40 zwischen dem das Ventil steuernden Bolzen 33 und dem eigentlichen Ventilschaft 30 vor zusehen, um von vornherein unbeabsichtigtes Öffnen des Ventils zu vermeiden in dem Falle, dass ein geringfiigibes unbeabsichtigtes Spiel in dem Brennstoffbehälter entstehen sollte.
Der Brennstoffbehälter weist ausser dem Schaft 33, der einen Knopf 33' an seinem untern Ende besitzt, den obern Flanschteil 34 und den untern Flanschteil 37 auf, zwi schen denen das aufsaugfähige Material fest gehalten ist. Der Bodenflansch 37 bildet einen Muffenteil 37' der entlang dem Schaft 33 verläuft, und den koniscben Teil 37", der einen Ventilkörper bildet, gegen welchen die Abdichtplatte 38 zur Anlage gelangt, wenn die Vorrichtung in der unwirksamen Stellung sich befindet.
Der Bodenteil 39 ist auf das Gehäuse 10 mittels Scbi- < iuliengewinde 45 aufgeschraubt. Dieser Bodenteil 39 besitzt eine Aussparung 4:6, in die der Knopf 33' gleitbar eingreift. wenn das Ventil in die Betriebsstellung ge bracht wird. wie es Fig. 5 veranschaulicht.
In diesem Falle wird der Teil 37" des Boden- flansehteils 37 von der Abdichtseheibe 38 ab gehoben lind Luft kann sodann durch die Durchlassöffnungen 47 in den Raum 12 ein dringen. Gleichze itig g wird durch den Schaft 33 der Ventilschaft, 30 mit dem Ventilkopf 2 7 nach aufwärts bewegt, wobei letzterer von der Abdichtplatte 18 abgehoben wird und auf diese Weise den Zulass des Luftgasgemisches zu dem Kai alysatorelement 22 gestattet.
Wenn man nun an der Zigarette, die in dem Kopf teil 26 eingesetzt ist, zieht, wird ein Glühen des Katalysators verursacht, und die Ziga rette kann daran entzündet werden. Das Ein drücken des Knopfes 33' in die Aussparung 46 mittals eines Fingers bewirkt also gleich zeitig eine Längsverschiebung des Brenn stoffbehälters 32 zusammen mit dem Schaft 33, wodurch die Vorrichtung in die Betriebs stellung gebracht wird, wie soeben beschrie ben worden ist.
Gemäss Fig. 6 bis 9 ist die Erfindung an einem andern Ausführungsbeispiel veran schaulicht. Das Feuerzeug ' weist in diesem Falle ein rohrförmiges Gehäuse 50 auf, bei welchem der Kopfteil 52 bei 51 mittels Schraubengewinde auf dem Bodenteil aufge bracht ist. Zwischen dem Ober- oder Kopf teil 52 und dem Schraubengewinde 51 des Ge häuses 50 ist eine nachgiebige Abdichtungs platte 53 vorgesehen.
Das Gehäuse besitzt ,den Raum 54 und ist an seinem Bodenteil 55 offen und mit Rippen 56 versehen, die das Eindringen von Aussenluft in das Gehäuse innere, wenn gewünscht, ermöglichen. Das Kopfstück 52 besitzt einen Kanal 57 von nach unten abnehmender Weite, welcher Kanal mit der Kammer 54 über ein Ventil in Verbindung steht.
Die Öffnung 58 ist mit einem grösseren Durchlass 59 verbunden. Der Durchlass 59 ist unten durch ein Schulter- stück oder Sitz 60 begrenzt, auf welchem eine nachgiebige Scheibe 61 zur Auflage ge langt, die aus einem Material ist, das Luft- und Gasdämpfe wirksam abdichtet.
Der Durchlass 59 steht ferner mit einer weiteren Öffnung 62 des Kanals 57 in Verbindung, welche durch eine ringförmige Schulter 63 begrenzt wird, gegen welche ein siebartiger oder perforierter Teil 64 sich anlegt. Auf diesem Teil 64 ist das Katalysatorplättchen 65 aufgesetzt, welches mittels eines Teils 66 abgedeckt ist, das aus gleichem oder ähn lichem Material wieder Teil 64 gestaltet ist.
Mittels Presssitz hält der Haltering 67 die Scheibenteile 64 und 66 mit der zwischen die sen angeordneten Katalysatorpdatte in ge wünschter Lage. Oberhalb des aus den Tei- len 64, 65 und 66 gebildeten Katalysatorele- mentes ist die Wandung 68 der Kanalöffnung 69 etwas nach aussen gebogen,
um eine sichere Führung für die Zigarette zu bewerkstelli- gen. Innerhalb des Durchlasses 59 ist der Ventilkopf 70 vorgesehen, der mit dem Schaft 71 verbunden ist und durch die Ab dichtscheibe 61 hindurchführt und weiter hin durch das Brennstoffgehäuse 54 hin- durchführt. Der Ventilkopf 70 ist konisch im Querschnitt und wirkt mit der Abdicht- scheibe 61 zum Zwecke der Abdichtung zu sammen.
Der Ventilschaft 71 erstreckt sieh durch die gesamte Länge des Brennstoffbe hälters 72 und endigt in einem verbreiterten Endstück 73, welches in einer Aussparung 74 der Bodenkappe 75 angeordnet ist. Der Brennstoffbehälter 72 ist zwischen der Bo denkappe 75 und der obern Kappe 76 ge halten. Die obere Kappe 76 ruht auf einer flansehf'tirmigenHuffe 77, die mittels, Press- sitz auf dem Schaft 71 fest aufsitzt.
Das Ventil 70 ist gemäss Fig. 8 mittels Druck feder 78 in der Schliessstellung gehalten. Fest angebracht an dem Bodenteil des Gehäuses 50 ist ein flacher Boden 79, der eine mittlere Öffnung 80 besitzt, durch welche ein zweites Ventil 81 hindurchragt, das die Luftzufuhr steuert. Gegen den Bodenteil 79 .stützt sich eine nachgiebige Abdichtungsscheibe 82, die a11s Ventilsitz für das Ventil 81 dient. Der Ventilschaft 83 'st in einer Öffnung 85 des Kopfes 84 festgehalten.
Eine Druckfeder 86 hält den Kopf 84 in seiner äussersten Lage gemäss Fig. 8, wobei die Luftzufuhr zu der Brennstoffkammer 54 mittels des Ven tils 81 abgeschnitten ist, was die Ausserbe- triebstellung kennzeichnet.
Um eine dieser beiden Feuerzeugausfüh- rungsformen, die in der Zeichnung @darge- stellt sind, zu bedienen, ist es nur notwendig, eine Zigarette in die obere Kanalöffnung ein zubringen und diese mit der obern Abdeck- scheibe oder dem Schirm des Katallysator- elementes in Berührung zu bringen.
Sodann wird der Knopf 33' bezw. 84 nach einwärts gedrückt, und duTCll Ziehen an der Zigarrette wird das Brennstoffluftgemisch @ von unten her gegen den Katalysator geführt, welcher sodann zum Glühen gebracht wird und die Zigarette entzündet.
Wenn der Knopf 33' oder 84 nach einwärts gedrückt wird, öffnen sich die zuvor erwähnten Ventile und gestat ten den Eintritt von Luft von aussen her in das Brennstoffgehäuse, mischen sich dort mit dem Brennstoff und werden sodann durch das obere Gemischventil in den Durchsass 16 oder 59 verbracht und kommen dort in Berührung mit dem Katalysator, der sodann seine be kannte Wirkung auslöst.
In den anliegenden Zeichnungen ist die Erfindung in zwei verschiedenen, äusserst p ktisehen Ausführungosformen gezeigt, Je- ra. i el doch ist darauf hinzuweisen, dass die beson deren Ausführungsformen auch Abänderun gen unterworfen sein können, ohne dass dabei die Grenzen dieser Erfindung überschritten werden.
Von besonderem Hinweis mag in diesem Zusammenhang sein, da.ss das offene Kopfstück 11 bezw. 52 mit einem Schliessteil versehen werden kann, es ist jedoch nicht notwendig, einen solchen Schliessteil vorzu sehen, da ein .sicherer Abschluss des Kataly.- sators von dem Brennstoffluftgemisch einer seits und des Brennstoffbehälters von der Aussenluft anderseits durch die zuvor be schriebene Konstruktion stets gewährleistet ist.