CH212702A - Ladevorrichtung an Brennkraftmaschinen. - Google Patents

Ladevorrichtung an Brennkraftmaschinen.

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CH212702A
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Buechi Alfred
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Description


  Ladevorrichtung an Brennkraftmaschinen.    Die Erfindung bezieht sich auf eine  Ladevorrichtung an Brennkraftmaschinen.  Sie besteht darin, dass mindestens ein mecha  nisch angetriebenes Schaufelgebläse vorge  sehen ist, das einerseits eine für das Anfah  ren der Maschine und im Bereich kleiner Be  lastungen für den Betrieb genügende Lade  menge und anderseits die volle Ansaugluft  menge für mindestens ein zweites durch die  Abgase der Brennkraftmaschine allein ge  triebenes Gebläse bei höheren Belastungen  der Brennkraftmaschine liefert.

   Dabei kann  die Ausbildung so getroffen sein, dass das  mechanisch angetriebene Gebläse beim An  fahren     bezw.    bei kleinen Belastungen der  Brennkraftmaschine mindestens einen Teil  seiner Förderluft unter     Umgehung    des ab  gasturbinengetriebenen Gebläses direkt an  die Eintrittsvorrichtung der     Brennkraft-          maschine    und den allenfalls übrig bleibenden  Teil an das zuletzt genannte Gebläse abgibt.

    Um ein selbsttätiges Schalten der     Förder-          luftanteile    an die Eintrittsvorrichtung der  Brennkraftmaschine zu erreichen, können    zwischen dem mechanisch angetriebenen  Ladegebläse und der daran direkt ange  schlossenen Eintrittsvorrichtung der Brenn  kraftmaschine selbsttätig     wirkende    Ab  schlussvorrichtungen eingebaut sein, welche  sich bei     zunehmendem    Förderdruck des ab  gasturbinengetriebenen Gebläses selbsttätig  schliessen und wobei dann die Fördermenge  des mechanisch angetriebenen Gebläses an  das     abgasturbinengetriebene    Gebläse abge  geben wird,

   über welches dieselbe dann erst  durch die Eintrittsvorrichtung     in    die     Brenn-          kraftmasehine    gelangt.  



  Es ist auch     eine    solche Ausbildung mög  lich, bei der     zwischen    den in getrennte  Räume der Eintrittsvorrichtung mündenden       Förderleitungen    des abgasturbinengetriebe  nen und des mechanisch angetriebenen     Ge-          bläses        miudestens        eine        selbsttätig    wirkende       Abschlussvorrichtung    eingebaut ist,

   welche  sich bei     zunehmender    Belastung der     Brenn-          kraftmaschine    und damit zunehmendem     För-          derdruck    des abgasturbinengetriebenen Ge  bläses öffnet, so dass unter selbsttätigem Ab-      schluss der Förderleitung des mechanisch an  getriebenen Gebläses auch diejenige Kam  mer mit Ladeluft von dem abgasturbinenge  triebenen Gebläse aus versorgt wird, die vor  her von der vorerwähnten     Förderleitung    aus  beliefert wurde.

   Dabei kann die Ausbildung  so getroffen werden, dass beim Anfahren der  Brennkraftmaschine bezw. bei kleinen Be  lastungen nur ein Teil der     Zylinder,    der vor  erst allein mit Brennstoffeinspritzung arbei  tet, durch das mechanisch angetriebene Ge  bläse mit genügend Ladeluft versorgt wird.  während die übrigen Zylinder, die vom ab  gasturbinengetriebenen Gebläse aus geladen  bezw. gespült werden, erst dann zum Arbei  ten mit Brennstoffeinspritzung gebracht wer  den, wenn sie ebenfalls genügend geladen  bezw. gespült werden.  



  Die     Ausbildung    kann auch so getroffen  sein, dass erst bei einer     bestimmten        Belastung     der Brennkraftmaschine, wo die Lieferung  des abgasturbinengetriebenen Gebläses für  diese     Belastung    genügt, eine     vollständige     Umschaltung der Förderung des mechanisch  angetriebenen Gebläses auf das gasturbinen  getriebene Gebläse erfolgt. Dabei kann die  betreffende     Abschlussvorrichtung    vom Regler  oder der Brennstoffeinstellvorrichtung der  Brennkraftmaschine aus betätigt werden. Die  Umschaltung könnte im gegebenen Moment  auch von Hand besorgt werden.  



  Bei Mehrzylinder-Brennkraftmaschinen  können die Abgase einzelner Zylinder, die  sich in ihren Auspuff- und Spülvorgängen  gegenseitig nicht stören, gruppenweise in  separate Abgasleitungen bis und mit dem  Eintritt in mindestens eine Abgasturbine zu  sammengefasst werden, wobei die Abmessun-.

    gen und Inhalte dieser Leitungen, sowie die  dazugehörigen Eintrittsquerschnitte in die  Turbine so bemessen werden, dass, wenigstens  bei höheren Belastungen, im Beginn der Aus  puffperiode der Druck vor der Turbine über  den Gesamtaufladedruck beider Gebläse  arten ansteigt und während der Spülperiode  möglichst nahe auf den Atmosphärendruck  sinkt, so dass mit der Summe des im mecha     -          nisch    getriebenen und im abgasturbinenge-    triebenen Gebläse erzeugten Förderdrucke  die Zylinder sehr wirksam und frei von jeder  Störung durch Auspuffvorgänge anderer Zy  linder geladen bezw. gespült werden.  



  Ferner kann die Ausbildung so sein. dass  der vom mechanisch angetriebenen Gebläse  erzeugte Gebläseförderdruck beim Anlaufen  und bei niedriger Drehgeschwindigkeit des  abgasturbinengetriebenen Gebläses stets hö  her ist als der zeitweise durch die Stauung in  den Zylindern, den Abgasleitungen und dem  Eintrittsquerschnitt der Abgasturbine ent  stehende Gegendruck, derart, dass beim An  laufen des     abgasturbinengetriebenen    Gebläses  und bei niedriger Drehgeschwindigkeit des  letzteren     ein    Zurückdrücken von Abgasen  von der Turbinenseite in die     Brennkraftzy-          linder    bei während der Spülperiode gemein  sam offenen Ein- und Austrittsorganen in  den Brennkraftzylindern verunmöglicht wird.

    Ferner bietet es Vorteile, wenn das     Abgas-          turbogebläse    so     ausgebildet    ist, dass     dasselbe     bei höheren Belastungen der     Brennkraft-          maschine    einen höheren. Förderdruck als das  mechanisch     angetriebene    erzeugt.  



  Damit bei umsteuerbaren     Brennkraft-          nia.schxnen    keine     Antriebsumschaltvorrich-          tungen    für das zum Beispiel von der     Brenn-          kraftmaschine    mechanisch angetriebene Ge  bläse vorhanden sein müssen, kann dieses     a1          Zentrifugalgebläse    mit radialen Laufschau  feln und ohne feste     Diffusorschaufeln        aus-e-          rüstet    sein.  



       Zwecks    Veränderung desjenigen Teils der  vom     niec#lianiscli        angetriebenen    Gebläse ge  förderten Ladeluft, der direkt in das abgas  turbinengetriebene Gebläse gelangt, kann in  die     Zuleilung    zu letzterem ein Drossel- oder       Abschlussorgan    eingebaut sein. Auch kann  vor dem abgasturbinengetriebenen Gebläse  eine in die Atmosphäre sich öffnende     Ah--          schlussvorrichtung    vorgesehen sein, so     da.ss     dasselbe aus der Atmosphäre ansaugen kann.

    In diesem Fall muss aber dafür gesorgt wer  den, dass dann die zu diesem Gebläse füh  rende     Zuleitung    gegen das mechanisch an  getriebene Gebläse abgeschlossen werden  kann, und in der Förderleitung vom abgas-      turbinengetriebenen Gebläse zur Eintritts  vorrichtung der Brennkraftmaschine muss  eine selbsttätige oder willkürlich bedienbare  Abschlussvorrichtung eingebaut werden. Dies  deshalb, damit das mechanisch angetriebene  Gebläse seine Förderluft trotz tieferen     För-          derdruckes    des     abgasturbinengetriebenen    Ge  bläses an die Brennkraftmaschine abgeben  kann.

   Bei dieser Ausführung des Erfin  dungsgegenstandes wird das abgasturbinen  getriebene Gebläse erst bei höherer Belastung  der Brennkraftmaschine seine Förderluft an  die Brennkraftmaschine abgeben können.  Anstatt eines starren Antriebes des mecha  nischen Gebläses kann derselbe auch über ein  geschwindigkeitsveränderndes Vorgelege er  folgen,     um    bei kleinen Belastungen und beim  Anfahren höhere Lade- und Spüldrücke zu  erreichen bezw. beim Zusammenarbeiten der  beiden Gebläse den endgültigen Förderdruck  innert gewisser Grenzen verändern zu  können.  



  In konstruktiver Beziehung bietet eine       Anordnung    beider Gebläse auf der gleichen  Stirnseite der Brennkraftmaschine Vorteile.  Dabei wird vorzugsweise das mechanisch an  getriebene Gebläse von der Kurbel- oder der  Steuerwelle der Brennkraftmasohine aus an  getrieben, während das abgasturbinengetrie  bene Gebläse darüber in der Höhe der Ab  gasleitungen angeordnet wird. Als Hilfskraft  quellen zum Antrieb des mechanisch ange  triebenen Schaufelgebläses können Quellen  irgendwelcher Art Verwendung finden, wo  bei die Antriebskraft von der geladenen  Brennkraftmaschine selbst oder von einer von  ihr unabhängigen Kraftquelle geliefert wird.  



  Die     Erfindung    kann sowohl bei Vier- als  bei Zweitaktbrennkraftmaschinen zur An  wendung gelangen. Als mechanisch angetrie  bene oder abgasturbinengetriebene Gebläse  können hochtourige Zentrifugal- oder achsial  wirkende Schraubengebläse mit je einer oder  mehreren Stufen verwendet werden.  



  Der     Erfindungsgegenstand    ist in den  Fig.1 bis 10 in beispielsweisen Ausführungs  arten mit einem Arbeitsdiagramm näher dar  gestellt.    Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch eine  Zweitaktbrennkraftmaschine, welche entspre  chend der Erfindung arbeitet; Fig. 2 ist eine  Seitenansicht mit partiellem Schnitt einer  Brennkraftmaschine entsprechend Fig. 1;  Fig. 3 eine andere Ausführungsart einer Ma  schine nach Fig. 2. Fig. 4 stellt ebenfalls  eine Längsansicht mit partiellem Schnitt  einer Brennkraftmaschine dar, wobei die  Ausführung aber in verschiedenen Punkten  anders getroffen ist als entsprechend Fig. 2  und 3. Die Fig. 5 und 6 stellen eine     Vier-          taktbrennkraftmaschine    dar.

   Fig. 7 stellt  Diagramme dar, bei welchen der Ver  lauf der mittleren Drücke in - den zwei Ge  bläsearten und der Abgasturbine ersichtlich  ist. Die Fig. 8 und 9 stellen einen beispiels  weisen Druckverlauf in den Abgasleitungen  einer     Sechszylinder-Zweitaktbrennkraftma-          schine    dar. Fig. 10 zeigt die dazugehörigen  Kurbelstellungen der Kubelwelle.  



  Entsprechende Zahlen bezw. Buchstaben  bezeichnen in allen Figuren entsprechende  Maschinenteile.   In den Fig. 1 bis 4 sind 1, 2, 3, 4, 5  und 6 die Zylinder einer Brennkraftmaschine,  welche     auf    einem Maschinengestell 7 be  festigt sind.  



  In     Fig.    1 ist der Kolben 8 des Zylinders  1 im     Schnitt    dargestellt. Vom Kolben wer  den die Kolbenkräfte durch die     Schubstange     9 auf die Kurbelwelle 10 übertragen. Bei  der in     Fig.    1 gezeichneten     Maschine    handelt  es sich um eine     Zweitaktmaschine,    bei wel  cher die Spül- und Ladeluft durch im Zy  linder angeordnete Schlitze 11     eintritt    und  die Auspuffgase durch     ein.    im     Zylinderab-          schluss    befindliches     Auslassventil    12 den Zy  linder verlassen.

   An der Maschine ist nun  ein von ihr mechanisch     angetriebenes    Ge  bläse 13 und ein durch     eine    Abgasturbine  14 angetriebenes Gebläse 15 vorhanden. Ent  sprechend     Fig.    1 findet der Antrieb des Ge  bläses 13 durch das Rädergetriebe mit den  drei     Rädern    16, 17, 18 von der Kurbel  welle 10 der     Maschine    aus .statt, derart, dass  dieses Gebläse 13 auch bei langsamem Dre  hen der Maschine schon bereits eine hohe      Drehzahl besitzt. Das Gebläse 13 fördert  nun seine Ladeluft einerseits durch den  Stutzen 19 in die Eintrittsvorrichtung 20 der  Brennkraftmaschine, welche mit den Ein  trittsschlitzen 11 in offener Verbindung  steht.

   Das mechanisch angetriebene Gebläse  13 hat aber auch einen Stutzen 21 und eine  Verbindungsleitung 22, welche zum Ein  trittsstutzen 23 des gasturbinengetriebenen  Gebläses 15 führt. Dieses letztere Gebläse  gibt seine Förderluft durch seinen Austritts  stutzen 24 ebenfalls an die Eintrittsvorrich  tung 20 ab.  



  Die Fig. 2 zeigt nun, auf welche Weise  bei der Brennkraftmaschine die Schaltung  der von den beiden Gebläsen geförderten  Luft erfolgt. Es ist für die ganze Maschine  eine gemeinsame     Ladeluft-Eintrittsvorrieh-          tung    20 vorgesehen. Der Stutzen 24 des ab  gasturbinengetriebenen Gebläses 15 mündet  ohne irgendwelche     Abschlussorgane    in diese  Eintrittsvorrichtung hinein. Der Stutzen 19  des mechanisch angetriebenen Gebläses hin  gegen gibt seine Förderluft über eine Ab  schlussvorrichtung 25 an die Eintrittsv     or-          richtung    20 ab.

   Diese Abschlussvorrichtung  25 ist im gezeichneten Beispiel so ausgebil  det, dass sie, je nachdem sieh auf der Ge  bläse- oder auf der Eintrittsvorrichtungsseite  ein Überdruck befindet, sich öffnet oder  schliesst und deshalb     zwischen    dem mecha  nisch angetriebenen Gebläse 13 und der Ein  trittsvorrichtung 20 die Verbindung her  stellt oder wieder abschliesst.  



  Die vom Gebläse 13 an das Gebläse 15  abzugebende Fördermenge wird durch den  Druckstutzen 21 des Gebläses 13 und die  Leitung 22 an den Saugstutzen 23 des Ge  bläses 15 abgegeben.  



  Die Betriebsweise des nach Fig. 2 aus  gebildeten Beispiels des Erfindungsgegen  standes ist nun die folgende:  Beim Anlassen der Maschine wird das  mechanisch angetriebene Gebläse infolge sei  ner mechanischen Kupplung mit der ersteren  sofort ebenfalls in Bewegung gesetzt; seine  Förderung wird deshalb sofort einsetzen, und  sein Förderdruck wird die selbsttätige Ab-    schlussvorrichtung 25 öffnen, so dass minde  stens ein Teil seiner Förderluft durch die  Eintrittsvorrichtung 20 und die Eintritts  schlitze 11 in die Zylinder gelangen wird.  Es wird also dadurch das Anlaufen der     I11a.-          schine    und Ausspülen der Zylinder ermög  licht.

   Das abgasturbinengetriebene Gebläse  15 braucht eine gewisse Zeit, bis es eine  solche Drehzahl erhält, dass es auch nur seine  eigenen Widerstände und diejenigen in den       Anschlussleitungen    zu überwinden vermag  und zu fördern beginnt. Mit zunehmender  Belastung bezw. Drehzahl der     Brennhraft-          maschine    wird nun aber dieses Gebläse  immer schneller laufen und von einem be  stimmten Betriebszustand ab einen höheren  Förderdruek liefern als das Gebläse 13.

    Stellt sich nun dadurch der Druck in der  Eintrittsvorrichtung 20 höher ein, als ein sol  cher im Gebläse 13 bei den gegebenen Be  triebsbedingungen überhaupt erzeugt werden  kann, so schliesst sich die selbsttätige     Ab-          sehlussvorriehtung    25 und die gesamte La  dung wird durch das Gebläse 15 geliefert,  wobei aber infolge der besonderen Ausbil  dung das     mechanisch    angetriebene Gebläse  seine Förderluft an den Saugstutzen 23 des  Gebläses 15 abgibt, so dass es also auch voll  bei der Luftförderung, aber nur als Nieder  druckstufe mithilft und seine Ladung über  das abgasturbinengetriebene Gebläse an die       Brennkraftmaschine    abgibt. Man sieht, dass  dadurch ein selbsttätiger Betrieb ermöglicht  ist.

   Hat die     Brennkraftmaschine    plötzlich  nur die Leerlaufleistung oder nur eine kleine  Belastung abzugeben, so wird die Drehzahl  des abgasturbinengetriebenen Gebläses wieder  stark zurückgehen, unter     Umständen    so  stark, dass das     mechanisch    angetriebene Ge  bläse 13 einen höheren     Förderdruck    liefert  als das Gebläse 15, derart, dass die ganze  oder die     hauptsäehlichste    Förderung der Luft  wieder durch das Gebläse 13 geschieht. In       Fig.    2 ist ein     Zentrifugalgebläserad    26 im  mechanisch angetriebenen Gebläse 13 darge  stellt.  



  In der     Fig.    3 ist eine etwas andere Aus  bildung der Luftregulierung für die zwei      verschiedenen Gebläse 13 und 15 einer im  übrigen entsprechend der Fig. 2 ausgebilde  ten Brennkraftmaschine durch partiellen  Schnitt dargestellt. In den Förderstutzen 19  des Gebläses 13 ist vorerst eine Klappe 27  eingebaut, mittels welcher der in die Ein  trittsvorrichtung 20 der Brennkraftmaschine  übergeleitete Teil der Fördermenge verändert  werden kann. Mehr gegen die Eintrittsvor  richtung 20 hin ist dann aber ebenfalls ein  selbsttätig wirkendes Abschlussorgan 25 vor  handen, welches sich beim Erreichen eines  höheren Druckes in der Eintrittsvorrichtung  20 als im Druckstutzen 19 des Gebläses 13  hinter der Klappe 27 von selbst schliesst.

   In  der Leitung 22 ist noch ein Drosselorgan 28  eingezeichnet, durch welches der Anteil der  Förderluft des Gebläses 13, welche in das  Gebläse 15 geleitet wird, verändert oder  sogar auf Null gebracht werden kann. Am  Saugstutzen des Gebläses 15 ist eine weitere  Abschlussvorrichtung 29 vorgesehen. Mittels  dieser kann das Gebläse 15 direkt aus der  Atmosphäre ganz oder teilweise einsaugen.  Im ersteren Fall ist es dann zweckmässig,  bei geöffneter Stellung der Abschlussvorrich  tung 29 das Abschlussorgan 28 zu schliessen,  damit in bestimmten Betriebsfällen alle     För-          derluft    des Gebläses 13 durch den Druck  stutzen 19 in die Einlassvorrichtung der  Brennkraftmaschine gelangt.

   Für eine solche  Schaltung dieser zwei Organe dient die     zusam-          mengekuppelte    Betätigungsvorrichtung 30.  



  Ferner kann im Druckstutzen 24 des Ge  bläses 15 eine Absehlussvorrichtung 31 ein  gebaut sein, mittels welcher die vom Gebläse  15 in die Eintrittsvorrichtung 20 geförderte  Luftmenge abgestellt oder verändert werden  kann. Dahintergesehaltete Klappen 32 wer  den für den Fall angeordnet, dass das Gebläse  15 aus der Atmosphäre ansaugt, sein     För-          derdruck    aber noch nicht so gross ist wie der  vom Gebläse 13 erzeugte Druck. In diesem  Fall werden sich die     Abschlussklappen    32  selbsttätig gegen das Gebläse 15 hin schlie  ssen, und erst, wenn der von diesem erzeugte  Druck gleich oder grösser als derjenige im  Druckstutzen 19 des Gebläses 13 hinter der    Klappe 27 ist, werden sich diese Abschluss  klappen 32 selbsttätig öffnen.

   Wird der vom  Gebläse 15 in der Vorrichtung 20 erzeugte  Druck grösser sein als der vom Gebläse 13  erzeugte, so wird das Abschlussorgan 25 sich  schliessen und sämtliche der Maschine zuge  führte Förderluft wird vom Gebläse 15 aus  geliefert, vorausgesetzt natürlich, die Organe  28 und 29 befinden sich in entsprechender  Lage. Die Betätigung der Abschlussorgane  27 bezw. 31 erfolgt durch die Betätigungs  vorrichtungen 33 bezw. 34. Die Betätigungs  gestänge 30, 33, 34 der verschiedenen Ab  schluss- und Regulierorgane können in geeig  neter und beliebiger Weise     miteinander    ge  kuppelt werden, so dass die     Luftschaltungen     zweckentsprechend gesteuert werden.

   Insbe  sondere sollte, wenn das Organ 27 geschlos  sen wird; das Organ 31 geöffnet werden und  umgekehrt, was durch die     Richtung    der ein  gezeichneten Pfeile angedeutet wird. Die Be  tätigungsvorrichtung der Organe 27, 28, 29,  31 kann auch in nicht gezeichneter Weise mit  der     Brennstoffeinstellvorrichtung        bezw.    Re  gulierung der     Brennkraftmaschine    gekuppelt  sein. Die selbsttätigen     Abschlussvorrichtun-          gen    25 und 32 können auch so ausgebildet  sein, dass man sie, wenigstens zeitweise, will  kürlich ganz öffnen oder schliessen kann.  



  In     Fig.    4 ist eine etwas andere Ausbil  dung des     Erfindungsgegenstandes    dargestellt.  Im Gegensatz zu den     Fig.    2 und 3, wo das  mechanisch angetriebene Gebläse als     Zentri-          fugalgebläse    ohne feste     Diffusorschaufeln     ausgebildet ist, wird     hier        ein        achsial    fördern  des Schraubengebläse 35 verwendet. Dieses  wird unter Vermittlung     eines        Geschwindig-          keitswechselgetriebes    36 von der Kurbelwelle  10 aus angetrieben.

   Mit diesem kann die  Drehzahl des Schraubengebläses geändert  werden, um den Bedürfnissen verschiedener  Belastungen und Maschinendrehzahlen besser  zu entsprechen und um insbesondere zu er  möglichen, dass das Gebläse beim Anlaufen  der Maschine mit genügend grosser Geschwin  digkeit angetrieben werden kann. Die Betäti  gung dieses Geschwindigkeitsgetriebes, das       heisst    die     Einstellung    auf verschiedene Ge-      schwindigkeiten des Schraubengebläses kann  von Hand oder von der Brennstoffeinstell  vorrichtung der Maschine bezw. ihrer Regu  lierung aus erfolgen. Die Lieferung der För  dermenge der beiden Gebläse 13 und 15 ist  auch etwas anders gestaltet.

   Die     Eintritts-          v    orriehtung 20 der Brennkraftmaschine ist  beispielsweise in zwei Räume 20' und 20".  20"' geteilt. Die Trennung erfolgt durch die  Wand 37. In dieser Wand ist mindesten.  ein beispielsweise federbelastetes Abschluss.  organ 39 eingebaut, das sich erst öffnet.  wenn der vom abgasturbinengetriebenen Ge  bläse 15 erzeugte Druck höher ist als der  vom Gebläse 13 bei der betreffenden Be  triebsbedingung erzielte. Zu diesem Zweck  ist die Förderleitung 24 des Gebläses 15  durch eine Leitung 40 an den Raum 20".  20"' der Eintrittsvorrichtung angeschlossen.  Ferner ist die in Fig. 2 ebenfalls dargestellte  selbsttätige     Absehlussvorrichtung    25 zwischen  dem Gebläsestutzen 19 und der Eintrittsvor  richtung 20 ebenfalls vorhanden.  



  Die Betriebsweise einer Ausbildung nach  Fig. 4 ist nun die folgende:  Zum Anlassen der Maschine können in  diesem Fall beispielsweise nur die Zylinder  5 und 6 durch die Leitungen 42 mit Brenn  stoff beschickt werden, während die Zylinder  1 bis 4 vorerst ohne Brennstoff laufen. Das  Gebläse 13 sei so ausgebildet und bemessen,  dass es für die Zylinder 5 und 6 genügend  Spülluft und Ladeluft liefert. Diese zwei  Zylinder werden also beim Anlassvorgang  richtig arbeiten. Je nach Einstellung der  Drosselvorrichtung 28 wird ein mehr oder  weniger grosser Teil der vom Gebläse 13 ge  lieferten Luft an das Gebläse 15 abgegeben.  und wenn die Drehzahl der Abgasturbine 14  einen gewissen Wert erreicht hat, wird auch  der Förderdruck des Gebläses 15 sukzessive  steigen, bis er höher ist als der vom Gebläse  13 gelieferte Druck.

   Trifft dies zu, was je  schneller der Fall ist, um so eher die Ab  schlussvorrichtung 28 ganz geöffnet wird, so  wird sich das Ventil 39 gegen den Raum 20'  hin öffnen und die selbsttätige Abschlussvor  richtung 25 wird sich schliessen. Von diesem    Moment ab gibt das Gebläse 13 seine ganze  Förderluft an das Gebläse 15 ab und dieses  fördert von dann ab die gesamte Ladeluft  und Spülluft für die Brennkraftmasehine  durch die Leitung 40.  



  Sind zwei     Trennwände    37 und 38 in der  Eintrittsvorrichtung 20 vorhanden. mit eben  falls in die Wand 38 eingebautem Rück  schlagventil 39 und einer entsprechenden Zu  leitung 41 für die Förderluft des Gebläses 15  in die Kammer 20"' der Eintrittsvorrichtung  --wobei die Leitung 40 wegfällt-, so wird  die Förderung dieses Gebläses beim Anlas  sen und bei kleiner Belastung noch stärker  gedrosselt, indem dann vorerst nur die     Lade-          und    Spülluft für die Zylinder 1 und 2 zu  fördern ist und erst später ebenfalls diejenige  für die Zylinder 3 und 4, wenn das in der  Wand 38 befindlicbe, nicht gezeichnete  Organ 39 sich geöffnet haben wird.

   In die  sem Fall wird die Drehzahl des abgasturbi  nengetriebenen Gebläses 15 unter sonst Blei  ehen Verhältnissen rascher steigen als wie  im vorigen Fall. so dass dieses Gebläse die  Gesamtförderung der Luft früher überneh  men kann, denn bei einem Schaufelgebläse  ist bei kleinerem Fördervolumen die An  triebsleistung eine kleinere.  



  Sowohl in den Fig. 1 bis 3 als auch 4  sind die zur Abgasturbine 14 führenden Ab  gasleitungen in zwei Leitungen aufgeteilt.  von welchen je die Zylinder 1, 2, 3 in die  Leitung 43 und die Zylinder 4, 5, 6 in die  Leitung 44     auspuffen.    Der Zweck dieser  Anordnung wird bei der Beschreibung der       Fig.    8 bis 10 erläutert.  



  In den     Fig.    5 und 6 ist der     Erfindungs-          -eaenstand    in einer beispielsweisen beson  deren     Ausführungsform    an einer     Zwölfzyliii-          der-Viertaktbrennluaftmasehine    dargestellt.  Diese Maschine hat zwölf Zylinder; eine  Reihe 1, 2, 3, 4,     :5.    6 und eine andere Reihe  1', 2', 3', 4', 5', 6', welche Reihen gegen  einander in     V-Form    angeordnet sind.

   Bei die  ser Maschine ist für jede Zylinderseite ein  abgasturbinengetriebenes Gebläse 15     bezw.     15' auf der gleichen Stirnseite der Maschine  angeordnet, welches je durch eine Abgas-      turbine 14, respektive 14' unabhänig von der  Kurbelwelle der Brennkraftmaschine ange  trieben wird. Die besondere Ausbildung  dieses Ausführungsbeispiels besteht     nun     darin, dass nur ein mechanisch von der     Brenn-          kraftmaschine    angetriebenes Gebläse 13 an  geordnet ist, welches seine Förderluft einer  seits vermittels seiner Stutzen 19 und 19'  und unter Vermittlung der Leitungen 45 und  45' an die beiden Eintrittsleitungen 20 und  20' der zwei Zylinderreihen 1 bis 6 bezw.

    1' bis 6' unter Passieren der selbsttätig wir  kenden Abschlussorgane 25 und 25' abgeben  kann. Des ferneren gibt das Gebläse 13 ver  mittels seines Stutzens 21 wenigstens einen  Teil seiner Förderluft durch die Leitungen  22 und 22' an die Eintrittsstutzen 23 und 23'  der Gebläse 15 und 15' direkt ab. Der An  trieb des Gebläses 13 erfolgt von der Kurbel  welle 10 der Maschine aus, unter Vermitt  lung der Zahnräder 16 und 17, sowie des  Kettentriebes 36. Die beiden     Abgassammel-          leitungen    43 und 44 bezw. 43' und 44', an  die je drei Zylinder angeschlossen sind, haben  zwei getrennte Eintritte in die Gasturbine  14 bezw. 14'.

   Die Wirkungsweise der erläu  terten Ausbildung ist nun so, dass beim An  laufen der Brennkraftmaschine oder bei klei  ner Belastung das mechanisch angetriebene  Gebläse 13 einen Teil seiner Förderluft durch  die Leitungen 45 und 45' und durch die  selbsttätigen Abschlussorgane 25 und 25' hin  durch über die Einlassleitungen 20 und 20'  an die Brennkraftzylinder direkt abgibt. Ein  anderer Teil seiner Förderluft wird hingegen  durch die Leitungen 22 und 22' an die Ein  trittsstutzen der Gebläse 15 und 15' abge  geben.

   Erst wenn diese beiden Gebläse 15  und 15' einen höheren Druck erzeugen, als  wie derselbe vom Gebläse 13 durch die Ab  schlussorgane 25 und 25' an die Einlassleitun  gen 20 und 20' abgegeben wird, so werden  sich die Abschlussorgane 25 und 25' selbst  tätig schliessen, und die ganze Förderung des  Gebläses 13 wird von den Gebläsen 15 und  15' aufgenommen und von dort unter er  höhtem Druck an die Brennkraftmaschine ab  gegeben.

      Durch die besondere gruppenweise Zu  sammenfassung der Abgasleitungen der ein  zelnen Zylinder, von welchen Leitungen     aus     getrennte     Eintrittsquerschnitte    der Abgastur  bine 14 und 14' beaufschlagt werden, erzielt  man bei bestimmter Bemessung der Inhalte  dieser Abgasleitungen und der Eintrittsquer  schnitte in die Turbine erhebliche Druck  schwankungen vor der Abgasturbine, welche  für die Spülzwecke der Maschine besonders  günstig sind und dennoch gewährleisten, dass  die zum Antrieb der abgasturbinengetriebe  nen Gebläse und zur     Förderung    vermehrter  Spülluft notwendige Abgasenergie durch die  richtige Ausbildung der Druckstösse, die auf  die Turbine wirken, erreicht wird. Die Ab  gase verlassen die beiden Abgasturbinen 14  und 14' durch die Leitungen 46 und 46'.

    



  In der Diagrammfigur 7 sind in Funk  tion der Belastung der Maschine die     Drücke,-          welche    von den beiden Gebläsen 13 und 15  erzeugt werden, eingetragen. po ist der  Atmosphärenidruck, p1 ist der Förderdruck  des von der Brennkraftmäschine mecha  nisch angetriebenen Gebläses; derselbe sollte  über den ganzen Belastungsbereich nicht  allzu stark verschieden sein. Im gezeich  neten     Beisspiel        sinkt        :er        .etwas        mü    zuneh  mender Belastung. Sein Verlauf hängt in der  Hauptsache von der Charakteristik für     ver.          änderliche    Fördermenge des Gebläses 13 ab.

    p2 sei nun der     mittlere    Druck. der Abgase  vor der     Abgasturbine    14. Derselbe ist bei       kleiner    Belastung relativ klein und steigt  dann namentlich als Folge der höheren Tem  peratur der Abgase und der vermehrt zuge  führten     Luft-Brennstoffladung    .der     Brenn-          kraftmaschine    mit zunehmender Belastung  progressiv an.

   Würde     nun.    das Gebläse 15  direkt aus der     Atmosphäre    ansaugen, so er  gäbe sich     ein    Verlauf des.     Förderdruckes    die  ses Gebläses entsprechend     p3.    Bei Nullast       bezw.    kleiner Belastung ist dieser Druck so  zusagen null und steigt dann aber bei gutem       A#bgasturbo-Wirkungs,grad        steiler        @an    als der  zum Antrieb des Gebläses dienende mittlere  Druck     p2    vor der Abgasturbine.

   Im Punkt     r1     seien beide Drücke gleich, und bei zuneh-      mender Belastung ist der Druck. p3 nach dem  Gebläse 15 höher als der mittlere Druck p2  vor der Abgasturbine. Arbeiten nun aber  beide Aufladegebläse 13 und 15 zusammen,  derart, dass das Gebläse 13 vorerst teilweise  und später ganz in den Eintrittsstutzen des  Gebläses 15 fördert, so steigt der Druck im  Gebläsestutzen. 24, sofern keine Drosselung,  zum Beispiel durch die Abschlussvorrichtung  28, stattfindet, entsprechend der Kurve p4.  Findet eine solche Drosselung statt, so stellt  sich der Druck im Stutzen 24 etwas tiefer.  zum Beispiel entsprechend der Kurve p5 ein.  Bei dieser Betriebsweise wird nun von einem  gewissen Moment ab der Druck im Stutzen  24 sich gleich einstellen wie derjenige im  Stutzen 19 des Gebläses 13. Dieser Moment  sei durch Punkt B bezeichnet.

   Infolge des  Einbaues der selbsttätigen Abschlussvorrich  tung 25 in den Druckstutzen 19 des Gebläse  13 wird nun bei weiter steigender Belastung  und wenn ein gewisser Schliessdruck für diese  Abschlussvorrichtung sich eingestellt hat. die  selbe sich schliessen, und dann wird die ge  samte Fördermenge des Gebläses 13 an das  Gebläse 15 abgegeben, und dieses fördert  allein durch den Druckstutzen 24 in die Ein  trittsvorrichtung 20 der Brennkraftmaschine.  Dieser Vorgang trete im Punkt C ein. Von  diesem Moment ab steigt der Druck in der  Eintrittsvorrichtung 20, durch den Punkt D  gehend, im Stutzen 24 entsprechend der  Kurve p4, und der volle Auflade- und Spül  druck, welcher     zusammen    durch die Gebläse  13 und 15 erzeugt wird, steht für den Be  trieb der Brennkraftmaschine zur Verfügung.  



  In den Fig. 8 und 9 sind nun noch die  Druckverhältnisse am Austritt beider Ge  bläse 13, 15 und vor der Abgasturbine 14 bei  einer bestimmten Belastung während einer  Maschinenumdrehung einer     Zweitaktbrenn-          kraftmaschine    entsprechend der Fig. 2 darge  stellt. Für den Übertritt der Abgase aus der  sechszylindirigen Brennkraftmaschine, für  welche die Kurbelstellung der einzelnen Zy  linder und die Drehrichtung der Maschine in  Fig. 10 eingezeichnet sind, ist eine gruppen  weise Zusammenfassung der Abgasleitungen    der verschiedenen Zylinder     entsprechend     Fig. 2 vorgesehen.

   Es puffen nämlich nur  solche Zylinder bis und mit dem     Eintritt    in       mindestens    eine Abgasturbine in eine gemein  same Abgasleitung aus, dass ihre Auspuffe  die Spülvorgänge in den an die gleiche Lei  tung angeschlossenen Zylindern nicht stören.  Des ferneren sind die Abmessungen und In  halte dieser Abgasleitungen, sowie die dazu  gehörigen     Eintrittsquerschnitte    in die Tur  bine so bemessen, dass am Beginn der     Aus-          puffperiode    der Druck vor der Turbine über  den Gesamtaufladedruck beider Gebläse an  steigt, während der Spülperiode aber mög  lichst nahe auf den Atmosphärendruck sinkt.

    Da es sieh im gezeichneten Beibpiel um eine  seohszylindrige Zweitaktmaschine handelt,  wo alle 60  ein Auspuffvorgang beginnt,  werden für die Zylinder 1, 2. 3 bezw. 4, 5, 6,  deren Auspuffvorgänge je um 120   vonein  ander versetzt sind, besondere Abgasleitun  gen 43, 44 angeordnet. Mit der Summe des  in beiden Gebläsen erzeugten und deshalb er  höhten Förderdruckes können auf diese  Weise die Zylinder bei höherer Belastung  wirksamer gespült werden. Der in der Ab  gasleitung 43 sieh einstellende, stark     wecb-          selnde    Druck der Abgase, herrührend von  den Zylindern 2, 1, 3, wird durch pz in der  Fig. 8 und derjenige von den Zylindern 4. 6,  5, sich in der Abgasleitung 44 einstellende.  in der Fig. 9 durch die Kurve p2" darge  stellt.

   Die Linien p2 stellen den Mittelwert  der Abgasdrücke p2' bezw. p2" dar. p1 ist  der vom     mechanisch        angetriebenen    Gebläse       erzeugte        Förderdruck,    und p4 ist die Resul  tierende der vom     meehanIsch    angetriebenen  und vom     abgasturbinengetriebenen    Gebläse  erzeugten     Enddrücke.        Diese    werden, wenn  zwischen dem Gebläse 15 und den     Einlass-          orga.nen    der     Brennkraftmaschine    ein verhält  nismässig mehr oder weniger grosses Volumen       eingeschaltet    ist,

   mehr oder weniger konstant       sein.    Wie man aus den     Fig.    8 und 9 er  sieht, lässt sieh     dureli        die        .darin    angedeutete       Arbeitsweise    eine     verhältnismässig    lange       Spülphase        E-F    für .die     Brennkraftmaschine     erzielen.      Zur Erläuterung der den Fig. 8 und 9  entsprechenden Steuerung der Ein- und Aus  lassorgane sind unterhalb der Fig. 8 noch die  entsprechenden Eröffnung zeiten für die Zy  linder 2, 1, 3 in dicken Linienzügen ange  geben.

   Die obern Linienzüge G-H geben  die Zeiten an, während welchen die Auslass  organe offen sind. Die untern Linienzüge  J-K stellen dagegen die Eröffnung zeiten  der Einlassorgane der drei Zylinder 2, 1, 3  dar. Diese puffen in die gleiche Abgaslei  tung und in eine separate Kammer einer Ab  gasturbine aus. Die Spültotpunktstellungen  der Kolben der Zylinder 2, 1 und 3 liegen  bei 60, 180 bezw. 300  Kurbelwinkel, wie in  Fig. 10 dargestellt. Die Steuerung ist so  ausgebildet, dass zum Beispiel die Auslass  organe des Zylinders 1 rund 20   nach dem  untern Totpunkt des Kolbens des Zylinders  2 zu öffnen beginnen. Die Öffnung dauertbis  etwas über 30 ' nach unterem Totpunkt des  Kolbens des Zylinders 1 an.  



  Wenn nun, wie vorgeschlagen, der In  halt der Abgasleitung verhältismässig klein  ist und ebenso der entsprechende Eintritts  querschnitt in die Turbine, steigt der Druck  p2' in der Abgasleitung 43 sehr rasch an,  und zwar im gezeichneten Beispiel über den  Wert des Förderdruokes p4 der beiden bei  dieser Betriebsweise hintereinander geschal  teten Gebläse 13 und 15. Nachdem er seinen       Höchstwert        überschritten    hat, fällt derselbe  hingegen wieder ab, so dass er in der Nähe  des einen Totpunktes des Kolbens des Zylin  ders 1 oder nachher seinen Mindestwert, der  möglichst nahe an der Atmosphäre sein sollte,  erreicht, um dann später kurz nach Öffnung  des Auslassorganes des Zylinders 3 wieder  anzusteigen.

   Man ersieht nun aus dem Ver  lauf der Abgasdruckkurve p2' und der Luft  druckkurve p4, dass in den Punkten E und  F diese Drücke gleich sind. Zwischen den  Punkten E und F, wo die     Druckdifferenz-          fläohen    schraffiert sind, ist der Abgasdruck  p2' kleiner als der gesamte Auflagedruck p4.  Es kann also während dieser Zeit mit dem  Auflagedruck p4 bei gleichzeitiger Öffnung  der Aus- und Einlassorgane die Maschine mit    vorverdechteter Luft gespült werden. Zu die  sem Zweck werden deshalb die Einlassargane  der einzelnen Zylinder während des entspre  chenden auch durch die Linienzüge J-K  dargestellten Kurbelwinkels offen gehalten.

    Sofern, wie in Fig. 8 dargestellt, die Aus  lassorgane im Punkt H, das heisst früher  schliessen als die Einlassorgane im Punkt K,  wird nach Schluss der Eröffnung der Aus  lassorgane ein gutes Auffüllen der Zylinder  gesichert.  



  Mit der Erfindung lässt sich erreichen.,  dass beim Anlaufen und bei kleiner Belastung  von Brennkraftmaschinen die Spülung und  Ladung derselben besser gewährleistet ist  und dass bei grösserer Belastung ein höherer  Spül- und Ladedruck als üblich erreicht  wird. Ein von den Abgasen der     Brennkraft-          maschine    angetriebenes Schaufelgebläse hat  die unangenehme Eigenschaft, dass es bei  kleinen Drehzahlen, wie sie steh bei seinem       Anlaufen    und bei     kleinen        Belastungen    der  Brennkraftmaschine einstellen, nur eine  kleine Fördermenge aufnehmen kann.

   Mit  der Erfindung wird es nun aber möglich, der  Brennkraftmaschine auch bei diesen Be  triebezuständen eine grosse Lade- und Spül  luftmenge, wenn auch bei niedrigem, aber  genügendem Druck, zuzuführen. Trotz der  verschiedenen Ansprüche in der Luftförde  rung für     Anlassen,    für kleine     und    grosse Be  lastungen wird durch die erläuterte selbst  tätige Umschaltung der Förderwege ohne  äussere Betätigung die Luftförderung selbst  tätig allen Belastungen angepasst.

   Da man  dafür sorgen kann, dass sowohl das mecha  nisch getriebene als auch das abgasturbinen  getriebene Gebläse entsprechend ihrer     För-          derkapazität    beim Anlauf und bei kleinen  Belastungen bezw. bei allen grossen Belastun  gen grosse Luftmengen abgeben, kann     auch          der    grosse     Nachteil    Ader so     betrlebssstGrenden          Pompage,    der sich bei verkleinerter Förde  rung     sonst    ergibt, vermieden werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:- La:devorriehtung aal BrennkTaftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein mechanisch angetriebenes Schaufelgebläse vorgesehen ist, das einerseits eine für das Anfahren der Maschine und im Bereich klei ner Belastungen für den Betrieb genügende Lademenge und anderseits die volle Ansaug luftmenge für mindestens ein zweites durch die Abgase der Brennkraftmaschine allein an getriebenes Gebläse bei höheren Belastungen der Brennkraftmaschine liefert. UNTERANSPRÜCHE: 1. Ladevorrichtung nach Patentanspruch.
    dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbildung so getroffen ist, dass das mechanisch angetrie bene Gebläse beim Anfahren und bei kleinen Belastungen der Brennkraftmasehine seine Förderluft, unter Umgehung des abgastur- binengetriebenenGebläses, direkt an die Ein trittsvorrichtung der Brennkraftmaschine ab gibt. 2. Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbildung so getroffen ist, dass das mechanisch angetrie bene Gebläse beim Anfahren und bei kleinen Belastungen der Brennkraftmaschine minde stens einen Teil seiner Förderluft, unter Um gehung des abgasturbinengetriebenen Ge bläses, direkt an die Eintrittsvorrichtung der Brennkraftmaschine abgibt. 3.
    Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch dass zwischen dem mechanisch angetriebenen Ladegebläse und der daran direkt angeschlossenen Eintritts vorrichtung der Brennkraftmaschine minde stens eine selbsttätig wirkende Abschlussvor richtung eingebaut ist, welche sich bei zuneh mendem Förderdruck des abgasturbinenge triebenen Gebläses selbsttätig schliesst und dabei bewirkt, dass die gesamte Fördermenge des mechanisch angetriebenen Gebläses an das abgasturbinengetriebene Gebläse abge geben wird, über welsches dieselbe dann nach weiterer Verdichtung durch die Eintrittsvor richtung in die Brennkraftmaschine gelangt. 4.
    Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den in getrennte Räume der Eintrittsvorrichtung der Brennkraftmaschine mündenden Förderlei- tungen des abgasturbinengetriebenen und des mechanisch angetriebenen Gebläses minde stens eine selbsttätig wirkende Abschlussvor richtung eingebaut ist, welche sich bei zuneh mender Belastung der Brennkraftmaschine und damit zunehmendem Förderdruck des ah- gasturbinengetriebenen Gebläses öffnet,
    so dass unter selbsttätigem Abschluss der För- derleitung des mechanisch angetriebenen Ge bläses auch diejenige Kammer mit Ladeluft von dem abgasturbinengetriebenen Gebläse aus versorgt wird, die vorher von der vor erwähnten Förderleitung n aus beliefert wurde- 5. Ladevorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass beim Anfahren und hei kleinen Be lastungen der Brennkraftmaschine nur ein Teil der Zylinder, der vorerst allein mit Brennstoffeinspritzung arbeitet,
    in genügen der Weise mit Förderluft des mechanisch an getriebenen Gebläses versorgt wird. 6 Ladevorrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass erst bei einer bestimmten Belastung der Brennkraftma- schine, bei der die Liefermenge des abgas turbinengetriebenen Gebläses für diese Be lastung genügt, eine vollständige Umschal tung der Förderung des mechanisch angetrie benen Gebläses auf das gasturbinengetriebene Gebläse erfolgt. 7.
    Ladevorrichtung nach Patentanspruch, an Mehrzylinder-Brennkraftmaschinen, da durch gekennzeichnet, dass die Abgase ein- zeIater Zylinder, deren Auspuffvorgänge und Spülvorgänge sich gegenseitig nicht stören, in gemeinsame Abgasleitungen bis und mit dem Eintritt in mindestens eine Abbastur- bine auspuffen und die Abmessungen und Inhalte dieser Abgasleitungen,
    sowie die dazugehörigen Eintrittsquerschnitte in die Turbine so klein, bemessen sind, dass beim Be ginn der Auspuffperiode der Druck vor der Turbine über den Gesamtaufladedruek bei der Gebläsearten ansteigt, während der Spül periode aber möglichst nahe auf den Atmo- sphärendru.ek sinkt,
    so dass mit der Summe des im mechanisch getriebenen und im abgas turbinengetriebenen Gebläse erzeugten För- derdruckes die Zylinder relativ wirksam und lang gespült werden.
    8 Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der vom mecha nisch angetriebenen Gebläse erzeugte Ge- bläseförderdtruck beim Anlaufen und bei kleiner Drehgeschwindigkeit des abgasturbi nengetriebenen Gebläses stets höher ist als der zeitweise durch die Stauung in den Zy lindern, den Abgasleitungen und dem Ein- trittsquenschnitt der Abgasturbine entste hende Gegendruck,
    so dass bei der erwähnten Betriebsweise des abgasturbinengetriebenen Gebläses ein Zurückdrücken von Abgasen von der Turbinenseite her in die Brennkraft- zylinder bei während der Spülperiode ge meinsam offenen Ein- und Austrittsöffnun gen in den Brennkraftzylindern verunmög- licht wird. 9. Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das abgasturbi nengetriebene Gebläse so ausgebildet ist, dass sein Förderdruck bei höheren Belastungen höher ist als derjenige des mechanisch ange triebenen Gebläses. 10.
    Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanisch von der Brerinkraftmaschine angetriebene Gebläse als Zentrifugalgebläse ohne feste Diffusorschaufeln ausgebildet ist, damit bei direkt umsteuerbaren Brennkraftmaschinen Umschaltvorrichtungen für den Antrieb die ses Gebläses umgangen werden können. 11. Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanisch angetriebene Aufladegebläse und das von der Abgasturbine angetriebene Aufladegebläse an der gleichen Stirnseite der Brennkraft- maschine angeordnet sind. 12. Ladevorrichtung nach Patentanspruch.
    dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von abgasturbinenbetriebenen Gebläsen und nur ein Bruchteil dieser Zahl von von der Brennnkraftmaschine mechanisch angetriebenen Gebläsen angeordnet ist, welche ihre Förder- luft einerseits direkt an die Eintrittsvorrich tung der Brennkraftzylinder und anderseits au alle abgasturbinengetrietbenen Gebläse ab- ,geben können. 13. Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeohnet, dass zwischen dem mechanisch angetriebenen Gebläse und der Eintrittsvorrichtung in die Brennkraftma- schine eine Abschlussvorrichtung angeord net ist. 14.
    Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Abgasturbogebläse und der Eintrittsvorrich tung in die Brennkraftmachine mindestens ein selbsttätig wirkendes Abschlussorgan an geordnet ist. 15. Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Abgasturbogebläse und der Entrittsvorrich- tung in die Brennkraftmaschine eine Ab- schlussvorrichtung angeordnet ist.
    16. Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch :gekennzeichnet, dass zwischen, dem mechanisch angetriebenen Gebläse und dem Abgasturbogebläs,e eine Drosselvornchtung angeordnet ist. 17.
    Ladevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Abgasturbo gebläse ein in die Atmosphäre öffnendes Ab- schlusso.rgan eingebaut ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1049152B (de) * 1951-01-24 1959-01-22 William Doxford & Sons Ltd Zweitaktbrennkraftmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1049152B (de) * 1951-01-24 1959-01-22 William Doxford & Sons Ltd Zweitaktbrennkraftmaschine

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