CH213222A - Verfahren und Vorrichtung zum Verspinnen von thermoplastischen und schmelzbaren organischen Massen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verspinnen von thermoplastischen und schmelzbaren organischen Massen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Verspinnen von thermoplastischen und schmelzbaren organischen Massen. Gegenstand der Erfindung bildet ein Ver fahren und eine Vorrichtung zum Verspinnen von thermoplastischen und schmelzbaren organischen Massen.
Eine Reihe von ,Stoffen lässt sich aus dem S:chmelzfluss mittels geeigneter Düsen zu Fäden, Bändchen, Röhren und dergleichen verspinnen. Auch organische Stoffe, ins besondere organische Hochpolymere, können im geschmolzenen Zustand in dieser Weise verformt werden.
Die Schmelzpunkte ,dieser Stoffe liegen meist so hoch"dass bei längerem Verweilen des Stoffes im geschmolzenen Zu stand leicht Zersetzungen unter Verminde rung des Polymerisationsgrades, Dunkelfär bung der Masse und. Verschlechterung der Spinnfähigkeit eintreten.
Dieser Übelstand ist um so schwerwiegender, als man bisher,der- artige Schmelzen nur unter ihrem statischen Druck oder unter Überdruck durch die 8pinn- düse gefördert hat. Beides erfordert,dae Vor- handensein grösserer Mengen geschmolzener Masse.
Ausserdem erreicht man aber auf die sem Wege lange nicht die Gleichmässigkeit der Förderung, wie bei Verwendung der be kannten Spinnpumpen zur Förderung spinn- barer Lösungen.
Vorliegende Erfindung bezweckt die Ver meidung beider Übelstände, indem einerseits immer nur kleine Mengen der :Spinnmasse sich so kurze Zeit im Schmelzfluss befinden, dass auch empfindliche Substanzen während dieser Zeit noch keine Zersetzung erleiden, anderseits der geschmolzene Anteil zwangs läufig in absoluter Gleichmässigkeit durch .die Düsenlöcher .gefördert wird.
Dies wird auf folgende Weise erreicht: Das zu ver spinnende Material wird in festem Zustand zwangsläufig einer abgedichteten Schmelz einrichtung zugeführt, entsprechend der För derung Saufend an dem der Düse zugekehr ten Ende abgeschmolzen und mättele Spinn- düsen versponnen. Zweckmässigerweise dient hierbei das feste Material als Abdichtung des Schmelzraumes gegen aussen. Die ferste Spinn masse wird also als Kolben benutzt, so dass auch mit Überdruck gesponnen werden kann.
Das Verfahren eignet sich besonders für die Verarbeitung thermoplastischer organischer Massen, z. B. Vinylderivate, wie Polyvinyl- ester, Polyvinylchlorid, Polystyrol, Poly- alkylvinylketone, hochpolymere Kohlen wasserstoffe, wie Polyisobutylen, Polyacryl- säurederivate, Polyester, Polyäther, Poly- säureamide und dergleichen.
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens besteht aus einer Fördervorrichtung für das in fester Form befindliche Spinnmaterial, aus einer Abdichtungsvorrichtung für das Spinnmate rial und aus einer vor den Düsen angeord neten Heizzone.
In der beigefügten Zeichnung ist die Vor richtung gemäss der Erfindung in einem Aus führungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Vorrichtung im Schnitt, Fig. 2 in Aufsieht.
In Fig.3 ist eine Fördereinrichtung für endloses Material mit einem Rollenantrieb im Schnitt und in Fig.4 in Aufsicht dargestellt.
Fig. 5 stellt die Düse im Schnitt dar. Die Spinnmasse wird als Stab in ein Rohr 1 eingeschoben, in dem die .Spindel 2 durch die sich drehende Mutter 3 nach unten bewegt wird. Die Mutter wird durch das Schneckenrad 4 und die Schnecke 5 in Dre hungen versetzt und kann durch das Ge- sperre 6 zum oder ausser Eingriff mit der Spindel 2 gebracht werden.
Die Spindel 2 ist durch einen nicht gezeichneten Indexstift, der in der Nut 7 gleitet, gegen Verdreh:-n gesichert. Wird die Mutter 3 durch Drehen des Gesperres 6 gelöst, so kann die Spindel 2 herausgezogen werden. Der durch die Spin del geförderte Stab 10 trifft nach dem Pas sieren der Wärmeisolierung 8 auf den ring- förmigen Heizkörper mit doppelt konischer Bohrung, der durch die elektrische Heizvor- richtung 9 geheizt wird, auf.
Die Stabsspitze wird geschmolzen und die Schmelze durch den nachrückenden Stab nach vorn unter Druck der Düse zugeführt und nach der An laufzeit mit oder ohne Druck durch die Düsenlöcher gepresst. Die flüasigkeitsdichte Abdichtung des Stabes gegen den Düsenmaum kann durch die konische Heizfläche selbst ge bildet werden, kann aber auch schon vorher durch eine geeignete Passung oder Man schette bewirkt werden.
Als Düse ist hier eine einfache Platte mit konzentrischen Löchern gezeichnet.
Das Spinnmaterial kann in Gestalt lang- gestreckter Gebilde von gleichbleibendem Querschnitt, z. B. in Stab-, Draht-, Platten-; Band- oder Rohrform; über die ganze Länge der entsprechenden Transporteinrichtung zu geführt werden.
Für die Förderung von Mate rial in Form von .Stäben oder Hohlkörpern beliebigen Querschnittes und endlicher Länge können alle Vorrichtungen zur Erzeugung einer gleichmässigen Verschiebbewagung ver wendet werden, beispielsweise Spindeln, Zahnstangen, Seile und Ketten, sowie auch hydaulische Antriebe.
Insbesondere kön nen zur Verkürzung der Zeit beim Ersetzen eines verbrauchten Stabes mehrere Stäbe nacheinander ;gefördert werden, wobei die 1lruschaltung automatisch erfolgen kann.
Für den Transport von Materialien in Form von endlosen Drähten, Bändern oder Stäben, die durch Ziehen endloser Stränge oder Verschweissen mehrerer Stäbe in end loser Länge hergestellt werden, ist jede Vorrichtung zur Erzeugung einer gleich mässigen Fliessbewegung geeignet, beispiele- wesm Schnecken-, Ketten- und Rollenmecha- nsmen.
In den Fig.3 und 4 der Zeichnung ist eine Fördervorrichtung für endloses Material mit einem Rollenantrieb im Schnitt (Fig. 3) und in Aufsicht (Fig. 4) dargestellt, bei wel- eher der Andruck der Rollen auf das Mate rial durch den Vorschubwiderstand bewirkt und damit eine zwangsläufige Förderung er reicht wird. Durch die Welle 11 wird die Rolle 17 angetrieben.
Durch Zahnradkränze 18 steht die Rolle 17 mit der Stützrolle 19 und der Transportrolle 20 in Eingriff. Die Rollen 17, 19 und 20 besitzen zwischen den Zahnradkränzen eine runde Auskehlung 22, die in der Form dem zu verspinnenden end losen Material an.gepasst ist. Die Zapfen der Rolle 20 sind in einer Aussparung 21 derart geführt, dass einer Erhöhung des Wider standes, den der Spinnstab findet,
eine ver stärkte Klemmung entspricht. Die Einleitung dieser Bewegung kann wie bei einem Frei lauf durch eine nicht gezeichnete Feder unterstützt werden. Das zu verspinnende endlose Material ist mit 10 bezeichnet.
Der Heizkörper braucht nicht notwen- digenveise mit einer konischen Bohrung aus geführt zu sein. An seiner Stelle sind auch feste oder federnde Ringe mit oder ohne Nuten zu verwenden. Je nach der .Stärke und Förderung des zu spinnenden Fadens ist in der Zeiteinheit mehr oder weniger Masse zu schmelzen, was durch Anpassung der Heiz fläche leicht zu erreichen ist. So kann die Heizfläche auch einen spitzen Konus oder eine Schneide bilden, auf die .der .Stab auf trifft und an der er mit grosser Fläche ab geschmolzen wird.
Bei grossen Quensehnitten des angelieferten Materials wird man .das- selbe auf geheizte Roststäbe oder gelochte Platten, wenn nicht auf die Düsenplatte selbst, die mit Erhöhungen (Warzen) ver sehen sein kann, auf denen die Düsenöffnun gen sitzen, auftreffen lassen. Dabei erfolgt ihre Heizung entweder elektrisch oder durch Heizflüssigkeiten oder Gase oder Kombina tionen von beiden Heizungsarten.
Insbeson dere wird bei Maschinen mit vielen Spinn stellen und beim Verspinnen von sehr tempe raturempfindlichen Materialien die elek- tri@s.che Heizung zur Feinregulierung ver wendet.
Dichtung, Heizkörper und Düsenplatte können zu einem Körper vereinigt sein. Als Düsen können alle bekannten Ausführungs formen, wie gerade oder runde Düsen, mit oder ohne Warzen, verwendet werden. Für hohe Abzugsgeschwindigkeit empfiehlt sich eine Düse wie in Fig. 5 gezeigt.- Das durch die Transporteinrichtung geförderte Material trifft hierbei auf die durch ein gasförmiges Medium geheizte Fläche 12, welche in einer Kammer 14 liegt, auf, schmilzt und wird zu den Warzen 18 herausgedrückt, die in einen Ringkanal 16 hineinragen.
Das zur Heizung der kegeligen Fläche hinter .der Düse be nutzte .gasförmige Medium tritt von der Kammer 14, deren Mantel 15 in einfacher Weise abnehmbar ist, durch den Ringkanal 16 in den darunter befindlichen Spinnschacht und wird in Richtung der frisch gesponnenen Fäden abgeführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Verspinnen von thermo plastischen und schmelzbaren organischen Massen, dadurch .gekennzeichnet, dass das Material im festen Zustand zwangsläufig einer abgedichteten 'Schmelzeinrichtung zu geführt, entsprechend -der Förderung laufend an dem der Düse zugekehrten Ende ab geschmolzen und 'mittels Spinndüsen ver sponnen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das feste Material als Abdichtung .des ;Schmelz- raumes gegen aussen benützt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Spinn- material in Gestalt lan;ggestreckter Ge bilde von gleichbleibendem Querschnitt über die ganze Länge der entsprechenden Transporteinrichtung geführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, @da- durch gekennzeichnet, dass zur Heizung der Apparatur ein bassförmiges Medium verwendet wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass das gasförmige Medium durch einen Ringkanal in Richten der frisch gesponnenen Fäden abgeführt wird. PATENTANSPRUCH II:Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, ,gekennzeich- riet durch eine Fördervorrichtung für das in fester Form befindliche Spinnmaterial, eine Abdichtungsvorrichtung für das Spinnmate rial und eine vor den Düsen angeordnete Heizzone. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 5.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Fördervor. richturig für das feste zu verspinnende Material eine nicht selbstdrehende Spin del aufweist. 6. Vorrichtung nach Patentanepruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Förder- mechanismus klemmend an dem Material angreift. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da- durch gekennzeichnet, dass die flüssig- keitsdichte Abdichtung gegen den Düsen raum durch die konische Heizfläche selbst gebildet ist. B.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Abdich- tung des Schmelzraumes durch eine Pas- sung für den @Spinnmassenkörper gebil det ist. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass der Andruek der Solle auf das Material durch den Vorschubwiderstand bewirkt ist. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Abdich tung des Schmelzraumes durch einen kegelig ,gebohrten Ring gebildet ist. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Dichtung, Heizkörper und Düeenplatte zu einem Körper vereinigt sind. 12.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, das eine Kammer für das Heizmedium ringe um die Düse durch eine abnehmbare, mit einer Aus- nehmung versehene Platte (15) gebildet ist.
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