CH212520A - Elektrische Glühlampe. - Google Patents

Elektrische Glühlampe.

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CH212520A
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electric incandescent
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Description


  Elektrische Glühlampe.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  eine elektrische Glühlampe für     Weihnachts-          baumbeleuchtung    oder dergleichen.  



  Um die Feuergefahr abzuwenden, die bei  der Anwendung von     Stearinlichten    und     idergl.     auf Weihnachtsbäumen entsteht, hat man  damit angefangen, elektrische     Glühlampen     anzuwenden, und diesen Lampen hat man  meistens die Form gewöhnlicher Weihnachts  kerzen gegeben. In der Absicht die Illusion  von     "lebendigen    Lichten" zu verbessern, hat  man versucht, die Lampen flackernd zu ma  chen. Ein     derartiges    Flackern kann dadurch  erzielt werden, dass man die Lampen perio  disch kurzschliesst, aber der dadurch erhal  tene illusorische Effekt wird nicht befriedi  gend.

   Um eine Verbesserung der Imitation  zu erhalten, hat man     statt    dessen versucht,       ,das    Flackern der Lampen dadurch zu erzie  len, dass man nur unbedeutend die     Spannung     der Lampen     variiert.    Dies kann in der Weise  geschehen, dass mit den Lampen parallel oder  in Reihe     geschaltete    Widerstände     periodisch       überbrückt werden.

   Durch Veränderung der  Spannung der Lampen erhält man zwar ein  Nachahmen der bei "lebendigen Lichten"  vorkommenden Änderungen der Lichtstärke  der Flammen, aber einen bedeutend     besseren.     Effekt     erzidlt    man, wenn der vorliegenden  Erfindung gemäss ein ganz anderes Prinzip  ausgenutzt wird.  



  Gemäss der Erfindung     ist    die äusserlich  wie eine Kerzenflamme ausgestaltete Lampe  mit einem nach oben in eine Spitze zulaufen  den Glühdraht versehen, dessen Spitze     flak-          kerndes    Licht ausstrahlt. Dies wird am  besten dadurch erreicht,     dass    die Spitze  periodisch     wenigstens    angenähert stromlos ge  macht wird, zum Beispiel durch ein Bimetall  relais kurzgeschlossen wird, welches Relais       zweckmässigerweise    so angebracht ist, dass der       Bimetallstreifen    hauptsächlich durch die  Wärme, die von der Spitze des Glühdrahtes       ausstrahlt,    zum     Wirken    gebracht wird.

    



  Eine derartige Lampenanordnung mit  einem     spitzförmig    angebrachten Glühdraht      und mit einer flackernden     Spitze    erweist     sieh     als ein ausserordentlich illusorisches Bild  einer Kerzenflamme, deren Spitze sich ab  wechselnd hebt und senkt. Diese Änderun  gen der Höhe der Flamme führen eben die  bei "lebendigen Lichten" vorhandenen     flak-          kernden    Reflexe und Schatten herbei.

   Die  Änderung der gesamten Lichtstärke der  Lampe, sowie die Änderungen der Licht  stärke der verschiedenen Teile des     Glühkör-          pers    vervollständigen in einer ausserordent  lichen Weise die Illusion des     Flackerns    einer  Flamme. Dieser Effekt kann dadurch ver  stärkt werden, dass die Glashülle um den       Glühkörper    klein gemacht wird, in welchem  Falle die Reflexe der Glaswandung hinzu  kommen. Wenn man für die äussere Hülle  stark lichtbrechendes Glas     verwendet,    kann  der gute Effekt noch erhöht werden.  



  Es ist zwar     bekannt,    bei     geivöhnliclien     Lampen, zum Beispiel für Schaufensterbe  leuchtung oder ähnliche     Reklamebeleuchtung,     Flackern dadurch hervorzubringen, dass man  durch ein in einer Lampe angebrachtes Bi  metallrelais einen oder mehrere Glühkörper  periodisch kurzschliessen lässt. Eine derartige  Lampe wird zwar mit einem     intermittieren-          -den    Licht leuchten, aber sie gibt nicht in der  selben illusorischen Weise     wie    die Lampe ge  mäss dieser Erfindung den Schein einer     "le-          bendigen"    Flamme.

   Die Lampe gemäss vor  liegender Erfindung ist nämlich     speziell    aus  geführt und ausgestaltet, und man hat es  eben darauf angelegt, in möglichst hohem  Grade eine "lebendige" Flamme nachzu  ahmen, was, wie oben erwähnt ist, dadurch  erreicht wird, dass man den     Glühkörper    den  Umriss einer Flamme bilden     lä-sst,    deren obere  Spitze sich hebt und senkt. indem die Spitze  des Glühdrahtes flackert, dadurch ein     flak-          kerndes    illusorisches Schattenspiel hervor  bringend.  



  Die Erfindung wird durch die beigefügte  Abbildung, die ein Ausführungsbeispiel dar  stellt, näher veranschaulicht, wobei     Fig.    1  und 2 die Wirkungsweise einer Lampe und       Fig.    3 eine Ausführungsform derselben zei  gen.     Fig.    1 und 2 zeigen den     obern    Teil     eines       imitierten Kerzenlichtes. Eine Hülse 1 aus  Bakelit oder     dergl.    trägt in ihrem obern Teil       mittelst    eines     Lampenhalters    eine elektrische       1Iiniaturlampe    2. deren     äussere    Hülle 3 und       Glühkörper    4 wie eine Flamme ausgestaltet  sind.

   Fix. 1 und 2 zeigen verschiedene Mo  mente der Funktion der Lampe, und der für  den Augenblick leuchtende Teil des Glüh  drahtes ist mit, einer     niebt        gestrielielten    Linie  bezeichnet.     Fig.    1 zeigt die Ausgangslage,  wobei der ganze     Glühkörper    leuchtend ist.       Fig.        \_?    zeigt, wie     etwas    später die leuchtende  Flamme etwas zusammengesunken ist, weil  der höchste Teil 6     des        Glühkörper;    für einen  Augenblick zu glühen aufgehört hat.

   In dem  hier erläuterten Beispiel ist die "Höhe der  Flamme" um etwa     1!L        gesenkt    worden, was  sieh     erwiesen    hat. von sehr     gutem    Effekt zu  sein. Wie aus den Abbildungen hervorgeht,  ist die Spitze 6 des. Glühdrahtes vorteilhaft  gegenüber dem     untern    Teil<B>5</B> verdreht, was  bewirkt, dass auch der untere Teil 3 des  Glühdrahtes, wenn seine Spitze 6 zu glühen  aufgehört hat, mit dem Umriss einer Flamme  leuchtet.  



       Fig.    3 zeigt ein     Ausführungsbeispiel    der  in     Fig.    1 und 2 dargestellten Lampe 2, wobei  ein Glühdraht 4 in dem     evakuierten    Glas  behälter 3 montiert ist. Der Glühdraht ist,  auf einen in den Behälter 3 eingeschmolze  nen Fuss montiert, und dieser Fuss besteht aus  einer Glasperle 16, worin zwei Zuführungs  drähte 12 -Lind 17 und zwei Tragdrähte 10  und 20 eingeschmolzen sind. Der     Glühdraht     läuft nach oben in eine Spitze zusammen und  sieht dadurch dem     Umriss    einer Flamme     ähn-          lieb.    Wie oben erwähnt. ist die Spitze 6 des  Glühdrahtes gegenüber dem untern Teil  verdreht.

   Die beiden Sehenkel des     Glühdrah-          tes    sind von den an je einen Tragdraht 10       bezw.    20     angeschweissten    Haltern 9     bezw.    19  festgehalten. An den Tragdraht 20 ist ein       Bimetallstreifen    21 angeschweisst, dessen  freies Ende bei der Erwärmung des Streifens  mit dem     Tragdraht    10 in Kontakt gebracht  wird. U m guten Kontakt zu erreichen, kann  an das freie Ende des     Bimetallstreifens    ein  Kupfer- oder Silberkontakt 7 festgeschweisst      oder     angelötet    werden.

   Die     Miniaturlampe     ist mit einem     hülsenförmigen        Bakelitsockel     1.5 versehen, woran zwei Seitenkontakte 13  und 14 angebracht sind und an welche die  Zuführungsdrähte 12     bezw.    17 angelötet sind.  Im Sockel 15 kann eine Strombrücke von zum  Beispiel     Eisenpulver    und Gips angeordnet  sein.  



  Die beschriebene Lampe     ist    für Serien  beleuchtung konstruiert, wobei sie mit Lam  pen von demselben Typ oder mit gewöhn  lichen Lampen von nicht flackernden Typ  zusammengeschaltet werden kann. Wenn  bei der     Anwendung    von mehreren in Reihe  geschalteten Lampen von flackerndem Typ  diese     zufälligerweise    gleichzeitig flackern  sollten, kann selbstverständlich,     wenn    die       Relais,    das heisst     Bimetallstreifen,    die Spitze  6 der Glühdrähte 4 kurzschliessen, die Span  nung der untern Teile 5 -der Glühdrähte in  recht erheblichem Grade steigen.

   Trotz der  erhöhten Wärmestrahlung von den untern  Teilen des Glühdrahtes kann sich der     Bi-          metallstreifen    öffnen,     iso    dass keine Unterbre  chung des     Flackerns    der Lampen eintritt. Der       Bimetallstreifen    21 ist nämlich so ange  bracht, dass er hauptsächlich durch die von  ,der Spitze 6 des     Glühkörpers    4 abgegebene  Strahlung erhitzt wird, und ist so angepasst,  dass er die Spitze nicht durch die Überlastung  des untern Drahtteils 5 kurzschliesst. Spe  zielle     Wärmeschutzvorrichtungen    sind des  halb für den     Bimetalistreifen    nicht notwen  dig.

   Um Wärmeübertragung durch     Konvek-          tionsströme    zu vermeiden,     sollen,die    Lampen  jedoch vorteilhaft evakuiert sein.  



  Als, ein Vorteil mag erwähnt werden, dass  die Lampen gemäss der oben beschriebenen       Ausführungsform    so beschaffen sind, dass  beim Einschalten dieser Lampen der ganze  Glühkörper eingeschaltet ist. Hierdurch wer  den, wenn der     Glühdraht    kalt ist, unnötige  Stromstösse vermieden.  



  Obgleich sich die     oben    erwähnte Ausfüh  rungsform als die zweckmässigste erwiesen  hat, lässt es sich indessen auch denken, die  Spitze des Glühdrahtes durch ein Bimetall  relais, das durch in diesem von durchgehen-    dem Strom erzeugte Widerstandswärme       wirkt,    stromlos zu machen.     Eine    der Ur  sachen, die dazu beitragen, dass die beschrie  bene, dargestellte Ausführungsform vorzu  ziehen ist, liegt (darin, dass der     Bimetallkon-          takt    in diesem Falle bei der Ausgangslage  offen liegt und also kein genaues Anpassen  .des Kontaktdruckes erfordert, was sonst,  wenn der Kontakt in eine Lampe eingeschlos  sen ist, leicht Schwierigkeiten verursacht.

    Beim Herstellungsverfahren muss die Lampe  nämlich     bedeutenden    Temperaturbeanspru  chungen unterworfen werden.  



  Wie schon früher     erwähnt    worden ist,  können Lampen gemäss der     Erfindung    mit  gewöhnlichen Lampen in Reihe geschaltet  werden. Bei einer     gewöhnlichen        WeihnacUts-          kerzenkette    von 16 Lampen sind zum Bei  spiel nur 5 oder 6 Lampen von flackerndem  Typ nötig, um einen sehr guten Effekt zu  erreichen.

   Hierbei ist zu bemerken, dass auch  die übrigen Lampen von dem gewöhnlichen  Typ bei der     erwähnten        Zusammenschaltung          mit        etwas        variierender    Lichtstärke leuchten  werden, was von den entstandenen Wider  standsvariationen der Lampen von flackern  dem     Typ    herrührt. Dies trägt dazu bei, den  illusorischen Effekt zu erhöhen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Glühlampe für Weihnachts- baumbeleuchtung und dergleichen, :dadurch gekennzeichnet, dass sie die Gestalt einer Ker zenflamme besitzt und,dass sie mit einem nach oben in eine Spitze zulaufenden Glühdraht versehen ist, so dass seine Form den Umriss einer Kerzenflamme nachahmt und dass sie ferner so ausgebildet ist, dass die Spitze des Glühdrahtes flackerndes Licht ausstrahlt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Elektrische Glühlampe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze des Glühdrahtes periodisch wenig stens angenähert stromlos gemacht wird. 2. Elektrische Glühlampe nach Patentan spruch und Unteranspruch 1,. dadurch ge- kennzeichnet;
    dass die Spitze des GIüh- drahtes durch ein Bimetallrelais perio disch kurzgeschlossen wird, welches Re lais so angebracht ist, dass es hauptsäch lich durch die Wärme, die von der Spitze ,des Glühdrahtes ausstrahlt, zum Wirken gebracht wird.
    Elektrische Glühlampe nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass jeder Schenkel des Glühdrahtes durch einen Halter, der an einem Trabdraht befestigt ist, festgehal ten wird, dass der Bimetallstreifen an dem einen dieser Tragdrähte befestigt ist, und dass das freie Ende des Bimetallstreifens bei Erwärmung mit. dem andern Tragdraht in Kontakt gebracht wird.
CH212520D 1938-08-24 1939-08-11 Elektrische Glühlampe. CH212520A (de)

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