Einrichtung zum Bremsen der Ablaufspulen eines Scher-Gatters. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Bremsen der Ablaufspulen eines Scher- gatters mittels je eines Elektromagneten.
Bei bekannten Einrichtungen dieser Art ist der auf jede einzelne Spulenspindel auf gesetzte Elektromagnet mit einem Flansch versehen, und unmittelbar neben diesem Flansch sitzt ein am ispulenkörper befestig ter, als Anker wirkender Ring aus magneti schem Metall. Bei solcher Ausbildung ist nur eine stossweise Abbremsung möglich, ausser dem ist es nicht möglich, den Bremsgrad zu regeln, da bei der Bremsung jeweils ein mag netischer gurzschluss am Ankerring eintritt. Ferner setzt die Verwendung dieser Einrich tung das Vorhandensein eines Ankerringes an jeder Spule voraus.
Diese Mängel sollen bei der Bremseinrich tung gemäss der Erfindung dadurch beseitigt werden, dass der als Topfmagnet ausgebildete Elektromagnet. auf der Spulenspindel sitzt und unter Zwischenlage einer nicht magneti schen Abstandscheibe reit einer als Brems- scheibe dienenden Ankerscheibe in Verbindung steht, die ihrerseits mittels eines Mitnehmers mit dem Spulenkörper lösbar verbunden ist.
Als Mitnehmer wird vorteilhaft an der Ankerscheibe ein Stift vorgesehen. Es ge nügt dann, dass der Spulenkörper eine ent sprechende Bohrung aufweist, so dass jede Ablaufspule verwendet werden kann. Auch kann in den Stromkreis sämtlicher Magnet- Wicklungen ein Regelwiderstand eingeschal tet sein. Dadurch kann die Bremswirkung von einem Mindestwert bis zur höchsten zu lässigen Fadenspannung von einer Stelle aus geregelt werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Vorderansicht eines Teils des Schergatters, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 in grösserem Massstab einen Längs schnitt durch den Elektromagnet und die Spule und Fig. 4 das Schaltschema der Einrichtung.
In der Zeichnung ist nur der für die Er findung in Betracht kommende Teil einer Schervorrichtung, also das Schergatter, dar gestellt, während die damit verbundene Kettenbäum- oder Schermaschine weggelas sen ist.
Das Schergatter 1 besteht im wesent lichen aus einem rechteckigen Holz- oder Eisenrahmen, der durch ein auf seiner Rück seite angebrachtes Fussgestell 4 in aufrechter Stellung gehalten wird. Zwischen den obern und untern Querstäben 2 und 3 des Rahmens befindet sich eine Anzahl geneigt nebenein ander angebrachter, paralleler Längsstäbe 6, auf welchen je eine Anzahl Ablaufspulen 7/8 drehbar gelagert sind.
In Fig. 2 sind der Einfachheit halber nur zwei Spulen 7/8 dargestellt. Die Spulenkör- per 7 sind leicht drehbar auf Spindeln 9 ge lagert. Jede Spindel 9 ist mit einem zwei stufigen Bund 9a/9b versehen, welcher am Magnetgehäuse 10 anliegt und zur Zentrie rung einer nichtmagnetischen Scheibe 11, z. B. aus Messing, sowie der darüberliegen- den eisernen Ankerscheibe 12 dient. Der Bund 9b verhindert eine Achsialverschiebung der Scheiben 11 und 12.
An der Ankerscheibe 12 ist ein Mitnehmerstift 12' befestigt, der diese mit dem :Spulenkörper 7 kuppelt. Zur Erzielung einer leichten Drehbarken ist der Spulenkörper,7 mittels eingesetzter Büchsen 7b auf der Spindel 9 gelagert. Infolge der schwachen Neigung der Spindel 9 nach auf wärts hat die Spule 7/8 das Bestreben, leicht gegen den Bund 9b zu drücken. Durch die Mutter 13 wird das Magnetgehäuse 10 gegen den Stab 6 gepresst. In dem topfförmigen Magnetgehäuse 10 liegt die Magnetwicklung 14, die durch die Leitung 15/16 Strom er hält.
Ein Abziehen der Ankerscheibe 12 beim Abnehmen des Spulenkörpers 7 wird durch den Bund 9b verhindert.
Im iSchaltschema nach Fig. 4 ist eine bei spielsweise Schaltung dargestellt. Der Netz strom wird im Transformator 23 auf etwa 20 Volt heruntertransformiert, über den Schalter 24 den in Serie geschalteten Magnet- wicklungen jeder Reihe 17 zugeführt und kehrt über den Regelwiderstand 21, 22 wieder zum Transformator zurück. Sämtliche Spulenreihen 17 sind parallel geschaltet.
Es ist selbstverständlich auch möglich, an verschiedenen Stellen Widerstände einzu setzen, wenn die Bremsung der Spulen in besonderen Fällen nicht gleich stark sein soll.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Nachdem die Spulen 7/8 auf die Spindeln 9 aufgesteckt sind und die Fäden in an sich bekannter Weise durch die Kämme 18 und 20 über die in Lagern 5 gelagerte Walze 19 zur Schermaschine geführt sind, kann mit dem Abspulen begonnen werden.
Durch Anlassen der Schermaschine wer den die Fäden F von den sich drehenden Spulen 7/8 abgewickelt. Solange die Magnet wicklungen 14 stromlos sind, lassen sich die Spulen 7/8 sehr leicht drehen. Soll nun die Spannung in den abgezogenen Fäden grösser werden, so wird jede Magnetwicklung 14 mit tels des Regelwiderstandes 21/22 unter Strom gesetzt, dadurch werden die Spulen im ge- wünschten Masse gleichmässig elektromagne tisch gebremst.
Da bei hoher Fadengeschwindigkeit die Spulen in rasche Umdrehung versetzt werden, müssen diese bei Fadenbruch möglichst rasch und gleichzeitig mit der Schermaschine still gesetzt werden können. Dies geschieht folgendermassen: Im Augenblick, in dem die Schermaschine abgestellt wird, wird der Stromkreis der Magnete mittels des Schalters 24 geschlos sen.
Hierdurch erhalten die Magnetwicklun- gen 14 elektrischen Strom, ziehen die Anker scheiben 12, welche mit den Spulenkörpern 7 gekuppelt sind, an und pressen die Zwischen scheiben 11 an die Magnetgehäuse 10, wo durch die gewünschte Reibung und damit die sofortige Abbremsung und Stillsetzung der Spulen 7/8 erreicht wird. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder Abstellung der Schermaschine,
wobei die Stärke der Brems wirkung von der Einstellung des Regel- widerstandes 21/22 abhängt.
Device for braking the pay-off coils of a shear gate. The invention relates to a device for braking the reel coils of a shear gate by means of an electromagnet.
In known devices of this type, the electromagnet is provided with a flange on each individual bobbin spindle, and immediately next to this flange sits a fastened on the ispulenkörper ter, acting as an armature ring made of magnetic Shem metal. With such a design only intermittent braking is possible, besides which it is not possible to regulate the degree of braking, since a magnetic short circuit occurs on the armature ring during braking. Furthermore, the use of this device requires the presence of an armature ring on each coil.
These deficiencies are to be eliminated in the Bremseinrich device according to the invention in that the electromagnet designed as a pot magnet. sits on the bobbin spindle and, with a non-magnetic spacer disk in between, is connected to an armature disk serving as a brake disk, which in turn is detachably connected to the bobbin by means of a driver.
A pin is advantageously provided as a driver on the armature disk. It is then sufficient for the bobbin to have a corresponding bore so that any pay-off reel can be used. A rheostat can also be switched on in the circuit of all magnet windings. As a result, the braking effect can be regulated from a minimum value to the highest permissible thread tension from one point.
In the drawing, an embodiment example of the subject matter of the invention is Darge, namely: Fig. 1 is a front view of part of the shear gate, Fig. 2 is a side view, Fig. 3 on a larger scale a longitudinal section through the electromagnet and the coil and Fig. 4 the circuit diagram of the device.
In the drawing, only the part of a shearing device that comes into consideration for the He-making, so the shear gate, is provided, while the associated chain tree or shearing machine is weggelas sen.
The shear gate 1 consists in wesent union of a rectangular wooden or iron frame, which is held in an upright position by a base 4 mounted on its rear side. Between the upper and lower cross bars 2 and 3 of the frame there is a number of inclined parallel longitudinal bars 6 attached to the other, on each of which a number of pay-off spools 7/8 are rotatably mounted.
In Fig. 2, only two coils 7/8 are shown for the sake of simplicity. The coil formers 7 are mounted on spindles 9 so that they can easily be rotated. Each spindle 9 is provided with a two-step collar 9a / 9b, which rests on the magnet housing 10 and tion of a non-magnetic disc 11, z. B. made of brass, as well as the overlying iron armature disk 12 is used. The collar 9b prevents the disks 11 and 12 from shifting axially.
A driver pin 12 ′ is attached to the armature disk 12 and couples it to the coil body 7. In order to achieve a slight rotating barque, the coil body 7 is mounted on the spindle 9 by means of inserted bushings 7b. As a result of the slight inclination of the spindle 9 upwards, the coil 7/8 tends to press lightly against the collar 9b. The magnet housing 10 is pressed against the rod 6 by the nut 13. In the cup-shaped magnet housing 10 is the magnet winding 14, which he holds through the line 15/16.
A pulling off of the armature disk 12 when removing the bobbin 7 is prevented by the collar 9b.
In the iSchaltschema of Fig. 4, a circuit is shown with example. The mains current is transformed down to about 20 volts in the transformer 23, fed to the series-connected magnet windings of each row 17 via the switch 24 and returns to the transformer via the variable resistor 21, 22. All rows of coils 17 are connected in parallel.
It is of course also possible to use resistors at different points if the braking of the coils should not be equally strong in special cases.
The operation of the device described is as follows: After the bobbins 7/8 are attached to the spindles 9 and the threads are guided in a known manner through the combs 18 and 20 via the roller 19 mounted in bearings 5 to the shearing machine, with the Can be started.
By starting the shearing machine who the threads F unwound from the rotating bobbins 7/8. As long as the magnet windings 14 are de-energized, the coils 7/8 can be rotated very easily. If the tension in the withdrawn threads is now to be greater, then each magnet winding 14 is energized by means of the variable resistor 21/22, as a result of which the coils are electromagnetically braked to the desired extent.
Since the bobbins are set in rapid rotation when the thread speed is high, it must be possible to stop them as quickly as possible and at the same time with the shearing machine if the thread breaks. This is done as follows: At the moment when the clipper is switched off, the circuit of the magnets is closed by means of the switch 24.
As a result, the magnet windings 14 receive electrical current, pull the armature disks 12, which are coupled to the bobbins 7, and press the intermediate disks 11 against the magnet housing 10, causing the desired friction and thus the immediate braking and stopping of the coils 7/8 is reached. This process is repeated every time the clipper is switched off,
whereby the strength of the braking effect depends on the setting of the control resistor 21/22.