CH213858A - Verfahren zur Verwertung des Staubes von Zementöfen. - Google Patents

Verfahren zur Verwertung des Staubes von Zementöfen.

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CH213858A
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Description


  Verfahren zur Verwertung des Staubes von Zementöfen.    Die Verbrennungsgase von Zementöfen  führen eine veränderliche Staubmenge nach  dem Kamin ab.  



  Dieser Staub besteht aus Rohmaterial.  dessen Verlust den Gestehungspreis des  Zementes erhöht.  



  Der Staubanfall ändert je nach dem ver  wendeten Rohmaterial und hängt auch von  der Leistung des Ofens ab. In der Tat steigt  er gewöhnlich bei angestrengter Produktion.  



  Zahlreiche Mittel zur Rückgewinnung  dieses     Staubes    sind     bekannt.     



  Es ist bis jetzt keine Möglichkeit be  kannt, aus dem     ausgeschiedenen    Staub einen  besonderen Nutzen zu ziehen. Man begnügt  sich gewöhnlich damit, die feinsten Teilchen  aus diesem Staub auszuscheiden, um sie,  ihres mehr oder weniger hohen Kali- und  Kalkgehaltes wegen, als     Düngstoff    zu ver  kaufen.  



  Sie werden auch als "Filier" (Füllstoff)  für     Asphaltwege        verwendet.       Man hat auch schon versucht, dieser  Staub dem den Ofen speisenden Rohmaterial  beizufügen. Hierdurch erhöht sich aber der  Gehalt an Alkalien, wodurch der anfallende  Klinker einen Zement liefert, der in Säcken  gelagert, den grossen Nachteil hat, Klumpen  zu bilden.  



  Die Erfindung erlaubt es, den     Staub    da:  durch     auszunützen,    dass man ihn mindestens       teilweise    in Zement verwandelt.  



  Gegenstand der     Erfindung    ist ein Ver  fahren zur Verwertung des mit den Verbren  nungsgasen     abgehenden    Staubes von Zement  öfen, bei welchem dieser Staub aus den Ver  brennungsgasen     ausgeschieden    wird. Das  Verfahren     zeichnet    sich dadurch aus, dass  mindestens ein Teil des ausgeschiedenen  Staubes in die     Brennzone    eines Zementofen  eingeführt und dort     klinkerisiert    wird, wobei  die in dem in die     Brennzone    eingeführten  Staub enthaltenen, die gute Qualität des  Zementes schädigenden Alkalien dank der      sehr hohen Temperatur in der Brennzone  zum grössten Teil verflüchtigt und von den  Verbrennungsgasen mitgenommen werden.  



  Dem in die Brennzone einzuführenden  Staube fügt man, wenn nötig,     Korrektions-          zusätze    bei, zum Beispiel Komponenten be  stehend aus     Si02.        A1,03,        Fe.20a,    Ca 0 und  Ca C03, welche in der Zusammensetzung des  Zementes vorkommen, damit man das best  mögliche Material erhält, das einen guten  Zement liefert.  



  Der Gehalt des     Klinkers    an     Alkalien     wird dadurch, dass die     Alkalien    zum grössten  Teil verflüchtigt werden auf einen mit einer  guten Zementqualität     vereinbarlichen    Pro  zentsatz herabgesetzt.  



  Das Verfahren gemäss dieser Erfindung  ist sowohl bei Öfen des Nass- auch des  Trockenverfahrens anwendbar.  



  Falls dem Staub     Korrektionsmaterialien     zugeführt werden, muss die Mischung not  wendigerweise trocken sein. Um jedoch zu  verhindern, dass die ganz feinen     Sttaubparti-          kelchen    durch die Verbrennungsgase abge  führt werden, kann der in die Brennzone ein  zuführende Staub vor seiner Einführung     ixr     die Brennzone durch bekannte Mittel (zum  Beispiel     Beiftil--ung    vorn Bitumen oder irgend  eines Bindemittels) zu Klümpchen oder  Körnchen geformt werden.  



  Die Einführung des Staubes in die Brenn  zone kann durch eine besondere     Zuleitung,     die in ersterer selbst endet oder durch das  Einblaserohr der Frischluft und des Brenn  stoffes, zum Beispiel des     Kohlenstaubes,    er  folgen.  



  Im letzteren Falle, das heisst bei inniger  Mischung des Staubes mit dem Brennstoffe,  wird ersterer so leichter auf die für die Ver  flüchtigung der Alkalien nötige Temperatur  gebracht.  



  Es ist wünschenswert, dass die Ausschei  dung des Staubes eine Sortierung desselben  nach     Feinheitsgraden    gestattet. Die fein  sten     Staubteilchen    sind auch die an     Alkalien     reichsten und daher für die Wiederverwen  dung am wenigsten verwertbaren.

   In gewis-         sen    Fällen, besonders wenn die Wirkung der       Entstaubungseinrichtung    mehr als 90 % be  trägt, ist es vorteilhaft, ja sogar notwendig,  die feinsten Teilchen, weil zu reich an     Alka-          lien,    aus dem Prozesse     auszuschalten;    zum  Beispiel diejenigen, die mehr als 4 %     Alka-          lien    enthalten. Diese können übrigens zu  folge ihres hohen     Alkaligehaltes    vorteilhaft  als     Düngstoff    verwendet werden.  



  In der Zeichnung     sind    zur beispielswei  sen Durchführung des erfindungsgemässen  Verfahrens     geeignete    Einrichtungen darge  stellt. An Hand der Zeichnung wird das  Verfahren beispielsweise erläutert.  



  Die     Fig.    1 und 2 geben schematisch eine  Ausführung wieder, in welcher 1 den Behäl  ter für den Rohschlamm bezeichnet mit den  darunter stehenden Zuteil- und Einführungs  apparaten in den Zementofen. Wenn statt       Schlamm    auch Rohmehl zugeführt werden  muss. dann sind diese Apparate auf etwas  andere doch auch     wohlbekannte    Art ausge  führt;

   2 bezeichnet den Drehofen mit     erwei-          1r@rter,        ssrennzonr@    3. in     welcher    die Flamme       etwa        21.,    des Volumens     einnimmt.    4 ist der       Kohlenstaubbehälter    mit     Kohlenstaubzuteil-          apparat-    5; 6 ist der Ventilator für primäre  Luft, 7 das Einblasrohr für den Kohlen  staub, 8 die     Vorstaubkammer.    9 die elek  trische     Gasreinigungsanlage    und 10 der  Kamin.  



  Zu den Kammern B und 9 wird der mit  den     Verbrennungsgasen    abgehende Staub  grösstenteils abgeschieden und in den Trans  portapparat 11 geführt. Dagegen wird der  feinste Staub, der erst im letzten Teil der  Kammern 9 anfällt,     gesondert    mittels Trans  portapparat 12 und Elevator 13 entfernt.

    Der in den Ofen zurückführende     Staub    wird  mittels Elevator 14 und einem weiteren  Transportapparat zum     Staubbunker    15     ge-          fihrt.    Der regelbare     Zuteilapparat    16 bringt  den Staub in das     Kohlenstaubeinblasrohr    7,  wo er mit dem Kohlenstaub gemeinsam in  die Brennzone eingeblasen und dort den  höchsten Temperaturen der Flamme ausge  setzt wird.

   Der     Staub    wird dort     klinkerisiert     und die in ihm enthaltenen Alkalien werden      dank der hohen     Temperatur    in der     Brenn-          zone    zum grössten Teil verflüchtigt und von  den Verbrennungsgasen mitgenommen. Die       Fig.    3 und 4     zeigen    Einrichtungen, in wel  chen Kohle und Staub getrennt eingeblasen  werden. Man erkennt die verschiedenen Teile  der     vorbeschriebenen    Einrichtung. Nur ist  ein Ventilator 17 beigefügt worden, der den  von 16 zugeteilten Staub durch das beson  dere Einblasrohr 18 in die Brennzone 3 des  Ofens     fördert.     



  In den     Fig.    5 und 6 ist die Staubaus  scheidung veranschaulicht, bei welcher so  genannte Zyklonen 19 oder Multiklonen, das  heisst eine Reihe parallel oder nacheinander  geschalteten Zyklonen,     benutzt    werden, aus  welchen ein     Saugzugventilator    20 die zu     ent-          staubenden    Gase absaugt. Bei solchen Ein  richtungen,     diA        bekanntermassen    nicht gestat  ten, die feinsten Panikelchen des Staubes  aufzufangen, erübrigen sich dann auch die       Förderapparate    12 und 13.  



  In der Brennzone 3 herrschen Tempe  raturen von<B>1600</B> bis<B>1800'</B> C; stellenweise  wurden sogar bis 2000' C gemessen. Die  zu verflüchtigen im Staube befindlichen     Al-          kalien    bestehen     meist    aus Oxyden, Al  kalisilikaten, Karbonat und Sulfat, welche  dank der hohen Temperatur in der     Brenn-          zone    sich zum grössten Teil verflüchtigen, und  soweit sie nicht verflüchtigen, einer     pyroge-          nen    Umwandlung unterworfen werden, wo  nach sie die Nachteile der     Klumpenbildung     im Zement nicht mehr aufweisen.  



  In Werken mit mehreren Öfen, in denen  naturgemäss die anfallende Staubmenge sehr  gross sein kann, kann die gesamte ausgeschie  dene Staubmenge, gegebenenfalls     vorgängig     zum Beispiel mittels Bindemittel zu Klümp  chen oder Körnchen geformt und, wenn  nötig, einer Behandlung unterzogen, die ein  genaues Gemisch verbürgt, in die     Brennzone     eines hierfür besonders bereitgestellten Ofens  eingeführt werden. In diesem Falle wird es  im allgemeinen möglich sein, selbst den mehr  als 4 % Alkalien enthaltenden Staub zu ver  wenden, wobei jedoch Vorkehrungen getrof  fen werden müssen, die die     Kondensation    der    durch die Verbrennungsgase mitgenommenen  Alkalien verhindern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verwertung des mit den Verbrennungsgasen abgehenden Staubes von Zementöfen, bei welchem dieser Staub aus den Verbrennungsgasen ausgeschieden wird, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil des ausgeschiedenen Staubes in die Brennzone eines Zementofens eingeführt und dort klinkerisiert wird, wobei die in dem in die Brennzone eingeführten Staub enthalte nen,
    die gute Qualität des Zementes schädi genden Alkalien dank der sehr hohen Tem peratur in der Brennzone zum grössten Teil verflüchtigt und von den Verbrennungsgasen mitgenommen werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Staub wäh rend seiner Ausscheidung nach Feinheits graden sortiert wird und dass der feinste Staub, der zugleich der an Alkalien reichste ist, ausgeschieden wird, während nur der Rest in die Brennzone eingeführt und dort klinkerisiert wird. 2.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass dem in die Brennzone einzu führenden iStaube vor seiner Einführung in dieselbe die zum Erreichen eines guten Zementes nötigen Korrektionszusätze beige fügt werden. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Brennzone einzuführende Staub vor seiner Einführung in dieselbe durch Beifügung eines Bindemittels zu Klümpchen oder Körnchen geformt wird. 4.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens ein Teil des ausge schiedenen Staubes mehrerer Öfen zur Er reichung eines .einwandfreien Zementes in die Brennzone eines besonderen Ofens eingeführt wird. 5. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung des Staubes in die Brennzone durch eine in derselben endigende besondere Zuleitung ge schieht. 6. Verfahren nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Staub durch das Brennstoffeinblaserohr der Brenn- zone zugeführt wird.
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