Gegenstecker. Die Erfindung bezieht sich auf einen Ge genstecker, der mindestens eine gerollte Steckbuchse aufweist.
Um Steckbuchsen, die durch Zusammen rollen einer kleinen Metallplatte in Form eines kleinen Zylinders hergestellt werden können, genügend haltbar zu machen und um zu verhindern, dass sie etwa entlang der Stossfuge aufspringen, wodurch ein schlechter Kontakt mit einem eingesteckten Steckerstift entstehen könnte, war es bisher notwendig, den Stoff, aus dem diese Buchsen hergestellt werden, nicht zu dünn zu wählen. Besonders für sehr dünne Steckerstifte, z. B. mit einem Durchmesser kleiner als 2 mm, war es daher schwierig, Steckbuchsen zu machen, die genü gend haltbar sind und genügenden Kontakt druck liefern.
Der Gegenstecker nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass erfindungs gemäss die Wand der gerollten Steckbuchse an einer oder mehreren Stellen eine Ein stülpung aufweist. Diese Einstülpungen sind zweckmässig derart angebracht, dass sie sich ununterbrochen rings um die Achse der Steckbuchse erstrecken. Eine derart einge stülpte Steckbuchse kann leicht so ausgebil det werden, dass sie haltbar ist und einen guten Kontakt mit einem eingesteckten Stek- kerstift aufweist. Besonders vorteilhaft eig net sie sich zum Halten eines Steckerstiftes mit kleinem Durchmesser für Schwachstrom zwecke.
Zwei Ausführungsbeispiele des erfin dungsgemässen Gegensteckers sind in der bei liegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbei spiel, wobei nur ein Teil des Gegenstecker- körpers dargestellt ist.
Fig. - 2 ist ein Schnitt durch diesen Ge genstecker nach der Linie 2-2 der Fig. 1. Fig. 3 zeigt einen Gegenstecker in Form einer Röhrenfassung, der sich zur Verwen dung mit der gleichfalls in dieser Figur dar gestellten Radioröhre eignet. Fig. 4 und 5 sind eine Draufsicht auf bezw. ein Längsschnitt durch die Röhren fassung nach Fig. 3.
Die in Fig. 1 dargestellte gerollte Steck buchse weist in ihrer Längsrichtung eine Stossfuge 4a auf. Die ununterbrochene Ein- stülpung 10 zwischen den Teilen 9 und 12, deren engster Teil zylindrisch ist, ist rings um die Achse der Steckbuchse angebracht. Die Wandteile, die den Übergang von diesem engeren Zylinder zu den geräumigeren Teilen 9 und 12 bilden, wobei die Übergangsteile mit Ausnahme von den Abrundungen in die sem Fall kegelförmig sind, aber auch kugel förmig sein können, versteifen die nur aus dünnem Stoff bestehende Buchse in wesent lichem Masse.
Infolgedessen werden die ein ander gegenüberliegenden, gemeinsam die Stossfuge 4a bildenden Buchsenteile kräftig gegeneinander gedrückt, auch wenn in der Steckbuchse ein Steckerstift eingesteckt ist, wodurch die einander gegenüberliegenden Buchsenteile gerade auseinandergeschoben werden. Hierdurch ergibt sich somit ein be sonders kräftiger Kontaktdruck und der Steckerstift wird haltbar festgeklemmt.
Es hat sich herausgestellt, dass die klem menden Eigenschaften der Buchse dadurch vergrössert werden können, dass während der Herstellung der Buchse diese unter gleich zeitigem Drehen schnell und leicht gehäm mert wird. Hierdurch treten keine Form veränderungen auf und die Aussenschicht des Metalles wird gehärtet, wodurch die Seiten der Stossfuge gegeneinander gedrückt werden. Der Teil 12 der Steckbuchse, der einen grö sseren Durchmesser als die Einstülpung 10 hat, dient zur Führung des Steckerstiftes nach dem verengten Teil 10.
Dieses Ende der Gegensteckerbuchse ist somit von der nächstliegenden Einstülpung (10) durch einen geräumigen Teil (12) getrennt.
Eine Steckbuchse kann in der Weise im Gegensteckkörper befestigt werden, dass ein verengter Teil der Durchführungsöffnungen für die Steckbuchsen durch den Gegenstek- kerkörper zum Eingreifen in eine Einstül- pung der Steckbuchse gebracht wird. Es weist zum Beispiel die Durchführungsöff nung 6 für die Steckbuchse in dem aus einem Isolierstoff, z. B. einer Kunstharzpressmasse, bestehenden Gegensteckerkörper (Fig. 1) einen verengten Teil 7 auf.
Dieser Teil um greift die rings um die Achse der Steckbuchse angebrachte Einstülpung 8, und zwar der art, dass etwas Spiel zwischen der Buchse und dem Teil 7 besteht. Die Übergangsfläche 8a vom Teil 9 zur Einstülpung 8 stützt sich hier auf dem Rand 7a, der infolge des Über ganges vom geräumigeren Teil der Durch führungsöffnung 6 nach dem engeren Teil 7 derselben entsteht. Es ist mittels dieser Bau art möglich, dass die Steckbuchse sowohl in Richtung der Achse als auch in radialer Richtung eine gewisse Bewegungsfreiheit hat.
Dies ist besonders vorteilhaft für Steckbuch sen von sehr kleinem Durchmesser, da infolge der Anwendung dieser Bauart kleine Ab weichungen von der genau richtigen Lage der Buchsen im Gegensteckerkörper gegen über den einzubringenden Steckerstiften mög lich sind. Um der Stossfuge 4a bei der Ein bringung eines Steckerstiftes die Möglichkeit zu geben, sich etwas auszudehnen, ist es notwendig, zwischen der Aussenwand der Steckbuchse und der Innenwand der Durch führungsöffnung gleichfalls etwas Raum zu lassen.
Es ist auch auf andere Weise möglich, die Steckbuchse zu halten. Es kann zum Bei spiel der unterhalb des Gegensteckerkörpers vorspringende Teil der Steckbuchse um den Gegensteckerkörper umgebogen werden, eine Behandlung, die erleichtert wird, wenn dieser vorstehende Teil einen kleineren Durchmes ser als der übrige Buchsenteil hat. Auch ist es möglich, einen kleinen Ring oder eine kleine Platte um den aus dem Gegenstecker körper vorspringenden Teil der Steckbuchse zu klemmen oder in einer Vertiefung der Buchse anzubringen.
Ein anderes Verfahren ist, den Durchmesser der Steckbuchse unter halb des Gegensteckerkörpers beispielsweise durch Aufstauchen grösser als den benach barten Buchsenteil zu machen (z. B. an der Stelle 14, Fig. 5). Um das Anlöten von An- schlussdrähten zu erleichtern, können die Teile unterhalb des Gegensteekerkörpers Ausneh- mungen aufweisen, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist.
Der als eine Röhrenfassung ausgebildete Gegenstecker, den die Fig. 3 darstellt, kann infolge der angewendeten Steckbuchsenbauart kleiner gehalten werden als bekannte Röhren fassungen und eignet sich besonders gut für kleine Radioröhren von der in dieser Figur dargestellten Art. Bei einer Röhre nach Fig. 3 werden die Steckerstifte von den ausserhalb des Kolbens befindlichen Enden der in eine Glasscheibe 2 am Ende des Kol bens 3 eingeschmolzenen Zuführleitungen gebildet. Die Steckerstifte passen in die Steckbuchsen 4 hinein, die derart in der Röhrenfassung angebracht sind, dass ihre Mittellinien auf einem Zylinder liegen.
Der Gegenstecker ist besonders vorteilhaft, wenn der Durchmesser dieses Zylinders kleiner als 30 mm ist. Der Innendurchmesser der Steck buchsen ist etwas kleiner als der Durch messer der Stifte, so dass diese geschmeidig und trotzdem haltbar eingestellt werden.
Die Röhrenfassung kann auf folgende Weise in einer 1VIetallplatte des Chassis an gebracht werden. Der Durchmesser der Röhre ist gleich gross wie derjenige einer Öffnung in der Platte des Chassis. Zwei Metallnocken 20 sind gegen die Plattenfläche derart auf- gebördelt, dass in der im übrigen kreisförmi gen Öffnung in der Platte Aussparungen ent stehen, in die hinein die Ansätze 21 auf der Röhrenfassung passen. Wird die Röhren fassung in die Platte geschoben, so kommt die Fassung zunächst auf dem Rande 22 zur Auflage. Durch Drehung werden die Aus sparungen 23 in diesem Rande gegenüber die Nocken 20 gebracht, worauf die Nocken 20 in diese Aussparungen 23 umgebördelt wer den.
Die Röhrenfassung lässt sich auf diese Weise besonders haltbar in der Platte be festigen.
Um die verschiedenen Steckbuchsen elek trostatisch gegeneinander abzuschirmen, ist ein stiftförmiger Schirm 13 (Fig. 5) vor gesehen. Eine elektrostatische Abschirmung lässt sich mit einer solchen Röhrenfassung sehr gut erzielen, da die Metallplatte des Chassis, in der die Röhrenfassung angebracht ist, sich nahe beim Umfang des Schirmes 13 befindet. Die Steckbuchsen liegen rings um diesen Schirm und befinden sich zwischen diesem Schirm und dem umgebenden Metall des Chassis. Infolge der kleinen Abmessun gen der Steckbuchsen ist die Entfernung zwi schen dem Schirm 13 und dem Chassis sehr klein.
Die Abmessungen der Röhrenfassung sind zum Beispiel folgende: Der Durchmes ser der Steckerstifte, die in einem Kreis von nur 10 mm Durchmesser in einer Entfernung von annähernd 3 mm voneinander liegen, ist kleiner als 1 mm. Der grösste Durchmesser der Steckbuchsen der Röhrenfassung ist kleiner als 2 mm.