CH213045A - Verfahren zur Herstellung von 4-Aminobenzolsulfonacetamid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Aminobenzolsulfonacetamid.

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CH213045A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/45Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups at least one of the singly-bound nitrogen atoms being part of any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom, e.g. N-acylaminosulfonamides

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     4-Aminobenzolsulfonacetamid.       Bekanntlich     stellen,Sulfonamidverbindun-          gen,    wie sie zum Beispiel in den D. R. P.  Nr. 607537, 610320,     6.3:

  8701,        französischen     Patenten Nr.     812-053,    820546,     britischen    Pa  tenten Nr. 842576, 462765,     schweizerischen    Pa  tenten Nr. 192699 und<B>192700,</B>     U.S.-Patenten     Nr. 2111768, 211913 und andern     beschrieben     sind, und die zum Beispiel auch aus den  Arbeiten von     Fourneau,        Trefuel,        Nitti    und       Bovet,        Comptes        rendus        .Soc.        Biol.    1936,     Bd.     122,S.

       258-259;        Trefuel,        Nitti    und     Bovet,     A     nnales    de     1'Institut        Pasteur,        Bd.    58,<B>8.30</B>  bis 47 (1937);     Buttle,        Gray    und     Stephenson,          Laucet,    vom 6.6. 36,     S.12'86-1290;    Meyer,       Öchslin,        Comptes        rendus,        Bd.    205, S. 181 bis  1182 (1937);

       Goissedet,        Despois    und Meyer,       Comptes        rendus        .Soc.        Biol.    1936,     Bd.1,21,          S.1082-1084,    und     andern    bekannt gewor  den     sind,    wertvolle Therapeutika .dar.

   Alle  diese Verbindungen     enthalten    eine     iSulfon-          amidgruppe        -SO,NH2,    die an einen aroma  tischen,     heterocyclis-chen    oder     aromatis        ch-          heterocyclischen        Rest        gebunden    ist, Sehr         wirksame    Verbindungen     dieser    Körperklasse  enthalten in     p-Stellung    zur Sulfonamid  gruppe eine     Aminogruppe    oder eine Gruppe;  welche in diese     überführbar    ist.

   Als be  kannteste Verbindungen     dieser    Art seien das       p=Sulfanilsäureamid        NHz    .     C6H4    .     @SO2    .     NH=     und die davon abgeleiteten     Azofarbstoffe     vom Typus des     4,Sulfonamido-2'.        4'-,diamino-          azobenzols            (NH2)2-C@@3    . N = N .     C@H4@SO,NH2       genannt.

   In Verbindungen     dieser    Art können  die     kerngebundenen        Aminogruppen    auch  durch .geeignete     Substituenten    ersetzt sein.  Hierzu kommen zum Beispiel     Acylreste,    ins  besondere solche, welche saure Gruppen ent  halten, oder     Carboxyalkylreste,    sowie Kohlen     -          hydratreste    oder     Benzylreste        und        4ergleichen     in Frage. Viele dieser Verbindungen sind in  Wasser schwer oder unlöslich, so dass ihre  Verabreichung Schwierigkeiten bereitet.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung -wer  den nun besonders wertvolle     Derivate    von      Verbindungen     dieser    Art hergestellt,     indem     man im Molekül ein Wasserstoffatom der       Sulfonamidgruppe    durch einen     Acylrest    er  setzt. Die so erfindungsgemäss erhältlichen  Verbindungen entsprechen folgender Formel:       R.SOI.NH.X.     



  In     dieser    Formel     stellt        R    einen aromatischen,       heterocyclischen    oder     aromatisch-heterocycli-          schen        Rest    dar, der     mindestens    eine kern  gebundene     Aminogruppe    oder eine in die       Aminogruppe        überführbare    Gruppe enthält,  während X ein     Acylrest    ist.  



  Durch die Einführung einer solchen Asyl  gruppe,in die     Sulfonamidgruppe    wird das in  letzterer noch vorhandene     Wasserstoffatom     durch Metall     ersetzbar.        Ersetzt    man     dieses          Wasserstoffatom    durch ein     Alkalimetall,    so  ist es möglich,     sonst    unlösliche Verbindungen  der obengenannten Körperklasse in in       Wasser    leicht mit neutraler     Reaktion        lösliche     Verbindungen überzuführen.

   Dadurch ergibt  sich die Möglichkeit, alle in     Betracht    kom  menden     Verbindungen    nicht nur als solche,  sondern .in Form ihrer     wasserlöslichen    Salze  in wässriger Lösung zu verwenden, und sie  zum     Beispiel    durch intravenöse oder     .sub-          kutane    Injektion zu applizieren, wodurch  sich eine raschere Wirksamkeit ergibt.

       Dazu     kommt noch die     Tatsache,    dass die therapeu  tische     Wirksamkeit        dieser    Substanzen durch  die genannte Reaktion nicht vermindert, son  dern in vielen Fällen sogar erhöht     wird.     



  Einige     wenige    bereits     bekannte    Verbin  dungen vom Typus der Sulfonamide sind  allerdings     befähigt,    wasserlösliche Salze, wie  z.     B.    das     p-Aminobenzol-sulfonamidhydro-          chlorid,    zu bilden. Die erfindungsgemässen  Salze unterscheiden sich jedoch von diesen  bekannten Salzen dadurch, dass letztere nicht  neutral in Lösung gehen, und infolgedessen  für Injektionszwecke keine Verwendung fin  den können.  



  Zur     Herstellung    .der erfindungsgemässen  Verbindungen verfährt man in an sich dem  Fachmann geläufiger Weise. Es     lassen    sich  im     wesentlichen    zwei Hauptgruppen von Her  stellungsverfahren     unterscheiden,    nämlich:    1. Solche, bei denen der R .     SO-NII-Rest     zuerst gebildet wird;     wonach    man die     Acyl-          gruppe    einführt.  



  2. Solche, bei denen zunächst der Rest       -NH    . X gebildet und dann der R .     .SO,-Rest     eingeführt wird.  



  Zu der erstgenannten Gruppe der     Her-          stellung@sverfahren    .gehört die einfachste Me  thode, nämlich die an sich     bekannte        Acylie-          rung,    welche     beispielsweise        mittels        Säuire-          anhydriden,        Acylchloriden,        Ketenen    und der  gleichendurchgeführt wird.

   Wenn in der  obengenannten Formel der     Rest    R überdies  noch     eine        Aminogruppe    enthält, kann die       Acylierung        natürlich    in solcher Weise durch  geführt werden, dass gleichzeitig mit der       Acylierung    der     Sulfonamidgruppe        aueh    eine       Acylierung    der     Aminogruppe    stattfindet,  das heisst man wird dann im allgemeinen  einen     Überschuss    an     Aeylierungsmittel    an  wenden.

   Wenn nötig, kann dann durch par  tielle     Verseifung    die Asylgruppe an der kern  gebundenen     Aminogrwppe        wieder    abgespalten  werden.  



       -Selbstverständlich    kann man auch solche       Aeylierungsverfahren    anwenden,     bei    denen  von Anfang an nur die     Suifonamidgruppe          acyliert    wird und die kerngebundene     Amino-          g        ruppe    unverändert     bleibt.        Dies    kann zum  Beispiel dadurch geschehen,     dass    man das       Acylierungsmittel    auf die     Silberverbindun-          hen        des    Sulfonamids einwirken lässt.  



  Diese Gruppe der     Herstellungsverfahren          schliesst    auch alle Verfahren     ein,    bei denen  solche     acylierte    Sulfonamide als     Ausgangs-          material    verwendet werden, in denen die  kerngebundene     Aminogruppe    erst gebildet  wird, nachdem die     acylierte        ##'yulfonamid-          gruppe    vorhanden ist.

       Es    treten     also    hier  zwei     Verfahrensstufen    auf, indem Sulfon  amide, welche eine in die     Aminogruppe    über  führbare Gruppe     enthalten,    zunächst     acyliert     werden, wonach die     kerngebundene        Amino-          gruppe    erzeugt     wird.    Als Beispiel sei die       Acylierung    von     p-NitrobenzoleuJfonamid    mit       anschliessender    Reduktion der     Nitrogruppe     zur     Aminogruppe    genannt.

   An     .Stelle    der  Nitrogruppe kann auch     irgend    eine andere in      die     Aminogruppe        überführbare    Gruppe, z. B.  die     Nitroso-,        Azo-,        Azoxy-,        Hydrazo-    usw.

         -(Truppe    vorhanden sein; ferner Halogen, das       durch    Behandlung mit Ammoniak zweck  mässigerweise in Anwesenheit von     KatalyGa-          toren    die     Aminogruppe    liefert, die     Aoyl-          amino-    und     Azomethingruppen,        die    zur       Aminogruppe        hydrolysiert    werden können,  oder eine     Säureami-d-    oder     Hydrazidgruppe,     welche durch Abbaureaktionen nach     Hoff-          mann,

          Curtius        usw.    in die     Aminogruppe     übergeführt werden können. Zu dieser Gruppe  der     Herstellungsverfahren    gehört auch     die-          "enige        Abeitsweise,    bei welcher die kern  gebundene     Aminogruppe    vor der     Acylierung          fiter        Sulfonamidgruppe    in eine solche     Acyl-          minogruppe    übergeführt wird,

   die leichter  zur     Aminogruppe        aufspaltbar    ist als die     acy        -          lierte        Sulfonamidgruppe.    Solche Gruppen  sind zum Beispiel die     Carbomethoxygruppe,     die     Carbobenzyloxygruppe    und andere, wie  sie zum Beispiel im D. R. P. Nr. 556798 er  wähnt sind. Diese können     durch    Reduktion  oder     Verseifung    leicht wieder aufgespalten  werden, ohne     dass    die     acylierte    Sulfonamid  gruppe dadurch beeinflusst würde.

   Mit Vor  teil kann man auch die     Aminogruppe        benzy-          lieren,    um diese Art der     Reaktion    durchzu  führen.  



  Zu dieser Gruppe der Herstellungsverfah  ren gehören schliesslich auch noch die Me  thoden, bei denen zunächst die aromatischen.       heterocyclischen    oder     aromatisch-heterocycli-          chen        Aminosulfonamidverbindungen    in der       Sulfonamidgruppe        acyliert    werden, wonach  man die freie oder wieder     freigesetzte    kern  gebundene     Aminogruppe        diazotiert,        und    die  erhaltene     Diazoverbindung    in an sieh bekann  ter Weise, z.

   B. nach den Angaben der     D.R.P.     Nr.     60753,7,        6103e0    u. a. mit aromatischen,       heterooyelischen,    oder     aromatiGch-heterocy-          clischen        kupplungsfähigen    Basen kuppelt.

    Man erhält auf diese Weise in der     Sulfon-          amidgruppe        acylierte        Azoverbindungen,    die  einerseits eine kerngebundene     Ami.no.gruppe     und     anderseits    eine     acylierte    Sulfonamid  gruppe enthalten, und die ebenfalls wert  volle therapeutische Mittel ,darstellen. Zur Her-         stellung    solcher     Azoverbindungen    kann man  natürlich auch andere an sich bekannte Me  thoden, wie sie in den obengenannten Paten  ten beschrieben sind, verwenden.

   So kann  man zum Beispiel eine aromatische, hetero  cyclisthe, oder     aromatisch-heterocyclis.che          Nitroverbindung,    die ein     kerngebundenes     basisches Stickstoffatom aufweist, in üblicher  Weise mit der     Azoverbindung    kondensieren.  Es ist auch -möglich,     entsprechende        Azoxy-          verbindungen    zu den     Azoverbindungen    zu  reduzieren, oder     entsprechend        konstituierte          Hydrazoverbindungen    zu dehydrieren.  



  Zur zweiten Gruppe der Herstellungsver  fahren gehören alle diejenigen Prozesse, bei  denen solche     ,SulfosäuTen    oder deren Derivate.  die eine kerngebundene     Aminogruppe,    oder  eine in     diese        übemführbare    Gruppe enthalten,       insbesondere        H.alogenide,    wie die     iSulfochlo-          ride,    in an sich bekannter Weise mit     entspre-          chenden        'Säureamiden    in An- oder Abwesen  heit von     Kondensationsmitteln    und/oder  Katalysatoren umgesetzt     werden,

      um die       Acylsulfonamidgruppe    zu bilden.  



  Es ist auch möglich, jedoch weniger vor  zuziehen, an ;Stelle der     @Säureamidederen     Metallverbindungen, z.     B.    die Silberverbin  dungen oder dergleichen, zu verwenden. Mau  kann ferner auch geeignete     Salze,der        @Sulfo-          säumen,    wie die Alkali- oder     Erdalkalisalze.     mit dem     Säureamid    umsetzen.

   In diesem Fall  führt man die Reaktion     zweckmässig    in An  wesenheit solcher Agenzien durch, die     be-          fähigt    sind,     intermediär        Anhydride    oder  Chloride aus ,den     Sulfonaten    zu bilden, die  dann mit dem     Säureamid    in     Reaktion        treten.     Solche Agenzien sind zum     BeispiehSulfuryl-          chlorid    oder die Chloride der     zur    Anwendung  gelangenden     Sulfosäure.     



  Zu     dieser    Gruppe der Herstellungsverfah  ren gehört schliesslich auch die Umsetzung  von     Sulfinsäuren    oder deren Salze mit       SäureamIden,    die am     Stickstoff    Halogen ent  halten.  



  Selbstverständlich kann man auch     andere     bekannte Methoden zur Herstellung der er  findungsgemässen     Verbindungen    verwenden,  wie sie zum Beispiel in den obengenannten           Patenten    und     Literaturstellen        beschrieben     sind. Das     wesentliche    Merkmal der vorliegen  den Erfindung besteht in der Herstellung  von Verbindungen der allgemeinen Formel       R.801.        NH.    X.  



  Als     besonders    wertvolle     Ausgangsmate-          rialien    für das erfindungsgemässe Verfahren  haben sich folgende     Substanzen    erwiesen;       p-Aminobenzolsulfonamid,          p-Benzylaminobenzolsulfonamid,          p-Aminobenzol@sulfonamidobenzol-m-und-          p-sulfonamid,    und deren     Acylaminoderivate          oder        Sulfochloride,        Azofarbstoffe    vom Typ  des     4-Sulfonamido-    2' . 4' -     diamino-1    .

       .1'-azo-          benzols,    die     Glukoside    des     p-Aminobenzol-          ou-lfonamide    und andere     Stoffe,    wie sie in  den obergenannten Patenten und     Literatur-          stellen,    sowie in dem     britischen    Patent  Nr. 201119 beschrieben sind.

           Durch    Umsetzung der     erfindungsgemäss     an der     Sulfonamidgruppe        acylierten    Verbin  dungen mit Metalloxyden,     -hydroxyden    oder       -carbonaten    oder dergleichen erhält man die       entsprechenden        Metallverbindungen.    -So ist  es leicht, die     Alkaliverbindungen        durch        Be-          handlung    der neuen Verbindungen mit der  berechneten Menge     Alkalihydroxydlösung     oder     Natriumcarbonat    herzustellen, und wenn  nötig,

   die     Alkalisalze        auszusalzen    oder durch  Zusatz     wassermischbarer        organischer    Lö  sungsmittel auszufällen.     8elbstvenständlich     kann man die Salze aus ihren     Lösungen    auch  durch einfaches Eindampfen zur Trockne     iso-          lieren.     



  Es ist auch möglich, andere Metallverbin  dungen, wie     die    Erdalkali-, Gold-, Kupfer-.       Quecksilber-,    Silber-, Aluminium-, Magne  sium- und dergleichen -Verbindungen herzu  stellen, die ebenfalls     praktische        Bedeutung          besitzen.    Zur     Herstellung    dieser Salze eignet  sich     insbesondere    .die     bekannte    Methode der       doppelten        Umsetzung,

      gemäss welcher zum       Beispiel    die     Erdalkalimetallsalze    der     acylier-          ten    Sulfonamide mit löslichen     Schwermetall-          sulfaten        umgesetzt    werden. Hierbei fallen  die     sohwerlöslichen        Erdalkalisulfate    aus,         während    das lösliche     Schwermetallsalz        des          acylierten    Sulfonamide in Lösung bleibt und  aus dieser isoliert     werden    kann.

   Zur Salz  bildung kann man auch organische     Basen,     wie z. B.     Alkylamine,        Alkanolamine,    wie       Äthanolamine,        Pyridin,        Anilin,        1-Phenyl-          2    .     3,dimethyl    - 4 -     dimethylamino-5-pyrazofon,     Chinin und andere verwenden.  



  Sowohl die     acylierten        'Sulfonamidverbin-          dungen    der Formel R .<B>SO,<I>.</I></B>     NH    . X als auch  deren Metall- und andere     -Derivate,    sollen  nicht nur als     therapeutische    Mittel, sondern  auch als     Zwischenprodukte    bei     der    Herstel  lung anderer     pharmazeutisch    und     technisch     wertvoller Substanzen, z. B. zur Herstellung  von     Pflanzenschutzmitteln    und dergleichen,  Verwendung finden.  



       Gegenstand    des     vorliegenden        Patentas    ist  nun ein Verfahren zur .     Herstellung    von       4-Aminobenzolsulfonaoetamid,    das     dadurch     gekennzeichnet ist, dass man ein     Benzolsul-          fonacetamid,

          das    in     4-Stellung        zur        Sulfon-          acetamidgruppe    eine     durch        Hydrolyse    in die       Aminogruppe        überführbare        Gruppe    enthält,  mit einem     hydrolysierenden    Mittel     behandelt.     Solche in die     Aminogruppe        überführbaren     Gruppen sind zum     Beispiel    die     Acylamino-,          Alkylamino-,

          Arylamino-,        Aral.kylamino-          Azomethingruppe,    der     IsocyansäureesterrM          (entstanden    durch     Hofmann'echen    Abbau aus       Säureamiden),    der     Alkylcarbamirusäureefster-          rest    (entstanden durch     Curtius'    Abbau aus       Säureamiden)    und dergleichen;

       insbesondere          sind        verwendbar    die     Acetylamino-,        Carb-          alkoxyaminoverbindungen.     



  Die neue     Verbindung    kann als Arznei  mittel, sowie als     Zwischenprodukt    zur Her  stellung von     Arzneimitteln    und andern tech  nisch wertvollen     Substanzen    Verwendung  finden.  



  Man kann für das     erfindungsgemässe    Ver  fahren zum Beispiel     4-Acylaminobenzoleul-          fonacetamid        verwenden,        welches    durch Be  handlung von     4-Aminobenzolsulfonamid    oder       4-Acylaminobenzoleulfonamid    mit einem     ace-          tylierenden        Mittel,    wie     Essigtsäureanhydrid     oder     Aeetylchlorid,        hergestellt    wurde,

   wobei  im     ersteren    Fall     des        Diacetylprodukt        erhalten         wird, oder ein Produkt,     welches    durch Ein  wirkung von     4-Acylaminobenzolsulfonsäure-          ha.logenid    auf     Aeetami-d    erhalten wurde.  



  <I>Beispiel 1:</I>  17,2 g     4-Aminobenzols,ulfonamid    werden  mit 75     cmg        Essigsäureanhydrid    während  einer     ;Stunde    zum     Sieden    erhitzt und das       gebildete        Diacetylproduktdurch        Einrühren     in Eiswasser ausgeschieden.

   Nach     Umkristal-          lisieren    aus Alkohol erhält man das     4-Ace-          tylaxninobenzolsulfona,cetamid    in farblosen  Prismen vom     Smp.        25,3'C    unter     Zersetzung.     Das     Produkt    ist leicht löslich in Alkalien  und bildet neutrale     :Salze.     



  Durch Erhitzen der     Diaoetylverbindung     mit Natronlauge findet eine partielle     Ver-          seifung    der     Acetylgruppe    statt. 25,6 g der       Diacetylverbindung    werden einige Stunden  mit 100     em3    2 N Natronlauge zum Sieden  erhitzt. Der beim     Ansäuern    mit     Essigsäure     sich     ausscheidende        Niederschlag    wird     abfil-          triert    und mit verdünnter     Sodalösung    behan  delt.

   Das     4-Aminobenzolsulfonacetamid    geht  in Lösung, während gleichzeitig gebil  detes     4-Acetylaminobenzolsulfonamid    un  gelöst bleibt. Man saugt ab und säuert das  Filtrat wiederum mit Essigsäure an.     Das          4-Aminobenzolsulfona-cetami,d        scheidet    sieh  aus und wird aus Wasser umkristallisiert.  Es bildet farblose, glänzende     rhombische          Kristalle    vom     Smp.    181   C. Es ist leicht lös  lich in Alkohol und Aceton,     schwerer    lös  lich in Wasser, unlöslich in Benzol und  Chloroform.

      <I>Beispiel 2:</I>  172 g     Sulfanilsäureamid    werden in  2000 cm' N Natronlauge     gelöst    und zu dieser  Lösung bei 0   C unter Rühren und Kühlen  340 g     Benzylehlorkohlensäureester    zugegeben.

    Nach     einigen    Stunden wird vom     .au3geschie-          denen        4-N-Carbonsäurebenzylester,des        Amino-          benzolsulfonamids    abgetrennt, mit     verdünn-          ter    Salzsäure und     Wasser        ausgewaschen    und       aus    Methylalkohol     umkristallisiert.    Der  Schmelzpunkt liegt bei 192-192,5   C, und       die    Ausbeute beträgt 250     .g.       Durch     einstündiges    Kochen dieses,

       Pro-          duktes    mit -der fünffachen Menge     Essigeäure-          anhydrid    und Eingiessen der Lösung in       Wasser        wird    das     Acetylderivat        ausgesehie-          den.    Man saugt ab, nimmt in verdünnter       Natriumcarbonatlös        ung    auf,

       filtriert    von       etwa        unverändertem        Ausgangsmaterial    ab  und scheidet im Filtrat das Produkt .durch       Ansäuern    mit Salzsäure wieder aus. Der       4-N-Carbonsäurebenzyl,ester    des     Aminoben-          zolsulfonacetylamidsschmilzt        naoh    .dem Um  kristallisieren aus Methylalkohol bei 167 bis       168'C.    Die Ausbeute beträgt 200 g.  



  Die Abspaltung des     Benzylcarbonsäure-          resstes        erfolgt    durch     mehrstündige    Behand  lung mit der     @dreifach-molaren    Menge N Na  tronlauge bei 60  .  



  <I>Beispiel 3:</I>  40 g     Carbamlsäureäthylester        (Hentschel,     Berichte,     Bd.    18, S. 978) werden bei 0   C in  160 g     Chlorsulfonsäureeingetragen.    Das Ge  misch wind während     einer    Stunde auf 55 bis  <B>60'C</B> erhitzt und     .dann    in Eiswasser gegos  sen.

   Das ausgeschiedene     Carbäthogysulfanil-          säurechlorid    wird zur Reinigung in kaltem  Methylalkohol gelöst     und    durch Zusatz von       Wasser    wieder ausgefällt.

       Sein        Schmelz-.          punkt    liegt bei 104-105<B>'C.</B> Dur-oh Ein  leiten von     Ammoniak        in        ,die    ätherische Lö  sung des     Carbäthogysulfanilsäurechlorids    er  hält man in     -guter    Ausbeute das     4-Carb-          äthogyaminobenzo,1sulfonamid    vom Schmelz  punkt     238'C.     



  244 g     4-Carbäthogyaminobenzolsulfon-          amid,    1,25 Liter     Eisessig        und    80     ,g        Aeetyl-          ohlorid    werden während zwei Stunden zum  Sieden erhitzt. Das     acetylierte    Produkt wird  in Wasser     .gegeben,    abgesaugt und wieder  ausgefällt. Nach dem     Umkristallisieren    aus       verdünntem        Aceton    schmilzt es bei     244'C.     



  Zur     Abspaltung    der     Carbäthogygruppe     wird das     4-C.arbäthogyaminobenzolsulfonace-          tylamid    in der siebenfachen Menge 2 N     Na.-          tronlauge    gelöst und 10 Minuten bei<B>80'C</B>  gehalten. Nach     Ansäuern    mit     Essigsäure     fällt ,das     4-Aminobenzolsulfonaoetylamid    aus  und wird durch     Umkristallisieren    aus.

   Wasser      gereinigt.     Smp.   <B>181 'C.</B> Die     Ausbeuten    dieser       Arbeitsweise        entsprechen    den im     Beispiel    2  gegebenen.  



  An     Stelle        dee        4-Carbäthogyaminobenzol-          sulfonamids    kann man     als        Ausgangsmaterial     auch die     Carbomethoxyverbindung    verwen  den,     die    in     nachstehender    Weise erhalten  werden kann.  



  82,3 .g     carbomethoxysulfanidsaaree    Na  trium     (Nölting,        Berichte    21, S. 3155) werden  mit 70 g     Phosphorpentachlorid    verrieben. Die       feste        Masse    wird in Eiswasser gegeben, der  ungelöste     Anteil    durch     Absaugen    filtriert  und säurefrei     gewaschen.    Durch     Einleiten     von Ammoniak in die     ätherische        Lösung    des       Sulfochlorids        (Smp.    117-118   C)

   erhält man  das     Amid    vom     Smp.        226-227   <B>'C.</B>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 4-Amino- benzolsulfonaeetamid, dadurch gekennzeich net, dass man ein Benzoleulfonacetamid, das in 4-Stellung zur Sulfonaoetamidgruppe eine durch Hydrolyse in die Aminogruppe über- führbare Gruppe enthält, mit einem hydro- lysierenden Mittel behandelt.
    Die neue Verbindung bildet farblose, glänzende rhombische Kristalle vom Smp. 181 , die leicht löslich in Alkohol und Ace ton, schwerer löslich in Wasser, unlöslich in Benzol und Chloroform Bind. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB man 4-Aeetylamino- benzoleulfonamtamid verwendet, das er halten wurde durch Behandlung von 4-Ami,nobenzoloulfouamid mit einem aee- tylierenden Mittel._ 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB man 4-Acetylamino- benzolsulfonaoetamid verwendet, das er halten wurde durch Behandlung von 4-Acylaminobenzoleulfonamid mit einem acetylierenden Mittel. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB man 4-Aoetylamino- benzolsulfonacetamid verwendet, das er halten wurde durch Einwirkung von 4-Acylaminobenzolsulfonsäurechlorid auf Aoetamid.
CH213045D 1938-02-02 1939-01-19 Verfahren zur Herstellung von 4-Aminobenzolsulfonacetamid. CH213045A (de)

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